Rund um den Christbaum - Tradition, Arten und Tipps zum passenden Christbaumschmuck

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln

Der geschmückte Weihnachtsbaum spielt für viele Menschen schon während der Adventszeit eine wichtige Rolle - Christbaumschmuck lässt sich auch einfach selbst machen

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Weihnachtsbaum - oder auch Christbaum - stellt für viele Menschen das Highlight des Weihnachtsfestes dar. Erst durch bunten und glitzernden Christbaumschmuck wirkt ein Tannenbaum so richtig weihnachtlich. Schon in der Vorweihnachtszeit werden Christbaumkugeln, Sterne und Lichterketten in jedem Kaufhaus verkauft. Dabei kann Christbaumschmuck auch ohne großen Aufwand selbst hergestellt werden. Lesen Sie hier alles Wissenswerte rund um den Weihnachtsbaum - über seine Tradition, die Arten und viele Tipps zum passenden Christbaumschmuck.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Die Weihnachtswochen sind unbestritten die schönste Jahreszeit. Die Weihnachtszeit beginnt im Anschluss an Totensonntag, den letzten Sonntag vor dem ersten Advent, und endet innerhalb des Kirchenjahres am Sonntag nach dem sechsten Januar, dem Fest der Taufe des Herrn.

Der Weihnachtsbaum

Aufgestellt, und damit ist auch das Schmücken verbunden, wird der Christbaum zu Heiligabend. Wer sich traditionell verhält, der stellt ihn nach dem vierten Advent auf, also nach dem vierten Adventssontag. Adventskranz und Weihnachtsbaum lösen einander ab.

Heutzutage wird der Christbaum vielfach schon vor dem vierten Advent aufgestellt, geschmückt und beleuchtet. Das geschieht dann parallel zum Adventskranz in verschiedenen Wohnräumen.

Weihnachten - ein Fest mit Tradition

Der Christbaumschmuck mit Kugeln und Figuren ist in vielen Familien eine Weihnachtstradition, die generationsweise weitergegeben, sozusagen vererbt wird. Weihnachten ist ein christliches Fest, das auch in den meisten Familien einen traditionellen Ablauf hat. Dazu gehören:

  • das Abendessen an Heiligabend
  • der gemeinsame Besuch der Christmette
  • das Schmücken des Christbaums

Das beginnt mit dem Aussuchen und dem Kauf des Christbaums einige Wochen, bevor er aufgestellt, also in die Wohnung geholt und im Christbaumständer befestigt wird. Dann wird er geschmückt, und dazu wird der jahrzehntealte familiäre Christbaumschmuck hervorgeholt.

Es ist das Bestreben, nichts neu hinzukaufen zu müssen - allenfalls wird er ergänzt. Das gilt auch für die Glaskunst, die von den Glasbläserwerkstätten in Lauscha oder in anderen Orten im Thüringer Wald sowie im Erzgebirge alljährlich neu präsentiert wird. Sie bereichert den vorhandenen Christbaumschmuck und komplettiert so die Tradition für die nächste Generation.

Der Brauch des Christbaums

Es gibt keinen nachweisbaren Zeitpunkt, an dem man angefangen hat, zu Weihnachten einen geschmückten Baum aufzustellen. In vielen unterschiedlichen Kulturen war der Brauch verbreitet, das Zuhause mit grünen Pflanzen zu schmücken, denn sie standen für Lebenskraft und folglich für Gesundheit.

Während man beispielsweise im alten Ägypten auf Encyclopedia Brittannica zurückgriff, schmückten die Rämer ihre Häuser mit Lorbeer. In nördlichen Regionen griff man zur Winterzeit zu Tannenzweigen; so wartete man sehnsüchtig auf den Frühling.

Später wurde die Tanne mehr und mehr mit dem kommenden Jahr in Verbindung gebracht; vermutlich stellte man sie jedoch schon während der Weihnachtszeit auf. Das älteste Schriftstück, welches einen Weihnachtsbaum beschreibt, stammt aus dem Jahre 1527. 1605 wiederum kam es zu Notizen über den Christbaum als üblichen Brauch.

In Mitteleuropa waren Tannenbäume selten; nur die wohlhabenden Schichten konnten sich diese leisten. Dies änderte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als es zur Anlegung mehrerer Wälder kam.

Ein geschmückter Christbaum gehört einfach zu Weihnachten dazu
Ein geschmückter Christbaum gehört einfach zu Weihnachten dazu
Geschichte des Christbaumschmucks

Im Verlaufe der Jahrhunderte war der Christbaumschmuck unterschiedlich und abwechslungsreich. Zunächst waren es Modelgebäcke aus Teig in vielfältigen Motiven.

Die waren nur zum Teil weihnachtlich und wurden oftmals farbig bemalt. Später gehörten Lebkuchen und Oblaten zum Christbaumschmuck, gefolgt von farbigen Papierketten oder kleinen Figuren aus Pappe und Watte.

Seit den 1850er Jahren bis heute ist der Glasschmuck mit seinen Glaskugeln ein ebenso beliebter wie traditionell wertvoller Weihnachtsbaumschmuck. Die thüringische Kleinstadt Lauscha ist durch das Glasbläserhandwerk bekannt geworden.

Noch, oder gerade heutzutage wieder, sind Christbaumkugeln aus Lauscha ein besonders schöner Christbaumschmuck. Lauscha gilt spätestens seit den 1990er Jahren nach der Wende als eine weltweit bekannte Handwerksstadt für Glasbläserkunst.

Es kam aber auch darauf an, wie wohlhabend die Familie war...

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern stets auch der Anlass goldiger Erinnerungen aus der Vergangenheit. Vermehrt wird der Christbaum daher mit möglichst klassischen Elementen geschmückt. Doch welche das sind, hängt meist mit den eigenen Erlebnissen und ebenso damit zusammen, wie wohlhabend die Familie war.

Für viele Menschen rühren solche Erinnerungen aus einer Zeit, da häufig die wirtschaftliche Not die Gesellschaft prägte. Sie machte auch vor dem Weihnachtsfest nicht Halt und beeinflusste maßgeblich die Geschenke, den Schmuck des Baumes sowie die Sitten und Gebräuche.

Wer hingegen vermögender war, für den boten sich gänzlich andere Möglichkeiten, den Heiligen Abend prunkvoll auszuschmücken. Darum ist es schwierig, heute den klassischen Christbaumschmuck zu definieren. Jede Tradition sowie jede geografische Region hatte ihre Vorlieben.

In einigen Stuben war der Baum religiöser geschmückt, dafür verzierten andere Familien ihr Grün mit reinstem Kitsch. Dennoch gab es gewisse Sorten an Baumschmuck, ohne die niemand auskam.

Christbaumschmuck in ärmeren Häusern

Gerade in ärmeren Häusern wurde hierfür vermehrt auf natürliche Materialien gesetzt. So verzierten kleine Äpfel und Nüsse den Baum. Viel Schmuck wurde zudem aus Stroh gebastelt. Dabei handelte es sich vorwiegend um kleine Sterne oder liebevoll gestaltete Figuren.

Auch Holz war in der Regel am Christbaum zu finden. Denn winziges Spielzeug wie etwa eine Kutsche, allerlei Tiere oder ähnliche Gegenstände, mit denen die Kinder anschließend spielen konnten, wurden als Bauschmuck eingesetzt.

Gerade unter Verwendung von Kerzen aus reinem Bienenwachs entstand somit eine sehr bodenständige, in jedem Falle aber auch heimelige Atmosphäre. Die Gerüche der verwendeten Dekoration prägte das Weihnachtsfest sehr angenehm.

Christbaumschmuck in wohlhabenderen Häusern

In wohlhabenderen Familien wurde dagegen auf handwerklich hochwertigen Schmuck gesetzt. Die vergoldeten oder versilberten Baumkugeln waren in der Regel mundgeblasen. Sie gehörten meist zu einem vollständigen Satz Kugeln, der von der Familie geerbt oder später unter hohen Kosten angeschafft wurde. In der damaligen Generation kaufte man Baumschmuck nämlich oft nur einmal, er hielt dafür aber auch einige Jahrzehnte.

Desgleichen fand das aufwendig hergestellte und darum meist teure Lametta seinen Platz auf dem Grün. Nicht fehlen durften die Kerzen, die ebenso wie in ärmeren Häusern aus Wachs gerollt waren. Je nach religiöser Prägung stand zudem ein Krippenspiel am Fuße des Baumes.

Tipps zum Kauf: Der Frischetest für den Weihnachtsbaum

Da für die meisten Menschen im Land ein Tannenbaum, egal ob groß oder klein, zu dem Weihnachtsfest einfach dazugehört, wird auch in diesem Jahr wieder eifrig ein Baum nach dem anderen geschlagen und schon oft mit dem Beginn der Adventszeit versucht, an die Frau oder den Mann zu bringen. Leider sind nicht alle Händler ehrlich, wenn man fragt, wann der Baum den geschlagen wurde und oftmals stellt man enttäuscht fest, dass dieser seine berühmten "Blätter" schon nach wenigen Tagen eifrig nadelnd abwirft. Um solch einem Ärgernis aus dem Weg gehen zu können, heißt es also Augen auf beim Weihnachtsbaumkauf, der grundsätzlich schon fast Vertrauenssache ist.

Erstes Frischemerkmal

Ein Merkmal der Frische ist das auslaufende Harz an den Baumenden. Allerdings kann man sich darauf nicht verlassen, denn viele Verkäufer schneiden hier einfach immer wieder nach. Haben Sie keine Möglichkeit, Ihren Weihnachtsbaum direkt beim Waldbauern oder beim Forstamt zu holen, dann achten Sie auf das Herkunftssiegel. Ein Ökö-Zertifikat, etwa von Naturland, offenbart Ihnen zum Beispiel, dass es sich um einen Weihnachtsbaum aus einer ökologischen Waldwirtschaft handelt.

Zweites Frischemerkmal

Am einfachsten können Sie jedoch die Frische der Tanne mit einem Nadeltest machen. Zupfen Sie leicht an den Nadeln. Handelt es sich um einen bereits vor längerer Zeit geschlagenen Baum, werden sich die Nadeln sehr schnell lösen und Ihnen damit zeigen, dass Sie lieber die Finger von dem Baum lassen sollten, wenn Sie zuhause nicht in einem Nadelmeer versinken wollen.

Frischhaltetipp

Haben Sie dann endlich Ihren Weihnachtsbaum gefunden und nach Hause gebracht, sollten Sie diesen von seinem Netz befreien und ihn in einen Eimer mit kaltem Wasser kühl lagern.

Und: Bevor Sie ihn dann in der Wohnung aufstellen, empfiehlt es sich, das Ende erneut abzusägen. Mit diesen Tipps werden Sie dann viel Freude an Ihrem Weihnachtsbaum haben und wenn Sie möchten, selbst bis weit nach Silvester.

Es ist wichtig beim Kauf auf die Frische des Baumes zu achten
Es ist wichtig beim Kauf auf die Frische des Baumes zu achten

Neben der Frische des Baumes ist auch die Tannenart beim Kauf von Bedeutung...

Beliebte Baumarten

Tannen gelten als beliebteste Art für den Weihnachtsbaum, ebenso werden Fichten und auch andere Nadelbäume gewählt. Bis Ende der 50er wurde hierzulande besonders die Rotfichte bevorzugt, schließlich folgte die Blaufichte und ab Beginn der 80er Jahre entschied man sich immer häufiger für die Nordmanntanne.

Diese zählt bis heute zu den beliebtesten Baumarten, wenn es um den Christbaum geht. Sie zeichnet sich durch ein recht gleichmäßiges Wachstum und weiche Nadeln aus. Allerdings ist sie verglichen mit anderen Tannenarten fast geruchslos.

In so manch einem Haushalt spielen Frische und Art des Weihnachtsbaums keine Rolle...

Künstlicher Weihnachtsbaum - praktisch oder stillos?

Über viele Jahrzehnte galt es als Brauch, den Christbaum direkt im Wald zu schlagen. Später wurden immerhin noch industriell gezüchtete Tannen und Fichten zu Dumpingpreisen verkauft. Der letzte Schrei sind allerdings Weihnachtsbäume aus Kunststoff – sie ziehen jedoch einen tiefen Riss durch die Anhängerschaft des Heiligen Festes.

Manche Menschen allerdings haben ökologische Bedenken, für diese paar Tage einen Baum fällen zu lassen, der danach entsorgt wird. Anderen tut der Baum "einfach leid". Experimente mit Weihnachtsbäumen, die ihre Wurzelballen behielten und nach dem Fest in der freien Natur eingegraben wurden, haben sich jedoch nicht zur allgemeinen Zufriedenheit entwickelt. Schließlich kann man nicht jedes Jahr einen weiteren Tannenbaum im Vorgarten pflanzen, und auch das wilde private Aufforsten der Wälder ist aus naheliegenden Gründen untersagt.

Bleibt der Tannenbaum aus Kunststoff. Das größte Argument gegen ihn war bisher, dass er "irgendwie nicht echt" wirkt. Und tatsächlich hat man einigen Exemplaren früher ihre künstliche Herkunft schon von weitem angesehen.

Andere bemängeln, dass ein Kunstbaum nicht nach Fichtennadeln und Harz riecht - wo dieser Geruch für sie zu Weihnachten doch einfach dazugehöre.

Für beide Probleme wurde mittlerweile mindestens eine Lösung gefunden, und die heutigen künstlichen Tannenbäume sind von echten nur noch sehr schwer zu unterscheiden. Allerdings sind diese täuschend echten Weihnachtsbäume nicht unbedingt preisgünstig - dafür aber kann man sie ein Leben lang verwenden, sodass sich der hohe Anschaffungspreis über die Jahre rechnet.

Die Vorzüge eines künstlichen Weihnachtsbaums

Das Angebot der Kunstbäume ist mittlerweile weit gefächert und reicht von der Blautanne zur Edelfichte, sodass man auch hier dem individuellen Geschmack folgen kann, ebenso wie beim Kauf eines echten Baumes. Künstliche Tannenbäume, deren Äste vor und nach dem Fest platzsparend zusammengeklappt werden können, lassen sich per Hand individuell zurechtbiegen und -zupfen, bis der Baum die gewünschte Optik hat.

Eigentlich ist so ein Bäumchen aus Plastik und Kunstfasern doch recht praktisch. Es nadelt nicht und verliert auch keine Zweige.

Zudem lässt es sich Jahr für Jahr wiederverwenden und erscheint dabei stets in altbekannter Pracht. Pflege benötigt es auch nicht, sondern kann nach dem Fest problemlos in seine Einzelteile zerlegt und in einem Karton verstaut werden.

Mit etwas Sorgfalt - hin und wieder müsste der Staub von den Ästen entfernt werden - hält es mitunter einige Jahrzehnte und spart dabei erhebliche Ausgaben. Ganz zu schwiegen von der jährlichen Qual, einen geeigneten Baum zu suchen, den man letztlich ohnehin nie findet.

Statt auf dem letzten Drücker den mickrigen Tann zu nehmen, bietet sich so ein Wunderbäumchen aus Plastik doch förmlich an. Doch damit nicht genug.

Denn besonders findige Entwickler haben Kunstbäume entwickelt, bei denen der Christbaumschmuck direkt an die Zweige gegossen wurde. Baum und Dekoration bilden praktisch ein großes Ganzes.

Niemand muss mehr befürchten, dass die Kinder oder der Hund spielend die Kugeln vom Grün reißen. Diese Gefahr wurde endlich gebannt.

Genauso verhält es sich mit den Kerzen. Wer beim Kauf nicht geizig ist, findet diese ebenfalls schon am Baum befestigt. Im Zweifelsfall müssen hin und wieder die Lämpchen getauscht werden. Aber dafür ist dank der sonstigen Arbeitseinsparung nun ja genug Zeit.

Zudem ist ein künstlicher Nadelbaum ein weitaus geringeres Brandrisiko als ein echter. Auch das Allergiepotenzial eines Kunstbaumes ist im Gegensatz zum echten Baum kein Thema mehr.

Nicht zuletzt hat ein Kunstbaum ökologische Vorzüge, denn immerhin muss ein echter Weihnachtsbaum ungefähr acht bis zwölf Jahre auf einer Weihnachtsbaumplantage wachsen und benötigt in dieser Zeit die entsprechende Menge an Pestiziden - und das jedes Jahr wieder.

Ein Kunstbaum wird einmal produziert und kann fortan immer wieder verwendet werden. Und für die richtige Weihnachtsatmosphäre hat sich die Industrie auch etwas einfallen lassen: Raumsprays mit Fichtenadel- oder Tannenduft.

Die Vorzüge eines echten Weihnachtsbaums

Aber mal ehrlich, wer will das denn? Ein naturbelassener Baum duftet und bringt damit erst die richtige Weihnachtsstimmung ins Haus. Zudem hat jedes Grün seinen Charakter, den das Plastik nicht ersetzen kann.

Ein unterschiedlicher Wuchs der Zweige, eine differenzierte Farbgebung der Nadeln sowie ein Stamm, an dem gerne noch etwas goldenes Harz klebt. Das alles kann die Klapptanne schlichtweg nicht bieten.

Ob sie hingegen als stillos und Kitsch zu bezeichnen ist, hängt von den verschiedenen Geschmäckern ab. Zumal das Weihnachtsfest ohnehin der Moment des Jahres ist, an dem rein praktische Erwägungen unwichtig sind.

Der Baum soll natürlich auch sicher stehen - der Kauf des entsprechenden Christbaumständers ist also mindestens genauso wichtig...

Tipps zum Christbaumständer-Kauf

Die Vorfreude auf das Fest wird nicht selten dadurch getrübt, dass der Weihnachtsbaum aufgestellt werden soll. Als Ständer dient ein altes Erbstück. Schön verziert zwar und aus Gusseisen. Aber nicht sonderlich leicht zu handhaben.

Natürlich mit der obligatorischen Schraubbefestigung, bei der man den Baum möglichst gerade und mittig halten und dann die Schrauben an jeder Seite in gleichem Maße eindrehen muss. Das gelingt so gut wie nie. Hält der Stamm halbwegs im Ständer, ist er unter Garantie erstmal schief.

Also wird noch mal alles gelöst und anschließend ordentlich fixiert. Der Baum verliert bei diesem Hin und Her bereits einen guten Teil seiner Nadeln und die Festtagsstimmung ist auch dahin.

Hinweise zum Kauf eines modernen Christbaumständers

Besser ist es dagegen, einen modernen und guten Christbaumständer zu kaufen. Diese sind in der Regel aus Metall oder Kunststoff verarbeitet.

Wichtig ist allerdings, dass sie über einen gewissen Umfang verfügen. Denn nur wenn sie mit einer möglichst großen Fläche auf dem Boden aufliegen, können sie dem Baum einen gesicherten Halt garantieren.

Allzu kleine Ständer mögen gerade wegen ihres geringen Durchmessers zierlich und hübsch wirken. Praktisch sind sie aber in den seltensten Fällen.

Ebenso entscheidend ist das Gewicht. Denn durch seine Höhe kann ein Baum bereits bei leichter Schieflage zum Umkippen neigen. Hier kann ein entsprechend schwerer Ständer als Gegengewicht dienen.

Doch Vorsicht, nicht das Grundgewicht ist zwingend maßgeblich. Viele Christbaumständer sind mit Wasser befüllbar. Das verbessert die Qualität des Baumes.

Er nadelt später und wirkt für längere Zeit frisch. Zudem erhöht das Wasser das Gewicht des Ständers und damit die Standfestigkeit des Baumes.

Dessen Stamm sollte sich übrigens mit einer Seilwinde in der Halterung fixieren lassen. Das geht schnell und spielend leicht. Zu achten ist nur darauf, dass auch Stämme mit größerem Durchmesser in die Öffnung des Ständers passen. Meist kann anschließend mit Knopfdruck der Seilzug betätigt werden.

Natürlich sollte der Ständer gerade bei dieser Technik über ein Siegel der "Geprüften Sicherheit" verfügen. Ansonsten steht der Baum zwar gerade, aber die Familie feiert das Fest im Krankenhaus.

Egal, ob echt oder künstlich - hat man sich für einen Baum entschieden, gilt es, einen richtigen Platz dafür zu finden...

Der perfekte Platz für den Weihnachtsbaum

In jedem Jahr zur Weihnachtszeit schmückt der Christbaum viele Häuser. Doch wo genau er platziert wird, hängt von verschiedenen Faktoren und natürlich den eigenen Vorlieben ab. Wichtig ist dabei nur, ihn so sicher wie möglich aufzustellen.

Den richtigen Platz für den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer zu finden ist nicht immer ganz einfach
Den richtigen Platz für den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer zu finden ist nicht immer ganz einfach

Die Platzierung in früheren Zeiten

Es ist nur wenige Jahrzehnte her, da wurde der Weihnachtsbaum in wohlhabenden Familien eher zu repräsentativen Zwecken benutzt. Er stand daher meist nicht in der Stube, sondern im Eingangsbereich des Hauses. Wer auch immer zu Besuch kam, den festlich geschmückten Baum sah er sofort.

Da das Foyer in der Regel sehr hoch und weit gebaut war, verfügte der Baum ebenfalls über eine entsprechende Höhe. Hier wurde anschließend in aller Regel auch die Bescherung abgehalten.

Daneben war es üblich, zumindest im Salon noch einen weiteren, jedoch weitaus kleineren Christbaum aufzustellen. Galt jener im Foyer noch allen Bediensteten und Gästen, so war Letzterer eher für die Familie gedacht.

Die Platzierung heute

Heutzutage wird der Baum häufig in das Wohnzimmer gestellt. Das hat zunächst praktische Gründe, denn dieses ist oft der größte aller vorhandenen Räume und bietet somit den meisten Platz. Schließlich soll das Gewächs ja nicht eingeengt zwischen zwei Schränken stehen, sondern genügend Möglichkeiten zur Entfaltung haben.

Man will ihn bewundern können und die Geschenke sollen im besten Falle auch darunter platziert werden können. Zudem trifft sich die Familie natürlich zu den Festlichkeiten am ehesten im Wohnzimmer und wird die heiligen Tage hier bei einem guten Glas Wein sowie leckerem Weihnachtsgebäck würdig zu feiern wissen. Daher ist der Baum hier sehr gut aufgestellt.

Der richtige Platz im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer selbst sollte dem Baum ein etwas ruhiger Platz gegönnt werden. Direkt an der Tür kommt es schnell zu Komplikation, wenn vorübergehende Personen an den Zweigen hängen bleiben. Auch ein Windstoß durch das offene Fenster kann den Baum leicht zum Kippen bringen.

Ein sehr guter Standplatz ist meist in den Ecken des Raumes zu finden. Hier hat das Grün etwas Halt und kann nicht so schnell umgeworfen werden. Im Idealfall ist diese Ecke aus dem Rest des Zimmers gut einsehbar.

Ebenso sollte der Baum beim Betreten des Raums sofort in die Augen stechen und gefühlt den Mittelpunkt des Zimmers darstellen. Denn nur so kann er seine Pracht zur Geltung bringen.

Und nun kommt der schönste Teil - das Schmücken des Baumes...

Die beliebtesten Arten von Christbaumschmuck

Der Christbaum ist ein Nadelbaum wie Fichte oder Tanne, der vielseitig geschmückt und mit Kerzen bestückt wird.

Christbaumkerzen

In den Anfängen des Weihnachtbaumschucks im siebzehnten Jahrhundert waren die Naturkerzen aus wertvollem und damals teurem Bienenwachs. In der Folgezeit wechselte das Material hin zu Talg, Stearin und Paraffin. Für die Kerzen wurden dazu passende Kerzenhalter als Klemmhalter entwickelt.

Während die ersten elektrischen Christbaumkerzen schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von der englischen Firma General Electric Company mit Sitz in der Industriestadt Coventry entwickelt wurden, kamen sie erst ab den 1950er Jahren nach und nach in den Gebrauch der privaten Haushalte. Hauptgrund dafür waren und sind noch heute die Sicherheitsaspekte gegenüber den buchstäblich brennenden Naturkerzen.

Lichterketten

Die heutige elektrische Christbaumbeleuchtung wird als Lichterkette bezeichnet. An einem Träger, der Kette, sind abhängig von ihrer Länge mehrere Dutzend Glühlampen oder Leuchtdioden, die umgangssprachlichen LED-Lampen, aufgereiht.

Während die Glühlampen in Kerzenform an die traditionellen Naturkerzen erinnern sollen und einzeln am Baum befestigt werden, wird die Lichterkette auf die Zweige des Weihnachtsbaums aufgelegt. Sie wird regelrecht um den Baum herumgeschlängelt, so dass alle Seiten möglichst gleichmäßig beleuchtet sind.

Christbaumkugeln, Lametta und Kerzen oder Lichterkette als wichtigste Bestandteile des Christbaumsch
Christbaumkugeln, Lametta und Kerzen oder Lichterkette als wichtigste Bestandteile des Christbaumschmucks

Lametta

Das Wort "Lametta" ist vom lateinischen "lama" abgeleitet, zu Deutsch "Metallblatt". Das Lametta besteht in seiner Gesamtheit aus einer Vielzahl von dünnen und schmalen Metallschleifen, die glitzernd aussehen.

Das Pendant zu dem silbernen Lametta ist das Rauschgold als eine sehr dünne Messingfolie, die nach ihrer Bearbeitung golden aussieht. Beides wird für den Christbaumschmuck als Lametta bezeichnet, wobei das silberne das originäre, das eigentliche Lametta war und ist.

Es besteht aus dem Grundstoff Stanniol und wird zu dünnen schmalen Streifen gegossen, geschmolzen, gewalzt und geschnitten. Das Lametta wird in einzelnen Fäden oder auch gebündelt im Weihnachtsbaum verteilt.

Auch weil es seit jeher am Weihnachtsbaum die Eiszapfen symbolisiert, ist das silberne Lametta der traditionelle Christbaumschmuck, während das Rauschgold eher als Modeschmuck angesehen wird.

Seit der Erkenntnis, dass Blei und somit auch Stanniol umweltbelastend ist, wird anstelle dessen vermehrt ein leichteres Lametta aus metallisiertem Kunststoff verwendet. Die Naturkerzen zusammen mit dem Stanniollametta ergeben das unvergessliche, etwas gedämpfte Licht des Weihnachtsbaumes der vergangenen Jahrzehnte, bevor die Ära der künstlichen Christbaumbeleuchtung begann.

Christbaumkugeln und Weihnachtsbaumspitze

Zu den ersten Schmuckstücken, die man heutzutage für den Weihnachtsbaum besorgt, dürften wohl die Christbaumkugeln zählen. Während sich viele Menschen für die klassische, einfarbige Ausführung, typischerweise in Rot, Silber oder auch Gold entscheiden, gibt es mittlerweile auch Kugeln in allen anderen Farben und vielfältigen Mustern.

Neben den klassischen Kugeln sind es auch zahlreiche diverse Figuren, die ihren Platz an den Zweigen finden. Die Christbaumkugeln können dabei aus Glas oder auch aus Kunststoff sein.

Gleiches Material wird für die Weihnachtsbaumspitze verwendet. Diese bildet den krönenden Abschluss des Schmückens. Neben der Spitze ist es bei vielen Familien auch der Stern, der auf die Baumspitze gesetzt wird.

Weihnachten 2009 absolut im Trend: Zuckersüßer Christbaumschmuck zum Essen

Kleines blondes Mädchen in rotem Winterpulli schmückt den Weihnachtsbaum mit Christbaumkugeln
Little girl decorating christmas tree with toys and baubles © cromary - www.fotolia.de

Schon bald steht Weihnachten vor der Türe und da wird es so langsam aber sicher Zeit, sich über die diesjährige Weihnachtsdekoration Gedanken zu machen. Weihnachten 2009 absolut im Trend: Essbarer Christbaumschmuck aus Zucker, den man spielend leicht selbst herstellen kann. Dabei spart man nicht nur jede Menge Geld, sondern das Basteln macht auch noch wesentlich mehr Spaß.

Heraus kommt wunderschöner zuckersüßer Weihnachtsschmuck, der nicht nur lecker schmeckt, sondern sich auch hervorragend zur Dekoration von Türen, Fenstern und Weihnachtsbäumen eignet. Bleibt nur zu hoffen, dass die diversen Naschkatzen im Hause nicht bis Heiligabend alles vernascht haben...

Neben dem vielfältigen Angebot an fertigem Christbaumschmuck kann man diesen auch selbst herstellen...

Christbaumschmuck selbst herstellen

Mit ein bisschen Zeit, etwas handwerklichem Geschick und einer gewissen Portion Kreativität können Groß und Klein Salzteigschmuck, Strohsterne und Christbaumkugeln selbst basteln.

Salzteigschmuck

Vor allem bei Kindern beliebt ist die Herstellung von Figuren und Schmuck aus Salzteig. Ähnlich wie beim Plätzchenbacken können hier nach Lust und Laune Sterne, Weihnachtsmänner und Tannenbäume mit Hilfe von Formen ausgestochen oder selbst kreiert und anschließend bunt bemalt werden.

Zur Herstellung von Salzteig benötigt man

  • zwei Tassen Mehl
  • eine Tasse Salz und
  • etwas Wasser.

Mehl, Salz und Wasser müssen zu einer festen Masse geknetet werden, die anschließend mit einer Teigrolle auf einem Blech ausgerollt wird. Nun kommen die Ausstechformen zum Einsatz.

Die Kanten der fertigen Figuren werden nun mit einem feuchten Messer geglättet und mit einem spitzen Bleistift können im oberen Bereich der Figuren Löcher gebohrt werden, durch die später der Faden zum Aufhängen gezogen wird. Auf hoher Temperatur muss das Salzgebäck nun etwa zwei Stunden backen. Nach der Abkühlung kann der Christbaumschmuck mit Acrylfarbe bemalt werden.

Christbaumsterne

Auch Christbaumsterne können selbst angefertigt werden. Als Materialien eignen sich Papier oder Stroh. Für Papiersterne kann farbiges Tonpapier, aber auch Goldfolie oder Transparentpapier verwendet werden.

Mit dem Papier, einer Schere und einem Kleber können selbst kleine Kinder ihre eigenen Sterne basteln. Größere Kinder und Erwachsene können Schablonen und Bastelanleitungen aus Büchern oder aus dem Internet zur Hilfe nehmen, um ihren Sternen die richtige Form, Farbe und Symmetrie zu verleihen.

Strohsterne

Mit ein bisschen mehr Aufwand ist das Basteln von Strohsternen verbunden. Zunächst braucht man getrocknetes Stroh, welches durch das Einweichen in warmem Wasser elastisch gemacht wird.

Die Strohhalme müssen je nach Sterngröße auf die passende Länge geschnitten und anschließend kreuzweise übereinander gelegt und mit einem Faden verknotet werden. Die endgültige Sternform kann durch das Abschneiden der Strohenden erreicht werden.

Christbaumkugeln

Ebenso beliebt ist die Eigenanfertigung von Christbaumkugeln. Hierfür besorgt man sich aus einem Bastelgeschäft unifarbene Plastik- oder Glaskugeln sowie Window-Color-Farben und weihnachtliche Motivschablonen.

Die Motive können nun mit Window-Color auf einer glatten Unterlage gemalt und nach dem Trocknen auf die Kugeln geheftet. Hierfür ist kein Kleber erforderlich, da Window-Color auf glatten Oberflächen von alleine haftet.

Bastelanleitung für das Filzen einer Christbaumkugel

Den Christbaumschmuck selbst herzustellen ist eine sehr schöne Art, sich in der Adventszeit auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Sehr hübsch sind dabei Christbaumkugeln, die mittels der Trockenfilztechnik hergestellt und durch kleine Schmuckperlen oder Pailletten individuell gestaltet werden können.

Das Material

Benötigt werden

  • Styroporkugeln mit sechs und acht Zentimetern Durchmesser
  • Filzwolle sowie
  • eine grobe, eine mittelstarke und eine feine Filznadel.

Sehr empfehlenswert ist ein Nadelhalter, da es auf die Dauer sehr anstrengend werden kann, die filigranen Filznadeln zwischen zwei Fingern festzuhalten.

Die Aufhängungen werden entweder fertig im Bastelgeschäft gekauft oder aus Satinband selbst hergestellt. Wer Verzierungen einarbeiten möchte, sollte außerdem Perlen oder Pailletten sowie etwas Mohairfaden besorgen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wer keine fertigen Aufhängungen verwendet, sollte zunächst ein Satinband rund um die Kugel herum führen und fest verknoten. Dabei sollten die Enden des Bandes lang genug bleiben, um sie später bequem als Aufhängung nutzen zu können.

Anschließend wird eine erste Schicht Filzwolle über die Styroporkugel gelegt und mit mehreren Stichen der groben Nadel fixiert. Dabei sollte die Nadel immer senkrecht zur Kugel stehen: Trifft sie schräg auf die Kugel auf, könnte sie abbrechen. Anschließend wird weitere Wolle möglichst gleichmäßig um die Kugel verteilt und ebenfalls fixiert, bis die Styroporkugel nicht mehr zu sehen ist.

Achtung: Die Filznadel ist sehr spitz und kann in ungeübten Händen durchaus zu Verletzungen führen. Wer mit Kindern arbeitet, sollte diese nie mit den Filznadeln unbeaufsichtigt lassen.

Die Wolle wird nun durch wiederholtes Einstechen der Nadel verfilzt, gleichzeitig heftet sie sich dabei fest an die Styroporkugel. Ist das geschehen, wird zunächst eine weitere und schließlich eine dritte Schicht Filzwolle um die Kugel gelegt und ebenfalls mit der Filznadel bearbeitet. Man verwendet dabei stets zuerst die grobe und anschließend die mittlere Filznadel, die feine dient dazu, zum Abschluss die Oberfläche zu glätten.

Schöne Muster ergeben sich, wenn in der letzten Schicht mit verschiedenfarbiger Wolle gearbeitet wird. Diese kann in feine Streifen gezogen werden und bildet so sehr hübsche Muster. An Farbübergängen sollte die Wolle besonders sorgfältig verfilzt werden; man benötigt dort also mehr Stiche als auf einfarbigen Partien.

Wer Verzierungen einarbeiten möchte, fädelt eine oder mehrere Perlen oder einige Pailletten auf einen feinen Mohairfaden auf und legt diesen dann über die zweite Wollschicht auf die Kugel. Das Mohairband wird dann unter der dritten Schicht Wolle verborgen, sodass nur die Verzierungen sichtbar bleiben. Ist die Kugel fertig, kann sie mit dem Satinband um einen Zweig des Christbaums gebunden werden und bildet so einen hübschen und individuellen Blickfang.

Nüsse als Christbaumschmuck

Zur Vorweihnachtszeit gehören natürlich auch die Nüsse dazu. Die Walnussschalen kann man gut zum Basteln verwenden. Die beiden Hälften klebt man wieder zusammen und legt zuvor noch eine Schnur oder ein Band als Aufhänger hinein.

Nun kann die Walnuss besprüht oder bemalt und mit Glitzer bestreut werden. Sie eignen sich dann perfekt als Christbaumschmuck.

Bei der ganzen festlichen Stimmung und Vorfreude sollte man das Thema Sicherheit nicht vergessen...

Der Christbaum und die Sicherheit

So viele Freuden ein geschmückter Tannenbaum auch birgt - insbesondere für kleine Kinder ist er auch mit Gefahren verbunden. Damit die Weihnachtszeit ohne Unfälle und Verletzungen verläuft, sollten Eltern mögliche Gefahren eindämmen und dafür sorgen, dass der Tannenbaum kindersicher gestaltet wird. Denn Kinder können Gefahren oft noch nicht richtig abschätzen. Allzu gerne wird mit den Kerzen gespielt, an dem Glasschmuck gezupft oder die süßen Schokoladenzapfen vernascht.

Sichere Aufstellung

Zunächst sollte ein Tannenbaum kindersicher aufgestellt werden. Ein stabiler Ständer, in den der Stamm des Baumes eingeklemmt wird, sorgt für sicheren Halt und kippt bei einseitiger Belastung nicht sofort um. Dass es sich aber dennoch um keinen Kletterbaum handelt, sollten Erwachsene ihren Kindern begreiflich machen.

Sicheres Licht

Die Gestaltung des Weihnachtsbaumes beginnt meist mit den Lichtern. Auch wenn Wachskerzen natürlicher wirken und für einen weihnachtlichen Geruch sorgen, sollten Familien mit kleinen Kindern auf diese Art der Lichter verzichten.

Eine grobe Berührung kann nämlich durchaus einen brennenden Weihnachtsbaum zur Folge haben. Anstelle von Wachskerzen kann auf elektrische Lichterketten zurückgegriffen werden. Unter einem mit Lichterketten geschmückten Tannenbaum können Eltern ihre Kinder bedenkenlos spielen lassen.

Sicherer Schmuck

Eine weitere Gefahrenquelle für Kinder ist Glasschmuck. Es muss immer damit gerechnet werden, dass Kinder mit hängendem Weihnachtsschmuck spielen und diesen versehentlich hinunter reißen.

Eine Glaskugel kann verheerende Folgen haben, wenn sie in den Händen der Kinder zerdrückt wird oder beim Aufprall auf den Fußboden zersplittert. Anstelle von Glaskugeln sollte auf bunten Plastik- und Kunststoffschmuck zurückgegriffen werden.

Eine sichere Größe

In einem bestimmten Alter neigen Kinder dazu, alles in den Mund zu stecken. Weihnachtsbaumschmuck sollte daher möglichst nicht zu klein und nicht chemisch behandelt sein. Auf mit Alkohol gefüllte Schokolade sollte ganz verzichtet werden, Kinder können einen reinen Schokoladenzapfen nämlich nicht von einem mit Rum gefüllten Zapfen unterscheiden.

Damit Kinder den Weihnachtsbaumschmuck nicht mit ihren Spielsachen verwechseln, sollten sie beim Schmücken mit eingebunden werden. So lernen sie, dass es sich bei den schönen bunten Kugeln, den interessanten Figuren und leuchtenden Sternen nur um Schmuck handelt, der an den Weihnachtsbaum, nicht aber zu ihren Spielsachen gehört.

Auf das Thema Licht gehen wir noch mal genauer ein...

Kerzen oder Lichterketten an den Weihnachtsbaum?

Weihnachtsbäume sollen in Zukunft auch ohne Lichterketten leuchten können

Forscher aus Großbritannien wollen Weihnachtsbäume über genetisch verändertes Material von Glühwürmchen selbstständig leuchten lassen. Die Forscher von der Universität Cambridge haben dafür synthetische Bausteine von Erbgut entwickelt, die sogenannten "BioBricks", die Licht in unterschiedlichen Farben und Stärken erzeugen.

So könnten dann diese Bäume in der Weihnachtszeit für eine entsprechende stimmungsvolle Straßenbeleuchtung sorgen. Doch bis dahin vergehen noch einige Jahre, denn einen solchen Baum gibt es noch nicht.

Ein wichtiges Schmuckelement des Christbaumes sind die Lichter. Sie sollen die funkelnden Sterne der Heiligen Nacht symbolisieren. Doch ob das mit Lichterketten oder brennenden Kerzen geschieht, ist ein heiß diskutiertes Thema.

Traditionell gehören Kerzen an den Weihnachtsbaum. Allerdings wird es meist als einfacher und sicherer angesehen, diese durch Lichterketten zu ersetzen. Einen sorgsamen Umgang erfordern allerdings beide Beleuchtungsmittel.

Der sichere Umgang mit Kerzen

Ob die Kerzen wirklich eher Brände auslösen, kann zudem angezweifelt werden. Wenn nicht gerade spielende Kinder oder Tiere um den Baum toben, ist die Gefahr eines Feuers in der Regel sehr gering.

Dafür sorgt bereits die Befestigung der Kerzen. Sie können mit einer Pendelhalterung an die Zweige gehängt werden.

Letzteres hält die Flamme konstant in einer ausbalancierten Position. Die Kerze kann nicht mehr umfallen oder wegknicken. Genau darin lag in vielen Fällen aber das größte Risiko eines Brandes.

Erforderlich ist es jedoch, den Baum stets im Blick zu haben. Brennende Kerzen dürfen für keinen Augenblick unbeaufsichtigt sein. Ebenso ist das offene Licht nur verantwortungsvoll einzusetzen. Sind Kinder oder Tiere im Haus, sollte vorsorglich darauf verzichtet werden.

Wer sie allerdings einsetzt, wird ein weiteres Problem beseitigen müssen: Der Wassermangel des Baumes ist ein großes Risiko. Er trocknet sehr schnell aus.

Entsprechend schnell können die Nadeln und Zweige Feuer fangen. Das Grün würde binnen weniger Augenblicke vollständig abbrennen.

Um das zu vermeiden, sollte der Baum gut gewässert werden oder sogar in einem Wassergefäß stehen. Werden diese Gefahrenquellen gewissenhaft ausgeräumt, ist ein Feuer mit den am Christbaum hängenden Kerzen nicht zu befürchten.

Sind Lichterketten im Gegensatz dazu wirklich sicherer?

Auch sie können für einen Kurzschluss sorgen, der zu einem Brand führt. Verfängt sich jemand in ihrem Kabel, wird schnell der Baum umgerissen, was zu weiteren Feuergefahren führen kann.

Dem gegenüber sind sie jedoch leichter zu handhaben. Hier müssen die Kerzen nicht einzeln entzündet und später wieder gelöscht werden. Das macht die Lichterkette nicht unbedingt sicherer, aber bequemer.

Wer vor der Frage des Kaufes steht, sollte daher gut abwägen. Personen, die mit Kerzen behutsam umgehen können, werden sie das Vertrauen mit einem sehr gemütlichen Weihnachtsambiente und dem entsprechenden Geruch versüßen. Wem das zu riskant ist, der setzt auf die leicht bedienbaren Lichterketten.

Wenn der Christbaum Feuer fängt

Wenn die Feuerwehr zur Weihnachtszeit ausrückt, ist der Anlass meist wenig erfreulich: Echtkerzen sorgen schnell dafür, dass trockene Tannennadeln Feuer fangen. So können gefährliche Brände entstehen, die nicht nur die weihnachtliche Stimmung trüben, sondern auch für ernste Verletzungen sorgen.

Den Christbaum richtig schützen

Um zu vermeiden, dass der Weihnachtsbaum am Fest der Liebe in Flammen steht, eignen sich natürlich am besten elektrische Lichterketten mit einem Prüfsiegel (GS). Wer sich jedoch mit den künstlichen Kerzen nicht anfreunden kann, kann und sollte sich dennoch schützen.

Verwenden Sie dafür nicht brennbare Kerzenhalter und bringen Sie die Lichter so an, dass die Flamme einen möglichst großen Abstand zu den Ästen des Nadelbaums hat. Weiterhin ist es wichtig, den Christbaum sorgfältig zu bewässern und frisch zu halten - das beugt ausgetrockneten Nadeln vor, denn diese fangen viel leichter Feuer als frische. Binnen vier Sekunden kann ein Weihnachtsbaum lichterloh brennen.

Gestecke und Kränze

Doch der Christbaum ist nicht die einzige Gefahrenquelle. Gerade auf dem Adventskranz, aber auch bei anderen kreativen Weihnachtsgestecken, werden gerne echte Kerzen verwendet. Lassen Sie die brennenden Lichter niemals unbeaufsichtigt, auch nicht für wenige Augenblicke.

Ein gefüllter Wassereimer oder ein Feuerlöscher sollten für den Notfall in der Nähe sein. Zudem gibt es feuerfeste Unterlagen zum Schutz der Möbelstücke.

Übrigens: Auch Teelichter sind nicht völlig ungefährlich, da sie eine enorme Hitzeentwicklung haben. Generell sollten alle Kerzen an gefährlichen Stellen ausgetauscht werden, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.

Doch nicht nur Feuer stellt eine mögliche Gefahrenquelle dar...

Mögliche Gefahrenstoffe im Christbaumschmuck

Die Brandgefahr stellt beim Christbaumschmuck nicht das einzige Risiko dar. Was häufig keine Beachtung findet, ist die Tatsache, dass der Schmuck aus gesundheitlich bedenklichen Stoffen bestehen kann. Christbaumkugeln bzw. die verwendeten Lacke und Farben beispielsweise können diverse Lösungsmittel enthalten.

Auch die beliebten Gold- und Schneesprays kommen damit in der Regel nicht aus. Neben dem gesundheitsschädlichen Aspekt kommt die leichte Brennbarkeit hinzu.

Wer noch Lametta aus "Omas Zeiten" benutzt, sollte wissen, dass dieses dem Umweltbundesamt zufolge größtenteils aus Blei besteht. Doch auch die leichteren Vertreter sind nicht ohne; sie können bei Verbrennung aufgrund der chlorierten Kunststoffe krebserregende Stoffe freisetzen.

Wer auf wolche gefährlichen Inhaltsstoffe verzichten möchte, kann sich für entsprechend anderen Schmuck entscheiden. Klassischerweise eignen sich hierfür beispielsweise

  • getrocknete Apfelscheiben
  • Tannenzapfen
  • Sterne aus Filz, Stroh oder buntem Recyclingpapier
  • Nüsse
  • selbst gebackene Kekse
  • Baumschmuck aus Knete, Salzteig, Holz oder Ton

Wenn das Fest vorbei ist und der Weihnachtsbaum abgebaut wird, gilt es, den Schmuck richtig aufzubewahren, damit er im nächsten Jahr auch problemlos wiederverwendet werden kann...

Richtige Aufbewahrung von Weihnachtsschmuck

Weihnachtsschmuck ist oft in liebevoller Handarbeit hergestellt worden, birgt Erinnerungen oder wurde teuer bezahlt. Damit die Schmuckstücke viele Weihnachtsfeste überstehen, sollten sie sorgfältig behandelt werden. Hierzu gehört auch die richtige Aufbewahrung in der langen Zeit zwischen zwei Weihnachtsfesten.

Für die Aufbewahrung von Weihnachtsschmuck ist der Keller bestens geeignet. Hier ist es kühl und trocken, was insbesondere Wachsfiguren und -kerzen zugute kommt, aber auch Strohsterne und Holzschmuck trocken hält. Im Keller kann Weihnachtsschmuck zudem platzsparend untergebracht werden, so dass er bis zum nächsten Fest nicht im Weg steht.

Allerdings sollte der Weihnachtsschmuck nicht offen in einem Kellerregal verstaut, sondern immer verpackt werden. Nur so wird er gegen Staub, Feuchtigkeit, Licht und Ungeziefer geschützt.

Kisten oder Tüten aus Plastik sind robust und wasserdicht. Im Handel sind sogar spezielle Kunststoffboxen für Weihnachtsschmuck erhältlich.

Diese verfügen über verschieden große Fächer, in die Christbaumkugeln und andere kleine Dekorationsartikel übersichtlich und schonend einsortiert werden können. Eine solche Box aus Plastik kann zudem leicht gesäubert und platzsparend im Regal verstaut werden.

Es muss aber nicht zwangsläufig auf spezielle Ordnungsboxen zurückgegriffen werden. In der Regel reichen einfache Kunststoffboxen aus.

Da diese aber nicht über verschiedene Fächer verfügen, sollten die Schmuckstücke noch einmal einzeln verpackt werden, um Berührungen untereinander zu vermeiden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass glatte und glänzende Oberflächen zerkratzt werden oder Glasschmuck zerbricht. Zerbrechliche Weihnachtsdekoration kann auch in Eierkartons verstaut werden, mit Packpapier umwickelt oder in Butterbrotdosen eingepackt werden.

Für künstliche Weihnachtsbäume oder Tannengrün eignen sich reißfeste Beutel am besten. Die einfachste Methode ist die Umhüllung mit großen Müllsäcken, es gibt aber auch spezielle Nylonbeutel mit Reißverschluss, in denen Adventskränze und kleine Weihnachtsbäume verstaut werden können.

Lichterketten aufbewahren

Problematisch kann eine Wiederverwendung von Lichterketten werden, sollten diese nicht mit Sorgfalt vom Weihnachtsbaum entfernt worden sein. Damit die weihnachtliche Vorfreude nicht durch eine verknotete Lichterkette aus dem Vorjahr getrübt wird, sollte diese nach Gebrauch immer ordentlich zusammengelegt werden.

Ein Aufrollen auf ein Holzbrett oder das Zusammenbinden mit Klebeband können einen lästigen Kabelsalat verhindern. Auch bei elektrischen Lichterketten ist eine trockene Aufbewahrung höchste Priorität.

Tipps zum Christbaumschmücken

  • Rund um den Christbaum - Tradition, Arten und Tipps zum passenden Christbaumschmuck

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Atmospheric Christmas window sill decoration © Jag_cz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Frohe Weihnachten © Derkie - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Happy small girl in santa hat have a christmas © fotoskaz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: weihnachtskugeln © FrankU - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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