Erleben Sie unvergessliche Momente auf einer Safari durch den Simien-Nationalpark

Wer sich auf eine Reise nach Afrika begibt, wird dies hauptsächlich wegen der beeindruckenden Tierwelt des Landes tun. Zahlreiche im Land befindliche Nationalparks bieten den Touristen die Möglichkeit, diese kennenzulernen. Im afrikanischen Land Äthiopien einer der schönsten Nationalparks ist der Simien-Nationalpark, auch Semien-Nationalpark oder Sämen-Nationalpark genannt. Informieren Sie sich über die besonderen Merkmale des Simien-Nationalparks.

Besondere Merkmale des Semien-Nationalparks

Geographie

Auf einer Gesamtfläche von 179 Quadratkilometern kann man in diesem Park zum einen die beeindruckendsten Tiere des Landes kennenlernen, auf der anderen Seite kommen hier aber auch Naturliebhaber voll auf ihre Kosten, denn die Landschaft ist einfach traumhaft.

Berglandschaften

Vor allem die Berglandschaften sind hier schön anzusehen - im Nationalpark befindet sich unter anderem der höchste Berg Äthiopiens, der 4.533 Meter hohe Ras Daschan Terara.

In diesen Höhen ist natürlich trotz der ansonsten sehr warmen Temperaturen auch mit Schneefall zu rechnen - die höchsten Gipfel des Bergmassives tragen meist ein weißes Kleid. In der Nacht wird es hier zudem unangenehm kalt, so sind Temperaturen um den Gefrierpunkt durchaus keine Seltenheit.

Wanderungen im Nationalpark: Landschaft und Flora

Das Gebiet ist nicht nur Tierliebhabern, sondern auch Wanderfreunden bedingungslos zu empfehlen. Die einzelnen Hochplateaus sind durch beschauliche Flusstäler voneinander getrennt. Entstanden ist diese beeindruckende Landschaft bereits vor etwa 40 Millionen Jahren durch vulkanische Tätigkeit - noch heute kann man daher hier bizarre Felsformationen und die sogenannten Turmspitzen betrachten - ein beliebtes Fotomotiv.

Ohne Zweifel zählen die durch Erosionen geformten Landschaften heute zu den beeindruckendsten auf der ganzen Welt. Bereits im Jahr 1978 wurde der Nationalpark in die Weltnaturerbeliste der UNESCO aufgenommen.

Auch die vielen Pflanzenarten lassen sich bei einer Wanderung durch den Park bestaunen. Die Berge des Nationalparks sind Teil des Pflanzendiversitäts-Zentrums. Die Anzahl der einheimischen Arten ist aktuell nicht bekannt; man vermutet fünf bis zehn Arten.

Die beeindruckende Landschaft Äthiopiens kennenlernen
Die beeindruckende Landschaft Äthiopiens kennenlernen

Die Vegetation lässt sich in vier Zonen aufteilen:

  • Afromontaner Wald
  • Hypericum-Wald
  • Afromontantes Grasland
  • Afroalpines Moorland

Die Grasland und Moorland sind beides Biome, die sich großen Höhen anpassen sowie eine Menge neuer Arten ausbilden können. Die größten Flächen des Waldes sind abgeholzt. In den Schluchten allerdings trifft man noch auf

  • Ostafrikanischen Wacholder
  • Wasserbirnen und
  • Afrikanische Olivenbäume.

Zu den anderen Pflanzen, die an Bergkämmen, Schluchtenrändern und Steilhängen wachsen, zählen beispielsweise

  • Afrikanischer Ampfer
  • Nordafrikanischer Storchschnabel
  • Thymian und
  • diverse Kletterpflanzen.

Ab 3.800 Meter Höhe gelangt man das Gebit des subalpinen Graslands. Hier befinden sich auch einige endemische Arten. Moose befinden sich noch weiter oben in der alpinen Moorlandschaft.

Tierwelt des Nationalparks

Auch die Tierwelt im Simien-Nationalpark ist einzigartig. Besonders erwähnenswert sind der Äthiopische Wolf und der Äthiopische Steinbock - beide sind vom Aussterben bedroht. Von diesen Tieren leben nur noch wenige Exemplare im Park.

Der Nationalpark wurde auch errichtet, um genau diese gefährdeten Tierarten zu schützen. Zu diesen sowie den anderen endemischen Arten zählen auch der Erzrabe sowie der Dschelada, der Blutbrustpavian.

Deutlich größer aber ist die Population von anderen Affen sowie Leoparden und Meerkatzen. Auch einige Hyänen und Schakale leben im Simien-Nationalpark.

Vogelliebhaber allerdings sollten eher die anderen Parks des Landes besuchen, denn das Artenreichtum an seltenen Vögeln ist eher begrenzt. Interessant jedoch ist das Vorkommen des Gelada-Pavians sowie des Simien-Rotfuchses - beide findet man kaum anderswo auf der Welt.

Im Nationalpark kann man diese in ihrer natürlichen Umgebung betrachten. Die beste Reisezeit für einen Besuch des Simien-Nationalparks sind die Monate von Oktober bis April.

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