Indikation für eine verordnete strenge oder eingeschränkte Bettruhe

So manche Erkrankung macht es nötig, konsequent Bettruhe einzuhalten. Dabei unterscheiden Ärzte zwischen strenger und eingeschränkter Bettruhe.

Eine Bettruhe kann z.B. bei bestimmten Knochenbrüchen notwendig sein, oder aber auch bei Erkrankungen wie ausgedehnter Thrombose oder einem Herzinfarkt

Unter Bettruhe versteht man eine allgemeine therapeutische Maßnahme. Sie dient zur körperlichen Schonung und trägt dazu bei, dass sich der Patient schneller erholen kann. Dieser muss also für einen oder mehrere Tage das Bett hüten.

Was verstehen Ärzte unter Bettruhe?

Wenn Ärzte von Bettruhe sprechen, meinen sie damit, dass der Patient auch außerhalb der Schlafenszeit im Bett liegen muss. Dabei gilt jedoch das Motto "so lange wie nötig und so kurz wie möglich".

So kann eine zu lange Bettruhe ohne sinnvollen Grund sogar nachteilige Folgen für die Gesundheit haben. Zu unterscheiden ist zwischen strenger Bettruhe und eingeschränkter Bettruhe.

Unterschiede zwischen strenger und eingeschränkter Bettruhe

  • Wird dem Patienten strenge Bettruhe verordnet, darf dieser das Bett nicht verlassen. Sogar seine Notdurft muss er auf einer so genannten Bettschüssel oder Bettpfanne verrichten. Dieser Gegenstand ermöglicht die Ausscheidung von Urin und Kot im Bett. Auch das Waschen findet im Bett statt.

  • Handelt es sich dagegen um eine eingeschränkte Bettruhe, bleibt der Patient zwar auch überwiegend im Bett liegen, darf es jedoch zwischendurch für kurze Zeit und unter Aufsicht verlassen.

Gründe für Bettruhe

Das Einhalten von strenger Bettruhe kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. So ist es möglich, dass das Aufstehen die Genesung des Patienten gefährdet. Als medizinisch notwendig gilt Bettruhe kurz

Je nach Art und Schwere der Krankheit/Verletzung gilt eine strenge oder eingeschränkte Bettruhe
Strenge und eingeschränkte Bettruhe

Ebenso muss

strenge Bettruhe eingehalten werden. Auch während der Schwangerschaft kann Bettruhe erforderlich sein,

Im Unterschied zu früheren Jahren wird bei bestimmten fiebrigen Erkrankungen wie beispielsweise akuter Bronchitis, Lungenentzündung, Grippe, Blasenentzündung oder Nierenbeckenentzündung keine längere Bettruhe mehr verordnet. Stattdessen gilt es als sinnvoller, die Bettruhe so kurz wie möglich zu halten.

Gefahren von längerer Bettruhe

Dauert eine strenge Bettruhe längere Zeit an, führt dies zu einigen Nachteilen. Besonders unangenehm für die Patienten ist es, ihre Notdurft auf einer Bettpfanne verrichten zu müssen, was jedoch eher ein psychologisches Problem ist.

Doch kann längere Bettruhe auch negative Folgen für die Gesundheit haben. Dazu gehören vor allem

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind

Daher empfehlen Experten, selbst bei strengen Indikationen, die Bettruhe etwas zu lockern, indem der Patient beispielsweise Toilettengänge verrichten oder zeitweise in einem Sessel sitzen darf. Als sinnvoll gilt zudem die Benutzung von verstellbaren Betten.

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Quellenangaben
  • Blonde Frau im Bett schaut auf ein digitales Fieberthermometer © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • Hand hält Schild © purplequeue - www.fotolia.de

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