29. September 2009
Von Viola Reinhardt
Schmerzhafte Fußbeschwerden treffen Frauen etwa neunmal so oft wie Männer. Der Grund findet sich vor allem in der Wahl der Schuhe, die aufgrund der Mode oder auch dem persönlichen Schönheitsempfinden sehr oft zu klein oder auch hoch gekauft werden. Auch eine Schwäche der Bänder und des Bindegewebes findet sich unter den Frauen weitaus häufiger als beim starken Geschlecht. Eine der Folgen kann dann eben auch der Hallux valgus oder Ballenfuß sein.
Dieser zeigt sich als schmerzhafte Verformung des großen Zehs, die allerdings nicht direkt an der Zehenspitze auftritt, sondern am Ballen und hier zu einer Schiefstellung im Grundgelenk führt. Je nach Ausprägung können bereits andere Schuhe, Fußgymnastik oder auch spezielle orthopädische Schuhe etwas Abhilfe schaffen, wobei in vielen Fällen nur eine Operation zur Beschwerdefreiheit führen kann. Damit man erst gar keinen Ballenfuß bekommt, sollte man deshalb frühzeitig vorbeugen.
Für die belastenden Füße stellt es eine Entlastung dar oft barfuss laufen zu können. Hierbei sollte man am besten auch viel in der Natur den Füßen die Gelegenheit zur Freiluft geben, denn Gras oder Sand bewirken eine intensive Anregung und entlasten die zusätzlich strapazierten Sehnen und Bänder. Auch eine regelmäßige Fußgymnastik kann auf eine einfache Art helfen einen Hallux valgus zu unterbinden.
Am wichtigsten jedoch ist es nur zu passendem Schuhwerk zu greifen. Ständig nur flache Schuhe zu tragen ist allerdings nicht zu empfehlen, da auf Dauer die Achillessehne überstrapaziert wird. Besser ist es zwischen flachen Schuhen und Schuhen mit einem bis zu 4cm hohen Keilansatz zu wechseln. Selten kann man auch mal High-Heels tragen, allerdings sollte man dieses Tragen tatsächlich einschränken, denn dadurch wird das Körpergewicht nach vorne verlagert, was in der Folge zu einem Pressen des Fußgewölbes und damit dem zur Seiteschieben des Ballens führt.
Benötigt man neue Schuhe, dann sollte man am besten eine Schablone von jedem Fuß anfertigen (z.B. auf einen Karton gemalt und ausgeschnitten), die man dann als Tester in die möglichen neuen Schuhe einlegen kann. Eine andere Variante ist es die Schablone um einen Fingerbreit größer zu machen und die Schuhe darauf zu stellen. Zeigt sich dann eine direkte oder sehr knappe Übereinstimmung zwischen der Schablonen- und Schuhgröße, dann heißt es lieber eine Nummer größer wählen.
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