Kriterien einer guten Freundschaft - Wie lassen sich gute Freundschaften pflegen?

Zwei Freundinnen sitzen lachend nebeneinander

Woran erkennt man eine gute Freundschaft und wie kann man zu seinen Freunden auch über Jahre Kontakt halten?

Haben Sie einen großen Freundeskreis und viele Freunde und Bekannte? Fällt es Ihnen trotzdem schwer, auch richtig einzuschätzen, welche Qualität die einzelnen Freundschaften haben? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen. Denn in Freundschaften kann man nicht hinein sehen. Wie gut sie wirklich sind, das erkennt man manchmal erst in Extremsituationen, sowohl in positiven, als auch in negativen.

Kriterien einer guten Freundschaft

Ob man von einer guten Qualität der Freundschaft sprechen kann, lässt sich anhand einiger Merkmale festmachen.

Gegenseitige Hilfe in schlechten Zeiten

Der wahre Wert vieler Freundschaften zeigt sich erst in schwierigen Situationen. Wahre Freunde sind füreinander da, wenn einer von ihnen Hilfe benötigt.

Oftmals erlebt man hier auch Überraschungen: Es steht einem jemand zur Seite, von dem man dies nicht unbedingt erwartet oder vorausgesetzt hätte. So bieten auch Krisen die Chance, Freundschaften zu stärken und wachsen zu lassen.

Wie viel Hilfe ein Freund Ihnen anbietet, sagt viel über ihn aus. Ebenso viel sagt es aber auch über Sie selbst aus, wie viel Hilfe Sie einfordern oder in Anspruch nehmen.

Natürlich sollte es selbstverständlich sein, dass man sich in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützt. Diese Hilfe darf jedoch nicht ausgenutzt oder überstrapaziert werden. Wenn Sie Hilfe von einem Freund annehmen, dann sollten Sie Ihrerseits auch bereit sein, ihn im Bedarfsfall auf eine ähnliche Weise zu unterstützen.

Unterschiede bei Frauen und Männern

Bei Frauenfreundschaften sind Gespräche äusserst wichtig
Bei Frauenfreundschaften sind Gespräche äusserst wichtig

In Männerfreundschaften definiert sich Hilfe meist durch tatkräftige und sichtbare Unterstützung. Männerfreundschaften leben von gemeinsamen Aktionen und Erlebnissen. Frauenfreundschaften dagegen sind meist etwas subtiler angelegt. Hier definiert sich Hilfe meist auf Ebene von Gesprächen, von Zuhören, Unterstützung und Verständnis.

Das kommt daher, dass Frauen es von kleinauf besser als Männer lernen, über Gefühle und Probleme auch zu sprechen. Eine gute Freundin hört also geduldig zu, wenn ihre Freundin - oder ihr Freund - von Problemen oder Liebeskummer erzählt. Sie ergreift Partei und unterstützt die Freundin moralisch durch Zuspruch und ihr objektives oder auch subjektives Urteil.

Einander etwas gönnen können

Aber nicht nur in der Krise zeigt sich die Qualität einer Freundschaft. Auch in erfolgreichen Zeiten ist die Freundschaft sehr gefragt. Die beste Freundin gönnt ihrer Freundin eine neue Liebe und freut sich mit ihr.

Das ist nicht immer ganz einfach, besonders dann nicht, wenn es bei einem selbst gerade nicht optimal läuft. Statt hier aber neidisch und missgünstig zu reagieren, beweist man mit aufrichtiger Herzlichkeit seine Freundschaft.

Sechs Eigenschaften guter Freunde

Diese sechs Merkmale machen eine gute Freundschaft aus - erfüllen Sie und Ihre Freunde sie?

Zwei Freundinnen, rothaarig und blond, umarmen sich
Freundinnen © bilderbox - www.fotolia.de

Warum Geld allein nicht glücklich macht, sieht man am besten beim Thema Freundschaft. Gute Freunde, die wirklich zu einem stehen und damit eine wichtige Stütze im Leben sind, kann man sich nicht kaufen.

Doch so wertvoll wie sie sind, so schwer sind sie überhaupt zu finden. Neben falschen Freunden gibt es auch all jene, die es an sich zwar gut meinen, denen aber Eigenschaften fehlen, die für eine Freundschaft wichtig sind. Dabei gibt es sechs Eigenheiten, die ein guter Freund und eine gute Freundin haben sollten, damit die Beziehung harmonisch und eine Wohltat für die Seele ist.

Ehrlichkeit und Toleranz

Die wohl wichtigste Charaktereigenschaft ist Ehrlichkeit. Ist ein Freund einmal nicht Ihrer Meinung, sollte er das offen und direkt sagen. Oft bewahrt eine freundschaftliche Warnung auch vor Fehlern.

Hand in Hand mit der Ehrlichkeit geht dabei die Toleranz. Selbstverständlich muss man nicht immer einer Meinung sein. Spricht man gegenseitig an, was man anders sieht und einigt sich dennoch nicht auf einen Nenner, hält eine gute Freundschaft dieser Tatsache stand.

Es ist eine Form vom Loyalität, die Rückhalt gibt, denn man steht zueinander. So werden Ehrlichkeit und Andersdenken wunderbar verbunden.

Vertrauen

Eigenschaft 3 ist Vertrauen. Gute Freunde vertrauen einander und haben keine bösen Gedanken, wenn einer aus dem Bunde beispielsweise einmal nicht sagen will, was ihn gerade beschäftigt.

Eine wahre Freundschaft sollte nämlich keine der Parteien in ihren Freiheiten einschränken. Man ist füreinander da, ohne Bedingungen zu stellen.

Zuhören und Optimismus

Die vierte und fünfte Eigenschaft sind

  • Zuhören und
  • Optimismus.

Es sollte sich von selbst verstehen, dass wahre Freunde ein offenes Ohr für Probleme haben und dabei mit einer guten Portion Optimismus an der Seite des Bedrückten stehen. Auch wenn ein Freund keine direkte Problemlösung bei Kummer anbieten kann, bringt er durch

  • Zuhören und
  • aufbauende Worte

wieder Stabilität ins Gemüt.

Spaß

Eigenschaft Nummer 6: gute Laune! Freunde sollten Spaß an der gemeinsamen Zeit haben, sich gegenseitig zum Lachen bringen und so Balsam für die Seele sein.

Wer mit vermeintlichen Freunden nie einen vergnüglichen Nachmittag verbringen kann, sondern immer gestresster als zuvor nach Hause kommt, hat eventuell einen schlechten Freund gewählt, der einen nur herunterzieht.

In Freundschaften zählen vor allem Vertrauen und Diskretion

Repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg zeigt auf, worauf es den Deutschen ankommt

Zwei Freundinnen, eine flüstert der anderen etwas ins Ohr
girls telling secrets © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Was macht einen guten Freund eigentlich aus? Die Deutschen sagen: Vertrauen und Verschwiegenheit. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.998 Befragten im Auftrag der „Apotheken Umschau“.

Verlässlichkeit, Diskretion und Offenheit

Für die Befragten am wichtigsten ist, dass ihr bester Freund oder ihre beste Freundin verlässlich und aufrichtig ist. Er oder sie sollen da sein, wenn man sie wirklich braucht (82,5%) und stets ein offenes Ohr für die persönlichen Probleme haben (78,8%). Auch Diskretion spielt eine wichtige Rolle: Drei Viertel (76,8%) erwarten, dass anvertraute Geheimnisse nicht ausgeplaudert werden.

Zwei Drittel wünschen sich, dass der Freund ihre Fehler offen anspricht (68,3%). Sechs von zehn (62,7%) erwarten darüber hinaus, dass der beste Freund zu ihnen hält, auch wenn sie mal eine Dummheit begangen haben.

Räumliche Entfernung und gleiche Überzeugungen

Und der andere soll auch ein Freund/eine Freundin bleiben, wenn man weit voneinander entfernt wohnt, sagen sechs von zehn Befragten (59,5%). Entgegen den allgemeinen Erwartungen spielen ähnliche Einstellungen und Überzeugungen beim anderen (57,8%) und die gleichen Interessen (45,3) dagegen eine nicht ganz so bedeutsame Rolle.

Gute Freunde toppen Partnerschaft

Zwei Frauen sitzen in Wohnung in Wohnzimmer auf Sofa, essen Popcorn, lachend, schauen Fernsehen oder Filme
comedy © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Kegeln gehen, gemeinsam Chillen oder fröhlich Shoppen? Was braucht der Mensch, um sich gut zu fühlen? Das verblüffende Ergebnis der Massenbefragung von "Freizeitmonitor 2014" bringt Licht ins Dunkel: Gute Freunde toppen die Partnerschaft.

Eine neue Studie belegt, dass der deutsche Bürger sich klar für die Freundschaft entschieden hat.

Freizeitgestaltung nach Plan

Der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland überlässt nur wenig dem Zufall. Im Vordergrund steht eine Freizeitgestaltung nach Plan. Ob Schlafen, Job, Körperpflege oder Einkaufs-Touren – mehr als zwei Drittel der Zeit ist straff organisiert.

"Freizeitmonitor" ist eine Stiftung für Zukunftsfragen und hat gerade die Studienergebnisse zum Thema Freizeitplanung in Deutschland vorgelegt. Bei der Befragung von 4.000 Deutschen ergab sich eine erstaunliche Rangfolge in Sachen Freizeitspaß.

Gute Freunde belegen mit 74 Prozent den ersten Platz, gefolgt von leckerem Essen und einer intakten Partnerschaft. Auf Rang vier landet das Bedürfnis nach Ruhe, wobei das eigene Bett ganz oben auf der Hitliste steht.

Die Top-Freizeitbeschäftigung: Fernsehgucken

Mit Abstand die Top-Freizeitbeschäftigung der Deutschen ist Fernsehgucken – ob Frauen oder Männer, spielt dabei keine Rolle. Auch Region und Wohnort brachten keine Unterschiede ans Licht.

Mindestens einmal pro Woche läuft bei eingefleischten TV-Junkies die Flimmerkiste. Das Radio landet mit immerhin 90 Prozent auf dem zweiten Platz des Freizeit-Rankings, Rang drei verpassten die Deutschen dem Schmökern in Zeitungen und Zeitschriften.

Der Status der Partnerschaft in Deutschland hat durchaus noch viel Luft nach oben.

Freundschaften fürs Herz: Absolutes Vertrauen in jeder Lebenslage

Zwei Freundinnen sitzen lachend nebeneinander
erzähl mir was © soschoenbistdu - www.fotolia.de

Der 30. Juli ist ein wichtiges Datum für dicke Freunde. Pünktlich zum internationalen Freundschaftstag erläutert Diplom-Psychologe Wolfgang Krüger, was einen guten Freund ausmacht, wo man ihn findet und wie viele Freunde der Mensch eigentlich hat.

Freundschaften fürs Herz bedeuten absolutes Vertrauen in jeder Lebenslage. Von der Seelenverwandten bis zum Kumpel – freundschaftliche Verbindungen haben viele Gesichter. Doch wirklich gute Freunde gibt es nicht so häufig. Der Freundschaftsexperte begründet, warum das so ist.

Verlässlichkeit und Unterstützung in Krisen

Wer einen guten Freund hat, kann sich glücklich schätzen. Enge Freunde sind verlässlich und unterstützen den anderen auch in Krisen. Die Akzeptanz von Schwächen und Ängstne zeichnen einen wahren Freund aus. In schwierigen Situationen zeigt sich, wer bleibt und seine Hilfe anbietet.

Nur Beziehungen, die mit Emotionen einhergehen, sind innige Freundschaften. Diese Verbindungen bleiben oft lebenslang bestehen, während die Hälfte aller oberflächlichen Beziehungen häufig innerhalb von sieben Jahren scheitert.

Damit eine Freundschaft hält, muss Interesse am Leben des anderen da sein und ein Gespür dafür, wann Unterstützung nötig ist. Wer Freundschaften pflegen will, sollte dies durchaus als Herausforderung sehen.

Im Durchschnitt hat jeder drei echte Freunde

Gute Freundschaften sind selten. Einen wahren Freund zu finden, ist nicht einfach und laut Krüger reine Glückssache. Lebensumstände und Gemeinsamkeiten sind entscheidende Faktoren. Jeder hat im Durchschnitt drei echte Freunde, alle anderen Menschen wie Arbeitskollegen oder Fußballkameraden sind meistens gute oder weniger gute Bekannte.

Kontakte lassen sich heute dank sozialer Netzwerke und E-Mails auf einfache Weise herstellen, doch zu einer echten Freundschaft gehört mehr. Schließlich sollte man seinem Gegenüber auch mal persönlich begegnen – denn oft können sich manche plötzlich gar nicht mehr riechen, wenn sie sich in der realen Welt treffen.

Freundschaften erhöhen die Lebenserwartung

Der Mensch ist einsam, wenn er kein stabiles Umfeld hat, das ihn auffängt. Freunde geben Bestätigung und sind Retter in einsamen Stunden. Gute Freundschaften erhöhen sogar die Lebenserwartung um bis zu 20 Jahre und sorgen für seelische Ausgeglichenheit.

Der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger rät jedem, seinen besten Freunden hin und wieder wissen zu lassen, welche Eigenschaften er besonders schätzt – eine schöne Geste, die das Band der Freundschaft stärkt.

Gute Freunde finden - wichtige Voraussetzungen

Die Qualität einer Freundschaft hängt somit von einigen Faktoren ab. Doch welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit es überhaupt zu einer solch guten Freundschaft kommen kann?

Freundschaften entstehen auf unterschiedliche Art und Weise. Wichtigste Voraussetzung ist, dass die Kontaktaufnahme zwischen den beiden Menschen freiwilliger Natur ist; Freunde sucht man sich bekanntlich aus.

Findet man sich auf Anhieb sympathisch, nimmt dieses Gefühl zu, je häufiger man sich über den Weg läuft. Das Gehirn wird diese Kontakthäufigkeit irgendwann als Vertrautes abspeichern und für ein belohnendes Empfinden sorgen.

Entscheidend ist aber auch das so genannte Freundschaftsbudget, die Bereitschaft, eine neue Bekanntschaft überhaupt zu vertiefen. Daraus lässt sich erschließen, dass wenigstens ein Mindestmaß an Gemeinsamkeiten und denselben Interessen vorliegt.

Wie diese aussehen, kann ganz unterschiedlich sein: angefangen bei der Mitgliedschaft im (selben) Fitnessstudio, den gleichen Musikgeschmack oder Kinder im etwa gleichen Alter. Je nachdem unterscheidet sich somit auch der Ort, an dem man sich kennen lernt.

Kennt man sich dann eine Weile, ist ein ausgeglichenes Geben und Nehmen wichtig, damit die Freundschaft Bestand haben kann. Jeder wird den anderen einmal mehr brauchen. Ob sich dieses Gleichgewicht mit der Zeit einstellt, wird sich recht schnell zeigen.

Wie entstehen Freundschaften? Auch hier gibt es Liebe auf den ersten Blick

Vier Freunde stoßen bei einem Dinner mit Wein an
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Auf der Suche nach dem richtigen Partner ist jeder sehr wählerisch. Viele Beziehungen müssen sich erst langsam entwickeln und andere wiederum beginnen von der ersten Sekunde an. Hier ist die Rede von der Liebe auf den ersten Blick.

Auch bei Freundschaften gibt es Liebe auf den ersten Blick

Freundschaften entstehen nicht selten auf ein und die selbe Art. Auch hier muss einer den ersten Schritt wagen und um den möglichen Freund buhlen. Egal ob in der realen oder virtuellen Welt. Im Web schickt man per Facebook eine Freundschaftsanfrage und im wahren Leben fragt man höflich, ob man gemeinsam etwas trinken möchte.

In einigen Fällen ist die gegenseitige Sympathie so groß, dass es eine platonische Liebe auf den ersten Blick ist und solche Freundschaften halten meist sogar ein Leben lang.

Ob sich allerdings aus einer anfänglichen Bekanntschaft eine echte Freundschaft entwickeln wird, ist nicht immer leicht zu sagen. Erzwingen kann man eine Freundschaft jedoch nicht. Dann erscheint man entweder unglaublich skurril oder im schlimmsten Fall schlicht weg verzweifelt.

Freunde haben starken Einfluss auf das eigene Leben

Mit zunehmenden Alter wird das Schließen neuer Freundschaften auch komplizierter. In der Regel trifft dies ab einem Alter von 30 Jahren zu und es ist alles andere als leicht, eine echte, neue Freundschaft zu schließen. Grundsätzlich sollte man im Leben darauf achten, mit wem man sich befreunden möchte, denn Freunde haben einen sehr starken Einfluss auf das eigene Leben und die damit verbundenen Pläne.

Zwischen guten Bekanntschaften und wahren Freunden gibt es eben doch einen großen Unterschied.

Hat man solch einen guten Freund gefunden, gilt es, die Freundschaft zu diesem zu pflegen...

Gute Freundschaften pflegen

Wie wichtig gute Freunde im Leben sind, das bemerkt man leider häufig erst dann, wenn man sie braucht, sie aber nicht greifbar sind. Immer wieder gibt es Phasen, in denen man weniger Freundschaften hat, dann wieder solche, in denen man mit Freunden reich gesegnet ist.

Meist hängt es auch vom eigenen Verhalten ab, wie man bei der Umwelt so ankommt, und ob man als Freund attraktiv ist. Was Sie tun können, um gute Freundschaften zu pflegen, das verraten wir Ihnen hier.

Gemeinsame Aktivitäten

Überprüfen Sie doch einmal selbst, welche Menschen in Ihrem Umfeld Sie als wirklich gute Freunde bezeichnen würden. Sie werden schnell feststellen, dass dies meistens Menschen sind, die Sie bereits über Jahre hinweg kennen, mit denen Sie vielleicht sogar schon aufgewachsen sind. Andere gute Freundschaften finden sich in Sportvereinen oder in sonstigen Vereinen, in denen Menschen dem selben Hobby nachgehen.

Hier haben Sie auch schon einen der Schlüssel zur Freundschaft gefunden: Es sind die vielen gemeinsamen Erlebnisse und Unternehmungen, die verbinden. Je mehr man zusammen erlebt, desto besser lernt man sich kennen und schätzen.

Aktivität ist deshalb ein Grundpfeiler der Freundschaftspflege. Wenn Sie sich mit Freunden treffen, so können Sie dies auch in einer Kneipe tun, um sich einfach nur zu unterhalten. Das kann sehr nett sein.

Lebt die Freundschaft jedoch nur von gemeinsamen Kneipenbesuchen, so werden Ihnen recht schnell die Themen ausgehen und Langeweile wird aufkommen. Unternehmen Sie also lieber etwas, und wenn es nur ein gemeinsamer Kinobesuch ist.

Gemeinsame Aktivitäten stärken die Freundschaft
Gemeinsame Aktivitäten stärken die Freundschaft

In Kontakt bleiben

Bleiben Sie regelmäßig mit Ihren Freunden in Kontakt. Rufen Sie sie nicht nur an, wenn Ihnen langweilig ist oder Sie Liebeskummer oder andere Probleme haben. Versuchen Sie auch sonst, regelmäßig in Kontakt zu bleiben.

Das bedeutet nicht, dass man sich jeden Tag melden muss, aber doch in gewissen Zeitabständen. Seien Sie vor allem für Ihre Freunde da, wenn es ihnen einmal nicht so gut geht.

Füreinander da sein

Muntern Sie Freunde mit Liebeskummer auf, bleiben Sie am Ball, auch wenn Ihnen die momentane Stimmung nicht so gut gefällt. Hören Sie sich die Sorgen Ihrer Freunde immer an.

Kümmern Sie sich auch um Ihre Freunde, wenn sie krank sind. Fragen Sie zumindest nach dem Befinden und übernehmen Sie kleine Botengänge oder machen Sie einen Krankenbesuch. Denken Sie einfach darüber nach, was Sie selbst in einer solchen Situation freuen würde, und verhalten Sie sich entsprechend.

Werden neue Freundschaften geschlossen, können ältere Freundschaften darunter leiden

Gruppe von Schülern, zwei Jungen, zwei Mädchen, Freunde, lächelnd, mit Ringbuch und Schulbüchern unter Arm
Portrait of a study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Damit man nicht im Chaos versinkt, beherzigen die meisten eine sogenannte Anti-Chaos-Strategie. Diese hilft uns in gewisser Weise dabei, den Überblick zu wahren. Werden beispielsweise neue Dinge gekauft, müssen dafür alte Dinge verschwinden.

Erstaunlich ist das Ergebnis einer Studie, welche besagt, dass sich das auch mit den Freundschaften und engeren Beziehungen so verhält. Generell sind Menschen nicht in der Lage, viele enge Beziehungen und Freundschaften aufrecht zu erhalten. Mit anderen Worten: Werden im Laufe des Lebens neue Freundschaften geschlossen, so leiden ältere Freundschaften darunter.

Die Studie dazu führte ein Team von Wissenschaftlern aus Finnland und Großbritannien durch. Sie analysierten die Daten der Mobilfunknutzung junger Erwachsener über einen Zeitraum von 18 Monaten.

Jeder Teilnehmer hatte eine eigene Methode, den Kontakt zur Familie und engen Freunden zu halten. Das änderte sich auch nicht, wenn neue Freundschaften geschlossen wurde. Jedoch wurden ältere Freunde entweder ganz aus dem sozialen Netzwerk entfernt oder aber deutlich seltener angerufen.

Ein Freund fürs Leben? Wie Freundschaften sich im Laufe des Lebens verändern

Drei Kinder am Klettergerüst am Spielplatz
children © Marzanna Syncerz - www.fotolia.de

Im Kindergartenalter sind es Spielzeug oder Lolli, die für ein Kind ausschlaggebend dafür sind, ob ein anderes als Freund bezeichnet werden kann oder nicht. Mit der Zeit stellt sich dabei häufig heraus, mit wem der oder die Kleine am liebsten seine Zeit verbringt, ohne dabei jedoch längere Verbindungen einzugehen.

Kommen Kinder auf die Grundschule, sind die einstigen Freundschaften oft sofort vergessen, denn nun gilt es, neue zu knüpfen. In diesem Alter wird damit angefangen, längere Beziehungen aufzubauen und seinen Freunden auch seine Geheimnisse anzuvertrauen. Die Funktion der Freunde verändert sich und somit werden aus Spielkameraden Vertrauenspersonen und Helfer. Die meisten der Freundschaften halten auch einem Schulwechsel stand.

Im Laufe des Alters sinkt die Anzahl der Freunde; wie in Studien festgestellt werden konnte, verringert sich der Freundeskreis ab 30 Jahren alle fünf Jahre um einen Freund, und das, obwohl stetig neue Menschen kennengelernt werden. Dabei gibt es zahlreiche Ereignisse, die dazu führen können, dass Freundschaften im Erwachsenenalter beendet werden oder dass neue Freunde hinzukommen.

Vom Nachwuchs bis zum Tod eines lieben Menschen

Einer dieser Gründe ist die Elternschaft: sobald Nachwuchs ansteht, dreht sich alles nur noch um das Kind, angefangen in der Schwangerschaft. Somit schwinden die Interessen, die man mit seinen Freunden noch gemein hatte. Bei einer Hochzeit kommen in der Regel neue Freunde hinzu, die der Partner mit in die Ehe bringt.

Dies kann auch bei einem Umzug der Fall sein, allerdings überstehen diesen auch viele der alten Freundschaften nicht. Und auch eine Scheidung führt meist zum Verlust einiger Freunde. Neue Menschen können bei einem Jobwechsel in den Freundeskreis geschlossen werden. Wer einen lieben Menschen verliert, bricht den Kontakt zu anderen häufig ab. In einigen Fällen zerbrechen daran auch Freundschaften.

Hinweise für eine scheiternde Freundschaft

Ob man in einem Menschen den Freund fürs Leben gefunden hat, hängt von vielen Faktoren ab. Doch gibt es einige Punkte, die deutlich machen, dass eine Freundschaft zu kippen droht.

Wenn man merkt, dass dem anderen der Kontakt nicht mehr so wichtig erscheint und er sich immer seltener - wenn überhaupt - bei einem meldet, ist dies schon ein recht eindeutiger Hinweis.

Auch wer sich nicht wohlfühlt, wenn er mit dem Freund zusammen Zeit verbringt, weil die Situation aus welchen Gründen auch immer angespannt ist, sollte sich fragen, ob diese Freundschaft noch Bestand hat. Und schließlich können häufige Streitereien und Auseinandersetzungen ein Hinweis darauf sein.

Freunde haben ähnliche Gene wie Verwandte - Beweis durch Analyse des Erbguts

Freunde haben häufig nicht nur die gleichen Interessen, sondern ähneln sich auch genetisch. Die Übereinstimmung im Erbgut liegt bei rund einem Prozent. Damit entspricht sie in etwa der mit einem Cousin vierten Grades oder mit den Urururgroßeltern.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von US-Wissenschaftlern. Damit lassen sich anhand der DNA nicht nur Fettsucht oder Schizophrenie vorhersagen, sondern auch Freundschaften.

Die größte Ähnlichkeit gibt es in den Erbgutabschnitten, die mit Geruch in Verbindung stehen. Das geflügelte Wort, jemanden "gut riechen zu können", erhält dadurch eine genetische Grundlage.

Die größten Unterschiede existieren in Erbgut, das das Immunsystem kontrolliert. Dies könnte daran liegen, dass es für Menschen, die zusammenleben, vorteilhaft ist, wenn sie unterschiedlichen Krankheitserregern widerstehen können. Die Gefahr, sich gegenseitig anzustecken, ist dadurch erheblich geringer.

Für neun von zehn Deutschen sind Freundschaften äußerst wichtig

Vor allem die jüngeren Generationen können nicht ohne Freunde leben - alte Menschen eher

Drei lachende Freundinnen mit Einkaufstaschen beim Shoppen
so many new things © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Im Volksmund heißt es, eine gute Freundschaft sei nicht mit Gold aufzuwiegen. Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.998 Befragten im Auftrag des Apothekenmagazins „Senioren Ratgeber“ sagen tatsächlich auch neun von zehn Bundesbürgern (88,5%) „Freunde sind für mich sehr wichtig“. Dass Freundschaften zu unterschiedlichen Menschen förderlich für die eigene Charakterbildung sind, glauben 84,7% der Befragten.

Der Wert einer Freundschaft bemisst sich zudem für die meisten daran, dass wahre Freunde schwer zu finden und zu halten sind: So sind mehr als acht von zehn Deutschen (82,7%) davon überzeugt, Freundschaften, die ein Leben lang halten, seien überaus selten. Dementsprechend genau unterscheiden die Bundesbürger zwischen wirklichen Freunden und „guten Bekannten“ (89,7 %).

Vor allem die jungen Leute können sich ein Leben ohne Freunde beim besten Willen nicht vorstellen: Von den 14- bis 29-Jährigen sagen 95,5 Prozent Freunde seien für sie sehr wichtig. Erst im hohen Alter legen die Deutschen nicht mehr so viel Wert auf Freundschaften. Von den Ab-70-Jährigen betont jeder Zweite (51,0 %) stattdessen: „Im Zweifel kann man sich auf Verwandte eher verlassen als auf Freunde.“

Weil Familienbande lockerer werden, bekommen Freunde für viele Deutsche eine immer größere Bedeutung

Freunde werden für viele Deutsche immer mehr zu einer Art Ersatzfamilie. Das hat eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.998 Männern und Frauen ab 14 Jahren im Auftrag der „Apotheken Umschau“ herausgefunden.

Über ein Drittel der Befragten (37,7 %) gab dort an, den Freundeskreis als Familienersatz anzusehen. Grund für diese Entwicklung sind der Umfrage zufolge die sich wandelnden Familienverhältnisse. Knapp zwei Drittel der Deutschen (65,4 %) sind der Meinung, Freunde würden deshalb immer wichtiger, „weil die Familienbande heute immer lockerer werden“.

Freundschaften im Erwachsenenalter umstritten

Ansicht von unten: Drei junge Freunde am Strand
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Ernste und feste Freundschaften im Erwachsenenalter zu schließen, ist für die Hälfte der Deutschen fast unmöglich. Laut einer Studie halten 48,4 Prozent der deutschen Frauen und Männer es für schwierig, vor allem neue Freunde zu finden. Sie sind der Meinung, diese Freundschaften seien oberflächlich und seien mehr eine Bekanntschaft.

23,5 Prozent der Befragten sagten aus, man würde nur im Kindes- und Jugendalter eine wahre Freundschaft schließen können, in der man sich alles erzählt und anvertraut.

Deutsche schätzen ihre Freunde oft mehr als die eigenen Blutsverwandten

Durch den demografischen Wandel werden Freunde und Arbeitkollegen immer wichtiger

4 Frauen mit unterschiedlichen Haarfarben stecken ihre Köpfe zusammen, von unten fotografiert
summertime © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wir Deutschen ersetzen unsere Familie durch den Freundeskreis, so zumindest eine aktuelle Studie der BAT Stiftung für Zukunftsfragen. Für eine hohe Lebensqualität ist über 90 Prozent der Deutschen eine enge Bindung zu den Freunden nicht wegzudenken.

Vergleicht man diese Studienergebnisse mit der Vergleichsstudie von vor 8 Jahren wird schnell deutlich: das war früher nicht so drastisch. Damals sahen nur 83 Prozent der Befragten die Freunde als Familienersatz. Der Trend zur „zweiten Familie“ ist jetzt nicht mehr aufzuhalten. 95 Prozent der Singles und immerhin noch 92 Prozent der Allgemeinheit sind sich da einig.

Demografische Umstrukturierung schafft neue Muster

Wissenschaftler erklären sich das mit dem demografischen Wandel in Deutschland. Rentner leben nicht mehr in Großfamilien, sondern zunehmend alleine. Auch Geschwister brechen auseinander, denn wer Erfolg im Job haben will, muss oft aus der Heimat in verschiedenste Regionen umziehen.

Für ein solches Leben werden feste Freundesbande immer wichtiger, damit man auch im Alter und in der Fremde familiäre Sicherheit und Wärme erfährt. Arbeitsbeziehungen oder das Gruppengefühl durch Religion und Sportverein werden laut Zukunftsforschern in den nächsten Jahrzehnten noch wichtiger.

Bei den Gedanken an gute Freunde werden bestimmte Hirnregionen aktiviert

Freund oder Fremder? Unser Hirn zeigt uns, an wen wir gerade denken

Model menschliches Gehirn, bunt, beschriftet
Model Brain © Karen Roach - www.fotolia.de

Wissenschaftler in Amerika fanden heraus, dass bei den Gedanken an gute Freunde andere Gehirnregionen aktiviert werden, als wenn wir an Fremde denken.

Überprüfung der Aktivität verschiedener Hirnbereiche

Bei ihrer Studie hatten die Forscher dies mit Hilfe der Magnetresonanztomografie mit freiwilligen Teilnehmern festgestellt. So sollten diese in einem ersten Test aus einer Liste die Eigenschaften, die auf einen selbst zutreffen, auswählen, und so stellten dann die Forscher fest, welche Region im Gehirn darauf am stärksten reagiert. Dies ist ein Bereich, der sich Großhirn befindet und auch als medialer präfrontaler Kortex bezeichnet wird.

Im weiteren Verlauf der Testreihe sollten die Teilnehmer zwei gute Freunde und sich selber beschreiben, wobei einer der Freunde gleiche Interessen haben sollte wie man selber.

Die Wissenschaftler erstellten aus den Antworten dann zwei imaginäre Personen und bei einem Spiel sollte man das Verhalten dieser Personen vorhersagen. So stellten die Forscher dabei fest, wenn es um den guten Freund ging auch die Region im Gehirn aktiv war, die für die eigenen Informationen wichtig ist.

Studie: Freundschaft mit "Extras" funktioniert nicht

Junge Frau küsst ihren Freund auf die Wange
Paar © bilderbox - www.fotolia.de

Es könnte ein so schönes Konstrukt sein: Zwei Singles, die gut miteinander befreundet sind, und keine feste Beziehung suchen, gönnen sich ab und zu ein bißchen Spaß miteinander. Ganz ohne Verpflichtungen und Drama. Doch eine Studie der Uni New York mit gut 14.000 Studenten hat jetzt herausgefunden, dass diese Freundschaft mit Extras nicht funktioniert.

Früher oder später entwickelt einer der beiden Beteiligten Gefühle für den anderen, und das ist nahezu unabhängig vom Geschlecht. Die Befragten befanden sich in einem Alter von 18 bis 21 Jahren. Hier scheint der Versuch noch besonders beliebt zu sein, Beziehung und Sex zu trennen.

Rebecca Plante, Hauptverantwortliche der Studie, erklärte, solche beziehungsähnlichen Verbindungen führten zu drei Enden: Entweder die Freundschaft zerbreche, oder es entwickele sich eine "echte" Liebesbeziehung. Ansonsten bliebe den Freunden nur übrig, den Sex sein zu lassen, und Gras über die Sache wachsen zu lassen.

Unverbindliche Beziehungen sind auf Dauer gefährlich

Junger Mann hält seine Freundin fest im Arm
liebe © martin schmid - www.fotolia.de

Viele Frauen und auch Männer haben Sex mit dem besten Freund. Viele wollten es einfach so ausprobieren oder es ist passiert. Meistens dann, wenn man ein Gläschen zu viel erwischt hat.

Laut MyCelebrityFashion hatte jede dritte Frau etwas mit dem besten Kumpel. Zu Anfang funktioniert diese Freundschaft wunderbar. Doch irgendwann hört der Spaß auf. Meistens deswegen, weil sie Angst haben, sie könnten sich verlieben oder es passiert sogar. Das ganze endet oft in einem Drama. Einer ist verliebt, der andere nicht und somit ist die ganze Freundschaft zerfallen. Freunde sollten Freunde bleiben. Sonst zerstört man am Ende alles, was man sich mühevoll aufgebaut hat.

US-Studie zeigt, warum Freunde interessanter sind als man selbst

Zwei Freundinnen im Café lecken sich die Finger
Girl-friends eat snack in cafe and lick fingers © Deklofenak - www.fotolia.de

Wer kennt das nicht: Man besucht die sozialen Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter und jeder andere aus der Freundesliste hatte einen aufregenderen Tag als man selbst oder postet besonders originelle Bilder und Kommentare. Doch woran liegt es, dass alle anderen interessanter wirken? US-Wissenschaftler haben dieses Phänomen nun im Rahmen einer Studie untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass dieser Eindruck nicht täuscht und die Freunde wirklich interessanter sind.

Für die Studie untersuchten die Forscher die Kontaktdaten von 5,8 Millionen Nutzern des sozialen Netzwerks Twitter. Bei der Auswertung dieser Daten kamen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass das Freundschafts-Paradox nicht nur im realen Leben, sondern auch bei Kontakten im sozialen Netzwerk zutrifft. Demnach suchen sich die meisten Menschen Freunde, die einen großen Freundeskreis haben und besonders beliebt sind.

Mehr als 98 Prozent der Nutzer, deren Daten für die Studie untersucht wurden, waren nicht so beliebt wie ihre Freunde. Zudem waren die Twitter-Freunde auch noch deutlich aktiver beim Posten von Nachrichten und erhielten auch mehr Antworten darauf.

Gute Freunde sind Mangelware: Drei Viertel der Menschen sind unzufrieden mit ihren Freunden

Zwei Frauen flüstern ihrer Freundin etwas ins Ohr
Two young girls whispering to ear something secret © Valua Vitaly - www.fotolia.de

Gute Freunde ein Leben lang: Was so schön klingt, ist in der Realität leider oft nur ein Wunschtraum. Dies stellte eine Studie der sozialen Initiative Lifeboat in den USA fest, bei der rund drei Viertel aller Befragten zwischen 40 und 60 Jahren angaben, dass sie ihre Freundschaften nicht als befriedigend empfanden. Ganze 63 Prozent fühlten sich zudem unsicher im Umgang mit ihren Freunden - obwohl Freunde eigentlich dazu da sein sollten, bei ihnen ganz entspannt man selbst sein zu dürfen.

Experten führen dies jedoch weniger auf die moderne egoistische Gesellschaft zurück, sondern auf die stark gestiegenen Ansprüche der Menschen: Gute Freunde sollen stets loyal sein, in schwierigen Situationen Beistand leisten und zugleich für gemeinsamen Spaß zu haben sein.

Erwachsene sind zudem weniger kompromissbereit und tolerant als Kinder, die sich an einem Tag heftig streiten und am nächsten Tag wieder allerbeste Freunde sind - so haben viele potenzielle Freundschaften nur kurze Bestanddauer.

Gerade die Befragten im mittleren Lebensalter sind zudem stark in Familie und Beruf eingebunden, so dass an die wenigen ausgewählten Freunde ganz besonders hohe Ansprüche gestellt werden, einen Ausgleich dazu zu bieten. An diesen Erwartungen scheitern die meisten zwangsläufig.

Dabei sind jedoch scheinbar immer nur die anderen Schuld: 80 Prozent der Befragten hielten sich selbst nämlich für gute Freunde.

Freunde fürs Leben - von wegen. Der Freundeskreis ändert sich ständig

Vier Freunde auf orangem Sofa schauen TV
friends watching tv © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Die meisten Kinder tauschen leidenschaftliche Schwüre auf ewige Freundschaft auf - nur um den Kontakt zu Freunden einschlafen zu lassen, wenn sie auf eine neue Schule wechseln. Später zerbrechen enge Teenager-Freundschafen, wenn die Beteiligten nach dem Schulabschluss auf verschiedene Universitäten oder ins Arbeitsleben wechseln. Ein Muster, das sich durch das gesamte menschliche Leben zieht, denn nur sehr wenige Freundschaften halten wirklich lebenslang.

Für den Psychologen Robin Dunbar nicht verwunderlich. Er hatte schon früher festgestellt, dass der Mensch auf ein Netzwerk von rund 150 Menschen ausgelegt sei - dies entspricht etwa der klassischen Dorfgemeinschaft, in der die meisten Menschen jahrhundertelang lebten. Doch nicht nur in diesem Netzwerk, auch im engeren Freundeskreis kommt es immer wieder zu Verschiebungen. Bei einer Studie mit 24 britischen Schülern stellten sie fest, dass nach nur sechs Monaten von den 20 engsten Freunden 41 Prozent schon wieder durch andere Freunde ersetzt worden waren.

Frauen waren dabei etwas enger verbunden als Männer. So entfiel jedes vierte Telefongespräch einer Frau auf die beste Freundin, während nur jedes fünfte männliche Telefonat mit dem besten Freund geführt wurde. Fast die Hälfte aller weiblichen Telefongespräche (48%) entfiel auf insgesamt drei enge Freunde, bei den Männern lag dieser Wert bei 40%.

Ein guter Freund wird auch versuchen, dem anderen aus einer Notsituation heraus zu helfen - wenn es diesbezüglich um Geld geht, kann es aber auch schief gehen...

Geld und Freundschaft - Sollte man einem Freund Geld leihen?

Einer Forsa-Umfrage zufolge glauben rund 85% der Deutschen daran, dass Geld und eine Freundschaft in einem engen Zusammenhang schlussendlich eine Beziehung zerbrechen lässt. Und die tägliche Realität offenbart, dass hier die Mehrheit der Frauen und Männer durchaus recht haben. Doch woran liegt es eigentlich, wenn Scheine und Münzen tiefe Beziehungen auseinander- und somit zerbrechen lassen?

Tabuthema Geld

Vorab eine grundsätzliche Feststellung, weshalb die Themen Geld und Freundschaft nicht zueinanderpassen: Geld ist eine recht sachliche und kalte Angelegenheit, dem die Freundschaft als sehr emotional gegenübersteht. Obwohl die meisten Menschen viel Wert auf das Geld legen, zeigt sich schlussendlich bei einer Konfrontation, dass die Gefühle am Ende die Oberhand gewinnen.

Zudem wird um das Thema Geld oft eine Tabuzone aufgebaut, was sich unschwer allein an dem folgenden Spruch erkennen lässt: "Über Geld spricht man nicht, das hat man." Selbst viele Ehepaare tabuisieren die Finanzen und zahlreiche Partner wissen nicht, was der andere tatsächlich im Monat verdient oder für sich persönlich ausgibt.

Geld leihen

Auch in Freundschaften ist es da nicht viel anders und jemandem zu sagen, dass man finanziell in der Klemme steckt, ist in der Regel zusätzlich mit einem hohen Schamfaktor verbunden. Anderseits kann man natürlich selbst sehr schnell in Verlegenheit kommen, wenn man Geld verleiht und es dann plötzlich aus irgendeinem Grund rasch zurück benötigt.

Genau an diesen Punkten kracht es dann in zahlreichen Fällen, dann nämlich, wenn der Freund oder die Freundin das geliehene Geld nicht hat oder gar nicht zurückzahlen will unter dem Motto: "Ach, unter Freunden ist das doch selbstverständlich. Beim nächsten Mal helfe ich dir dann aus."

Leider kommt solch ein nächstes Mal nur selten und neben dem finanziellen Verlust steht vor allem die unsagbare Enttäuschung. Auch Trauer, Wut und das Gefühl ausgenutzt zu werden, fließen in die Gedanken mit ein, was prompt negative Gefühle gegen den Freund oder die Freundin entfacht.

Wahre Freundschaft

Nur selten übersteht eine freundschaftliche Beziehung das Thema Geld und das Leihen des selbigen. Folglich sollte man sich sehr gut überlegen, ob man nicht doch so ehrlich ist und sagt, dass man aufgrund der hohen Wertigkeit der Freundschaft lieber kein Geld leihen möchte.

Zeigt sich dann die andere Person als verständnisvoll und hegt keine schlechten Gedanken, kann man sich relativ sicher sein, dass hier eine wahre Freundschaft besteht. Kommen hingegen Vorwürfe oder entbricht gar ein Streit aufgrund des Geldthemas, dann sollte man einmal ernsthaft die Freundschaft hinterfragen.

Übrigens: Selbst wenn ein Vertrag über die geliehene Summe und die Rückzahlungsvereinbarung erstellt wird, zeigt die Praxis sehr häufig, dass gerade bei dieser Thematik Papier äußerst geduldig sein kann.

Sehr speziell – die Frauenfreundschaft

Im Gegensatz zur Männerfreundschaft, ist die Frauenfreundschaft von zahlreichen Kriterien abhängig

Zwei Freundinnen mit Einkaufstaschen nach Shopping, lachen in die Kamera
Shopping! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wer kennt sie nicht, die oft beschworene, kernige Männerfreundschaft, in der Politiker beim Querfeldein-Laufen die wirklich wichtigen Dinge besprechen. Oder die Kumpels nicht nur zusammen zum Fußball gehen, sondern auch gemeinsam schweigen können. Wie ist es jedoch um Frauenfreundschaften bestellt?

Freundinnen passend zum Lebensabschnitt

Frauen haben sehr viel engere und dadurch auch speziellere Freundschaften. Nicht immer halten sie ein Leben lang, denn eine Frau hat im Laufe der Jahre viele Rollen auszufüllen. Wenn die Freundin gerade an einem anderen Punkt ihrer Geschichte steht, kann das schon mal schwierig werden.

Einer der wichtigsten Punkte, die zum Ende einer Freundschaft führen können, ist das Interesse am gleichen Mann. Da neigen Frauen zu biestigen Konkurrenzkämpfen. Wird eine der anderen vorgezogen, wird es meist persönlich genommen. Viele Freundschaften scheitern zu diesem Zeitpunkt. Auch bei unterschiedlichen Lebensplänen gelingt es häufig nicht, die Freundschaft zu bewahren.

Hat eine Frau eine Familie und ein Kind, ist ihre Freizeit nur wenig kompatibel mit der unverheirateten, berufstätigen Freundin. Frauenfreundschaften wollen wie alle Freundschaften gepflegt werden. Ein guter, regelmäßiger Kontakt ist dazu eine Vorraussetzung. Toleranz und Verständnis für verschiedene Lebensläufe eine weitere. Die gelingt, wenn die Freundschaft für beide gleich wichtig ist.

Freundschaft mit Hindernissen - kann es platonische Beziehungen zwischen Mann und Frau geben?

Ansicht von oben: Junger Mann trägt seine Freundin im Arm, beide barfuss, lächelnd
Happy barefoot man romantically carrying wife in his arms © AVAVA - www.fotolia.de

Die Freundschaft zwischen Mann und Frau ist nicht immer unproblematisch. Den rein platonischen Freundschaften wurde nun in einer Untersuchung auf Zahn gefühlt. So wurden Menschen befragt, die eine Freundschaft zu jemandem anderen Geschlechts pflegen.

Unabhängig voneinander und anonym wurden die Leute befragt. Es kam heraus, dass zumeist männliche Freunde die Freundin durchaus anziehend finden und sich ein sexuelles Intermezzo vorstellen könnten. Im Fazit wurde festgestellt, dass es von der festen Beziehung abhängt, wie attraktiv der "Freund" empfunden wird. Ist die Paar-Beziehung nicht intakt, steigt der Reiz der Freundin oder des Freundes. Es gibt Vor- und Nachteile für eine verschiedengeschlechtliche Freundschaft.

Männer sind der Grund, warum Freundschaft zwischen den Geschlechtern oft scheitert

Junges Paar mit ausgestreckten Armen, er hinter ihr und über sie gebeugt
sisters 7 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Männer und Frauen können keine Freunde sein - so lautet eine Regel aus dem Volksmund. Meist steht dahinter der Verdacht, irgendwann verliebe sich der eine in den anderen und umgekehrt. Dass das tatsächlich so ist und dass an dem Scheitern einer solchen Freundschaft mit unterschiedlichen Geschlechtern meist der Mann schuld ist, belegt jetzt eine Umfrage.

Wissenschaftler an der US-amerikanischen Universität von Winsconsin-Eau Claire befragten und testeten 80 Freundschaftspärchen aus jeweils Mann und Frau. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass es so gut wie immer eine sexuelle Spannung zwischen den Paaren gab. Ferner ließ sich feststellen, dass diese meist vom Mann ausging. Doch schlimmer noch, die Kerle glaubten auch, dass es den Frauen vermutlich ebenso ginge. Doch das war in der Regel ein Fehler.

Denn Frauen können sehr wohl ganz entspannt eine platonische Beziehung führen. Das ist besonders dann der Fall, wenn sie selbst in einer Beziehung sind oder aber der männliche Kumpel in einer Beziehung ist.

Frauen möchten keine sexuell freizügigen Freundinnen haben

Zwei Freundinnen machen sich im Badezimmer ausgehfertig
girls night out © diego cervo - www.fotolia.de

Bei der Wahl der Freundinnen spielt bei Frauen offenbar nicht nur die Ausstrahlung und der Charakter eine Rolle, sondern auch das Liebesleben der zukünftigen Freundin. Das zumindest hat eine amerikanisch Studie gezeigt.

Demnach gaben die meisten Studentinnen in einer Befragung an, dass sie sich keine sexuell freizügige Altersgenossin zur Freundin wünschen. Als sexuell freizügig wurden der Studie zufolge Frauen eingestuft, die bis zu ihrem 20. Lebensjahr bereits 20 oder mehr verschiedene Sexualpartner hatten. Überraschend war allerdings, dass sich sogar Frauen, die selbst häufig wechselnde Sexualpartner haben, keine sexuell freizügige Freundin wünschen.

Bei Männern sieht das anders aus. Bei ihnen wird eine hohe Anzahl verschiedener Sexualpartnerinnen sogar honoriert. Männer geben sich lediglich mit sexuell unerfahreneren Geschlechtsgenossen ab, wenn sie andere freizügige Männer als Konkurrenten ansehen, die ihnen ihre Frauen streitig machen könnten, so das Ergebnis der Studie.

Freundschaft zwischen Mann und Frau – kann das gut gehen?

Bei Freundschaften zwischen Männern und Frauen reagieren nicht nur Ehepartner verunsichert – auch die Freundespaare werden gelegentlich von sexuellen Spannungen verwirrt. Da wir in Freundschaften vorrangig Harmonie suchen, haben deshalb 90 Prozent unserer Freunde das gleiche Geschlecht. Wie eine Übersichtstudie aus 37 Untersuchungen zeigt, sind jedoch gerade die Unterschiede bereichernd.

Freundschaft zwischen Jungs und Mädchen

Schon im Schulalter legen Mädchen Wert auf Vertrauen und Selbstöffnung, im Fokus ihrer Beziehungen stehen Gespräche über Bedürfnisse und Gefühle. Jungen achten stärker auf gemeinsame Interessen, Status und vergleichbare Intelligenz. Neben guten Kumpels wissen sie aber auch eine weibliche Vertraute zu schätzen. Und das setzt sich bis in Erwachsenenalter fort.

Allerdings: Die Studien legen nahe, dass Männer stärker von der Freundschaft zu einem weiblichen Wesen profitieren als andersherum. Viele Frauen pflegen zwar Freundschaften zu Männern, empfinden diese aber als weniger erfüllend.

Konfliktzone: Freundschaft "plus"

Neben verschiedenen Interessen sorgt vor allem die sexuelle Spannung für Unbehagen. Neun von zehn gemischten Freundespaaren finden die sexuelle Attraktivität des anderen als belastend. Männer fühlen sich dabei tendenziell stärker zu ihrer Freundin hingezogen als – zugleich leiden sie weniger darunter. Probleme treten erst auf, wenn sie von der erotischen Phantasie zur Tat schreiten.

Im jüngeren Alter enden zwei von drei gemischtgeschlechtlichen Freundschaften im Bett. Und nirgendwo zeigen sich die unterschiedlichen Erwartungen so deutlich, denn während die meisten Frauen eine romantische Beziehung erhoffen, genießen die Männer den unkomplizierten Sex.

Jede fünfte Freundschaft "plus" endet in einer festeren Beziehung. Ebenso viele Freundschaften zerbrechen jedoch auch nach dem Techtelmechtel. Und immerhin: Wenn der Sex endet und die Liebe sich nicht einstellen will, schaffen es drei Paare, ihre Freundschaft wieder auf ein platonisches Gleis zu schieben. Teilweise bis ins hohe Alter, wenn diese besondere Beziehungsform von allen Beteiligten besonders geschätzt wird.

Psychologen zufolge sind platonische Freundschaften möglich

Mann und Frau, sie steht hinter ihm und hält ihn an Schultern fest
couple outdoors smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Ob man die Situation nun selbst erlebt oder in einem von unzähligen Filmen zu diesem Thema verfolgt hat: eine platonische Freundschaft zwischen Frauen und Männern halten die meisten Menschen für unmöglich. Eine gute Freundschaft bedarf viel Zeit, wer sich diese nehmen kann, ist in vielen Fällen in keiner Beziehung.

So liegt die Annahme nahe, dass man sich irgendwann derjenigen Person nähert, mit der man sich so gut versteht, so viele Gemeinsamkeiten teilt und sich so häufig verabredet. Spätestens wenn im Freundeskreis die ersten Fragen auftauchen, kommt dann in der Regel die Frage auf, ob da nicht vielleicht doch mehr ist, als ein rein freundschaftliches Gefühl.

Reine Freundschaft durchaus möglich, sagen Psychologen

Auch wenn klar ist, dass es mehr gleichgeschlechtliche platonische Freundschaften gibt, ist das Gegenteil Psychologen zufolge durchaus möglich, und zwar auch lebenslänglich. In der heutigen Zeit nimmt deren Anzahl mehr und mehr zu und erfreut sich vor allen Dingen bei jüngeren Menschen großer Beliebtheit.

Die Experten sehen vor allem das Schwinden der Sterotypen und die Überschneidung der "weiblichen" und "männlichen" Interessen als Grund an. Dies hat Vorteile für beide Seiten, da es Möglichkeiten gibt, das andere Geschlecht besser kennen zu lernen und seinen Horizont somit zu erweitern.

Sexuelles Interesse oder tiefere Gefühle sind häufig

Die Aufrechterhaltung einer ungleichgeschlechtlichen Freundschaft ist jedoch gar nicht so einfach, denn wie zahlreiche Studien gezeigt haben, besteht immer zumindest ein minimaler Gedanke, dass daraus mehr werden könnte; vor allem Männer zeigen dabei hin und wieder sexuelles Interesse.

Dies legen Forscher darauf zurück, dass es in der Evolution der Männer liegt, "sich keine sexuelle Gelegenheit entgehen zu lassen". Treten bei einem von beiden - oder auch bei beiden - solche Gefühle auf, sollte man diese offen ansprechen, jedoch, ohne sich große Hoffnungen zu machen, dass es mit einer Liebesbeziehung klappen könnte, denn in den meisten Fällen ist dies nicht der Fall.

Auch ob die Freundschaft danach weiter geführt werden kann, ist fraglich. Hier kann man meistens nichts anderes tun, als es auszuprobieren.

Freundschaften zwischen Frauen halten länger

Rückenansicht zwei Freundinnen auf Couch vor Fernsehen essen Pralinen
Two women in living room watching television eating chocolates s © Monkey Business - www.fotolia.de

Frauen sind die besseren Freunde. Das haben englische Soziologen nun nach zehnjähriger Beobachtung von 10000 Männern und Frauen festgestellt, berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie. Die Forscher der Universität Manchester fanden, dass Freundschaften unter Frauen tiefer sind und länger anhalten.

Männer wählen ihresgleichen häufig dann zu ihren besten Kumpels, wenn sie selbst davon profitieren. Frauen kalkulieren weniger und gehen mit ihren Freundinnen durch dick und dünn. Daran ändern weder die Karriere noch ein Umzug etwas.

Männer erwarten von ihren besten Freunden bei Weitem nicht nur emotionale Zuwendung

Zwei Freunde mit Skateboars sitzen an Mauer und lachen zusammen
Happy young friends © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Zusammenhalt und Treue – auch für deutsche Männer sind dies die wichtigsten Bestandteile einer wirklich guten Freundschaft. Doch anders als viele Frauen haben die Männer deutlich weniger Hemmungen, bei Freunden auch materielle Unterstützung einzufordern.

Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.998 Männern und Frauen ab 14 Jahren im Auftrag der "Apotheken Umschau" erwarten fast drei von zehn (29,2 %) der männlichen Befragten, dass der beste Freund einem auch aus finanziellen Notlagen hilft. Bei den Frauen sind dies mit 22,0 Prozent deutlich weniger.

Für knapp ein Viertel der deutschen Männer (23,6 %) ist es auch völlig selbstverständlich, dass der beste Freund seine Beziehungen für ihn spielen lässt (Frauen: 16,1 %). Und auch Autos spielen bei Männerfreundschaften eine entscheidende Rolle: Rund jeder Sechste (17,8 %) erwartet, dass der Kumpel ihm auch einmal für längere Zeit seinen Wagen leiht – bei Frauen sind das lediglich 11,3 Prozent.

Können Frauen und Männer Freunde sein?

Je nach Alter und Geschlecht Meinungen über Freundschaft unterschiedlicher Geschlechter verschieden

Junger Mann unterstützt junge Frau in Fitnessstudio beim Hanteltraining auf Trainingsbank
Woman lifting weights © iofoto - www.fotolia.de

Das Wesen der Freundschaft gab bislang vor allem zwei Rätsel auf: Gibt es etwas Schöneres als eine richtige Frauen- bzw. Männerfreundschaft und können Männer und Frauen wirklich nur Freunde sein?

Laut einer repräsentative, Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.998 Befragten im Auftrag des Onlineportals „GesundheitPro.de“ sagt mehr als jeder zweite Deutsche (53,0%), er brauche nicht unbedingt einen Freund gleichen Geschlechts, um sich besonders gut austauschen zu können. Aufgeschlossener zeigt sich bei der Freundeswahl das männliche Geschlecht: Während fast zwei Drittel der Männer (60,8%) auch ebenso gut mit einer Frau befreundet sein können, ist mehr als die Hälfte der weiblichen Befragten (54,3%) der Ansicht, sie könnten sich wirklich stimmig nur mit einer Frau austauschen.

Je älter, desto toleranter bezüglich des Geschlechts guter Freunde

Deutliche Unterschiede gibt es auch hinsichtlich des Alters: Besonders tolerant sind die Ab-70-Jährigen, für fast zwei Drittel von ihnen (63,3%) spielt das Geschlecht für eine gute Freundschaft keine Rolle. Für sieben von zehn Jugendlichen (70,9%) ist der gleichgeschlechtliche gute Freund aber äußerst wichtig. Ähnliches gilt für die Gruppe der 30-39-Jährigen (57,6%).

Und wie steht es nun um die Freundschaft zwischen Mann und Frau? Zwei von drei Deutschen (65,7%) sagen, Männer und Frauen können beste Freunde sein, 34,3 Prozent sind dagegen überzeugt, dass das nicht funktionieren kann.

Der Kampf um den Sozialstatus - Männer und Frauen fechten zwischenmenschliche Konflikte anders aus

Wie unterschiedlich Männer und Frauen streiten

Büromitarbeiter streitet sich mit Chefin
Office life © diego cervo - www.fotolia.de

Der kleine Unterschied zwischen den Geschlechtern kann in manchen Gebieten dann doch sehr groß sein. Psychologen haben ermittelt, wie Frauen und Männer mit zwischenmenschlichen Konflikten umgehen. Das Ergebnis: Die Damen wählen den subtilen Zickenkrieg, Männer sind da wesentlich direkter.

Streitformen

Streit gibt es unter Menschen immer wieder, egal ob in der Familie, dem Freundeskreis oder auf Arbeit. Wenn eine Frau in einen Konflikt gerät, sucht sie sich schnell eine Verbündete. Gemeinsam mit dieser Freundin oder Kollegin wird dann über den „Feind“ gelästert was das Zeug hält. Das baut bei der Betroffenen den Stress ab und stärkt ihr angekratztes Selbstwertgefühl.

Männer dagegen schmieden keine Läster-Allianzen. Sie begegnen dem Problem und seinem Verursacher allein und auf direkte Art. Statt unauffällig zu manipulieren und Intrigen zu schmieden, wird auf verbalen Konfrontationskurs gegangen.

Die Damen meiden Wortgefechte und versuchen ihren Gegner sozial zu isolieren, indem etwa Freundschaften gekündigt werden, oder der Betroffene beim Mittagessen allein bleibt. Ein Experiment hat ergeben, dass Frauen damit nicht unbedingt erfolgreicher sind. Die Aussprache, wie Männer sie bevorzugen, hat oft klarere Auswirkungen.

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    Freundschaft zwischen Männern und Frauen – geht das?

    Eine Freundschaft hält manchmal länger als eine Liebe

    Ansicht von unten: Drei junge Freunde am Strand
    Fun in the sun © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Wenn man Harry und Sally im gleichnamigen Kinofilm glauben darf, funktioniert das auf gar keinen Fall. Und doch fühlt man sich manchmal zu einem Menschen vom anderen Geschlecht unwiderstehlich, aber dennoch platonisch hingezogen.

    Woran merkt man, dass es sich dabei um eine Freundschaft und nicht um Liebe handelt?

    Freundschaftliche Absichten

    Wenn es sich beim andern um jemanden aus dem üblichen Beuteschema handelt und es dennoch nicht sofort kribbelt oder sich Schmetterlinge in den Bauch verirren, weist das auf freundschaftliche Absichten hin. Recht einfach lässt sich dies ausloten, indem man beispielsweise bei einem Ausflug eine Nacht im selben Zimmer verbringt. Verstreicht diese Gelegenheit ungenutzt, zeigt es, dass es um freundschaftliches Vertrauen geht.

    Gespräche führen

    Unterhält man sich gegenseitig über Ex-Partner ohne Eifersucht, dann spricht auch das für ein rein freundschaftliches Miteinander. Sich anzuvertrauen heißt in diesem Fall nämlich eher, den andern zu seiner Meinung aus Sicht des anderen Geschlechtes zu befragen. Der Freund oder die Freundin wird dann zur Agentin im anderen Gebiet.

    Erste Gefühle?

    Auch eine Freundschaft kann immer mal wieder zu kippen drohen. Dann, wenn urplötzlich der Gedanke aufkommt, dass der andere ja ganz propper aussieht und gut zu einem passt.

    Im Sinne der Freundschaft heißt es hier: "Achtung!" Eine Freundschaft kann viel länger halten als so manche Liebe. Darum sollte sie nicht für amouröse Tests auf Spiel gesetzt werden.

    Mit Respekt und dem Wissen, dass mal der Eine und mal der Andere durchaus liebevolle Gefühle entwickeln kann, ist eine Freundschaft Gold wert. Und sie kann funktionieren, auch oder gerade weil Harry und Sally das ganz anders sehen.

    Frauen pflegen mehr soziale Kontakte – das schützt auch im Alter vor Einsamkeit

    Frauen haben in der Regel ein gut ausgebildetes solziales Netzwerk, Männer vereinsamen hingegen leichter

    Zwei befreundete alte Paare lachen gemeinsam
    Group of senior friends laughing © Monkey Business - www.fotolia.de

    Ob Single oder verheiratet – Frauen leiden selten unter einem Mangel an sozialen Kontakten. Auch in der Partnerschaft ist es meist ihre Aufgabe, die Beziehungen zu Freunden, Familie und Nachbarn pflegen. Viele Männer finden das bequem – im Alter oder nach einer Trennung kann sich der Mangel an sozialen Kompetenzen jedoch rächen.

    Wie Studien zeigen, haben alleinstehende Frauen in aller Regel ein gut ausgebildetes soziales Netzwerk. Sie machen Sport, treffen sich mit Freunden, reisen und gehen ins Kino. Auch bei Krankheiten können sie auf Unterstützung aus ihrem Umfeld bauen.

    Männer leiden häufiger unter Einsamkeit

    Männer fokussieren sich dagegen eher auf berufliche Kontakte. Sie haben weniger Themen, und die Pflege von Beziehungen überlassen sie gern der Partnerin. Wenn diese wegfällt, vereinsamen sie deshalb leichter. Obwohl es deutlich mehr allein lebende Frauen als Männer gibt, leiden die Herren der Schöpfung häufiger unter Einsamkeit.

    Auch in der Ehe werden die Unterschiede im Alter spürbarer. Selbst bei schlechter Gesundheit pflegen die meisten Frauen aktiv ihre sozialen Kontakte und haben ein breites Spektrum an Themen.

    Viele ehemalige Macher erweisen sich dagegen als emotional und psychisch abhängige Wesen: sie unternehmen nur etwas, wenn die Frau plant und motiviert. Die Kontakte zu alten Arbeitskollegen erweisen sich selten als tragfähig, weil die Gespräche sich vorrangig ums Berufliche drehten. Chancen auf soziale Bindungen bietet dann ein Ehrenamt - oder die Geburt von Enkelkindern.

    Gute Freundschaften und eine große Distanz müssen sich dabei nicht unbedingt gegenseitig ausschließen...

    Tipps, um eine Freundschaft über Distanz beizubehalten

    Im Laufe unseres Lebens gewinnen und verlieren wie viele Freunde. In manchen Fällen ist eine Freundschaft aber so eng, dass diese auch weitergeführt werden soll, selbst wenn einer weit wegziehen muss. Doch welche Tipps helfen dabei, dass eine Freundschaft trotz dieser Distanz weiter Bestand hat?

    Den Kontakt halten

    Zunächst einmal sollte man nach Möglichkeit alle verfügbaren Mittel nutzen, um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Hierzu gehören beispielsweise

    Heutzutage eignen sich auch Videoanrufe hervorragend, um sich nicht nur regelmäßig zu hören, sondern auch sehen zu können. Des Weiteren sollte man versuchen, regelmäßig in Kontakt zu bleiben. Diese Vorgabe kann insbesondere dann schwer werden, sobald man in verschiedenen Zeitzonen lebt oder aufgrund der Arbeit stark unterschiedliche Tagesabläufe hat.

    Aus diesem Grund macht es Sinn, sich etwa alle ein bis zwei Wochen zu einem Telefonat oder einer Videokonferenz zu verabreden. Dies heißt aber natürlich nicht, dass der andere nicht auch einfach so einmal kontaktiert werden kann.

    Regelmäßige Besuche

    Wenn möglich, sollte man sich trotz dieser großen Distanz von Zeit zu Zeit zu besuchen. Dafür eignen sich vor allem Feiertage, da hier ohnehin häufig die Familie im Heimatort besucht wird. Zu einem solchen Termin kann man sich dann die Zeit nehmen und einen Tag mit dem alten Freund verbringen, um in Erinnerungen zu schwelgen und doch Neues zu erleben.

    Veränderungen akzeptieren und sich für den anderen interessieren

    Darüber hinaus ist es wichtig, dass beide Freunde verstehen, dass es nicht mehr so wie früher sein kann. So teilt man keinen gemeinsamen Alltag mehr, was wiederum bedingt, dass ein Stück Nähe verloren geht.

    Dies ist aber kein Grund, die Freundschaft als solche in Frage zu stellen oder beleidigt zu reagieren. Stattdessen sollte man akzeptieren, dass die Freundschaft ein neues Level erreicht hat, welches nicht mehr mit früher verglichen werden kann.

    Damit die Freundschaft über weite Distanzen aber überhaupt weiter bestehen kann, ist es weiterhin wichtig, dass man sich für den anderen und dessen Aktivitäten interessiert. Dazu gehört es auch, dem anderen über Aktivitäten des Alltags zuzuhören, selbst wenn einen diese nicht interessieren oder man sie kaum nachvollziehen kann.

    Die Pflege einer Freundschaft über große Distanz bedarf somit einiger Kraft und Aufmerksamkeit. Werden diese Voraussetzungen aber erfüllt, dann kann man behaupten, einen Freund für's Leben gewonnen zu haben.

    Nicht nur die räumliche Distanz kann eine Freundschaft stärken...

    Wie Abstand auf die Themen des anderen aus Ihnen einen besseren Freund machen kann

    Viele wünschen sich ihre beste Freundin oder ihren besten Freund im Alltag mehr sehen zu können. Doch kann der Alltag schnell Tücken mit sich bringen und für eine Veränderung im Freundschaftsverhältnis führen – vor allem dann, wenn man sich zu sehr auf die Probleme des anderen einlässt, seine eigene Meinung bildet und seine Neutralität verliert.

    Freunde als Trostspender und Ratgeber

    Hat man ein Problem, dann ist die treue Schulter eines guten Freundes gesucht. Bekanntermaßen sind es Freunde, die im Leben einen beinahe höheren Stellenwert für einen selbst einnehmen als der eigene Partner.

    Und oft sind es Themen, die den Partner betreffen, die bei einem Menschen zu großen Sorgen und Ängsten führen können, so dass der gute Rat und das offene Ohr eines guten Freundes Gold wert sein können. So ist es die Sichtweise eines Menschen, der von außen auf die problematische Situation blicken kann, Klarheit geben und Mut machen kann.

    Freunde haben die Eigenschaften, Halt zu geben, einem das Gefühl zu geben, so angenommen zu sein, wie man ist, ob mit oder ohne Problem. Sie vermitteln einem, dass man mit seinem Problem nicht allein ist und geben Trost, ein ermahnendes Wort oder sorgen für Abwechslung, wenn man sich zu lange und zu intensiv mit einem Thema auseinandersetzt, das zum aktuellen Zeitpunkt eh nicht zu ändern ist.

    Freunden kann man alles anvertrauen, sie geben Rat und spenden Trost
    Freunden kann man alles anvertrauen, sie geben Rat und spenden Trost
    Objektivität des Freundes

    Leider kann es für Menschen problematisch sein, wenn sich Freunde zu nah an dem eigenen Alltag und der Partnerschaft befinden. Kennt der Freund auch den Partner oder die Kinder, dann kann es passieren, dass er bei Problemen mit diesen Personen kein objektiver Zuhörer und Berater mehr sein kann.

    Je nach gegenseitigem Bekanntheitsgrad mit den anderen Personen kann sich ein Freund auf diese Weise zu einem ungeeigneten Gesprächspartner entwickeln, wenn es sich um Themen aus dem Partnerschafts- oder Familienkreis handelt. Als Freund sollte man sich daher mit Vorsicht in die Nähe der Familie eines nahestehenden Freundes begeben.

    Unterschiedliche Sichtweisen akzeptieren und schätzen lernen

    Machen Sie sich immer mal wieder bewusst, dass die Nähe auch die Gefahren in sich birgt, dass Sie unter anderem beim Reden über Probleme Ihre eigene Perspektive der Perspektive Ihres Freundes oder Ihrer Freundin gegenüberstellen könnten, da Sie sich aufgrund der alltäglichen Nähe ein eigenes Bild verschaffen können. Dies kann gut gehen, grundsätzlich handelt es sich hier allerdings um einen Eingriff in die Welt des anderen.

    Auch wenn Sie ein eigenes Bild haben, sollten Sie Ihrem Freund oder Ihrer Freundin nicht das Gefühl nehmen, die eigene Sichtweise haben zu dürfen. Machen Sie nicht den Fehler und korrigieren Sie die Sichtweise Ihrer Freundin.

    Jedes Gefühl und jeder Gedanke ist ein Teil der Persönlichkeit Ihrer Freundin und sollte nur mit Bedacht und in seltenen Fällen von Ihnen durch entsprechendes Reden gemindert werden. Behalten Sie einen gewissen Abstand stets bei und verlieren Sie Ihren neutralen Standpunkt nie.

    Fazit

    Lassen Sie Ihre Freundin oder Ihren Freund bewusst ihr eigenes Leben leben, reden Sie nicht hinein und bleiben Sie stets diplomatisch, wenn sie beide über den Partner oder die Familie reden. Ein Freund ist oft die Verbindung zur Außenwelt, wenn man sich als Mutter, als Vater, als Partner oder Partnerin zu sehr in seinen Verpflichtungen innerhalb der Familie verlaufen hat.

    Dann ist es meist ein Freund, der Sie aus dem Alltag herausholt, Sie daran erinnert, dass Sie neben der Partner- und der Elternrolle auch noch sich selbst ab und an in den Vordergrund stellen sollten. Bewahren Sie sich als Freund stets den Abstand, um nicht zu sehr in die Gefühlswelt und Familienthemen Ihres Freundes oder Ihrer Freundin zu geraten, damit Sie immer die Möglichkeit haben, das Thema ab einem bestimmten Punkt zu wechseln und Leichtigkeit einzubringen.

    Vorteile von Freundschaften

    Geheimnisse wahren und Dampf ablassen: Enge Freundschaften können die Beziehung entlasten

    Zwei Freundinnen umarmen sich lachend, im Hintergrund lächelnder Mann
    wima 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

    Beste Freundinnen und gute Kumpels sind wichtig für das Funktionieren einer Partnerschaft. Denn wenn Personen, die sich in einer Beziehung befinden, alle Probleme ausschließlich nur mit dem eigenen Partner besprechen, führe dies früher oder später zum Krach.

    Von großen Gruppierungen seien wiederum meist keine wertvollen Ratschläge zu erwarten, weiß Michael Stanislawski. "Mit einem guten Freund kann man grundsätzlich alle Themen besprechen", so der Experte weiter. Stanislawski muss es wissen, denn er lehrt am IWF - einem Münchener Institut, das Familientherapeuten ausbildet.

    Nur in einer exklusiven Freundschaft sei gesichert, dass Geheimnisse auch geheim bleiben. Dies sei eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass man sich einer Person gegenüber öffnen und auch über intime Dinge sprechen kann. Zwar könne diese Funktion auch der Lebenspartner übernehmen, aber es sei dennoch gut, wenn dieser nicht immer für alle Problemchen der "Dauer-Blitzableiter" sei, so Stanislawski.

    Länger leben mit vielen Freunden

    Acht Freunde beim gemütlichen Grillen und Essen an einem hellen Holztisch im Garten, Blick von oben
    Grillparty in eigenem Garten © karepa - www.fotolia.de

    Wie eine Auswertung von amerikanischen Wissenschaftlern mit Daten aus 148 Studien ergab, leben Menschen länger, wenn sie viel Kontakt mit ihrer Familie, Freunden und Arbeitskollegen unterhalten, als diejenigen, die sich zurück in ihr "Schneckenhaus" ziehen.

    So stellten die Forscher bei diesem Personenkreis eine um 50 prozentige höhere Wahrscheinlichkeit fest, länger, aber auch gesünder zu leben. So wirken sich fehlende Kontakte sogar doppelt negativ aus, wie beispielsweise ein täglicher Zigarettenkonsum von etwa 15 Zigaretten oder auch übermäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht. Wie die Forscher feststellten, traf dies auf alle Altersgruppen zu.

    Freundschaft statt Leidenschaft?

    Junge Frau in rotem Kleid beschuldigt und zeigt auf ihren Freund in blauem Shirt
    Woman accusing her boyfriend © olly - www.fotolia.de

    Wenn es unter guten Freunden zu sexuellem Kontakt kommt, halten es die wenigsten für wahrscheinlich, dass daraus eine ernst zunehmende Paarverbindung entstehen könnte. Und damit haben sie mit ihren Vermutungen ganz recht. Wie eine amerikanische Studie nun belegt hat, kommt es bei Freunden, die sich ab und an auch sexuell miteinander vergnügen, obwohl sie eigentlich nur „gute Freunde“ sind, zu Konflikten und Problemen.

    Denn was anfangs so locker beginnt, endet meist dann doch ernster, als zumindest einem der Beteiligten lieb ist. Und dann scheitert nicht nur eine gemeinsame Partnerschaft, sondern meist auch die Freundschaft.

    Laut den Ergebnissen der Studie schaffen es jedoch fast 20 Prozent der Personen, die dieses auch als „Freundschaft Plus“ bezeichnete Beziehungsmodell erlebt haben, zu einem gemeinsamen Happy End.

    Warum sind Freundschaften im Leben so wichtig?

    Drei Freunde mit Sonnenhut und Sonnenbrille essen ein pinkes Eis
    Group of friends eating ice-cream in Gdansk © Kalim - www.fotolia.de

    Der Mensch ist ein soziales Wesen, sein Leben ist ausgelegt, es mit anderen Menschen zu verbringen, Freundschaften zu schließen und zusammen mit anderen die großen und die kleinen Probleme des Alltags zu durchleben. Schon kleine Kinder finden im Kindergarten ein soziales Gefüge vor und finden dort meist ihren ersten besten Freund oder die beste Freundin. Später in der Schule sind Freundschaften auch sehr wichtig und Teenager können sich ein Leben ohne die beste Freundin oft nur schlecht vorstellen.

    Freundschaften müssen aber nicht ein Leben lang halten. Manchmal durchlebt man gemeinsam Krisen, geht durch Dick und Dünn und vertraut sich gegenseitig alles an. Aber von den Menschen, die wir im Laufe des Lebens kennen lernen, wird lange noch nicht jeder zum Freund.

    Wenn eine Freundschaft entsteht, so geschieht dies oft durch Zufall. Entscheidend dabei ist, ob die beiden Menschen Gemeinsamkeiten haben oder nicht. Meist merkt man schnell, mit wem man auf einer Wellenlänge liegt und wo eine gute Freundschaft entstehen kann.

    Natürlich können Freundschaften im Laufe der Zeit auch wechseln, nach Abschluss von bestimmten Lebensphasen reißt der Kontakt zu Freunden auch oft ab, beispielsweise wenn die Schule beendet wird. Damit eine Freundschaft auch die veränderten Lebenssituationen überdauert ist es wichtig, diese auch zu pflegen und darin zu investieren.

    Die positive Auswirkung der Freundschaft auf das Wohlbefinden

    Vier Freunde stoßen bei einem Dinner mit Wein an
    Friends at dinner © microimages - www.fotolia.de

    Zusammen etwas unternehmen, verreisen, sich seine Ängste und Sorgen mitzuteilen oder einfach mal "abhängen" und nichts tun - Freunde begleiten einen in zahlreichen Situationen des Alltags und wer das Glück hat, gute Freunde zu haben, würde niemals wieder auf sie verzichten wollen. Forschern zufolge sind sie jedoch nicht nur für unsere Psyche gut, sondern fördern auch unsere körperliche Gesundheit. Sie sorgen für ein stärkeres Wohlbefinden, weniger Stress und stärken zudem unsere Abwehrkräfte.

    Vor allen Dingen ist die Wirkung von Freunden auf das eigene Selbstbewusstsein erwähnenswert. Studien haben gezeigt, dass sich ein Mensch selbst stärker und beflügelter ansieht, an den Tagen, die er mit seinen Freunden verbracht hat. Die komplett andere Seite hingegen - Einsamkeit - führt dazu, dass man in ein Loch fallen kann, sowohl psychisch, als auch körperlich.

    Schutz vor psychischen Erkrankungen

    Ein weiteres Feld, in dem liebe Menschen um einen herum einen guten Schutz bieten, sind psychische Erkrankungen. So können in vielen Bereichen Freunde dazu beitragen, eine ernsthafte Erkrankung - beispielsweise nach einem Trauma - zu verhindern. Indem sie für den Betroffenen da sind, ihn auffangen und unterstützen, helfen sie ihm bei der Verarbeitung schlimmer Erlebnisse. Gleiches gilt für großen Liebeskummer, Scheidungen und Co.

    Familienersatz

    So liegt es nahe, dass ein guter Freundeskreis in der Lage ist, eine zerrüttete Familie zu ersetzen. In Studien konnte man feststellen, dass diejenigen, die wenige Freunde haben, ein sehr harmonisches Familienleben führen und dort starken Halt bekommen. Ist das Verhältnis zu den Familienmitgliedern eher schlecht, baut man sich einen entsprechend starken Freundeskreis auf.

    Unterm Strich lässt sich in Sachen Glück und Zufriedenheit eine Parallele ziehen. Dabei ist nicht die Anzahl der Freunde ausschlaggebend, sondern die Qualität der Freundschaft.

    Freundschaft ist eine gute Medizin gegen Schmerzen

    Wenn der Freundeskreis stabil und groß ist, wird die Wahrnehmung von Schmerzen weniger stark

    Vier Freunde beim gemeinsamen Kochen von Pasta und Fleisch
    Freunde kochen Pasta und Fleisch zuhause in Küche © Kzenon - www.fotolia.de

    Jeder Mensch hat eine ganz eigene Schmerzwahrnehmung. Was für den einen bereits sehr unangenehm ist, liegt bei anderen noch im Bereich des Erträglichen. Ein Grund dafür sind unterschiedliche Reizweiterleitungen zum Gehirn und auch die Arbeit des Hirns selbst. Nun haben britische Forscher einen weiteren Faktor betont, der ebenfalls auf die individuelle Schmerzwahrnehmung wirkt: Freunde.

    Glückshormone gegen Schmerzen

    Die Wissenschaftler erhoben bei mehreren Menschen, wie viele Freunde diese haben. Außerdem fügte man den Freiwilligen leichte Schmerzen zu und konnte so die individuelle Schmerztoleranz feststellen. Es zeigte sich, dass die Wahrnehmung von Schmerzen weniger stark wird, wenn der Freundeskreis stabil und groß ist. Es gab einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Menge der Freunde und der Schmerztoleranz.

    Die Forscher gehen davon aus, dass dieser Effekt durch Hormone ausgelöst wird. Wer viel Zeit mit Menschen verbringt, die einem nahe stehen, schüttet Glückshormone aus. Diese Endorphine haben nachweislich einen schmerzlindernden Effekt auf den Körper. Wer glücklich ist, der spürt Schmerzen weniger stark und soziale Bindungen sind für den Menschen ein maßgeblicher Schlüssel zum Glücklichsein.

    Störung im Endorphin-System

    Das Experiment steht damit in einem klaren Zusammenhang zu Studien über Depressionen. Besonders Menschen mit psychischen Störungen

    1. haben oft wenig soziale Kontakte und
    2. klagen häufig auch über körperliche Beschwerden.

    Es gibt die Theorie, dass bei ihnen das Endorphin-System im Gehirn gestört ist.

    Grundinformationen und Tipps zur Freundschaft

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: erzähl mir was © soschoenbistdu - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Two girlfriends © NatUlrich - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Freunde bowlen © Kzenon - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: gossip © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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