Galle

Die Gallenflüssigkeit wird auch als Leber-Sekret bezeichnet

Die Galle (Gallenflüssigkeit) ist das Sekret der Leber und ermöglicht die Verdauung von Fett im Darm. Sie wird in der Gallenblase gespeichert.

Grafik Organe mit Leber hervorgehoben
menschliche leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Entgegen einer weitläufigen Meinung ist die Galle nicht mit der Gallenblase gleichzusetzen. Die Galle ist eine Flüssigkeit, die in der Leber von den Leberzellen gebildet und in der Gallenblase gespeichert wird.

Funktion

Die Galle enthält Gallensäuren, die der Mensch für die Fettverdauung der Nahrung benötigt. Die Gallenflüssigkeit bewirkt, dass sich die Fette aus dem Essen in Tröpfchen auflösen, so dass sie besser verdaut werden können.

Nimmt der Mensch nun fetthaltige Nahrung zu sich, zieht sich die Gallenblase zusammen und stößt die vorher gespeicherte Galle weiter in den Zwölffingerdarm.

Die Galle ist eine zähe, meist gelbliche Flüssigkeit. Wird dem Menschen Blut abgenommen, kann anhand bestimmter Werte die Gallenflüssigkeit beurteilt werden.

Erkrankungen

Sind die Gallenwege verstopft, kann die Gallenflüssigkeit das Fett aus der Nahrung nicht mehr verarbeiten, so dass der Stuhl eine unnatürliche Färbung annimmt. Neben der

zählen

zu den häufigsten Funktionsstörungen. Ein gesunder Mensch produziert täglich etwa 600 ml Galle.

Bei einigen Erkrankungen erbricht der Mensch auch die Gallenflüssigkeit. Man bemerkt dies am üblen Geruch und der gelblich-zähen Flüssigkeit, die erbrochen wurde.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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