18. November 2009
Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit, die vor allem im Winter während der Heizperiode auftritt, kann zu Unwohlsein und zu Erkrankungen der Atemwege führen. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können spezielle Luftbefeuchter eingesetzt werden. Eine Möglichkeit hierbei ist der Verdampfer.
Ein Verdampfer produziert Luftfeuchtigkeit, indem er Wasser erhitzt und zum Sieden bringt. Der dabei entstehende Dampf gelangt in die Raumluft und sorgt für eine Erhöhung der Feuchtigkeit.
Die Vorteile eines Verdampfers liegen in erster Linie im hygienischen Bereich. Die hohen Temperaturen, die beim Kochen des Wasser erreicht werden, töten Bakterien und Keime zuverlässig ab. Die Gefahr, dass Krankheitserreger sich im Wasser ausbreiten oder im Gerät selbst festsetzen, ist - anders als bei Verdunstern oder Zerstäubern - nicht gegeben.
Verdampfer haben von allen Luftbefeuchtern die höchste Befeuchtigkeitsleistung und sind daher auch für große Räume geeignet. Wird die Leistung allerdings nicht konsequent geregelt und an die vorherrschende Luftfeuchtigkeit angepasst, droht eine Überbefeuchtung. Diese erhöht die Schimmelgefahr und führt zu Schäden an Tapeten und Mobiliar.
Ähnlich wie beim Kochen in der Küche kommt es auch bei Verdampfern zu einem Kondensatniederschlag im Bereich des Gerätes. Damit empfindliche Holz- oder Polstermöbel durch diesen Niederschlag nicht beschädigt werden, muss der Verdampfer mit entsprechendem Abstand positioniert werden.
Wird ein Verdampfer mit zu kalkhaltigem Leitungswasser betrieben, ist die Gefahr einer Verkalkung des Wasserbehälters groß. In diesem Fall kommt man um eine regelmäßige Entkalkung des Gerätes nicht herum. Alternativ kann aber auch destilliertes Wasser zum Einsatz kommen, das die Bildung von Kalk verhindert.
Insbesondere für kleine Kinder und unachtsame Haustiere kann ein Verdampfer auch eine gesundheitliche Gefahr darstellen. Beim Berühren des austretenden Dampfes kann es zu Verbrühungen und Verbrennungen der Haut kommen.
Letztlich ist ein Verdampfer auch noch ein regelrechter Stromfresser. Er benötigt oft ein vielfaches der Energie, die andere strombetriebene Luftbefeuchter brauchen. Aus ökologischer Sicht ist ein Verdampfer daher nicht unbedingt zu empfehlen.
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