29. September 2009
Viele Paare sprechen sich gegenseitig nicht mit dem richtigen Namen an, sondern haben sich private Kosenamen zugelegt. Dabei gibt es die verschiedensten Ursprünge und Ideen. Manche sind für den Außenstehenden sofort nachvollziehbar, andere überhaupt nicht. Wie ist das nun: Sind Kosenamen peinlich? Oder gehören sie einfach dazu?
Kosenamen, die im Rahmen einer Partnerschaft entstehen, sind meist liebevoll gemeint und werden vom Partner richtig verstanden. Solange sie innerhalb der Beziehung bleiben, können sie also gar nicht peinlich werden. Zu Irritationen kann es jedoch hin und wieder führen, wenn einem der Partner der Kosename in der Öffentlichkeit heraus rutscht. Je nach Art des Kosenamens kann es zu Lachern, verkniffenen Lachern oder zu erstaunten Blicken führen. Deshalb sollte man es nach Möglichkeit vermeiden, dieses Stück Privatleben allzu offenherzig mitzuteilen. Stellen Sie sich vor, Sie sind Chef einer größeren Abteilung, und werden bei einem Geschäftsessen von Ihrer Gattin als "Bärchen" tituliert. Autoritätsverlust ist hier so gut wie vorprogrammiert. Andererseits kann es auch ein menschliches Licht auf Sie werfen und Sie Ihren Mitarbeitern sympathischer machen.
Wer die allergrößten Fettnäpfchen vermeiden möchte, der kann dies bereits bei der Wahl des Kosenamens selbst tun. Viele Partner nennen sich gegenseitig einfach nur "Schatz". Das ist zwar nicht besonders originell und ungefähr das Gegenteil von individuell, kann aber zumindest keine größeren Peinlichkeiten hervorrufen. Auch Diminuitive oder sonstige Ableitungen vom jeweiligen Vornamen sind relativ unkritisch. Nicht nur in der Partnerschaft, sondern auch im Freundeskreis sind solche Ableitungen häufig gebräuchlich.
Richtig peinlich dagegen kann es werden, wenn die gewählten Kosenamen eindeutig ihren Ursprung im intimen Bereich haben und dieser sich auch dem Außenstehenden sofort erschließt. Was in den eigenen vier Wänden in Ordnung sein mag, kann draußen schnell peinlich werden. "Tiger" ist in diesem Zusammenhang noch ein vergleichsweise harmloses Beispiel.
Sehr amüsant sind auch andere Ableitungen aus dem Tierreich. Nennt eine Frau ihren schwergewichtigen Gatten zum Beispiel in der Öffentlichkeit "Maus" oder "Hase", dann trägt das schnell zur Erheiterung der Zuhörer bei. Als totale Entgleisung kann dann die weiterführende Version gewertet werden, wenn die Dame in Anwesenheit ihres Gatten etwas über ihn erzählt, und dabei Sätze bildet wie "Der Hase sagt immer..." Bevor Sie in dieses Fettnäpfchen treten, denken Sie lieber einmal über die Außenwirkung ihrer Worte nach.
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Schatzi, Spatzi, Weilliwüppchen, Affenschwanz... Kosenamen sind in aller Munde. Jeder sagt sie, jeder hat sie, a...