25. Oktober 2011
Die Tapete hat ihren Ursprung im Orient, wo sie anfangs noch als günstige Alternative für teure Wandteppiche galt. Im Mittelalter fand die Tapete schließlich ihren Weg nach Europa und es kam zur Entstehung verschiedener Arten von Tapeten. Doch welche Tapetenarten gibt es heutzutage eigentlich alles und durch welche Eigenschaften zeichnen sich diese aus?
Die wohl bekannteste Tapetenart ist die Raufasertapete. Diese besteht primär aus Altpapapier, welchem noch Holzspäne und Zellstoff zugeführt wurden. Der große Vorteil der Raufasertapete ist die Tatsache, dass diese problemlos überstrichen werden kann und so vor allem in Mietwohnungen zum Einsatz kommt.
Eine weitere Tapetenform ist die Vliestapete. Diese besteht aus einem Textilfaser-Zellstoff-Gemisch, welches nicht nur als strapazierfähig gilt, sondern zudem noch schwer entflammbar ist. Vliestapeten eignen sich vor allem für raue und unebene Wände, wo Spalten und Unebenheiten überdeckt werden sollen.
Die Glasgewebetapete besteht wiederum aus Glasfasern, welche als robust und strapazierfähig gelten. Aufgrund dieser Eigenschaften und des zumeist hohen Preises kommen Glasfasertapeten in der Regel nur in Räumen zum Einsatz, wo es zu starken Belastungen der Wand kommt. Dies wäre beispielsweise in Kindergärten der Fall.
Eine weitere Tapetenart ist die Isoliertapete. Bei dieser Form der Wandverkleidung geht es weniger um die Optik oder den Schutz der Wand, als vielmehr um eine effektive Wärmedämmung und Schimmelprävention. Aus diesem Grund besteht die Isoliertapete aus mehreren Schichten Schaumpolysterol, welches eine effektive Wärmedämmung gewährleistet.
Ein relativ moderner Trend ist dagegen die Fototapete. Diese ähnelt prinzipiell der Kunststofftapete, welche aus Vinyl besteht. Allerdings wurde auf die einzelnen Tapetenstreifen ein gewünschtes Motiv gedruckt. Die Fototapete ist deshalb eine Methode, den eigenen Lebensraum sehr individuell mit eigenen Motiven zu gestalten.
Noch teurer als eine personalisierte Fototapete dürfte jedoch die Seidentapete sein. Die besteht aus einer Tapetenbahn, welche mit Seidenfäden beklebt wurde. Diese Tapetenart sollte zudem nur von einem Fachmann angebracht werden. Schließlich darf kein Kleister auf die Oberfläche der Seidentapete kommen, da es sonst zu einer Zerstörung der Oberflächenstrukturen und einem Verkleben der Seidenfäden kommt.
Letztlich kann in diesem Zusammenhang noch die Metalleffekttapete genannt werden. Bei dieser wird eine Metallfolie auf die Tapetenbahn angebracht. Hierdurch lassen sich originelle und beeindruckende Lichteffekte erzielen, weshalb sich die Metalleffekttapete besonders für Kinderzimmer oder Freizeiträume eignet.
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28.02.12 | |
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