Merkmale, Unterschiede und Vorteile von Daunen- und Federbettdecken

Nahaufnahme weiße Feder, Daune

Eigenschaften von Bettdecken aus Federn und Daunen

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Daunen sind ausschließlich Unterfedern von Vögeln. Federn bilden an der äußeren Vogelhaut das Gefieder. Für Bettdecken wird oftmals ein Mix aus beidem verwendet. Daunen- und Federbettdecken zählen zu den beliebtesten Bettdeckenarten. Besonders die verschiedenen Gewebearten wie Mako, Inlett sowie die Einschütte spielen eine Rolle. Informieren Sie sich über die Merkmale, Unterschiede und Vorteile von Daunen- und Federbettdecken.

Die Bettdecke wird umgangssprachlich auch als Oberbett oder als Zudeckbett bezeichnet. Sie ist als Zudecke eine Decke, mit der sich der Liegende zudeckt.

Das Zudeckbett, in Deutschland am häufigsten Oberbett oder Federbett genannt, besteht aus der Hülle und der Einfüllware. Die Hülle ist die Einhüllung, und zur gängigen Einfüllware gehören ganz allgemein Federn.

Das ist der eigentliche Ursprung für die Bezeichnung Federbett.

Federn sind die einzelnen Bestandteile des Vogelgefieders. Als Federkleid bildet es die äußere Oberfläche des Vogels. Zur Einfüllware für Bettdecken werden überwiegend Enten- sowie Gänsefedern verwendet.

Herkunft der Einfüllware

Die Daune ist keine Feder. Der Unterschied zur Feder sind unter anderem die Form und die Herkunft. Eine Daune stammt aus dem so genannten Untergefieder, im Gegensatz zur Feder aus dem äußeren Gefieder.

Der Daunenkiel als Federsteg ist bei jeder Daune sehr kurz bis hin zu kernförmig. Als geschütztes Untergefieder sind die Federäste weich und lang. Die Daunen werden am lebenden Vogel insofern durch das äußere Gefieders geschützt.

Als Einfüllware werden auch Daunen fast ausschließlich von Enten und Gänsen verwendet. So wie die weichen Daunen den Vogelkörper direkt an der Haut wärmen, so wärmend sind sie im Federbett als Einfüllware.

Sie sind für die Tiere der ideale bis hin zu notwendige Temperaturschutz. Die Eiderente schützt mit den Daunen, also mit dem Untergefieder, ihre Brut.

Daunen-Feder-Gemisch

Für die Qualität und eine damit verbundene Wärmewirkung des Federbettes ist der Daunenanteil entscheidend. Handelsüblich ist ein Gemisch aus Daunen und Federn.

Für den Kunden ist die prozentuale Aufteilung wissenswert. Daunen sind, auch aufgrund ihrer Verfügbarkeit, deutlich teurer als Federn aus dem äußeren Gefieder.

Eine reine, also hundertprozentige Daunendecke ist somit am wärmsten, gleichzeitig aber auch am teuersten. Die Tatsache, dass Eiderenten mit den Daunen ihre empfindliche Brut wärmen und schützen, zeigt die hohe Wärmewirkung dieser Daunen.

Füllkraft

Durch ihre Elastizität sowie durch die Gleichförmigkeit von Federstegen und Federästen haben die Daunen eine hohe Füllkraft. Je dichter die Einfüllware ist, umso wärmer und weicher ist das Federbett.

Aufgrund dieser Wärmeentwicklung gegenüber den "normalen Federn" aus dem Obergefieder von Enten und Gänsen kann bei der Einfüllware aus Daunen gespart werden. Dadurch verringert sich bei unveränderter Wärmewirkung das Gewicht des Federbettes. Der Liegende empfindet es als besonders angenehm, sich mit einem leichten und doch wärmenden Federbett zuzudecken.

Eine Mischung von achtzig oder neunzig Prozent Daunen und zehn beziehungsweise zwanzig Prozent Federn ist eine recht gute Zudeckbettqualität. Die wird, zusammen mit dem Preis von Federn und Daunen, auch durch eine artgerechte Tierhaltung beeinflusst.

Artgerechte Tierhaltung

Einer der Grundsätze lautet: Mast ohne Hast. Der ausreichend freie Auslauf als Weidetier und die damit verbundene natürliche Fütterung wirken sich auf die Qualität des Gefieders aus. Jede einzelne Feder und Daune ist buchstäblich gesünder.

Eine natürliche Haltung von Enten und Gänsen ist zeit- sowie kostenintensiv. Der Kunde bezahlt diesen Mehraufwand indirekt durch einen höheren Preis für die Einfüllware seines Federbettes.

Bei Daunen und Federn von Tieren aus artgerechter Haltung sollte auf das Prüfzeichen KB für "kontrolliert biologisch" geachtet werden. Das danach folgende A steht für Anbau, ein T für Tierhaltung.

Federn und Daunen von Gänsen sind im Handel deutlich teurer als die von Enten. Um ein Zudeckbett als Daunenbett zu bezeichnen, muss die Einfüllware mindestens aus sechzig Prozent Daunen bestehen. Ist der Prozentsatz geringer, handelt es sich um ein Federbett im tatsächlichen Sinne.

Einfüllwaren werden in den meisten Fällen gemischt und vermischt - also Enten und Gänse sowie Federn und Daunen von einem oder von beiden Tieren. Ausgewählt werden kann aus insgesamt sieben Güteklassen.

Letztendlich wird die Herkunft der Enten und Gänse auch als ein Werbeargument für die Federn- und Daunenqualität genannt. Gänse aus Kanada oder aus Sibirien leben in einem sehr kalten Klima. Ihr Ober- und Untergefieder ist besonders hochwertig, weil es die dort lebenden Tiere auch vor Minustemperaturen von bis zu vierzig oder fünfzig Grad Celsius schützen, sprich wärmen muss.

Daunendecken sind kuschelig weich
Daunendecken sind kuschelig weich

Im Folgenden gehen wir auf die Eigenschaften von Federn und Daunen einmal genauer ein...

Wichtige Begriffe in Sachen Federn und Daunen

Der Verband Deutsche Daunen- und Federindustrie mit Sitz in Mainz unterscheidet in Wasser- sowie Landgeflügel. Enten und Gänse sind Wasservögel - zu den Landvögeln gehören Hühner und Truthühner. Dementsprechend werden die Enten- und Gänsefedern als Wassergeflügelfedern bezeichnet.

Daunen

Daunen sind das Untergefieder von Wassergeflügel. Sie sind weich, flauschig und haben weder einen Federschaft noch einen Federsteg. Die Federn bilden das Außengefieder beim Wassergeflügel.

Der mittlere Kiel ist gut bis hin zu stark entwickelt. Dadurch wird die einzelne Feder stabil, gleichzeitig aber auch unelastisch. Unter dem Oberbegriff "Wassergeflügelfeder" werden somit die Federn, also das äußere Gefieder der beiden Wasservogelarten Enten und Gänse subsumiert.

Eiderdaunen

Analog dazu werden die Daunen als Wassergeflügeldaunen definiert. Hier haben die Eiderenten mit ihren besonders weichen Daunen eine Sonderstellung. Im Gegensatz zu allen anderen Federn und Daunen werden die Eiderdaunen nicht gerupft, sondern aus den Nestern der Eiderenten im Anschluss an die Brut gesammelt.

Neue und bearbeitete Daunen

Federn beziehungsweise Daunen sind dann neu, wenn sie im Anschluss an die Rupf noch nicht als Einfüllware verwendet worden sind. Ist das der Fall gewesen und werden diese Federn oder Daunen nach Waschen, Trocknen und hygienischer Behandlung erneut eingefüllt, dann ist das eine wiederaufbereitete Einfüllware. Als "bearbeitet" werden Daunen und Federn bezeichnet, wenn sie gewaschen, getrocknet und hygienisch behandelt, aber noch nicht verwendet worden sind.

Rupfen

Außer bei Eiderenten werden sowohl Daunen als auch Federn gerupft. Rupfen heißt Zupfen, Herausziehen oder auch Entfernen. Unterschieden wird in die Lebend- sowie in die Schlachtrupf.

Die Lebendrupf, also das ruckartige Herausziehen aus dem Körper des lebenden Tieres, wird in der heutigen Zeit weltweit als Tierquälerei empfunden und weitestgehend geächtet. Die meisten Hersteller und Händler garantieren und werben damit, dass die von ihnen verwendeten Daunen- und Federwaren aus der Schlachtrupf stammen.

Wenn überhaupt, dann ist die Lebendrupf während der Mauser konzediert. Da das nicht kontrollierbar ist, wird allein deswegen die Lebendrupf gemieden.

Sieben Klassen der Einfüllwaren

Die Europäische Norm DIN 12934, kurz EN 12934, teilt die Einfüllware für Bettdecken mit Daunen und Federn in insgesamt sieben Klassen ein. Ausgangspunkt ist in jeder Klasse der prozentuale Anteil an Daunen, also der qualitativ besseren Einfüllware.

  • Die ersten drei Klassen, die besten Klassen I bis III, beziehen sich ausschließlich auf Einfüllwaren von Enten und Gänsen als Wassergeflügel.
  • In den danach folgenden Klassen IV bis VII sind die Daunen und Federn sowohl von Wasser- als auch von Landgeflügel erfasst.

Die Euronorm bezeichnet jede Einfüllware außer den Daunen als "andere Elemente". Das können Federn von Enten oder Gänsen, oder aber ein Mix aus beidem sein.

In der Klasse I beträgt der Daunenanteil an der Einfüllware fünfundneunzig Prozent und mehr. In der Klasse II liegt der Anteil bei mindestens fünfundachtzig Prozent, und in der Klasse III kann der sonstige Anteil mehr als fünfzehn Prozent betragen.

Diese Spezifizierung setzt sich in gleicher Weise in den Klassen IV bis VI fort - sie gilt hier für Wasser- und Landgeflügel gemeinsam. Die letzte Klasse VII ist in ihrer Zusammensetzung nicht spezifiziert. Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Klassen, der Einteilung in Daunen und Federn sowie einer Differenzierung nach den Geflügelarten kann der Kunde seine Einfüllware recht genau bestimmen.

Die Fülleigenschaften von Federn und Daunen

Das Oberbett, mit dem der im Bett Liegende sich zudeckt, sollte mehrere Eigenschaften haben. Es muss ausreichend groß sein, es sollte wärmen und trotzdem nicht allzu schwer sein.

Als geradezu ideal wird ein leichtes Zudeckbett empfunden, das im Sommer angenehm frisch ist und bei kälteren Temperaturen wärmt. Unter der Bettdecke sollte ein gleichbleibendes Schlafklima herrschen.

Wie gut und zufriedenstellend das letztendlich gelingt, wird ganz maßgeblich durch die Auswahl der Einfüllware und deren Eigenschaften bestimmt. Gängig sind Federn und Daunen von Enten oder Gänsen, dem so genannten Wassergeflügel. So verschiedenartig wie Federn und Daunen am Tierkörper sind, so unterschiedlich verhalten sie sich auch als Einfüllware.

Füllkraft von Daunen

Daunen bestechen durch ihre besondere Füllkraft. Die Umhüllung wird durch die kleinen und elastischen Daunen buchstäblich ausgefüllt. Im Anschluss an die Belastung durch das Einhüllen des Liegenden mit der Bettdecke erhält das Daunenzudeckbett seine ursprüngliche Form zurück.

Praktisch ausgedrückt: Das Daunenbett kann wunschgerecht um den liegenden Körper geschlungen werden. Spätestens beim anschließenden Aufschütteln nimmt es seine originäre Form ein.

Die Einfüllung verteilt sich wieder gleichmäßig, die Filamente verbinden sich miteinander. Sie umhüllen die Luft, und die so entstehenden Lufträume konservieren die Wärme.

Filamente sind einzelne Fasern. Daunen bestehen aus unzähligen Filamenten. Nur mikroskopisch lässt sich die Füllkraft der Daunen mit den Filamenten in ihrer Gesamtheit als Einfüllung erkennen.

Entendaunen

Bettdecken mit Entendaunen sind am günstigsten, fallen aber auch in Sachen Qualität auf den letzten Platz. Sie sind sehr klein und haben keinen besonders guten Wäremeffekt. Ein Temperaturausgleich kann nur im geringen Maß erzielt werden.

Gänsedaunen

Am häufigsten fällt die Wahl auf die hochwertigen Gänsedaunen; besonders das gute Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausschlaggebend. Beim Kauf sollte auf gute Qualität geachtet werden, die man besonders durch die Tierhaltung erkennt: gute Haltungsbedingungen mit Freilauf, frischem Wasser und hochwertigem Futter sorgen für größere und ebenso hochwertigere Federn, die wiederum in ihrer Funktion überzeugender sind.

Eiderdaunen

Naturbedingt ist die Füllkraft von Gänsedaunen höher als die von Entendaunen, mit Ausnahme der Eiderente. Deren Daunen sind deswegen füllender und auch wärmender, weil sie der Eiderente nicht nur als wärmender Körperschutz, sondern in erster Linie als Schutz für die Entenbrut dienen.

Eiderdaunen gelten als qualitativ hochwertigste Art der Daunen. Die Enten leben vorwiegend in Grönland und Island. Sie stehen unter Schutz, und nur die ausgefallenen Federn dürfen eingesammelt und genutzt erden.

Je höher der Anteil an Gänsedaunen ist, umso wärmender ist deren Fülleigenschaft. Die wird auch durch die Region beeinflusst, in der die Ente oder Gans als Wassergeflügel gelebt hat. Je arktischer die klimatischen Verhältnisse gewesen sind, umso hochwertiger sind die Daunen und Federn.

Das Ober- und Untergefieder hat die Körper der Tiere ungeachtet der Kälte erwärmen und dauerhaft warmhalten müssen. Wenn diese Daunen und Federn auch noch frisch, also unbehandelt sind, dann profitiert der Benutzer ganz besonders von der Eigenschaft seiner Einfüllware.

Unterschiedliche Strukturen von Daunen und Federn

Daunen und Federn haben eine eigene, ganz unterschiedliche Struktur. Die Daune ist eine Daune, sie kann nicht zu einer Feder werden oder wachsen.

Anstelle des Federkiels hat die Daune einen punktförmigen Kern. Dadurch ist sie elastischer und vor allem deutlich leichter als jede Feder. Sie hat mehr Volumen und entwickelt so eine höhere Füllkraft.

Im Gegensatz zur dreidimensionalen Daune ist die flache Feder zweidimensional. Mittig hat sie einen durchgängigen Federkiel, von dem aus beidseitig die Federhärchen abzweigen.

Der Kiel einer ausgewachsenen Gänsefeder ist rund und stumpf, der einer vergleichbaren Entenfeder stark gebogen, und zum oberen Federende hin spitz zulaufend. Diese ausgeprägten Formen zeigen deutlich den Gegensatz zu Daunen.

Füllkraft von Federn

Mit ihrem durchgehenden Federkiel federn die Federn nach einem Zusammendrücken wieder zurück. Für Einfüllwaren werden Federn in einer Länge von bis zu etwa fünf oder sechs Zentimetern verwendet.

Zur Fülleigenschaft gehört auch die Spannkraft der Federn. Kräftige Federn entwickeln mit ihrem dementsprechenden Federkiel eine stärkere Spannung. Die schafft Festigkeit, macht die Bettdecke aber nicht unbedingt leicht und anschmiegsam.

Das ist einer der Gründe für das gewohnte Mischverhältnis aus Federn und Daunen. Als eine fedrige Daune wird ein handelsübliches Mischverhältnis von sechzig Prozent Daunen und vierzig Prozent Federn bezeichnet. Für eine solche Fülleigenschaft ist auch mitbestimmend, ob Daunen und Federn von derselben Wasservogelart Ente oder Gans abstammen, oder ob auch hier vermischt worden ist.

Die Bezeichnung "Halbdaune" ist bei einem Verhältnis von fünfzehn Prozent Daunen zu fünfundachtzig Prozent Federn recht irreführend. Wenn reine Daune nach der EN 12934 hundert Prozent Daunen sind, dann erwartet der Kunde eine logische Hälfte von – zumindest etwa – fünfzig Prozent.

Gesundes Schlafklima: Vorteile für Allergiker

Die Allergie ist eine Abwehrreaktion des menschlichen Immunsystems. Es ist die biologische Abwehr auf Umweltstoffe, die Allergene. Bett und Bettenwaren wie die Bettdecke müssen dem Allergiker ein gesundes Schlafklima bieten.

Gutes Schlafklima für Allergiker
Gutes Schlafklima für Allergiker

Allergene verstecken sich überall

Eine Allergie reicht von dem eher lästigen Unbill bis hin zu einer medizinischen Erkrankung, die behandlungsbedürftig ist. Art und Zahl der Allergene sind sehr vielfältig.

In vielen Fällen ist es den Betroffenen nicht möglich, den Auslöser für ihre Allergie festzustellen. Die kann von Minute zu Minute auftreten.

Das Bett mitsamt seinem Zubehör an Bettenware und Bettwäsche ist der Ort für einen täglich vielstündigen Aufenthalt. Auf dem Unterbett wird gelegen, und mit der Bettdecke als dem Oberbett wird der Körper bedeckt.

Die Bettdecke hat also während der gesamten Liegezeit einen direkten Kontakt zum Körper. Der ist zwar in der Regel mit einer Schlafkleidung bedeckt - für den Allergiker ist das jedoch erfahrungsgemäß nicht ausreichend.

Das Allergen muss gefunden werden. Noch besser ist es, wenn das Schlafklima so gestaltet werden kann, dass die Allergie weitestgehend eingedämmt wird. Zum gesunden Schlafen gehört eine jederzeit saubere, gewaschene Bettdecke mit ihrer Einfüllung und dem Bettbezug.

Wäsche von Bettdecken

Einfüllwaren wie Daunen von Enten oder Gänsen sollten maschinell getrocknet werden. Maschinell waschbar sind sie im Schonwaschgang bei sechzig Grad Celsius.

Maschinelles Trocknen sowie das damit verbundene Rotieren lockern die feinen und weichen Daunen auf - ein Verklumpen wird vermieden. Eine auf diese Weise regelmäßig gereinigte Bettdecke ist die Basis für ein gesundes Schlafklima.

Der Allergie entsprechend die Füllware wählen

Beim Auswählen der Einfüllware für die Bettdecke ist die Allergie mitentscheidend. Der eine ist gegen Tierhaare allergisch, der andere gegen Naturfasern.

Dementsprechend bieten sich als Einfüllware Daunen oder Federn, oder eine Mischung aus beiden an. Der Benutzer kann sich hier an der Klassifizierung orientieren, welchen Anteil von Daunen und Federn von welchen Wasser- oder Landvögeln er bevorzugt. Ausschlaggebend ist immer die Pflegeleichtheit mit Waschen, Trocken und ausgiebigem Lüften.

Daunendecke

Empfehlenswert ist es, eine naturbelassene Bettenfüllung auszuwählen und sie regelmäßig zu pflegen. Sofern keine ausgewiesene Allergie gegen das Keratin von Daunen oder Federn vorliegt, kann die Daunenbettdecke aus einer der ersten drei von sieben Klassen nach der Euronorm EN 12934 die geradezu ideale Lösung sein.

Daunen bilden das weiche und wärmende Untergefieder von Wasservögeln wie Enten und Gänsen. Daunen bieten alle Vorteile für ein gesundes und wärmendes Schlafklima.

Wie jedes andere Naturprodukt müssen auch Daunen gepflegt, also regelmäßig gewaschen und getrocknet werden. Wichtig ist es, auf den Herstellernachweis mit den Gütezeichen kbA und kbT zu achten.

Sie stehen für kontrolliert biologischen Anbau beziehungsweise Tierhaltung. Die Umhüllung der Einfüllware muss vom Material her dieselben Voraussetzungen erfüllen.

Das Schlafklima unter einer Daunenbettdecke ist in jedem Alter überaus angenehm. Das Kleinkind fühlt sich in seiner Babywiege darunter ebenso wohl wie seine Eltern und Großeltern.

Hygiene ist entscheidend

Die Waschbarkeit der Decke ist entscheidend
Die Waschbarkeit der Decke ist entscheidend

Für Allergiker geeignete Bettdecken werden insgesamt unter den waschbaren Bettdecken subsumiert. Ob Baumwolle oder Baumwollfrottier, ob Hanf, Daunen oder das aus Cellulose industriell hergestellte Lyocell - für den Allergiker ist die Hygiene allesentscheidend.

Eine Hausstauballergie ist die allergische Reaktion auf Umwelteinwirkungen in geschlossenen Räumen. Sie reichen von Fasern an Teppichen oder in Gardinen bis hin zu Schadstoffen wie Weichmachern, Bakterien und Feinstaub.

Der Allergiker ist bestrebt, seine Bettdecke allergiefrei zu halten. Das geschieht einerseits durch eine dementsprechende Auswahl der Einfüllware, andererseits durch die penible Pflege.

Eine Voraussetzung dafür ist die Pflegeleichtigkeit. Wenn dieser Kreislauf durch die Auswahl der passenden Bettdecke geschaffen wird, dann erreicht der Allergiker damit das gewünschte gesunde Schlafklima.

Die allergischen Reaktionen nehmen während des Aufenthaltes unter der Bettdecke nicht zu. Bestenfalls verringern sie sich, was die Benutzung der Bettdecke umso beliebter macht.

Mako, Inlett, Einschütte - die verschiedenen Gewebearten

Für die Qualität der Bettdecke als Ober- oder Zudeckbett ist unter anderem auch die Hülle mitentscheidend. In eine dicht gewebte Umhüllung wird die Einfüllware hineingeschüttet.

Inlett

Der Einlass, also die Hüllenöffnung, wird als Einschütte oder als Inlett bezeichnet. Welcher der beiden Begriffe verwendet wird, hängt von der Gewebedichte ab.

Das Inlett ist dichter gewebt und dementsprechend hochwertiger. Bei einer gewichtsmäßig größeren und schweren Einfüllung wird das Inlett gewählt, während für leichtere Füllwaren die Qualität der Einschütte genügt.

Mako-Satin

Eine hochwertige Bettdeckenhülle für die Einfüllware ist oftmals aus Mako-Satin. Es wird in der Atlasbindung hergestellt, neben der Körper- und der Leinwandbindung eine von drei Bindungsvarianten beim Weben.

Mit der Atlasbindung werden die beim Satin so beliebte glänzende Ober- sowie die matte Unterseite erzielt. Mako ist eine ägyptische Kulturbaumwollart. Der Name ist die gebräuchliche Handelsbezeichnung für eine besonders lange und dadurch qualitativ hochwertige Baumwollfaser.

Sie wird nach Stapellänge gemessen und anhand dessen in mehrere Kategorien unterteilt. Mit mehr als drei Zentimetern Länge wird die Mako-Baumwollfaser in der höchsten Kategorie geführt. Die Bettdeckenhüllen aus Mako werden auch als Baumwollsatinhüllen bezeichnet.

Die Langlebigkeit der Bettdecke ist ganz maßgeblich von der Hülle abhängig. Wenn die Umhüllung porös oder beschädigt wird, dann ist die Bettdecke samt Einfüllware so gut wie unbrauchbar. Um dem vorzubeugen, sollte an der Qualität des Materials nicht gespart werden.

Batist

Einerseits muss das Gewebe möglichst dicht, andererseits auch atmungsaktiv, luftdurchlässig und feuchtigkeitsabsorbierend sein. Batist ist sehr feinfädig gewebt.

Das Material des Gewebes, also des Gewebten ist unter anderem Baumwolle, beispielsweise Mako. Andere Möglichkeiten für Batist sind

Eine besonders gute Hülle ist Batist aus Mako.

Die Lebensdauer der Bettdeckenhülle richtet sich auch danach, wie stark die Bettdecke beansprucht wird. Sie wird zwar durch den Bettbezug als Oberbezug geschützt - trotzdem kann die Beanspruchung durch regelmäßige Benutzung und durch vielfache allergiebedingte Reinigung überdurchschnittlich hoch sein.

Dann stellt sich die Frage, welche der beiden Möglichkeiten kostengünstiger ist: Der Kauf einer neuen Umhüllung samt Umfüllen der Einfüllware, oder der Neukauf einer Bettdecke.

Das kann pauschal weder mit Ja noch mit Nein beantwortet werden. Die individuelle Situation ist ausschlaggebend, und nicht zuletzt auch ein aktueller Preis-Leistungs-Vergleich.

Auf Schadstofffreiheit achten

Beim Material von Inlett und Einschütte muss auf eine Schadstofffreiheit geachtet werden. Auch, oder gerade Mako, also die ägyptische Baumwolle, sollte kontrolliert biologisch angebaut sein - das Gütezeichen kbA auf dem Inlett ist unverzichtbar.

Die Unterschiede in den Geweben wie Batist, Perkal oder Satin liegen in den einzelnen Bindungen. Batist und Perkal werden in der Leinwand-, Satin in der Atlasbindung gewebt.

Die Körperbindung mit ihren schräg verlaufenden Bindungslinien wird für Daunenhüllen verwendet. Für den Kunden im Fachhandel am Ort oder im Onlineshop ist es neben der ausführlichen Produkterläuterung von Bedeutung, dass der Hersteller die gängigen Gütezeichen und Zertifizierungen nachweist.

Was nicht eindeutig klar ausgewiesen ist, das kann auch nicht erwartet werden. In solchen Fällen nutzt der Hersteller den gesetzlichen Ermessensspielraum aus.

Wenn der Kunde bei der Bettenfüllung zum Beispiel den Begriff "Halbdaune" liest, dann geht er mit gesundem Menschenverstand von einem fünfzigprozentigen Daunenanteil an der Füllung aus. Beim genauen Hinsehen wird er zu seinem Erstaunen lesen, dass ein Anteil von nur fünfzehn Prozent Daunen notwendig ist. Die Lehre daraus ist für ihn, dass "halb" keineswegs immer die Hälfte sein muss.

Grundinformationen und Tipps zu Bettdecken

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: federleicht © Herbie - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Frau liegt im Bett © Meddy Popcorn - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Frau liegt im Bett © Meddy Popcorn - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: washing machine programming © Alex White - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema