In einer Beziehung können sich schnell Rollen bilden: Der eine hat immer den Überblick und der andere bestärkt und ordnet sich letztlich unter. In einer gesunden Beziehung allerdings ist es wichtig, dass diese feste Regel auch aufgebrochen werden darf und die Partner die Rolle des anderen annehmen können und sogar müssen.
Eine gesunde und langanhaltende Beziehung steht und fällt mit der Fähigkeit sich als Partner dominant zu zeigen aber auch untergeordnet zu sein. Vor allem, wenn es um das Gründen einer Familie und dann folgende Aufziehen der Kinder geht, spielt es eine entscheidende Rolle, inwiefern beide Partner bereit sind sich auf die einzelnen Situationen des Alltags einzulassen und die jeweilige Rolle anzunehmen, die erforderlich ist.
Keine gesunde Beziehung lebt davon, dass die Rollen des Ansagers und des Befolgenden ein Mal festgelegt sind und für den Rest der Beziehung beibehalten werden. Eine Beziehung wird durch den Wechsel der jeweiligen Rollen erst spannend und lebendig und kann je nach aktuellem Ansager Probleme unterschiedlich lösen.
Zeigen Sie einander das Vertrauen und Zutrauen und lassen Sie sich Führen genauso wie sich der andere Führen lässt, wenn Sie Entscheidungen treffen und die Unterstützung Ihres Partners erforderlich ist. Es ist verlockend im Zusammensein mit dem Partner die Verantwortung und die Klarheit der Gedanken einen Gang hinunter zu schalten, wenn man mit den Gedankenläufen des Partners vertraut ist und mit ihnen größtenteils konform geht.
Jeder starke Partner hat in regelmäßigen Abständen das Bedürfnis sich auch ein Mal als Folgender bewähren zu können und nicht immer den Überblick und die Kontrolle zu haben und die finalen Entscheidungen treffen zu müssen. Sollten Sie in einer Partnerschaft dazu tendieren zu folgen, dann machen Sie sich bewusst, dass sich jeder Starke Partner über einen ab und an ebenfalls starken Gleichgesinnten freut und die Verteilung der Arbeiten in der Beziehung und der Bestreitung des Beziehungslebens gerne abgibt.
Nehmen Sie diesen Gedanken auf und befähigen Sie sich mit der Zeit dazu Ihrem Partner Verantwortungen abnehmen zu können.
Stellen Sie sich ganz einfach vor, dass auch Sie an der Beziehung beteiligt sind und es als stets folgender Partner schwer möglich ist seine eigenen Bedürfnisse adäquat wahrzunehmen, vorzubringen, sich dafür einzusetzen und dem führenden Partner zu erklären.
Als folgender Partner stellt sich mit der Zeit das Problem ein, dass man in Bequemlichkeiten verfällt, abhängig werden kann von der schnellen Entscheidungsfähigkeit des Partners, eingeschüchtert von der schnellen Überblicksperspektive und der starken und anziehenden Energie, die von einem führenden Menschen nun einmal ausgeht.
Sehen Sie die Beziehung als ein gemeinsames Feld an, das mit den Kräften Ihres Partners und mit Ihren eigenen Kräften bearbeitet wird und in Ihrem beidseitigen Interesse wachsen und sich nach gemeinsamen Maßstäben entwickeln kann.
Geben Sie nicht die Möglichkeit ab sich an Ihrem eigenen Lebensraum mitzugestalten und vertrauen Sie nicht darauf, dass Ihr Partner immer Lust hat die führende Rolle zu besetzen. Legen Sie Themenbereiche innerhalb der Beziehung fest, für die Sie Ihren Partner oder sich als Hauptverantwortliche zuordnen.
Auf diese Weise kommen Sie nicht in die Lage, dass beim Anfallen der Haushaltsarbeit oder Anfertigen der Steuererklärung das große Fragezeichen umhergeht, wer die anstehenden Aufgaben dieses Mal übernehmen wird. Üben Sie sich im Übernehmen an Verantwortungen innerhalb der Beziehung und reden Sie mit Ihrem Partner.
Geben Sie ihm Situationen, in denen Ihr Partner merken kann, dass er sich aus Sie verlassen kann und dass Sie ebenfalls im Stand sind die Beziehung und die damit verbundenen Aufgaben und Verbindlichkeiten im Blick zu behalten und sich für die Lösung von Aufgaben und Problemen kraftvoll einzusetzen.
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05.06.13 | |
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25.05.13 | |
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