15. November 2011
Stephen Twigg erfand die Kensington-Diät, welche aus der Trennkost heraus entstand. Die Diät basiert darauf, dass kohlenhydratreiche Lebensmittel von eiweißhaltigen Produkten getrennt werden, da beide zusammen angeblich Verdauungsstörungen hervorrufen können. Auch der gedankliche Faktor spielt bei dieser Diät eine große Rolle: Der Abnehmende muss sich intensiv mit der Kensington-Diät beschäftigen.
Bei dieser Form der Diät sind keine Lebensmittel verboten, es kommt jedoch auf die Zusammensetzung einer Mahlzeit an. Eiweiß und Kohlenhydrate werden strikt getrennt, die Diät basiert also auf den Grundlagen der altbekannten Trennkost. Zusätzlich dürfen Nahrungsmittel, die Säuren bilden (Käse, Fleisch und Fisch), nicht mit basenbildendem Obst und Gemüse gemischt werden. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollten mindestens vier Stunden liegen, damit der Körper Zeit hat, den Nahrungsbrei zu verdauen.
Interessant ist auch das sogenannte Rotationsprinzip: Bestimmte Lebensmittel darf man nur jeden fünften Tag zu sich nehmen. Dazu zählen beispielsweise Getreide- und Milchprodukte, Nüsse, Fisch und Fleisch. Keine Einschränkungen gibt es bei Obst, Gemüse und Salat. Durch das Rotationsprinzip muss man sich intensiv mit der eigenen Ernährung beschäftigen. Hilfreich ist es, sich bereits im Vorhinein Speisepläne aufzustellen.
Durch die getrennte Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydraten wird einer Übersäuerung des Organismus vorgebeugt. Verdauungsprobleme sollen so erst gar nicht entstehen können. Da etwa 80 Prozent der aufgenommenen Nahrung basenbildend sein sollen, bleiben nur 20 Prozent für säurebildende Lebensmittel. Durch das Rotationsprinzip prägen sich die Prinzipien der Kensington-Diät unweigerlich in das Unterbewusstsein des Abnehmenden ein.
Aufgrund des Rotationsprinzips sind Abnehmwillige dazu gezwungen, sich mit ihrer Ernährung auseinanderzusetzen. Dies kann als Vor- und Nachteil gesehen werden. Viele Menschen achten dadurch bewusster auf die Auswahl der Lebensmittel und können somit gut abnehmen. Andere wiederum scheitern an der Durchführbarkeit dieser Diät. Fest steht: Man muss viel Zeit opfern, um den Anforderungen der Diät gerecht zu werden.
Ein weiterer Kritikpunkt an dieser Diät ist, dass gewisse Lebensmittel nur selten (einmal in fünf Tagen) gegessen werden sollen. Unser Körper möchte aber täglich mit Vitaminen versorgt werden.
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Stephen Twigg, Englands renommiertester Heilpraktiker, war über sechs Jahre lang der persönliche Ernährungsberat...