2. Oktober 2009
Frauen und Männer gehen mit Liebeskummer meist ganz unterschiedlich um. Zu diesem Thema gibt es viele bestehende Klischees, und tatsächlich werden diese in der Realität auch zum größten Teil bedient. Zwar leiden Frauen und Männer gleich stark, doch sie zeigen es unterschiedlich nach außen. Natürlich gehen nicht alle Männer gleich mit Liebeskummer um, aber einige ähnliche Verhaltensmuster sind doch zu beobachten.
Die meisten Männer igeln sich bei Liebeskummer nicht zuhause ein, so wie dies die Frauen bevorzugt tun. Im Gegenteil: Sie geben sich sogar betont lässig und verschanzen sich hinter einer wurstigen Fassade. Denn seine Gefühle allzu deutlich zu zeigen, das gilt unter Männern nach wie vor als uncool. Bestenfalls öffnet sich der vom Liebeskummer geplagte Mann einmal einer guten Freundin, aber eher nicht seinen Kumpels, schon gleich dann nicht, wenn sie in gehäufter Zahl auftreten.
Der Liebeskummer wird meist hinter einer coolen und vermeintlich unbeteiligten Fassade verborgen. Der Mann sucht die Nähe seiner männlichen Freunde und organisiert sich "echte Männerabende". Man geht zum Fußball, zum Sport oder in die Kneipe, schaut Formel 1 oder sucht sich sonstige Betätigungen, bei denen Frauen nicht anzutreffen sind. Möglicherweise holt der Mann hier einiges nach, was er während seiner Beziehung vernachlässigt hat.
Dieses Vortäuschen von Gleichgültigkeit kann tatsächlich dazu beitragen, den Liebeskummer schneller zu überwinden. Rasch kehrt wieder Normalität ein, und die Gedanken kreisen nicht mehr nur immer um die beendete Beziehung. Für den Mann ist es wichtig, dass das Leben ganz normal weitergeht. Er scheut sich im Allgemeinen zuzugeben, welche Bedeutung eine Partnerschaft für ihn hat, denn er möchte nicht als Anhängsel, sondern als die treibende Kraft wahrgenommen werden.
Viele Männer jedoch leiden auch still vor sich hin und sind zu nichts zu gebrauchen. Sie treffen sich zwar mit Freunden, wirken dann aber abwesend und still. Sie vermitteln eher den Eindruck, als würden sie nur mitgeschleppt und fühlten sich eigentlich fehl am Platze. Mit einem griesgrämigen Gesicht sitzen sie in einer Ecke und wirken so wenig attraktiv, dass ihren Freunden bald die Lust vergeht, sie weiterhin zu motivieren. Denn auch das ist typisch männlich: Der Liebeskummer des besten Freundes ist ebenfalls eine unerwünschte Emotion, der man sich besser nicht aussetzt.
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