Vorhautverengung

Die Phimose muss durch einen operativen Eingriff behoben werden

Die Vorhautverengung (Phimose) ist eine angeborene (primäre) oder erworbene (sekundäre) Verengung des äußeren Vorhautringes. Bei dieser Erkrankung ist ein Zurückziehen der Vorhaut über die Eichel nicht mehr möglich.

Junger Mann mit Erektionsproblemen schaut unglücklich unter sein umgebundenes Handtuch
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Einteilung der Kategorie Vorhautverengung

Als Vorhautverengung oder Phimose wird eine angeborene (primäre) oder erworbene (sekundäre) Verengung des äußeren Vorhautrings bezeichnet, dabei kann die Vorhaut gar nicht oder nur schwer über die Eichel zurückgezogen werden. Man unterteilt die Vorhautverengung je nach Ursache in drei verschiedene Formen:

  • Physiologische Phimose
  • Pathologische Phimose und
  • Paraphimose

Symptome

Neben der nicht zurückziehbaren Vorhaut können folglich folgende Symptome auftreten:

  • aufgeblähte Vorhaut beim Wasserlassen
  • häufig entzündete Eichel und Vorhaut
  • Spannungsgefühl oder Einrisse bei der Erektion sowie
  • eine erschwerte Harnentleerung

Behandlung

Konservative Behandlung

Eine nicht-operative Therapie mit kortisonhaltigen Salben ist nur bei leichten Vorhautverengungen sinnvoll.

Dabei wird die Salbe über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen zweimal täglich auf die Spitze des Penis aufgetragen. Die Erfolgsraten dieser Therapieform liegen bei 50 bis 75 Prozent.

Operative Behandlung

Besteht die Verengung trotz der Behandlung mit Salben fort, sollte die Vorhaut operativ entfernt oder korrigiert werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Entleeren der Blase erschwert ist oder bei dem Patienten eine Neigung zu Harninfekten besteht. In der Regel kann dieser Eingriff ambulant vorgenommen werden.

Die möglichen Therapiemaßnahmen bestehen in einer Erweiterung oder Entfernung der Vorhaut. Beides erfordert in der Regel einen operativen Eingriff.

Operationen bei Kindern

Bei Kindern wird die operative Therapie am besten ab dem dritten Lebensjahr durchgeführt. Viele Kinder sind in diesem Alter bereits trocken; außerdem kann sich die Vorhaut bis zum dritten Lebensjahr immer noch weiten.

Bei

  • einer extremen Vorhautverengung mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • wiederkehrenden Entzündungen oder
  • bei einer vernarbten Vorhautöffnung

sollte die Phimose beim Kind allerdings bereits vorher beseitigt werden, um eventuellen Folgeschäden vorzubeugen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zur Vorhautverengung

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