Garagen - Merkmale, Bauarten und Nutzungsmöglichkeiten

Verkehr - Junge Frau sitzt gelassen am Steuer ihres Autos

Wissenswertes rund um die Garage

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  • von Paradisi-Redaktion

Wenn es um die Unterbringung des eigenen Autos geht, stellt die Garage in der Regel die erste Wahl dar. Je nach Wohnungs- oder Haustyp befindet sie sich als Einzelgarage direkt neben dem Haus; auch Tiefgaragen für mehrere Wohneinheiten sind üblich. Wem lediglich ein Stellplatz unter einer Überdachung ausreicht, entscheidet sich für einen Carport. Lesen Sie über die Vorzüge einer Garage und informieren Sie sich über weitere Nutzungsmöglichkeiten.

Garagen - Generelle Merkmale und Funktion

Bei einer Garage handelt es sich um eine in der Regel abschließbare Abstellmöglichkeit für Fahrzeuge, meist in Form eines geschlossenen überdachten Raumes. Bei Wohnhäusern in Form von Einfamilienhäusern stellen Garagen oftmals einen festen Bestandteil dar; sie befinden ich in diesem Fall im direkten Anbau neben dem Haus. Handelt es sich um Mehrfamilienhäuser, sind auch Großgaragen in Form von Tiefgaragen oder Garagenhöfen möglich.

Ist die Garage nicht verschließbar und besteht eher aus einer bloßen Überdachung, ist die Rede von einem Carport. Wird eine Garage von mehreren Menschen genutzt, spricht man von einer Gemeinschaftsgarage.

Auf einen Blick - folgende Garagenvarianten sind denkbar:

  • Carport: eine Art offene, überdachte Garagen
  • Reihengarage: mehrere Einzelgaragen nebeneinander, getretnnt durch dünne Zwischenwände
  • Tiefgarage: unterirdische Garage mit zahlreichen Stellplätzen
  • Hochgarage: oberirdische Garage mit zahlreichen Stellplätzen, mehrgeschossig
  • Unterflurgarage: praktisch beim Bau in den Hang - es handelt sich um einen unterirdischen Parklplatz, deren Dach als Terrasse oder Gartenfläche verwendet werden kann
  • Großgarage: große Garage mit mehreren Stellplätzen
  • Großraumgarage: Garage für größere Fahrzeuge wie Wohnmobile oder LKW
  • Doppelgarage: Garage, die zwei Autos Platz bietet
  • Doppelstockgarage/Duplexgarage: Garage für zwei Autos; diese können übereinander parken
  • Einzelgarage: bietet Platz für ein Auto

Des Weiteren unterscheidet man noch in Fertiggaragen aus Aluminium, Stahl oder Beton.

Garage oder Carport?

Eine Garage ist der festumschlossene und verschließbare Raum zum Abstellen eines Fahrzeuges. Es ist die Einzelgarage, die, je nach Zahl der Fahrzeuge im Haushalt, zu einer Doppelgarage erweitert wird.

Das Gegenteil zur Garage am Haus ist der Carport als eine überdachte, aber rundherum offene Abstellfläche. Hier ist das Fahrzeug witterungsgeschützt, aber für Passanten sichtbar. Wo ein Carport ist, dort ist auch ein Fahrzeug.

Umgekehrt ist mit einem Blick in den Carport zu erkennen, ob der Hausbewohner beziehungsweise Kfz-Halter an- oder abwesend ist. Die verschlossene Garage ermöglicht keinerlei Schlussfolgerungen.

Für welche Variante man sich entscheidet, hängt jedoch auch noch von anderen, grundlegenden Dingen ab. Die entscheidende Frage ist vor allem: wie viel Platz steht mir zur Verfügung?

Manchmal ist beispielsweise der Anbau einer Garage direkt am Haus überhaupt nicht möglich. Sowohl für Garage als auch für den Carport benötigt man zudem ein solides Fundament - unter Umständen spielt der Boden somit eine entscheidende Rolle.

Wichtig zu wissen: für beide Varianten benötigt man eine Bauanzeige. In vielen Fällen ist auch eine Baugenehmigung notwendig. Dabei bringt man Carports in der Regel schneller durch.

Großer Vorteil des Carports: er ist deutlich günstiger. Geld sparen lässt sich auch, wenn man sich für eine Fertiggarage entscheidet. In diesem Fall wird man jedoch auf individuelle Lösungen verzichten müssen.

Als nachteilig bei einem Carport erweist sich wiederum der eingeschränkte Witterungsschutz. Dafür lässt er sich im Sommer zu einem gemütlichen Zusammentreff für Partys nutzen.

Apropos: in Sachen Nutzungsmöglichkeiten punktet die Garage deutlich: sie lässt sich als Lagerort für viele weitere Dinge verwenden. Auch als Hobbyraum bietet sie sich an.

Als gute Kombilösung gilt die Holzgarage. In diesem Fall kann der Wagen geschützt untergebracht werden. Dafür ist sie deutlich günstiger als die herkömmliche Garage und ebenso schneller aufgebaut. Sie lässt sich auch als Garage mit angebautem Carport realisieren; so lassen sich alle Vorzüge an einem Ort genießen.

Das Auto sicher und wettergeschützt abstellen zu können ist wichtig
Das Auto sicher und wettergeschützt abstellen zu können ist wichtig

Beim Garagenbau nimmt die Frage, ob man ein elektrisches oder klassisches Garagentor wählen soll, einen wichtigen Stellenwert ein...

Das Garagentor: Vor- und Nachteile von elektrischen Garagentoren

Ein wichtiger Bauteil der Garage ist das Garagentor. Die elektrische Form bietet neben einem hohen Maß an Komfort auch Sicherheit.

In seinem verschlossenen Fahrzeug kann sich der Autofahrer sicher fühlen. Die Öffnungsfunktion des Garagentores wird blockiert, sobald frontal, also zwischen Fahrzeug und Garagenöffnung, Personen oder Gegenstände auftauchen.

Zu den gängigen Garagentorformen gehören

  • das Flügel- und das Kipptor
  • das Rolltor
  • das Schiebetor sowie
  • das Sektionaltor.

Bewegt, also geöffnet und geschlossen wird das Garagentor elektrisch mit einem Torantrieb. Der wird aus einigen Metern Entfernung vom Autofahrer aus dem Fahrzeug heraus fernbedient. Wenn dann noch ein direkter Zugang vom Garageninnern zum nebenan gelegenen Wohnhaus besteht, dann kommt der Fahrzeughalter buchstäblich trockenen Fußes ins Haus.

Antriebsarten

Zu den unterschiedlichen Antriebsarten gehören der

  • Torantrieb
  • Drehtorantrieb
  • Schiebetorantrieb oder
  • Türöffner.

In allen Fällen wird das Garagentor, abhängig von der Garagenbauform, elektrisch betrieben geöffnet und geschlossen. Das Bedienen geschieht mit dem Funkhandsender, den der Kfz-Halter im Fahrzeug griffbereit mit sich führt.

Ein Sektionaltor gehört zu den modernen Garagentoren. Es setzt sich aus einzelnen Sektionen zusammen, die auf Schienen und Rollen unter die Garagendecke geführt werden, dadurch entsteht beim Öffnen kein Platzverlust. Die Garagenzufahrt öffnet sich durch ein Hochrollen des Tores.

Das genaue Gegenteil, also mit Platzverlust, ist ein Flügeltor. Wie beim Öffnen eines Kleiderschrankes muss ein freistehender Platz für die Torflügel berücksichtigt werden.

Beim Sektionaltor kann mit dem Fahrzeug bis direkt vor die Garagenöffnung gefahren werden. Auch beim Schwingtor ist das nicht möglich, weil durch die Schwingung des Tores nach obenhin ebenfalls eine Platzfläche vor der Garageneinfahrt frei bleiben muss.

Vor- und Nachteile

Der Sicherheitsaspekt für ein elektrisches Garagentor muss aus Sicht der Schließtechnikbenutzung sowie in Bezug auf die die Sicherheit des Fahrzeughalters betrachtet werden.

Solange die elektrische Schließanlage funktioniert, sind keine Nachteile in der Handhabung erkennbar. Anderenfalls, beispielsweise bei einer Blockade, kann es problematisch werden.

Daher sollte die elektrische Garagenschließanlage durch das manuelle Bedienen mit einem Schlüssel oder mit einer Handkurbel ersetzbar sein. Bei Tiefgaragen mit mehreren oder vielen Einstellplätzen in Mehrfamilienhäusern ist neben der Garageneinfahrt eine Handkurbel nebst Bedienungsanleitung deponiert. Ein lästiges Kurbeln ist zwar unerfreulich, ermöglicht es jedoch, die Garage verlassen oder in sie hineinfahren zu können.

Sektionaltor

Ein Höchstmaß an Sicherheit bietet das Sektionaltor. Der Autofahrer kann bis wenige Zentimeter vor die Garageneinfahrt fahren und dort warten, bis die Einfahrt geöffnet ist. In seinem verschlossenen Fahrzeug ist er sicher.

Er verlässt die Garage direkt nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug und bedient das Sektionaltor, das sich sofort wieder schließt. Dadurch wird gewährleistet, dass in dieser kurzen Zeitspanne kein Unberechtigter die Garage betritt.

Wenn sich während des Öffnungs- oder Schließvorganges ein Mensch oder ein Gegenstand zwischen Fahrzeug und Garage begibt, wird der Öffnungsvorgang unterbrochen. Der Fahrzeuginsasse registriert automatisch, dass etwas nicht stimmt.

Er kann reagieren, bis hin, rückwärtsfahrend die Garagenzufahrt verlassen. Zeitgleich kann er über den Funkhandsender das Garagentor wieder schließen.

Fazit

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass bei einem funktionierenden elektrischen Garagentor kein Nachteil zu sehen ist. Wenn überhaupt, dann handelt es sich um eine nachteilige Garagentorform, so wie beim Flügeltor oder beim Schwingtor. Hier wird die optimale Sicherheit eines Roll- oder Sektionaltores durch den Platzverlust sowie durch den damit verbundenen Platzabstand zwischen Fahrzeug und Garageneinfahrt deutlich eingeschränkt.

Ausstattung und Nutzungsarten

Klar ist: die Garage sollte ausreichend Platz zur Unterbringung des Fahrzeugs bieten. Doch mittlerweile stellen Hausbewohner noch größere Ansprüche.

Die Garage sollte beispielsweise so groß ausfallen, dass auch Fahrräder dort Platz finden. Ebenso lassen sich hier Regale aufstellen, um beispielsweise Werkzeug unter zu bringen. Auch Gartengeräte werden hier gerne abgestellt.

Die Garage lässt sich aber auch zum Hobbyraum umfunktionieren. So kann man sich hier etwa eine Werkstatt einrichten.

Selbst das Dach lässt sich nutzen. Wer sich für eine Dachbegrünung entscheidet, kann die Garage auch optisch deutlich aufwerten, was sich spätestens beim Blick aus dem Fenster im Haus als lohnenswert erweisen wird. Wichtig ist, die Dachlauf sowie die Blende zu erhöhen.

Ebenfalls kann man vom Dach das Regenwasser sammeln. Dafür legt man eine Dachrinne und stellt entsprechend eine Regentonne auf.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: pretty girl in car © kristian sekulic - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hands On Car Door © Edler von Rabenstein - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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