21. Oktober 2011
Professor Ulrich R. Fölsch ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Er wies darauf hin, dass Bergwanderer die über 4.000 Meter klettern, zu 75 Prozent an der sogenannten Höhenkrankheit leiden. Sie zeige sich durch Kopfschmerzen, Erbrechen, Schlafstörungen und könne in schlimmen Fällen zu Ödemen in Lunge und Hirn führen. Ab einer Höhe von 2500 Metern könne diese Krankheit auftreten. Viele Bergwanderer würden sie nicht erkennen, sondern die Symptome mit normaler Erschöpfung verwechseln, so Fölsch.
Man könne die Höhenkrankheit dadurch vermeiden, dass man pro Tag nicht mehr als 500 Höhenmeter zurücklegt. Aber auch viel Trinken helfe gut, wenn es kein Alkohol sei. Auf codeinhaltigen Hustensaft sollte man wegen der atemverlangsamenden Wirkung verzichten. Die Medikamente Dexamethasan und Acetazolamid seien gegen die Höhenkrankheit geeignet. Noch sinnvoller sei allerdings ein Abstieg auf unter 2.500 Meter, wenn man die Krankheit an sich bemerke und sie nicht mehr in den Griff bekomme. Menschen mit Herzkreislauf- oder Lungenproblemen sollten dagegen Höhen über 2.000 Meter grundsätzlich meiden, so der Professor.
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