Abhängig von Schlafmitteln - hilfreiche Tipps zum Ausstieg aus der Sucht

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  • von Paradisi-Redaktion
Frau liegt im Bett, müde, hat Augenringe, Schlafstörungen

Schlafstörungen sind unter den Deutschen weit verbreitet. Um diese zu lindern, greifen viele Menschen auf Schlafmittel zurück, bevor sie natürliche Wege und Mittel ausprobieren.

Dies kann jedoch gefährliche Folgen haben, denn solche Medikamente können der Gesundheit auf Dauer schaden und zudem läuft man Gefahr, davon abhängig zu werden. Experten zufolge werden Schlafmittel zu lange eingenommen, was das Risiko einer Sucht erhöht. Solche Arzneien sollten keinesfalls länger als acht Wochen genommen werden.

Mögliche Nebenwirkungen und Folgen

Ein Langzeitkonsum ist aus folgendem Grund nicht geeignet: Die Inhaltsstoffe der Arzneien, vorwiegend Benzodiazepine, verlieren nach und nach an Wirkung und schlimmstenfalls kann es zur gegenteiligen Reaktion kommen - man wird unruhig, ist von Angstzuständen betroffen und dies wirkt sich negativ auf das Schlafverhalten aus.

Es kann mitunter zu verschiedenen Begleiterscheinungen kommen. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an die Wirkstoffe, sodass eine höhere Dosis notwendig wird, was wiederum die oben erwähnten Entzugserscheinungen mit sich bringt. Bei einer längeren Einnahme der Medizin verlieren die Patienten sowohl an geistiger als auch an körperlicher Energie und ziehen sich zurück.

Diese Folgen werden fälschlicherweise häufig als Symptom einer möglichen depressiven Verstimmung oder Alterserscheinung angesehen. Von einer Medikamentensucht ist allerdings erst dann die Rede, wenn die Patienten sich die Mittel von mehreren Ärzten verschreiben lassen.

Hinweise zur Gegenmaßnahme

Speziell für Patienten, die Schlafmittel einnehmen, wurde ein Selbsttest entwickelt. Der so genannte Lippstädter Benzo-Check kann von Ärzten, Apothekern und Patienten verwendet werden, um zu dokumentieren, welche Mittel wie lange eingenommen wurden und ob ein Risiko für eine Abhängigkeit besteht.

Tritt dieser Verdacht auf, sollte man mit seinem Arzt über Alternativen in Sachen Behandlung der Schlafstörungen sprechen.

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Erstellt am 26.05.2014
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