22. Oktober 2009
Die Leishmaniose wird durch Parasiten, so genannte Leishmanien, ausgelöst. Wie die Krankheit verläuft, hängt von der genauen Form ab.
Jede Leishmanioseform wird durch andere Formen von Leishmanien ausgelöst. Alle Leishmanien-Erkrankungen werden durch Schmetterlings- oder Sandmücken übertragen.
Die Leishmanien befinden sich in den Mücken und werden durch den Stich dieser Insekten über den Speichel auf den Menschen übertragen. Je nachdem, um welche Form von Leishmanien es sich handelt, siedeln diese sich in verschiedenen Regionen des menschlichen Körpers an.
Selten kann die Krankheit auch von Mensch zu Mensch oder von einem infizierten Tier auf den Menschen übertragen werden. Noch seltener erfolgt die Übertragung durch Blutpräparate bei Bluttransfusionen oder durch transplantierte Organe.
Die Zeit von der Infektion durch die Mücke bis hin zum Ausbruch der ersten Krankheitssymptome ist völlig unterschiedlich. Die Zeitspanne reicht von Wochen über Monate bis hin zu vielen Jahren. Besonders bei der mukokutanen Leishmaniose können die ersten Symptome auch erst drei Jahrzehnte nach dem Stich auftreten.
Die kutane Leishmaniose ist die leichteste Form der Leishmaniosekrankheiten. Auch wenn sie nicht behandelt wird, heilt sie oft komplikationslos aus. Einzige Folge der Erkrankung sind die bleibenden Narben an der Stelle des Geschwürs. Gegen diese Form der Krankheit bildet der menschliche Körper eine lebenslange Immunität, so dass der Patient kein zweites Mal mehr daran erkranken kann.
Wird die mukokutane Leishmaniose hingegen nicht behandelt, können die Leishmanien die Schleimhäute zersetzen, wodurch das Gesicht des Patienten schwer entstellt werden kann. Da das Immunsystem durch die Krankheit stark geschwächt wird, treten als Folge häufig weitere Erkrankungen wie Lungenentzündungen oder auch eine Tuberkulose auf. Diese Form der Leishmaniose kann tödlich enden.
Auch bei der viszeralen Leishmaniose können sich weitere Krankheiten bilden. Auch hier gehört die Tuberkulose dazu. Da mit der Zeit die Blutplättchen im Blut immer weniger werden, neigen die Patienten zu lebensgefährlichen Blutungen. Wird diese Form der Krankheit nicht behandelt, sterben alle Patienten früher oder später. Bei der Hälfte der behandelten Patienten tritt die Krankheit nach einiger Zeit erneut auf und muss dann wieder behandelt werden. Trotz Behandlung stirbt teilweise jeder fünfte Patient.
Egal welche Form von Leishmaniose ein Patient hatte, darf er künftig nicht mehr Blut spenden.
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