12. Mai 2010
Als Galle oder Gallenflüssigkeit bezeichnet man das Sekret der Leber. Sie ist wichtig zur Verdauung von Fett im Darm.
Unter der Galle (bilis) oder der Gallenflüssigkeit versteht man eine zähe Körperflüssigkeit, die in der Leber entsteht. Oftmals bezeichnet man auch die Gallenblase als Galle. Dies ist aber nicht korrekt. In der Gallenblase wird lediglich die Gallenflüssigkeit gespeichert. Dort wird sie dann zu den Mahlzeiten in den Duodenum (Zwölffingerdarm) ausgeschüttet.
Die Gallenflüssigkeit ist wichtig für die Verdauung von Fett. Dabei zersetzt sie Lipide in kleine Tröpfchen, sodass sie für fettspaltende Enzyme (Lipasen) angreifbar werden. Darüber hinaus ist die Galle ein Ausscheidungsmedium für schwer wasserlösliche Substanzen.
Größter Bestandteil der Gallenflüssigkeit ist Wasser mit einem Anteil von 82 Prozent. Darin gelöst befinden sich anorganische Elektrolyte. Wichtigster funktioneller Bestandteil sind die Gallensalze, die einen Anteil von 12 Prozent an der Galle ausmachen und eine zentrale Rolle bei der Verdauung von Fett spielen. Des Weiteren enthält die Gallenflüssigkeit Alkalische Phosphatasen, Phospholipide wie Lecithin, Cholesterin sowie einige Abbauprodukte der Leber wie Bilirubin.
Die bräunlich-gelbe Farbe der Galle entsteht vor allem durch Gallenfarbstoffe wie Biliverdin und Bilirubin. Im Darm wird das gelbliche Bilirubin dann von den dortigen Bakterien abgebaut.
Produziert wird die Gallenflüssigkeit von den Hepatozyten, den Zellen der Leber. Pro Tag werden bei einem Menschen etwa 600-700 Milliliter Galle hergestellt. Diese werden zwischen den Mahlzeiten in der Gallenblase gespeichert. Zwischen zwei Hepatozyten liegen so genannte Canaliculi (Gallenkanälchen). In diese Kanälchen wird die Gallenflüssigkeit durch Transmembrantransport ausgeschieden. Später vereinigen sich die Gallenkanälchen zu größeren Kanälen, durch die die Galle schließlich zum Verdauungstrakt weitergeleitet wird.
Außerhalb der Leber sammelt sich die gelbliche und dünnflüssige Gallenflüssigkeit zunächst im Ductus hepaticus. Nach dem Verschluss der Heister-Klappe kommt es über den Ductus cysticus zu einem Rückstau in die Gallenblase. Dort erfolgt eine Eindickung der Galle durch den Entzug von Wasser. Danach gibt die Gallenblase die dickflüssige Gallenflüssigkeit an den Dünndarm ab. Dort werden von den Lipiden der Galle mit den gespaltenen Fetten des Dünndarms so genannte Mizellen gebildet, die für die Resorption der Lipide im Darm sorgen. Die Gallensäuren werden im distalen Bereich des Krummdarms (Ileum) in einem enterophatischen Kreislauf aus dem Darmlumen abtransportiert. Danach gelangen sie über die Portalgefäße wieder in die Leber, wo sie weiter für die Verdauung des Fettes zur Verfügung stehen.
Ohne galle leben ist schlecht , durch OP wurde die galle entfernt nun habe ich diverse schwierigkeiten , angefangen bei schwäche über apetitlo...
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