21. Oktober 2009
Ein Hodenhochstand kann durch zwei verschiedene Methoden behandelt werden. Vorbeugen kann man einem Hodenhochstand nicht.
In einigen Fällen bildet sich der Hodenhochstand von selbst ohne Behandlung zurück. Dies geschieht jedoch nur bei Säuglingen bis zu einem halben Jahr. Später ist nicht mehr davon auszugehen, dass die Hoden von selbst in den Hodensack wandern.
Die Behandlung erfolgt entweder durch eine Operation oder durch eine Hormontherapie. Welche Therapie durchgeführt wird, hängt von der Art des Hodenhochstandes ab.
Liegt gleichzeitig ein Leistenbruch vor, befindet sich der Junge bereits im Pubertätsalter, befinden sich die Hoden in einer unnormalen Lage oder haben andere Therapiemöglichkeiten bisher nicht geholfen, so wird eine Operation durchgeführt. Während der Operation wird ein Schnitt in der Leiste gesetzt und der Hoden in den Hodensack "genäht". Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt.
In den meisten Fällen wird jedoch eine Hormontherapie durchgeführt. Dazu wird den Jungen ein Hormon verabreicht, das im Körper die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron anregt. Die Hormone werden entweder gespritzt oder in Form eines Nasensprays verabreicht. Auf diese Weise werden die Hoden angeregt, sich zu senken. Diese Therapieform ist häufig erfolgreich. Jedoch ist eine regelmäßige Nachuntersuchung notwendig, um den Behandlungserfolg zu beobachten.
Einem Hodenhochstand kann man in keiner Weise vorbeugen, da dieser bereits während der Schwangerschaft im Mutterleib entsteht.
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