Nach der Darmkrebstherapie: Bei der Nachsorge sollte mit CT und CEA genau hingeschaut werden

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  • von Paradisi-Redaktion
Grafik Darm mit Darmkrebs auf weißem Hintergrund

Darmkrebs kann in einem frühen Stadium noch gut behandelt und dabei sogar geheilt werden. Genau aus diesem Grund ist der Gang zur Vorsorge so wichtig. Bei wem der Krebs gefunden wird, der kann sich sofort einer Therapie unterziehen und muss nach dem Sieg über den Tumor noch für einige Zeit regelmäßig zur Nachsorge gehen.

Genau dieser Aspekt der Nachsorge war jüngst Gegenstand einer Darmkrebsstudie. An ihr hatten 1.102 Menschen teilgenommen, die gegen ihren Krebs mit Erfolg behandelt werden konnten. Sie wurden nun in Gruppen unterteilt.

Unterschiedliche Nachsorge je nach Gruppe

In Gruppe 1 wurde in den ersten zwei Jahren nach der erfolgreichen Therapie aller zwölf Wochen eine Blutprobe genommen und darin der CEA-Wert bestimmt. Dies ist ein Tumor-Marker, der bei einer hohen Konzentration darauf hindeutet, dass sich wieder Krebszellen im Körper befinden. Ab dem dritten Jahr erfolgte diese Kontrolle nur noch zwei Mal pro Jahr.

In einer zweiten Gruppe wurde neben dieser Kontrolle zudem in den ersten zwei Jahren halbjährlich und später jährlich zusätzlich ein CT gemacht. Gruppe 3 erhielt nur die CT-Untersuchungen ohne Bluttest. In der Kontrollgruppe beschränkten sich die Ärzte auf eine Nachsorge, wie sie als derzeitige Minimal-Empfehlung durchgeführt wird: Nur ein CT nach zwölf und ein zweites nach 18 Monaten.

Ergebnisse der Studie und Schlossfolgerungen der Forscher

In der Nachbeobachtungszeit von 4,4 Jahren trat bei 199 Patienten erneut Krebs auf. Dies entspricht einer Rückfallquote von 16,6 Prozent. Es zeigte sich, dass alle intensiveren Kontrollen der Minimal-Nachsorge klar überlegen waren. Die CEA-Gruppe lag 4,4 Prozent besser als die Kontrollgruppe, die CT-Gruppe 5,4 Prozent und in der CEA-CT-Gruppe 4,3 Punkte besser.

Laut den Forschern sollte man bei der Nachsorge daher immer eine intensive Nachsorge bevorzugen. Auf 20 Fälle kommt so ein Patient, dem man durch die genauen Screenings vor einem weiteren schweren Krebsverlauf schützen kann.

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