9. November 2009
Möchten Sie heiraten? Dann wissen Sie möglicherweise schon ganz genau, welche Art von Trauung Sie sich wünschen. Vielleicht sind Sie aber auch noch unsicher, welche Trauung die richtige für Sie ist. Oder Sie oder Ihr Partner gehören einer Glaubensrichtung an, die nicht jede Trauungszeremonie gestattet? Einen kleinen Überblick haben wir hier für Sie zusammen gestellt.
Die standesamtliche Trauung
Damit eine Ehe in Deutschland auch rechtsgültig ist, muss sie auf dem Standesamt und vor dem Standesbeamten geschlossen und von ihm beglaubigt werden. Die Ehepartner unterzeichnen dazu einen gesetzlichen Ehevertrag. Erst mit dem Eintrag in die amtlichen Register ist die Heirat rechtsgültig und nachprüfbar. Um eine standesamtliche Trauung zu beantragen, bestellt man beim Standesamt das Aufgebot. Hierzu sind verschiedene Papiere - wie zum Beispiel die Geburtsurkunden beider Partner - notwendig. Wenn Sie zum Beispiel bereits geschieden sind, aus einem anderen Land stammen oder keinen Zugriff mehr auf Ihre Geburtsurkunde erlangen können, dann wird Ihnen der Standesbeamte genau mitteilen, welche Unterlagen Sie mitbringen müssen.
Die standesamtliche Trauung selbst findet dann zu einem vereinbarten Hochzeitstermin auf dem Standesamt statt. In seltenen Fällen kann der Standesbeamte auch entscheiden, die Trauung an einem anderen, von Ihnen gewünschten Ort durchzuführen. Verlangen können Sie dies von ihm jedoch nicht. Die standesamtliche Trauung besteht meist aus einer Begrüßung und einer kurzen Ansprache. Dann wird das Eheversprechen abgenommen, die Ringe werden getauscht und die Verträge werden unterzeichnet. Trauzeugen sind zugelassen, aber keine Pflicht. Ob und wieviele Traugäste das Hochzeitspaar mitbringt, bleibt ihm selbst überlassen.
Die kirchliche Trauung
Die kirchliche Trauung ist eine Heirat vor Gott und spielt in Deutschland bürokratisch keine Rolle. Sie gilt als Zeremonie ohne gesetzlichen Hintergrund. Dennoch ist sie für viele Paare, vor allem religiöse oder gläubige Paare, sehr wichtig. Sie bildet meist den Höhepunkt einer romantischen Hochzeit. Alle Hochzeitsgäste versammeln sich in der Kirche, wo der Bräutigam am Altar auf seine Braut wartet. In einem feierlichen Einzug wird die Braut von ihrem Vater vor den Altar geleitet und dort dem Bräutigam übergeben. Der Pfarrer übernimmt die Trauung, die von einer Predigt begleitet wird. Gemeinsam mit den Anwesenden wird für das Brautpaar gebetet und gesungen. Häufig leisten auch die Gäste einen Beitrag in Form von Fürbitten. In einer feierlichen Zeremonie mit Ringetausch traut der Pfarrer das Paar vor Gott.
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