Kaffeemühle - Wie funktioniert sie und was sollte beim Kauf beachtet werden?

Kaffeemühlen erlauben das Mahlen von Kaffeebohnen. Der Besitzer eines derartigen Gerätes muss demnach nicht mehr auf vorgefertigtes Kaffeepulver vertrauen, sondern kann frische Kaffeebohnen auch einfach selbst zu Kaffeepulver verarbeiten. Doch welche unterschiedlichen Mahlsysteme innerhalb von Kaffeemühlen gibt es heutzutage überhaupt, die die Verarbeitung dieses Rohstoffes erlauben? Lesen Sie über die Funktion unterschiedlicher Kaffeemühlenarten und holen Sie sich Tipps zum Kauf.

Wissenswertes zu unterschiedlichen Arten von Kaffeemühlen

Kaffeemühle - Funktionsweise und Arten

Prinzipiell muss bei einer Kaffeemühle ein großer punktueller oder breitflächiger Druck auf die Kaffeebohnen wirken, so dass diese zum Kaffeepulver zersetzt werden. Um dies zu erreichen, finden heutzutage vier Systeme Anwendung, welche in den Kaffeemühlen im Handel verbaut sind.

Propellermühlen

Zunächst einmal sind in diesem Zusammenhang so genannte Propellermühlen zu nennen. Dieses System, welches auch als Schlagmühlen Gerät bezeichnet wird, verfügt über ein sich schnell drehendes System rotierender Klingen. Jedoch werden Propellermühlen heute nur noch selten eingesetzt, da es zu einer ungünstigen Zersetzung der Kaffeebohnen kommt, welche das Geschmackserlebnis negativ beeinflusst.

Scheibenmühlen

Scheibenmühlen zeichnen sich wiederum durch zwei Mahlscheiben aus, welche nur durch einen sehr kleinen Zwischenraum voneinander getrennt sind und sich während des Mahlens in verschiedene Richtungen drehen. Das Problem eines solchen Systems besteht im Heißlaufen des Mahlwerks, sobald es zu einer Verarbeitung großer Kaffeebohnenmengen kommen soll. Scheibenmühlen sind demnach nur für geringe Bohnenmengen geeignet, welche zudem nach dem Mahlen keine Einheitsgröße aufweisen.

Kegelmühlen

Kegelmühlen sind vor allem für ihre schonende Zubereitung und die Möglichkeit, auch einfach große Mengen an Kaffeebohnen verarbeiten zu können, bekannt. Sie zeichnen sich durch das zylinderförmige Mahlwerk aus, in welches die Kaffeebohnen kontinuierlich aus einem Vorratsbehälter hineinfallen.

Auf dem Weg durch den Mahlkegel werden die Bohnen daraufhin kontinuierlich zersetzt und gemahlen, wonach es zum Austritt des fertigen Kaffeepulvers an der Unterseite kommt. Kegelmühlen gibt es zudem als elektronisches Gerät oder mit einer Handkurbel, welche Leistungen von um die 60 U/min erlaubt.

Walzenmühlen

Letztlich sind bei den Arten von Kaffeemühlen noch Walzenmühlen zu nennen. Diese Geräte werden vor allem in der Industrie eingesetzt und erlauben die große und effiziente Verarbeitung sehr großer Kaffeebohnenmengen. Dabei werden die Kaffeebohnen über ein Förderband in breite Walzen geführt, in welchen es zum Mahlvorgang kommt. Die Besonderheit der Walzenmühlen ist zudem die geringe Hitzeentwicklung, welche dafür sorgt, dass auch das Aroma des Kaffeepulvers nicht negativ beeinflusst wird.

Tipps zum Kauf einer Kaffeemühle

Beim Kauf einer Kaffeemühle gilt es, einige Punkte zu beachten.

Eine gute Kaffeemühle erkennen

Möchte man eine qualitativ hochwertige Kaffeemühle erwerben, sollte man vor allem auf zwei wichtige Kriterien achten. Zum einen sollte das Mahlen der Kaffeebohnen ohne starke Hitzeentwicklung geschehen.

Mahlwerk und Motor sollten also so ausgelegt sein, dass sie während des Mahlens nicht zu warm werden. Anderenfalls leidet das Aroma und bewegt sich Richtung bitter und verbrannt.

Der zweite wichtige Punkt: die Kaffeebohnen sollten gleichmäßig zerkleinert werden. Hier lohnt es sich, ein paar Euro mehr zu investieren.

Unterschiede hinsichtlich der Steuerung

Zunächst einmal unterscheiden sich heutige Modelle bezüglich der automatisierten Steuerung. Bei einfachen Modellen wird lediglich der Start durch einen Knopfdruck in Gang gesetzt, wobei der Herstellungsprozess auch manuell und nach eigenem Ermessen wieder gestoppt werden muss. Bei neuen Geräten stehen dem Benutzer aber auch verschiedene Betriebsprogramme und ein flexibles System zur Seite, welches die optimale Herstellung eines Kaffee garantiert.

Derartige Filterkaffeemühlen verfügen dann über einen elektronischen Display, mit dessen Hilfe all jene Einstellungen überprüft und ausgewählt werden können, welche die Kaffeeherstellung maßgeblich beeinflussen. So kann beispielsweise die Dosierung angepasst werden, was sich wiederum auf die Stärke des Kaffees auswirkt.

Unterschiede hinsichtlich des Mechanismus

Darüber hinaus unterscheiden sich verschiedene Modelle noch hinsichtlich des Mechanismus, welcher dem Mahlen der Bohnen dient. In den meisten Fällen wird hierbei aber ein Mahlscheiben System verwendet, welches sich ideal mit der kompakten Bauweise klassischer Filterkaffeemühlen vereinen lässt.

Zahlreiche Produkte - Vorab Tests durchlesen

Unterm Strich werden eine Menge Modelle zu den Kaffeemühlen zählen, die in die engere Auswahl kommen. Hilfreich ist es, zuvor Erfahrungsberichte zu lesen um zu sehen, welche sich einer großen Beliebtheit erfreuen und in Tests zufriedenstellend abschneiden.

Dabei gibt es viele verschiedene Faktoren, die von Bedeutung sein können. So gibt es beispielsweise Geräte, die sich einerseits durch ein relativ hohes Eigengewicht auszeichnen, welches von Vorteil ist, da es während des Mahlens so nicht zu einem Wackeln der Maschine kommen kann. Des Weiteren lässt sich die Mühle dank eines elektronischen Bildschirms und übersichtlichen Tastenfelds leicht konfigurieren und bedienen.

Kaffeemühlen, die im anderen Preissegment anzusiedeln sind, verfügen wiederum über ein besonders starkes Mahlwerk und zahlreiche Zusatzfunktionen. Letzteren ist beispielsweise eine Warmhaltefunktion zuzuordnen, dank welcher der Kaffee auch eine Stunde nach der Herstellung noch warm genossen werden kann.

Letztlich ist noch der Timer erwähnenswert, welcher es bei vielen Geräten erlaubt, dass der Kaffee automatisch zu einer gewissen Zeit in der Frühe hergestellt wird, ohne dass die Maschine hierzu angeschaltet werden müsste. So kann direkt nach dem Aufstehen ein Kaffee genossen werden, ohne erst auf diesen warten zu müssen.

Espressomühlen für besten Espresso-Genuss

Der Espresso ist eine beliebte Kaffeesorte, welche sich vor allem in Italien einer sehr großen Beliebtheit erfreut. Heutzutage kann ein Espresso dank moderner Espresso Mühlen auch schnell und einfach selbst hergestellt werden. Dabei gibt es ebenfalls Punkte, denen man beim Kauf Beachtung schenken sollte.

Klassische Espressomühlen erzeugen während des Mahlvorgangs Leistungen von bis zu 100 Watt und verfügen oft über ein Keramik Mahlwerk, welches sich zudem in vielen Mahlstufen einstellen lässt. Hinsichtlich der Tassenzahl, welche bei einem Mahlvorgang bereitgestellt werden kann, reichen die Kapazitäten solcher Geräte von zwei bis zwölf Tassen.

Das Reinigen wird durch die Tatsache erleichtert, dass das Mahlwerk und der Behälter für das Kaffeemehl abgenommen und so leichter geleert und abgespült werden kann. Letztlich ist noch die Gesamtkapazität des Kaffeebohnen Behälters erwähnenswert, welche sich auf beachtenswerte 200g erstrecken kann.

Andere Espressomühlen verfügen über Mahlscheiben aus Stahl, welche die Kaffeebohnen mit einer Kurzbetriebszeit von zwei Minuten mahlen. Die maximale Füllmenge an Kaffeebohnen beträgt zudem etwa 250g, was für mehr als ein Dutzend Espresso ausreicht.

Der Mahlgrad wird wiederum nicht elektronisch, sondern mit Hilfe eines Rades an der Geräteseite eingestellt. Daneben ist aber auch ein elektronischer Timer bei solchen Mühlen verbaut.

Ebenfalls nennenswert ist ein Sicherheitssystem, dank welchem der Mahlvorgang nur dann gestartet werden kann, wenn sich der Behälter im Gerät eingeklinkt befindet. Das Austreten von Kaffeemehl mit einem entsprechend hohen Reinigungsaufwand ist somit ausgeschlossen.

Letztlich sind noch große Expertenmaschinen erhältlich, deren Einsatz wohl nur im gastronomischen Bereich Sinn macht. Diese wiegen zumeist über 20 kg, erlauben das Befüllen mit mehreren Kilogramm Kaffeebohnen und verfügen über ein entsprechend leistungsstarkes Mahlwerk, welches die Produktion großer Espressomengen erlaubt.

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  • Espressotasse mit Bohnen © Mitch Shark - www.fotolia.de

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