22. Januar 2010
Wissenschaftler an der Universität Bochum haben Veränderungen im Gehirn von magersüchtigen Frauen nachgewiesen. Demnach ist in zwei Arealen, die mit der visuellen Verarbeitung und Einschätzung von menschlichen Körpern zu tun haben, die sogenannte graue Substanz, verringert.
Die Forscher baten insgesamt 30 Frauen, ihre Figur am Computer mehreren unterschiedlich schlanken Beispielkörpern zuzuordnen. Danach sollten die übrigen Testpersonen jeweils einschätzen, ob dieses Bild der Realität entsprach. Während sich die magersüchtigen Probanden durchweg zu schweren Silhouetten zuordneten, entlarvten die gesunden Kontrollpersonen dies in allen Fällen als falsche Einschätzung.
Die Gehirne der Frauen, die an einer Essstörung erkrankt waren, wurden anschließend in einem Kernspintomografen fotografiert. "Die Ergebnisse, die wir in dieser Studie zum ersten Mal gesehen haben, könnten eine Erklärung für das gestörte Körperbild von Anorexie-Patienten sein", erklärte Studienleiter Boris Suchan.
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Eine Vergleichsstudie zu Patientinnen mit Anorexia nervosa und einer nicht-eßgestörten Kontrollgruppe.