Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit

Außenthermometer zeigt null Grad, im Hintergrund Herbstblätter

Wie warm und wie feucht wird es heute draußen?

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Wetter verfügt über unterschiedliche Elemente. Dazu gehören u.a. Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Lufttemperatur wird mithilfe von Thermometern, hierzulande in Grad Celsius gemessen. Bei der Luftfeuchtigkeit unterscheidet man die absolute, relative und spezifische Luftfeuchtigkeit. Man misst sie mit Hygrometern. Informieren Sie sich über die Messung von Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Lufttemperatur

Die Lufttemperatur gilt als Maß für den Wärmezustand eines Luftvolumens. Bestimmend für diesen Zustand ist die mittlere kinetische Energie von ungeordneten Molekularbewegungen innerhalb der Luft. Je mehr mittlere Geschwindigkeit sämtlicher Moleküle in einem Luftvolumen vorherrscht, umso höher fällt auch dessen Lufttemperatur aus.

Messung der Lufttemperatur

In der Meteorologie erfolgt die Messung der Lufttemperatur entweder in K (Kelvin) oder in Grad Celsius. Eine Ausnahme bilden allerdings die USA und Großbritannien, bei denen in Grad Fahrenheit gemessen wird. Um die Größenordnung der Temperatur festzulegen und sie angeben zu können, wird eine empirische Temperaturskala verwendet.

Skaladefinition

Zur Definition der Skala kommen zwei Methoden infrage. Bei der ersten Methode legt man zwei Fixpunkte fest.

Dabei handelt es sich um Werte, die in der Natur vorkommen oder sich durch Experimente reproduzieren lassen. Durch eine Prozess- oder Stoffeigenschaft, die Temperaturabhängig ist, teilt man den Abstand zwischen den beiden Fixpunkten gleichmäßig auf.

Bei der zweiten Methode ist dagegen ein Fixpunkt ausreichend. Auch bei ihm erfolgt die Definition durch eine Stoffeigenschaft, wie beispielsweise den Schmelzpunkt von Eis.

Dann legt man den Abstand bzw. die Einheitsgröße fest. In der heutigen Zeit gültig ist die Skala IST-90 (International Temperature Scale of 1990).

Funktionsprinzip

Für die Messung der Lufttemperatur kommen Thermometer oder Temperatursensoren zum Einsatz. Wichtig ist, dass der Messkörper des Thermometers ein Wärmegleichgewicht mit der Luft aufweist. So muss der Energietransport zwischen der umgebenden Luft und dem Messkörper ausgeglichen sein, damit das Thermometer dieselbe Temperatur hat wie die Luft.

Erreichbar ist dies aber nur dann, wenn man das Thermometer ausreichend ventiliert aufstellt und es vor Strahlen geschützt ist. Unter strahlungsgeschützt ist zu verstehen, dass die energiereichen, kurzwelligen Sonnenstrahlen nicht auf das Thermometer treffen und die Anzeige verfälschen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) misst die Lufttemperatur in der Regel in einer speziellen Thermometerhütte zwei Meter über dem Erdboden.

Die Lufttemperatur kann man mit einem Außenthermometer messen
Die Lufttemperatur kann man mit einem Außenthermometer messen

Einflüsse und Variabilität

Die Lufttemperatur kann von ein paar Faktoren beeinflusst werden. Dazu zählen die lokale Strahlungsbilanz sowie Mischungseffekte, die durch den Wind auftreten. Innerhalb eines Jahres ist die Temperatur Schwankungen ausgesetzt, ebenso ist sie abhängig von der Region.

Im Wüsteninnern beobachtet man dabei die höchsten Temperaturen (Hitzepol); dabei werden Temperaturen von knapp 60 Grad Celsius gemessen. Die niedrigsten Werte (Kältepol) gibt es in der Antarktis. Hier kann es zu Temperaturen von fast -90 Grad Celsius kommen.

Im Verlauf eines Jahres werden in Mitteleuropa im Januar meist die niedrigsten Temperaturwerte gemessen. Bis zum Juli nehmen die Temperaturen zu, um dann zwischen September und Dezember wieder schnell zu sinken.

Was den Tagesgang angeht, so sinken die Temperaturen in der Nacht, sobald die Sonne untergegangen ist. Um den Sonnenaufgang herum werden die niedrigsten Werte gemessen; dann steigen sie bis zur Mittagszeit schnell und ab dann langsamer an.

Befindet sich die Sonne auf ihrem Höchststand, ist es am wärmsten. Dies kann im Winter zwischen 13 und 14 Uhr sein, während man die Höchstwerte im Sommer zwischen 16 und 17 Uhr, teils erst vor 18 Uhr, messen kann. Es folgt eine rasche Abnahme in den Abendstunden sowie eine langsamere in der Nacht.

Sommerliche Hitze: Tipps zur Abkühlung für Mensch, Haustier und elektronische Geräte

Blauer Himmel mit Wolken und strahlend heller Sonne
Sky © Sergey Tokarev - www.fotolia.de

Babys, Senioren und Menschen mit hohem Blutdruck leiden besonders unter der Hitze. 20 Minuten in der lauwarmen Badewanne helfen, die Körpertemperatur zu senken. Ideal am Abend, denn die Abkühlung erleichtert das Einschlafen. Asthmatiker und Lungenkranke sollten körperliche Arbeiten auf die Morgen- und Abendstunden verschieben. Dann sind die Ozonwerte niedriger. Tagsüber ist es gesünder, sich drinnen aufzuhalten und möglichst wenig zu rauchen oder reizende Sprays zu verwenden.

Kühle Getränke sollten im Sommer immer bereit stehen. An ganz heißen Tagen schafft ein leckeres Eis Abkühlung. Was Menschen erfreut, kann der Hundemagen aber schwer verarbeiten. Um Vierbeiner bei frischer Laune zu halten, gefriert man stattdessen verdünnte Brühe zu Eiswürfeln. Wichtig: Wasser im Hundenapf mehrmals täglich erneuern.

Unter der Hitze leiden nicht nur lebendige Begleiter. Auch Handy und Tablet wollen geschützt sein. Ein heißer Akku entlädt schneller, das Display reagiert verzögert auf Berührungen. Wenn die Elektronik überhitzt wird, kann sie sogar dauerhaft geschädigt werden. Mobile Geräte gehören deshalb in den Schatten – ebenso wie der Kopf des Benutzers.

Tropische Nächte in Deutschland: So klappt es mit dem Einschlafen

Blonde Frau liegt schlafend auf der Seite in weißen Laken, von oben fotografiert
dormire © fotografiche.eu - www.fotolia.de

Wenn das Thermometer auch nachts nicht mehr unter die 20 Grad-Marke sinkt, tun sich viele Deutsche schwer mit dem Einschlafen. Klimaanlagen sind in unseren Breitengraden Mangelware. Damit es trotzdem mit dem Einschlafen klappt, sollten im Schlafzimmer einige Tipps beherzigt werden: Fast von selbst versteht sich, dass die dicken Daunen während der Tropennächte gegen eine leichte Sommerdecke ausgetauscht werden sollten - nur Not reicht es auch, ganz einfach unter einem Bettbezug zu schlafen.

Damit die Luft im Schlafzimmer halbwegs frisch ist, sollten die Fenster und Türen tagsüber fest verschlossen bleiben damit die Hitze nicht hereinkommt. Erst abends sollte gelüftet werden, wenn die kühle Abendluft für Erfrischung sorgt. Ist es immer noch zu heiß, hilft ein Standventilator, der die Luft im Schlafzimmer bewegt. Noch kälter wird es, wenn eine Schale mit Eiswürfeln vor den Ventilator gestellt wird oder ein feuchtes Tuch davor gehängt wird.

Gar nichts bringt es, sich verschwitzt ins Bett zu legen. Am besten kurz vor dem Schlafengehen noch einmal lauwarm duschen und den Körper abkühlen. Anschließend ganz einfach ohne Schlafanzug oder Nachthemd schlafen. Wer gerne bei offenem Fenster schläft, um die frischere Nachtluft zu genießen, kann sich mit Ohrenstöpseln und einer Schlafmaske vor Straßenlärm und dem frühen Sonnenaufgang schützen.

Warum der Frühling uns so gut fühlen lässt

Narzissen im Frühling
Narzissen © WernerHilpert - www.fotolia.de

Es ist kein Zufall, dass wir das vielleicht schönste Gefühl der Welt ausgerechnet nach dieser Jahreszeit benennen. Denn "Frühlingsgefühle" erleben wir jetzt ganz besonders intensiv. Kein Wunder eigentlich, schließen erblühen auch die Blumen in neuer Pracht - von der Tierwelt, die jetzt besonders emsig auf Partnersuche geht, ganz zu schweigen. Der Frühling macht alles neu, lässt uns frisch und fit fühlen - und lädt deshalb geradezu ein, uns zu verlieben.

Sonnenschein und steigende Temperaturen

Doch keine Sorge, Sie müssen kein ausgewiesener Romantiker sein, um die neue Jahreszeit aus vollem Herzen zu begrüßen! Schließlich hat der Frühling auch so noch einige Ässe im Ärmel. Beginnen wir nur bei dem herrlichen Wetter. Mit Temperaturen zwischen etwa 10 und 20 Grad Celsius (je nach Monat) schon angenehm warm, aber niemals heiß, behält er die richtige Balance aus frischer Brise und Sonnenstrahlen. Einfach das perfekte Wetter, um im Park ein Buch zu liegen oder eine tolle Radtour zu starten!

Womit wir gleich bei Punkt Nummer 3 angelangt wären, denn keine Jahreszeit eignet sich so perfekt für sportliche Aktivitäten wie der Frühling. Radeln, Joggen, Wandern gehen - all das macht jetzt besonders viel Spaß! Zum Schluss sollten Sie sich ruhig belohnen, denn ganz nebenbei bietet der Frühling natürlich auch noch die ideale Gelegenheit zum Café-Hopping inklusive Leute gucken!

Den Frühling genießen

Und dann wären da noch die tollen neuen Klamotten, mit denen uns die zahlreichen Fashion Shows zu Beginn des Frühlings locken, all die leichten Köstlichkeiten, die wir jetzt so gern genießen, und natürlich die herrlichen Blumen, Blüten und Knospen, die jetzt an jeder Straßenecke sprießen. Kurzum, der Frühling ist einfach eine ganz und gar zauberhafte Zeit - und leider viel zu schnell vorbei. Genießen wir ihn also jetzt in vollen Zügen!

Tropische Temperaturen in Deutschland: So lässt sich die Hitze überstehen

Männerhände am Grill, im Hintergrund Mutter mit zwei Töchtern am Tisch
Familie beim Grillfest © Kzenon - www.fotolia.de

Beim abendlichen Public Viewing sind die aktuell hohen Temperaturen sicher hoch willkommen, doch tagsüber leiden viele Menschen unter der sommerlichen Hitze mit über 30°C.

Den Körper von innen und außen schützen

Experten raten dazu, beim Aufenthalt im Freien stets auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten: Neben hautbedeckender Kleidung, einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille gehört auch Sonnencreme dazu - mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20.

Beim Auftragen der Sonnencreme sollte nicht gegeizt werden: Pro Person sind etwa drei bis vier Esslöffel notwendig um den Körper ausreichend zu schützen. Wer sich schlapp fühlt, sollte sich möglichst nur im Schatten aufhalten.

Ganz wichtig ist es auch, ausreichend zu trinken - und zwar vor allem Wasser. Kaltes Bier erfrischt zwar auch, doch literweise genossen, macht es sich schnell auf den Hüften bemerkbar.

Beim Grillen sollte möglichst fettarmes Fleisch wie Steaks, Nackenkoteletts oder Geflügel verwendet werden. Auf gar keinen Fall darf gepökeltes Fleisch wie Kassler oder Speck gegrillt werden, da das Pökelsalz krebserregende Nitrosamine bildet, wenn es erhitzt wird.

Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass das Fleisch wirklich durchgegrillt wird, da sich bei Hitze schnell Keime im rohen Fleisch bilden. Vorsicht ist auch bei Speiseeis, Milch und rohen Eiern geboten.

Um die lästigen Mücken und Fliegen von der Terrasse fern zu halten, ist Zitronenduft ideal - den mögen die Plagegeister gar nicht. Im Handel sind spezielle Kerzen mit Zitronella erhältlich, dessen Dämpfe schützen.

Typische Krankheiten im Winter - bei Kälte sind nicht nur Erkältungen besonders gefährlich

Kalte Temperaturen und ihre vielseitigen Auswirkungen auf den menschlichen Körper

Grafik blaue Schneeflocke im Schnee
snowflake © Olga Lyubkina - www.fotolia.de

Sinken die Temperaturen gegen 0 und noch weiter, hat wieder die Zeit des Frierens angefangen. Da heißt es, sich angemessen anziehen und hoffentlich der klassischen Erkältung entgehen. Doch bei Kälte sind es nicht nur Atemwegsinfekte, die gern die Runde machen, sondern auch andere Krankheiten.

Blasenentzündungen

Ein häufiges Problem im Winter sind Blasenentzündungen. Diese holt man sich nicht nur, wenn man leichtsinnig auf kalten Flächen sitzt, sondern dann, wenn man zu wenig Wasser trinkt. Im Winter ist tückischerweise das Durstempfinden schwächer als im Sommer und dennoch braucht der Körper viel Flüssigkeit.

Er verbraucht viel Wasser, um die Temperaturschwankungen zwischen kalter Außenluft und warmen Räumlichkeiten zu verarbeiten. Entsprechend führt wenig Trinken dazu, dass zu wenig Flüssigkeit in der Blase ankommt und schon haben Bakterien ein leichtes Spiel.

Asthma und Arthrose

Auch wer beispielsweise an Asthma leidet, muss im Winter besonders aufpassen. Die kalte Atemluft reizt die empfindlichen Atemwege zusätzlich und der Wechsel in beheizte Räume kann das Leiden noch einmal verstärken.

Viele Menschen bemerken zudem im Winter zum ersten Mal die Symptome einer Arthrose. Ein beginnender Gelenkverschleiß macht sich in der Kälte bemerkbar, da Gefäße und Muskeln sich zusammenziehen und mit größerer Kraft auf die Gelenke drücken.

Migräne und Herzleiden

Das Zusammenziehen der Blutgefäße bei Kälte ist gleichzeitig für Migräne-Patienten ein Problem. Viele erleben typischerweise im Winter öfter eine Attacke. Hier kann jedoch schon das Tragen einer Wollmütze helfen.

Auch Menschen mit einem Herzleiden sollten im Winter besonders vorsichtig sein. Durch Kälte verengte Gefäße können für sie sonst sogar zur Lebensgefahr werden.

Kälteallergie

Wenig bekannt ist die Tatsache, dass es sogar eine Kälte-Allergie gibt. Noch ist sie nicht ausreichend erforscht, doch tatsächlich reagieren manche Menschen mit einem sichtbaren Ausschlag und einem im Blut nachweisbar hohen Histamin-Wert. Sie sollten die Kälte so gut es geht meiden.

Sonne satt - die zehn Urlaubsziele mit dem besten Wetter

Ideale Wetterbedingungen herrschen bei einer Temperatur von 20°C und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent

Mann reitet auf Kamel, hat weiteres Kamel an Leine an Strand mit Meer
Marokko Reise © Thaut Images - www.fotolia.de

Was ist das beste Wetter und wo findet man es? Diesen Fragen widmet sich der amerikanische Autor Ed Darack. Für seine Suche nach den Orten mit optimalem Wetter hat der Fotograf zahlreiche Studien verglichen und alle Kontinente bereist.

Das ideale Wetter

Am wohlsten fühlt sich der Mensch laut wissenschaftlichen Studien bei 20 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Klettern die Temperaturen höher, nehmen auch Reizbarkeit und Aggressionen zu. Die geistige Leistungsfähigkeit sinkt dagegen.

Je nachdem, in welcher Region wir aufgewachsen sind, mögen wir zudem einen Wechsel der Jahreszeiten – oder das klimatische Gleichmaß, mit dem die meisten Menschen sich gut arrangieren können. Wetterextreme, Stürme und Wolken sind wiederum bei allen unbeliebt.

Die idealen Orte

Der besten Orte zum Reisen und Leben sollten demnach ganzjährig mildes Wetter bieten.

  1. Auf Platz 1 des weltweiten Rankings landete dabei das chilenische Vina del Mar, an einer Bucht im Pazifik gelegen.

  2. Ebenfalls traumhafte Punktzahlen erreicht Las Palmas, die Hauptstadt von Gran Canaria.

  3. Wer von den Kanaren einen Sprung auf das afrikanisches Festland macht, landet auf Platz 3 der Wetterparadiese: die Nordwestküste Marokkos.

Rang 4 bis 6 gehen allesamt nach Europa

  1. von dem Städtchen Sassari auf Sardinen
  2. über Barcelona
  3. bis nach Lissabon.

Ebenfalls bestes Wetter finden Reisende an der kalifornischen Küste

  1. bei San Diego
  2. rund um Adelaide
  3. und Manjimup in Australien

  4. sowie am Westkap in Südafrika.

Bei kaltem Wetter sterben mehr Menschen als bei Hitze

Die für die Gesundheit günstigste Temperatur liegt Daten zufolge bei etwa 22 Grad

Thermometer bei unter 0 Grad Celsius
Thermometer Frosty © ktsdesign - www.fotolia.de

Extreme Temperaturen sind gefährlich für den Menschen, da sie den Kreislauf belasten. Doch zu den meisten Todesfälle kommt es bei plus acht Grad Celsius. Das haben Wissenschaftler vom Hygiene- und Tropeninstitut in London herausgefunden.

Für ihre Studie werteten sie 74 Millionen Todesfälle zwischen 1985 und 2012 aus 13 Staaten aus. Die Ergebnisse verknüpften sie mit einer für jedes Land einzeln berechneten Idealtemperatur.

Todesfälle und Temperatureinfluss

In fast allen Staaten kamen die meisten Menschen bei einer Temperatur um acht Grad ums Leben. Den zweithöchsten Wert registrierten die Forscher bei 25 Grad. Relativ wenige Todesfälle gab es dagegen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und bei mehr als 30 Grad.

Die für die Gesundheit günstigste Temperatur lag den Daten zufolge bei etwa 22 Grad. Insgesamt ist Kälte gefährlicher für den menschlichen Organismus als Hitze. So erfolgten 7,29 Prozent aller Todesfälle bei niedrigen Temperaturen, bei Wärme dagegen lediglich 0,42 Prozent.

Kritik an der Untersuchung

Chinesische Wissenschaftler, die sich ebenfalls mit dem Thema befassten, kritisierten die Untersuchung. Wichtige Faktoren für die Analyse von Todesursachen wie

  • Alter,
  • Gesundheitszustand,
  • Armut oder Reichtum oder
  • Luftverschmutzung

seien nicht mit einbezogen worden.

Hitzewelle in Deutschland – Tipps für Menschen, Tiere und das Handy

Mit diesen Tipps kommen Sie unbeschadet durch die hochsommerliche Hitzewelle

Junge, blonde Frau unter blauem Himmel trinkt Wasser aus einer Plastikflasche
Beautiful blond girl drinking water © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Temperaturen über 40 Grad - die momentane Hitzewelle setzt Mensch und Tieren zu. Auch elektronische Geräte wie Handys können Schaden nehmen. So überstehen Sie die tropischen Bedingungen.

Viel trinken, extra salzen

Durch Schwitzen kann der Körper mehrere Liter Flüssigkeit pro Tag verlieren. Diese müssen durch Trinken wieder ersetzt werden. Da mit dem Schweiß auch Mineralstoffe wie Natrium verloren gehen, darf man im Hochsommer gern ein bisschen mehr Salz ins Essen geben. Alternative: natriumreiches Mineralwasser trinken.

Anstrengungen vermeiden

Körperliche Arbeit oder Sport kann im Sommer schnell zur Überhitzung führen. Zumindest in der Mittagszeit sollten Aktivitäten im Freien deshalb eingeschränkt werden. Wer Anzeichen eines Hitzschlags bemerkt, etwa

muss dringend in den Schatten. Steigt die Körpertemperatur auf über 40 Grad, droht ein Hitzschlag.

Haustiere schützen

Tiere suchen in der Hitze instinktiv einen Schattenplatz. Mit Wasser können sie sich aber nicht allein versorgen. Tierbesitzer sollten deshalb genug Trinkschalen aufstellen. Auch die Vögel im Garten freuen sich über erfrischendes Nass. Das Wasser bitte täglich wechseln!

Menschen springen im Sommer gern in den Pool oder einen See. Für Haustiere sind kühle Bäder selten sinnvoll. Kleinere Tiere können sich schnell erkälten.

Smartphone kühl halten

Ob im Café, im Auto oder Schwimmbad – das Smartphone ist immer dabei. Im Sommer kann es für die Elektronik jedoch buchstäblich brenzlig werden. Bei manchen Modellen manchen Modellen sind Akku und Display so empfindlich, dass schon 35 Grad ausreichen, um die Bauteile dauerhaft zu beschädigen. Scheint die Sonne länger auf das Handy, kann sich außerdem das Kunststoffgehäuse verziehen.

Wer die Leistungsfähigkeit seines mobilen Begleiters erhalten möchte, legt ihn deshalb in den Schatten. Ist das Gerät doch einmal zu heiß geworden: nicht einschalten! Um einen Kurzschluss zu vermeiden, sollte man das Gerät zunächst abkühlen lassen – aber nicht im Kühlschrank.

Pflanzen gießen

Die Blumen im eigenen Garten werden meist gut mit Wasser versorgt. Viele Gemeinden rufen jedoch dazu auf, auch an die Straßenbäume zu denken. Tipp: damit das Wasser bis zu den Wurzeln vordringt, muss man mehrere Eimer Wasser geben. Besser also, Sie gießen seltener aber dafür kräftig.

Weshalb man bei Hitze ein Flimmern über der Straße sieht

Wie Luftwirbel das menschliche Auge überlisten und die Landschaft verschwimmen lassen

Silbernes Auto fährt auf Landstraße
Aussendienst © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

An besonders heißen Tagen entsteht oft der Eindruck, dass die Landschaft über der Straße verschwimmt. Diese Erscheinung ähnelt einer Fata Morgana. Der Grund liegt darin, dass sich warme und kalte Luft vermischen. Wenn die Sonne den Asphalt erhitzt, wird auch die Luft unmittelbar über dem Boden heißer. Die erwärmte Luft steigt nach oben und trifft dort auf die kalte Luft.

So entsteht das Flimmern

Die warme Luft über der Straße steigt jedoch nicht gleichmäßig auf, sondern mit ganz unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dort, wo sich die warme Luft mit der darüber liegenden kühleren Luft durchmischt, wird sie wieder schwerer und sinkt in Richtung Straße ab. Die dabei entstehenden Luftwirbel überlisten das menschliche Auge - das Flimmern entsteht.

Windstille als Voraussetzung

Was Autofahrer dort sehen, ist jedoch nicht mehr die Straße, sondern Lichtstrahlen, die vom Himmel kommen und kontinuierlich zum Betrachter hin gebrochen werden. Das Phänomen tritt jedoch nur auf, wenn es nahezu windstill ist, denn bei starkem Wind wird die Wärme sofort weggeführt.

Luftfeuchtigkeit

Bei der Luftfeuchtigkeit, auch Luftfeuchte genannt, handelt es sich um den Anteil des gasförmigen Wassers (Wasserdampf) am Erdatmosphärengasgemisch oder innerhalb von Räumen. Dagegen zählt man flüssiges Wasser wie Eis oder Regentropfen nicht zur Luftfeuchtigkeit.

Für die Meteorologie ist die Luftfeuchte eine bedeutende Kenngröße. Unterschieden wird die Luftfeuchtigkeit in absolute, relative und spezifische Luftfeuchtigkeit.

  • Die absolute Luftfeuchtigkeit (Wasserdampfdichte oder kurz Dampfdichte) beschreibt die Masse des Wasserdampfs in einem bestimmten Luftvolumen
  • Die relative Luftfeuchtigkeit beschreibt das Verhältnis zwischen aktuellem Dampfdruck sowie Sättigungsdampfdruck des Wassers über einer ebenen und reinen Wasseroberfläche
  • Die spezifische Luftfeuchtigkeit beschreibt die Wassermasse, welche in einer bestimmten Masse feuchter Luft zu finden ist

Messung der Luftfeuchtigkeit

Um die Luftfeuchtigkeit messen zu können, kommen spezielle Messgeräte, die Hygrometer genannt werden, zur Anwendung. Dazu gehören beispielsweise

  • Psychrometer
  • Taupunktspiegelhygrometer und
  • Absorptionshygrometer.
Absorptionshygrometer

Absorptionshygrometer verfügen über ein wasseranziehendes (hygroskopisches) Material. Durch die Feuchtigkeit kommt es zu einer Veränderung des Materials.

Zu den bekanntesten Messgeräten dieser Art zählt das Haarhygrometer, das oftmals ein menschliches Haar enthält. Dieses dehnt sich bei Feuchtigkeit aus.

Psychrometer

Psychrometer sind mit zwei gleichartigen Thermometern ausgestattet. Über den Temperatursensor eines der beiden Thermometer zieht man einen befeuchteten Mullstrumpf.

Auf diese Weise wird ihm Wärme durch den Verdunstungseffekt entzogen, sodass es eine niedrigere Temperatur als das trockene Thermometer anzeigt. Die Differenz der Temperatur zwischen den beiden Messgeräten dient als Maß für die relative Luftfeuchtigkeit.

Taupunktspiegelthermometer

Zu den genauesten Messverfahren für die Luftfeuchte zählt die Bestimmung des Taupunkts mit einem Taupunktspiegelthermometer. Dabei kühlt man einen Spiegel so ab, dass sich Luftfeuchtigkeit auf ihm bildet. Mithilfe eines Photosensors und einer Lichtquelle erfolgt die Bestimmung des Kondensationsmomentes.

Der Taupunkt wird als Wertepaar aus Taupunkttemperatur und dem Druck, der während des Messzeitpunktes besteht, verstanden. Auf diese Weise kann der Taupunkt problemlos in absolute Luftfeuchtigkeit umgerechnet werden.

Wetterstationen messen auch die Luftfeuchtgkeit
Wetterstationen messen auch die Luftfeuchtgkeit

Einflüsse und Variabilität

Erreicht die Atmosphäre die Maximalmenge an Wasserdampf, liegt eine Wasserdampfsättigung vor. Wie hoch die Maximalmenge ausfällt, ist von der Lufttemperatur abhängig, denn je höher die Temperatur ansteigt, desto mehr Wasserdampf lässt sich aufnehmen. Enthält ein Luftgemisch überhaupt keinen Wasserdampf, sprechen Meteorologen von trockener Luft.

Im geringen Umfang kann die Luftfeuchtigkeit auch vom Umgebungsdruck beeinflusst werden, da Gase wie etwa der Wasserdampf keine perfekt idealen Gase darstellen und es zu den so genannten Van-der-Waals-Kräften, schwachen Wechselwirkungen zwischen deren Molekülen kommt: je höher der Druck, desto stärker die Wechselwirkungen.

Im Rahmen des Poynting-Effekts kommt es zu Veränderungen im Molekül-Abstand. Dies führt zu Beeinflussungen der Verdunstungsrate.

Weitere beeinflussende Faktoren sind

  • die Aggregatzustände des Wassers
  • die Reinheit des Wasser sowie
  • Oberflächenkrümmung des Wassers.

Grundinformationen und Hinweise zum Wetter

  • Elemente des Wetters, deren Entstehung und verschiedene Messverfahren

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Thermometer 42 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Thermometer in der Sonne © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: digital weather station © Kostyantyn Malinovskyy - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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