23. November 2009
Eine Ehescheidung ist eine der größten emotionalen Krisen, die ein Mensch durchmachen kann. Sich das Scheitern der eigenen Ehe einzugestehen, die meist mit sehr starken Gefühlen und vielen guten Vorsätzen geschlossen wurde, fällt den meisten Menschen zurecht schwer. Bis es zur Scheidung kommt, fallen viele Verletzungen und Rückschläge an, mit denen beide Partner fertig werden müssen. Hinzu kommen Zukunftsängste und viele materielle und wirtschaftliche Fragen, die geklärt werden müssen. Auch die Sorge um die gemeinsamen Kinder und die Verteilung des Sorgerechts bereitet schlaflose Nächte.
Doch wie kann man mit all diesen Problemen und der emotionalen Belastung überhaupt fertig werden? Zuerst einmal: Nehmen Sie sich für Ihre Scheidung einen guten Scheidungsanwalt. Er wird sie in den wirtschaftlichen und sachlichen Fragen beraten, Ihnen viel Arbeit abnehmen und Sie vor Fehlern bewahren. So können Sie die nicht-emotionalen Angelegenheiten der Scheidung schon einmal auslagern und haben einen kompetenten Ansprechpartner, statt sich mit laienhaften Halbwissen durchschlagen zu müssen. Es wird Ihre Psyche entlasten, wenn Sie wissen, dass diese Aspekte so gut wie möglich behandelt werden.
Finden Sie zu einem vernünftigen Umgang mit Ihrem Noch-Ehepartner. Akzeptieren Sie die Sachlage so wie sie ist, und versuchen Sie, Ihrem Ehepartner auf einer möglichst neutralen Ebene zu begegnen. Durch Vorwürfe und emotionale Streitgespräche wird alles nur noch viel schlimmer. Wenn Ihnen ein normaler Umgang im Moment nicht möglich ist, so reduzieren Sie Ihre Kommunikation auf das Notwendigste. Wenn Sie gar nicht mehr miteinander reden könnten, dann sollten Sie sich zu Gesprächen terminlich verabreden und sie im Beisein dritter Personen führen, die Sie als Moderator und Schlichter nutzen können. Ab einem gewissen Punkt ist es auch durchaus üblich, nur noch in Anwesenheit der Anwälte oder schriftlich miteinander zu kommunizieren.
Suchen Sie sich Rückhalt in Ihrem Freundes- oder Verwandtenkreis. Bedenken Sie jedoch, dass Ihre Trennung auch für Ihre Freunde nicht unbedingt einfach ist, denn meistens müssen sie sich jetzt zwischen Ihnen und Ihrem Partner entscheiden. Gerade bei gewachsenen Strukturen ist dies häufig ein großer Einschnitt in das gesamte soziale Gebilde. Lassen Sie Ihren Freunden also Zeit. Machen Sie Ihren Partner im Freundeskreis nicht nachträglich schlecht und zwingen Sie Ihre Freunde nicht, Partei zu ergreifen. Weihen Sie nur einige wenige sehr enge Bezugspersonen in Ihre tatsächlichen Empfindungen und Probleme ein, und versuchen Sie, aus diesen Gesprächen neue Zuversicht zu gewinnen.
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