Den Balkon zum Wintergarten verwandeln

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  • von Paradisi-Redaktion
Neubau, Balkon des Hauses wird fertig gebaut
neugebaute haus © Alta.C - www.fotolia.de

Dass der Anbau eines Wintergartens nicht nur ebenerdig möglich ist, zeigen viele Beispiele von Balkonverglasungen und Balkonwintergärten. Demnach können auch Etagenbewohner von einer Wohnraumerweiterung durch einen Wintergarten profitieren. Bevor der Umbau des Balkons allerdings beginnen kann, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

Zustimmung und eventuelle Baugenehmigung einholen

Bei Mietwohnungen ist grundsätzlich der Vermieter für den Balkonumbau verantwortlich. Eigenhändig darf hier nichts unternommen werden. Anders sieht es bei Eigentumswohnungen aus. Da es sich aber auch hier um eine bauliche Veränderung handelt, müssen zuvor alle Wohnungseigentümer der anderen Wohnungen befragt werden.

Wird dies nicht beachtet, kann es später nicht nur zu einem unangenehmen Nachbarschaftsstreit kommen, sondern auch zu rechtlichen Konsequenzen. Stimmen alle Wohnungseigentümer der geplanten Veränderung zu, steht dem Umbau des Balkons nichts mehr im Wege.

Je nach Bundesland und Größe der Balkonfläche bedarf es zusätzlich einer amtlichen Baugenehmigung. Diese ist aber meisten nur notwendig, wenn die Balkonfläche 30 qm überschreitet. Es empfiehlt sich dennoch, sich vor Baubeginn beim örtlichen Bauamt zu erkundigen.

Welche Balkone sind zum Umbau geeignet?

Ob ein Balkon sich als Wintergarten eignet, liegt im Ermessen des Eigentümers. Generell eignen sich aber eher große Balkone. Eine Rundumverglasung, die auch das Dach mit einschließt, kommt nur dann in Frage, wenn sich oberhalb des eigenen Balkons kein weiterer Balkon befindet.

Sehr große Balkone bieten die Möglichkeit, den Wintergarten nur auf einem gewissen Bereich zu errichten und den übrigen Teil weiterhin als offenen Balkon nutzen zu können.

Unterschiedliche Möglichkeiten der Balkonverglasung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Balkonverglasung. Für einen Wintergarten kommt dabei nur die Vollverglasung in Frage. Je nach Nutzung des Wintergartens können Glasschiebewände oder aber auch eine feste Verglasung mit Gerüst verwendet werden.

Schiebewände aus Glas haben den Vorteil, dass sie den Wintergarten fast vollständig nach außen öffnen können und ihn je nach Jahreszeit und Wetter als offenen Balkon nutzbar machen.

Der Nachteil ist allerdings, dass der Anbau zwar im Herbst und Frühjahr gut genutzt werden kann, nicht aber im frostigen Winter. Hierfür fehlt nämlich die nötige Isolierung, die nur in einem vollwertigen Wintergarten gegeben ist.

Den Bau einem Fachmann überlassen

Die Verglasung eines Balkons sollte am besten ein Fachbetrieb durchführen. Aufgrund unterschiedlicher Balkongrößen müssen Verglasungselemente oft maßangefertigt werden, weshalb man auf keine Fertigbausätze zurückgreifen kann.

Ein Fachbetrieb kann Interessierte auch über mögliche Glasarten, Designs und Energieangelegenheiten beraten und bietet zudem Garantie auf Material und Einbau.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: neugebaute haus © Alta.C - www.fotolia.de

Grundinformationen und Hinweise zum Wintergarten

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