19. März 2009
Ein neuer Test lässt krebsfördernde Gene rascher und in einer großen Anzahl analysieren. Das Verfahren wurde durch Wissenschaftler des Uniklinikums Erlangen entwickelt, mit dessen Hilfe es nun erstmalig möglich ist, Erbinformationen des für den bösartigen Tumor mit dem Namen Kaposi-Syndrom verantwortlichen Virus zu entschlüsseln.
Hierbei stand das humane Herpesvirus-8 im Fokus der Untersuchungen, der überwiegend in Zentralafrika bösartige Krebserkrankungen auslöst. 86 bekannte Gene ließen die Forscher bislang im Unklaren, welcher der Gene dieses Virus die Entstehung des Kaposi-Syndroms fördern.
Da vermutet wird, dass dieser Effekt durch eine bestimmte Genkombination entsteht, wären nicht nur zahlreiche Analysen nötig, sondern auch mit den bestehenden Verfahren nicht machbar gewesen. Der neue Test, der auf einer systembiologischen Zellchip-Analyse beruht, schafft nun Abhilfe, die zudem kostengünstig und sehr schnell durchzuführen ist. Mittlerweile wurden so bereits zwei Regulatorgene identifiziert, welche bei der Entstehung dieser Krebsart eine wichtige Rolle spielen. Diese sollen nun untersucht werden, ob sie sich in einer Krebstherapie als Angriffspunkt eignen.
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