Worauf Allergiker beim Kauf einer Klimaanlage achten sollten

Klimaanlagen für Allergiker - ist das zu empfehlen? Hausstaubmilben, Pollen oder Schimmelsporen machen Betroffenen den Alltag am Arbeitsplatz oder in den eigenen vier Wänden oft sehr schwer. Während Pollenallergiker zumindest im Winter beschwerdefrei sind, müssen Menschen, die auf Hausstaub und Milben allergisch reagieren, das ganze Jahr über mit Atemwegsbeschwerden kämpfen. Eine auch für Allergiker angenehme und gesunde Raumluft kann mit guten Klimaanlagen geschaffen werden; beim Kauf sollten jedoch ein paar Punkte bedacht werden - informieren Sie sich hier. Lesen Sie außerdem, wie Sie mögliche Gesundheitsgefahren eindämmen können.

Gesundheitsgefahr Klimaanlage - so schützen Sie sich

Klimaanlage - eine Gefahr für die Gesundheit?

Klimaanlagen versprechen wohltuende Abkühlung an heißen Tagen. Längst sind die praktischen Helfer auch aus europäischen Breitengraden nicht mehr wegzudenken. Dabei sollte man bei aller Euphorie jedoch nicht vergessen, dass hier auch gesundheitliche Gefahren lauern.

Erkältungen verhindern

Ob mobil oder fest installiert, in Innenräumen oder Autos: Klimaanlagen erleichtern das Leben in Sommer enorm. Wer rechtzeitig vorsorgt, der schützt sich vor den typischen Gesundheitsgefahren - und kann somit die Vorteile der wohltuenden Luftkühlung noch besser genießen.

Zu den obersten Geboten beispielsweise im Flugzeug zählt: Eine warme Strickjacke, eventuell auch ein Schal gehören einfach ins Handgepäck. Diese Faustregel sollte man sich generell zu eigen machen, wenn es in klimatisierte Räume geht.

So können Temperaturunterschiede optimal ausgeglichen und Erkältungen verhindert werden. Schließlich mögen es viele Menschen gerade in der warmen Jahreszeit besonders kühl.

Häufig wird die Klimaanlage dann eben nicht auf eine sinnvolle Durchschnittstemperatur, sondern noch deutlich kälter eingestellt. Wer keinen Einfluss auf die Regulierung hat, der sollte mit warmen Kleidungsstücken vorsorgen. Auch vor der gefürchtete Zugluft ist man somit zumindest teilweise geschützt.

Die richtige Temperatur einstellen

Womit wir gleich beim nächsten Punkt angelangt sind: Häufig geht die eigentliche Gesundheitsgefahr nicht von der Klimaanlage selbst aus, sondern von unserem Umgang mit dieser. Wer die Anlage selbst einstellen kann, beispielsweise im Auto, im Hotel oder den eigenen vier Wänden, der sollte starke Temperaturunterschiede vermeiden.

Ein Beispiel: Wenn das Außenthermometer 30 Grad anzeigt, dann sollte der klimatisierte Raum mindestens 24 bis 25 Grad Celsius messen. Hat sich der Körper an diese Temperatur gewöhnt, dann - aber erst dann - kann eventuell nochmals nach unten reguliert werden.

Vorsicht vor möglichen Keimen

Und schließlich gelten Klimaanlagen auch als echte Keimfallen, die durch Verbreitung von Viren und Bakterien zur echten Gesundheitsgefahr werden können. Ein Warnzeichen kann muffiger Geruch sein - in diesem Fall sollte die Anlage dringend abgeschaltet und von einem Fachmann überprüft werden.

Eine entsprechende Wartung sollte übrigens ohnehin regelmäßig, also mindestens jährlich sowie bei auftretenden Problemen erfolgen. Auch hierdurch können potentielle Gesundheitsrisiken bereits deutlich reduziert werden.

Keime und Staub können besonders auch für Allergiker zur Gefahr werden...

Kauftipps für Allergiker

Eine Klimaanlage reinigt die Luft im Inneren von Gebäuden von Staub und Keimen, indem sie die verunreinigte Luft nach draußen leitet und gegen frische Luft austauscht. Damit aber auch die neue frische Luft nicht pollen- oder feinstaubbelastet ist, können spezielle Filter eingesetzt werden.

Beim Kauf einer Klimaanlage sollten Allergiker darauf achten, dass es sich bei dem Gerät um ein Lüftungs- bzw. Split-Gerät handelt, bei dem der Luftaustausch nicht im Raum selbst stattfindet.

Solche Geräte verfügen über ein Innen- und ein Außengerät und sind in Baumärkten oder im Klimafachhandel erhältlich. Split-Geräte können somit dafür sorgen, dass sich weniger Milben, die als Hauptauslöser von Allergien gelten, in Teppichen und Matratzen einnisten. Um sicherzustellen, dass eine Klimaanlage wirklich allergikergeeignet ist, sollte vor dem Kauf immer eine kompetente Beratung herangezogen werden.

Für Allergiker ist die Luftqualität ganz ausschlaggebend
Für Allergiker ist die Luftqualität ganz ausschlaggebend

ECARF-Siegel

Allergikerfreundliche Anlagen erkennt man an dem Zertifikat der europäischen Allergikerforschung, dem ECARF-Siegel. Ein Produkt, das mit diesem Zertifikat versehen ist, kann von Allergikern bedenkenlos gekauft werden. Es ist standardmäßig mit einem Allergikerfilter ausgestattet und kann je nach individuellen Bedürfnissen noch mit Pollenfiltern und Aktivkohlefiltern nachgerüstet werden.

Welcher Luftreiniger?

Allergiker im Handel zwischen unterschiedlichen Modellen für die Luftreinigung wählen. So werden Milben, Staub und Pollen auf diverse Weise aus der Luft gefiltert.

In diesem Zusammenhang sind auch die so genannten Ionisatoren zu nennen - und gleichzeitig zu meiden. Denn diese Geräte haben zwar eine staubbindende Wirkung und säubern somit die Luft; andererseits jedoch können dadurch die Ozonwerte steigen, was für Allergiker nicht zu empfehlen ist.

Bei Luftwäschern wird die Luft mit Wasser gereinigt. Zusätzlich fungiert dieses Klimagerät somit als Luftbefeuchter.

Auf Dauer handelt es sich um ein deutlich günstigeres Gerät; außerdem profitiert man von der natürlichen Reinigung. Man sollte hier auf ein hochwertiges Modell achten, welches auch kleine Partikel zwischen 0,3 und 0,02 Mikrometer aufhalten kann. Allergikern wird unterm Strich zu Luftreinigern mit Aktivkohle- und HEPA-Filtern (Schwebstofffilter) geraten.

Regelmäßige Wartung

Damit Allergikerfilter aber nach längerem Einsatz nicht ihre Wirkung verlieren und womöglich die Bedingungen im Raum sogar noch verschlechtern, müssen sie regelmäßig gereinigt und gewechselt werden.

Zudem sollte die Klimaanlage in gewissen Abständen vom Fachmann gewartet werden. Lesen Sie hier mehr über die Wartung und Pflege.

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  • dust mite © Wong Siew Tung - www.fotolia.de

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