3. März 2010
Auch ein Wäschesack gehört zu den Dingen des täglichen Gebrauchs. Anstatt unauffällig in eine Ecke platziert zu werden, kann er im Bad oder Schlafzimmer nicht nur Nutz-, sondern auch Dekorationszwecke erfüllen. In diesem Fall sollte er farblich zur Einrichtung passen, individuellen Vorstellungen entsprechen und natürlich zugleich praktisch und hygienisch sein. Mit dem Selbernähen eines Wäschesacks können all diese Aspekte erfüllt werden.
Abhängig von Größe und Form des Wäschesacks muss zunächst der Stoff besorgt werden. Vor dem Kauf ist es ratsam, sich Schablonen für die Form zu basteln bzw. die Größe auszumessen. Für das Nähen sollten immer ein paar Zentimeter extra berechnet werden, auch das Einlaufen von Baumwollstoff nach dem ersten Waschgang sollte berücksichtigt werden.
Als Stoff empfiehlt sich Baumwolle von feiner bis mittelschwerer Qualität. Soll der Wäschesack in einen Korb o.ä. gehängt werden, reicht dünner, feiner Stoff. Soll ein Wäschesack genäht werden, der offen im Zimmer hängt und als Figur oder anderes kreatives Kunstwerk zugleich dekorieren soll, kann der Stoff etwas dicker und robuster sein. Generell sollte man aber beachten, dass durch einen dicken Baumwollstoff die Luft schlechter zirkulieren kann. Folglich entsteht schnell ein muffiger Geruch.
Neben dem Stoff werden farblich passendes Nähgarn benötigt, eine Kordel oder ein Gummiband zum Schließen des Wäschesacks und Nadeln. Eine Nähmaschine erleichtert die Arbeit und macht sie weniger zeitintensiv. Sie ist aber nicht unbedingt erforderlich.
Bevor die eigentliche Arbeit beginnen kann, sollte der Stoff gewaschen werden. So wird ein späteres Einlaufen verhindert. Anschließend sollte grob die Form bestimmt und der Stoff geschnitten werden. An der Seite, an der der Wäschesack später geschlossen werden soll, kann nun ein Saum von etwa 1-2 cm Breite genäht werden. Durch diesen wird später das Gummi oder die Kordel gezogen. Nun wird das Stoffstück zu einem Sack zusammengenäht. Wichtig dabei ist, dass er auf links genäht wird und die Seite mit dem Saum offen bleibt.
Überstehende, störende Stoffreste können nun abgeschnitten werden. Anschließend muss der Wäschesack nur noch umgekrempelt werden, so dass die Sichtseite nach außen zeigt. Durch den Saum wird im letzten Arbeitsschritt mit Hilfe einer Sicherheitsnadel die Kordel oder das Gummiband gezogen. Die Kordel sollte anschließend an beiden Enden jeweils mit einem dicken Knoten versehen werden, der ein Durchrutschen durch den Saum verhindert. Ein Gummiband wird einfach auf die passende Länge zusammengeknotet.
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