21. Juli 2009
In vielen Gegenden ist das Grundwasser so kalkhaltig, dass sich in Blumentöpfen unschöne weiße Ränder bilden. Diese Kalkablagerungen sind zwar oft hartnäckig, lassen sich aber mit bestimmten Reinigern und alten Hausmitteln gut entfernen. Mit wenig Aufwand sind die Blumentöpfe nach der Entkalkung wieder wie neu.
Bevor Reinigungsmittel zum Einsatz kommen, kann der Versuch unternommen werden, verkalkte Blumentöpfe mit einer Drahtbürste abzuschrubben. Diese Vorgehensweise ist allerdings je nach Intensität der Verkalkung mit viel Arbeit verbunden, da oft lange und hart geschrubbt werden muss. Zudem können Kalkreste, die sich zum Beispiel in den groben Poren von Terrakotta-Blumentöpfen festgesetzt haben, mit dieser Methode nicht restlos entfernt werden.
Eine bewährte Möglichkeit, hartnäckigen Kalk aus Tontöpfen zu entfernen, ist der Einsatz von Zitronensäure oder Essigreiniger. Zitronensäure ist in Pulverform erhältlich und kann in Wasser aufgelöst und anschließend mit einer Bürste auf die Kalkränder aufgetragen werden. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann der Blumentopf ausgespült und je nach Erfolg ein zweites Mal behandelt werden. Auch Essigreiniger ist ein guter Kalklöser. Die Geruchsbelästigung ist hier allerdings höher als bei Zitronensäure.
Weitere bewährte Hausmittel sind das Einweichen des Blumentopfes in verdünnte Natronlösung oder das Einreiben mit rohen Kartoffeln und das anschließende Abschrubben des Blumentopfes. Sind Kalkablagerungen noch nicht oder erst im Anfangsstadium vorhanden, lohnt es sich, die Töpfe in regelmäßigen Abständen mit Öl einzureiben. Auf diese Art und Weise wird für eine gewisse Zeit eine Resistenz gegen Kalkablagerungen entwickelt.
Starke Verkalkungen können im hauseigenen Backofen gelöst werden. Um ein Platzen der Ton- und Terrakotta- Töpfe zu vermeiden, müssen sie vor dem "Brennen" komplett trocken sein. Trockene Blumentöpfe kann man für eine Viertelstunde in den heißen Backofen stellen, wodurch der Kalk sich löst. Ein positiver Nebeneffekt dieser Methode ist die vollständige Abtötung von Keimen und Pilzen.
Am wenigsten Arbeit macht das Eingraben der verkalkten Blumentöpfe in Erde oder das Versenken in Regenwasser, das zum Beispiel in einer Regentonne gesammelt wird. Bis ein Erfolg erzielt wird, können allerdings ein paar Tage bis drei Wochen vergehen. Wenn die Entkalkung nicht eilt, ist diese natürliche Reinigung auf jeden Fall eine Alternative zum aufwendigen Schrubben.
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