6. Oktober 2008
Von K. Schumann
Kieferorthopäden beschäftigen sich mit der Zahn- und Kieferregulierung. Sie sind in eigenen Praxen, Kliniken oder auch an Zentren für Zahn- und Kieferheilkunde tätig.
Die Weiterbildung zum Fachzahnarzt / zur Fachzähnärztin für Kieferorthopädie dauert in der Regel in Vollzeit drei bis vier Jahre. Die Zahnärzte absolvieren zunächst ein allgemein- zahnärztliches Jahr, in dem unter anderem Grundkenntnisse in allgemeinen zahnärztlichen Leistungen vermittelt werden. Daran schließt sich eine dreijährige Weiterbildung im Gebiet der Kieferorthopädie an. Die angehenden Kieferorthopäden sind in der Regel Vollzeit in einer Zahnarztpraxis oder in einer Klinik beschäftigt und werden dort von weiterbildungsbefugten Zahnärzten theoretisch und praktisch ausgebildet. Soweit die Weiterbildung in Praxen und Kliniken stattfindet, werden dafür keine Gebühren fällig.
Sind die zeitlichen und inhaltlichen Anforderungen erfüllt, kann die Abschlussprüfung durchgeführt werden, welche von einem Prüfungsausschuss der zuständigen Zahnärztekammer abgenommen wird. Bei Nichtbestehen kann die Prüfung ein- bis zweimal wiederholt werden.
Fachzahnärzte die sich auf Kieferorthopädie spezialisiert haben, diagnostizieren Zahnfehlstellungen anhand von beispielsweise Gebissabdrücken oder Röntgenaufnahmen und nehmen anschließend mithilfe von Klammern oder Zahnspangen Zahnstellungskorrekturen vor. Zahnspangen können in fester oder loser Form eingesetzt werden. Gegebenfalls können auch beide Verfahren miteinander kombiniert werden (Zwei-Phasen-Behandlung). Dabei ist eine Zahnregulierung nicht nur im Kindesalter möglich. Es gibt auch spezielle, fast unsichtbare Zahnspangen für Erwachsene. Um einen richtigen Sitz zu garantieren, wird die Zahnspange vom Kieferorthopäden dem Gebiss des Patienten genau angepasst. Der Fortschritt der Behandlung wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert.
Neben diesen praktischen Aufgaben muss sich der Kieferorthopäde natürlich auch noch um die Verwaltung z.B. um das Erstellen von Heil- und Kostenplänen kümmern.
Neben dem Interesse an der Medizin sollte ein Kieferorthopäde Freude im Umgang mit Menschen, aber auch Interesse an technischen Geräten mitbringen.
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