Denkblockaden durch einfache Tricks lösen

Kreativität und logisches Denkvermögen erlauben es dem Menschen, selbst schwierigste Aufgaben zu bewältigen. Doch wer einmal als Schüler oder Student in der Klausur saß oder sich als Architekt, Jurist oder Grafiker mit einem anspruchsvollen Problem zu beschäftigen hatte, wird auch die so genannte Denkblockade kennen. Jenen Zustand also, in dem die Produktivität des Gehirns rapide sinkt.

In machen Situationen muss man auch unter Stress funktionieren, was häufig zu Denkblockaden führt

Auf andere Gedanken kommen

Grundsätzlich sollte der Betroffene zunächst einmal versuchen, etwas Abstand zu dem Projekt zu gewinnen. Das kann dadurch gelingen, dass eine kurze Pause an der Luft genossen oder sogar ein Spaziergang eingelegt wird. Das Gehirn nimmt damit mehr Sauerstoff auf, die Durchblutung des Körpers erfolgt besser und meist profitiert davon auch das Einfallsvermögen.

Reicht das noch nicht aus, so kann es ratsam sein, einmal für einen halben Tag – sofern möglich – das Thema beiseitezulegen und sich anderen Aufgaben oder sogar dem Müßiggang zu widmen. Das krampfhafte Festhalten an einem Problem führt nämlich nur selten zu seiner Lösung.

Schon ein bisschen Hausarbeit oder vielleicht auch eine Trainingseinheit können dabei helfen, den Kopf wieder frei zu bekommen. Auch die Änderung der Arbeitsumgebung kann mitunter hilfreich sein. Hier muss man ausprobieren, ob es funktioniert; bei einigen Menschen sorgt dies auch nur für Ablenkung.

Wer zum Beispiel am Schreibtisch sitzt und nicht weiterkommt, erhält möglicherweise auf dem Balkon neue Ideen. Auch die Bearbeitung zu einer anderen Uhrzeit ist mitunter hilfreich - es gibt Menschen, die können sich abends besser auf ein bestimmtes Projekt konzentrieren, als nachmittags.

Unter Stress funktionieren

Ein Auslöser einer solchen Denkblockade kann darin liegen, dass der Betroffene zu viel Druck und Stress ausgesetzt ist. So muss er sich um unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig bemühen und kommt doch bei keiner von ihnen weiter. Die Stressresistenz lässt sich allerdings trainieren.

Das Gehirn wird dahin gebracht, dass es in solchen Situationen das Unwichtige vom Relevanten trennt und somit alle freie Energie und sprichwörtlich die Speicher im Denkvermögen für das wichtige Projekt einsetzt. Meist bieten

derartige Kurse an und ermöglichen es einer Person, auch mit gesteigertem Stress umzugehen und dennoch produktiv arbeiten zu können.

Zuviel Stress und Druck kann Denkblockaden auslösen
Zuviel Stress und Druck kann Denkblockaden auslösen

Das Gehirn auf Touren bringen

Ein anderer Auslöser der Blockade liegt darin, dass das Gehirn noch nicht wie gewünscht arbeitet. Nicht selten ist das am frühen Morgen der Fall.

Hier empfiehlt es sich, einige Minuten dafür zu verwenden, dass kleine Kreuzworträtsel, simple mathematische Aufgaben oder Ähnliches gelöst werden. Das Gehirn funktioniert dabei wie der Muskel eines Sportlers – je besser sich dieser aufwärmt, desto eher sind gute Leistungen zu erwarten. Ebenso kann es sich als sinnvoll erweisen, vor einer Klausur, Prüfung oder dem unüberwindlich scheinenden Projekt die Zeitung zu lesen oder eine Seite in einem interessanten Buch zu bewältigen.

Die Reizwort-Analyse

Eine Methode, derartige Hemmungen des Gehirns zu überwinden, liegt in der kürzlich etablierten Reizwort-Analyse. Dieses psychologische Werkzeug erfolgt sehr simpel: Wer sich mit einer Aufgabe beschäftigt, bei der er keine Fortschritte erzielt, sollte sich spontan einen Begriff einfallen lassen und diesen in allen seinen Facetten betrachten.

Meist können dabei Eigenschaften, Problemstellungen und deren Lösung oder andere Aspekte vom gewählten Wort auf das zu bearbeitende Projekt abgeleitet werden. Übrigens ist es zweitrangig, um welche Begrifflichkeit es sich dabei handelt. Wichtig ist es nur, dass sich das Wort gut betrachten lässt und auch genügend Potenzial zur Verwertung besitzt.

Weitere hilfreiche Tipps zur Bewältigung und Vorbeugung einer Blockade

Mindestens 2 Liter Wasser am Tag sorgen für den reibungslosen Ablazf im Gehirn
Mindestens 2 Liter Wasser am Tag sorgen für den reibungslosen Ablazf im Gehirn

Eine unzureichende Wasseraufnahme wirkt sich negativ auf das Hirn aus, was wiederzum zu Denkblockaden führen kann. Wer dies vermeiden will, sollte darauf achten, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken.

Ein kleines Notizbuch stets bei sich zu tragen, kann helfen, "Geistesblitze" schnell festzuhalten. Es kommt immer wieder vor, dass solche spontanen Ideen zur unpassenden Zeit kommen; wer sie aufschreibt, kann diese auch später wieder aufrufen.

Im Rahmen der Raikov-Methode kann es helfen, sich die Frage zu stellen, was ein berühmtes Genie wohl in diesem Moment des Grübelns, der einen nicht weiterkommen lässt, tun würde. Auf diese Weise kann man die Situation bzw. das Problem aus einem anderen Blickwinkel betrachten und kommt nicht selten zu einer Lösung - auch wenn diese möglicherweise nicht so ausfällt, wie erwartet.

Ein weiterer Tipp ist es, das Problem zu verbalisieren, heißt, seine Gedankengänge in Form von Selbstgesprächen auszudrücken. Auf diese Weise ist man gezwungen, die Lage zu konkretisieren und kommt somit möglicherweise schneller auf einen Lösungsweg. Wichtig ist, die Sachlage so zu erklären, als würde man einer anderen Person davon erzählen.

Und schließlich kann es noch helfen, mit den Zehen zu wackeln, denn auf diese Weise ist es möglich, die Hirnaktivität zu erhöhen - dadurch, dass man die Körperteile, die am weitesten vom Gehirn entfernt liegen, aktiviert. Wer unter einer Denkblockade leidet, ist einem gewissen Stresspegel ausgesetzt, welcher das Hirn in seiner Arbeit im gewissen Umfang hemmt. Durch die Bewegung der Zehen muss das Gehirn etwas von dieser gehemmten Energie abgeben, sodass man dem Ziel fließender Gedanken wieder näherkommt.

Notfalls hilft der Urlaub

Alle genannten Maßnahmen können dem Betroffenen einen Ausweg aus der Blockade zeigen. Treten solche mentalen Probleme in einem eng begrenzten Zeitraum aber häufiger auf, so ist das Gehirn allgemein überlastet und nicht mehr in der Lage, die Flut an Informationen und Aufgaben zu bewältigen. Hierbei bleibt meist nur der Urlaub als Option offen.

Wer weit über die Grenzen der eigenen Fähigkeiten hinaus arbeitet, riskiert nicht selten

Es ist daher unabdingbar, die Signale des Körpers wahrzunehmen und auch eine Denkblockade mit der gebührenden Sorgfalt zu behandeln – der Mensch an sich ist schließlich wichtiger als alle von ihm zu lösenden Aufgaben.

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Quellenangaben
  • FAQ´s © lafota - www.fotolia.de
  • Mann mit Gedankenblase © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • trinken03 © emeraldphoto - www.fotolia.de

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