Carbohydrate-Antigen 15-3 (CA 15-3) - Merkmale, Normwerte und Bedeutung für die Krebsdiagnostik

Durch Tumormarker ist es möglich, eine Krebserkrankung zu erkennen. Zu den Tumormarkern zählt auch das CA 15-3, das Carbohydrate-Antigen. Es handelt sich um ein Zucker-Eiweiß-Molekühl, befindlich auf den Brustdrüsenzellen. Die Werte werden vor allem zur Verlaufskontrolle gemessen. Lesen Sie alles Wissenswerte über das Carbohydrate-Antigen 15-3.

CA 15-3 befindet sich auf den Zellen der Brustdrüse

Carbohydrate-Antigen 15-3 - Merkmale und Bedeutung als Tumormarker

Mediziner bezeichnen das Carbohydrate-Antigen 15-3 auch als Cancer Antigen 15-3, Krebsantigen 15-3 oder CA 15-3. Gemeint ist damit ein Zucker-Eiweiß-Molekül, das sich auf den Zellen der Brustdrüse befindet. Da es zu den Tumormarkern zählt, verwendet man es, um die Behandlung von Brustkrebs zu kontrollieren.

Bei CA 15-3 handelt es sich um ein Glykoprotein. Es wird in den Zellen der Schleimhaut gebildet; diese geben es anschließend ins Blut ab. Ist ein Mensch gesund, befindet sich nur wenig des Zucker-Eiweiß-Moleküls im Blutserum.

Bestimmung: Wissenswertes zu CA 15-3-Werten

Als bedenklich gelten Werte von mehr als 31 U/ml, da sie auf eine Krebserkrankung hinweisen können. Allerdings kommen auch andere Krebsarten oder Krankheiten für einen erhöhten CA 15-3-Wert infrage. Daher eignet sich das Antigen nicht zur Krebsdiagnose.

Stattdessen ermittelt man seine Werte zur Verlaufskontrolle von bereits diagnostizierten Krebserkrankungen. Vor allem für die Überwachung von Brustkrebs ist CA 15-3 von Bedeutung. Dies gilt besonders, wenn es zur Bildung von Metastasen (Tochtergeschwülsten) kommt.

Referenzbereich: CA 15-3-Normwert

Bei einem gesunden Menschen liegt der CA 15-3-Wert bei < 31 U/ml.

CA 15-3-Anstieg: Erhöhte CA 15-3-Werte und Hinweise zur Sensitivität

Sind nach einer Operation, bei der der Tumor entfernt wurde, erhöhte CA 15-3-Werte zu verzeichnen, weist dies auf ein erneutes Tumorwachstum hin. Darüber hinaus geben die Werte Aufschluss über die Tumoraktivität, denn je höher sie ausfallen, desto größer ist auch die Aktivität des Tumors.

Die Sensitivität von CA 15-3 bei Brustkrebs in frühem Erkrankungsstadium liegt zwischen 5 und 30 Prozent: nur bei dieser Spanne an Brustkrebspatientinnen ist die Erkennung eines bösartigen Tumors also möglich. Abhängig ist der Wert des Tumormarkers von der Größe und dem Stadium des Tumors.

Die Sensitivität steigt ebenfalls bei der Bestimmung des Tumormarkers CEA und der Beurteilung der Werte in deren Zusammenschau an. Als sinnvoll wird die Bestimmung dieses Markers im Rahmen einer Verlaufsuntersuchung, wenn eine Krebserkrankung bereits bekannt ist, angesehen.

So ist die Beurteilung des Therapieerfolgs möglich. Eine verlässliche Aussage der Wertentwicklung ist jedoch nur dann gegeben, wenn man bei einer weiteren CA 15-3-Bestimmung beim Messen auf dieselbe Art und Weise vorgeht.

Weitere Tumorarten und Erkrankungen mit erhöhten CA 15-3-Werten

Erhöhte Werte an CA 15-3 kommen nicht nur bei Brustkrebs, sondern auch bei weiteren Krebserkrankungen vor. Dazu gehören

Doch auch andere Erkrankungen können erhöhte CA 15-3-Werte hervorrufen. So zum Beispiel

Quellen:

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