Partnerschaftsformen und Beziehungsstadien - Von getrennten Haushalten bis zum Ehepaar

Junges Paar draussen, sie umarmt ihn von hinten, beide lächeln

Merkmale, Aufgaben und Probleme unterschiedlicher Beziehungsarten - In welche Richtungen sich eine Partnerschaft entwickeln könnte

Wenn sich ein Mann und eine Frau, zwei Männer oder zwei Frauen treffen und sich lieben lernen, so durchläuft ihre Beziehung meistens unterschiedliche Stadien. Sie geht in vielen Fällen von einem Leben mit getrennten Haushalten, über das Zusammenziehen mit späterer Heirat bis zur Bereicherung der Beziehung durch Kinder.

Verlauf einer Beziehung

Zu Beginn einer Beziehung lebt ein Paar meist weiter wie zuvor, sodass jeder seine eigene Wohnung hat und man zwar tageweise zusammenlebt, die eigene Wohnung aber nicht aufgeben möchte. Irgendwann verspüren jedoch die meisten Menschen das Bedürfnis, zueinander zu ziehen, sodass man auch den Alltag mit dem oder der Liebsten teilen kann.

Nach einigen Jahren, vielleicht auch schon nach wenigen Monaten, denken viele Paare über das Thema Heiraten nach. Und auch das Thema Kinder wird dann vielleicht aktuell.

Verschiedene Aufgaben und Probleme

In jeder Partnerschaftsform läuft das Leben eines jeden unterschiedlich ab. Wodurch jede Lebensform gekennzeichnet ist, wie sich die Aufgaben eines jeden verändern und welche Probleme diese Lebensform mit sich bringen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Natürlich ist es heutzutage längst nicht mehr so, dass jede Beziehung nach "Schema F" abläuft, so wie dies noch im vorigen Jahrhundert war. Jeder kann die Reihenfolge wählen, die er möchte, also beispielsweise auch zuerst ein Elternpaar und dann ein Ehepaar werden.

Gerade bei Paaren, die eine Fernbeziehung führen, gibt es die gemeinsame Wohnung vielleicht gar nicht oder erst nach einigen Jahren. Letztlich hat zwar jede Lebensform Vor- und Nachteile; jeder Mensch muss aber für sich selbst entscheiden dürfen, wie er leben möchte. Gott sei Dank läuft heutzutage vieles lockerer ab, sodass es vollkommen normal geworden ist, dass man von zu Hause auszieht, auch wenn man noch keinen Ehemann hat oder dass man auch mit seinem Partner zusammenlebt, ohne heiraten zu müssen.

Jede Beziehung steht ab und an vor Herausforderungen und Problemen
Jede Beziehung steht ab und an vor Herausforderungen und Problemen

Die individuellen Freiheiten der Lebensgestaltung

Jede Lebensphase hat positive und negative Aspekte. Und nicht für jeden Menschen ist jede Phase, die wir hier beschreiben, auch die richtige, mit der er oder sie alt werden möchte.

So gibt es viele Menschen, die zwar in einer glücklichen Beziehung leben, sich aber absolut keine Heirat vorstellen können. Genauso gibt es auch Ehepaare, die ganz bewusst auf Kinder verzichten und sich voll und ganz auf ihren Job konzentrieren.

Oder Paare, die sich für eine Fernbeziehung entschieden haben und auf Jahre hinweg getrennte Wohnungen besitzen, obwohl ihre Beziehung intakt ist und sie sich lieben. Somit kann eine Beziehung die unterschiedlichsten Formen annehmen.

Klassische Ehe

Die Klassische Beziehung mündet früher oder später in der Ehe
Die Klassische Beziehung mündet früher oder später in der Ehe

Die klassische Beziehung mündet mehr oder weniger bald in eine Ehe. Nach wie vor ist die Ehe die Form des Zusammenlebens, die gesellschaftlich am meisten akzeptiert ist.

Zudem bringt sie gewisse steuerliche Vorteile, die oftmals auch den letzten Zweifler überzeugen. Viele Menschen sagen, dass sie durch eine Heirat an gesellschaftlichem Ansehen gewinnen und als verheiratete Person auch bessere Karrierechancen haben.

Wilde Ehe

Doch eine Beziehung kann auch ohne Trauschein über viele Jahre hinweg halten. Längst ist es nichts Besonderes mehr, dass ein Paar unverheiratet zusammen lebt. Die Bezeichnung "Wilde Ehe", die für diese Lebensform früher gebräuchlich war, mutet heute eher antiquiert an.

Fernbeziehung

Eine Beziehung kann aber auch zu einer Fernbeziehung werden oder eine Fernbeziehung bleiben. Dies ist per Definition dann der Fall, wenn die Partner an weit voneinander entfernten Wohnorten leben oder arbeiten, und sich nur an den Wochenenden oder zu noch selteneren Gelegenheiten sehen.

Die Dauer und Qualität von Fernbeziehungen ist umstritten. In vielen Fällen können sie funktionieren, doch in den meisten Fällen haben die Partner das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Dennoch lassen die Lebensumstände ein Zusammenziehen häufig nicht zu.

Die Fernbeziehung als schwierige Beziehungsform
Die Fernbeziehung als schwierige Beziehungsform

Von einer Affäre zur Dreiecksbeziehung

Doch noch weitere Formen der Beziehungen sind denkbar: Kommt zum Beispiel zu der Beziehung noch eine weitere Person hinzu - abgesehen einmal vom Thema der Familienbildung - so entstehen so genannte Dreiecksbeziehungen.

Meist hat dabei einer der Partner eine zusätzliche Liebesbeziehung zu einer dritten Person, also eine Affäre. Wird diese vom betrogenen Partner toleriert, so spricht man von einer Dreiecksbeziehung. Dreiecksbeziehungen entstehen auch dann, wenn beide Partner mit der dritten Person einen intimen Umgang pflegen.

Platonische Beziehung

Und nicht zuletzt kann aus einer Liebesbeziehung auch eine platonische Beziehung werden. Sie entsteht dann, wenn das erotische Interesse eines oder beider Partner am anderen Partner erlahmt, man sich aber weiterhin sehr gut versteht, und die mangelnde sexuelle Aktivität für die Beziehung keinen Trennungsgrund darstellt.

Die meisten Deutschen hatten bisher zwei oder mehr dauerhafte Beziehungen

Deutsche haben im Durchschnitt zwei bis drei langfristige Partnerschaften

Eine Männer- und eine Frauenhand greifen ineinander, vor grünem Pflanzenhintergrund
freundschaft © Maria.P. - www.fotolia.de

Mit 16 die große Liebe finden und das restliche Leben zusammen verbringen – solche rosaroten Teenagerträume erfüllen sich in Deutschland offenbar immer seltener. Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.990 Personen ab 16 Jahren im Auftrag der Apotheken Umschau zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen nicht mehr beim ersten Partner bleibt: 58,7 Prozent der Befragten ab 16 Jahren gaben an, in ihrem Leben bereits mindestens zwei längere Beziehungen gehabt zu haben.

30-bis 59-Jährige sind beziehungserprobt

Vor allem die 30- bis 59-Jährigen präsentieren sich beziehungserprobt: Sie hatten der Umfrage zufolge bisher durchschnittlich drei Partnerschaften. Fast jeder Vierte (24,6 %) dieser Altersgruppe gab sogar an, er habe sich viermal oder häufiger für längere Zeit gebunden. 21,1 Prozent gaben sich dagegen bisher mit nur einer Beziehung zufrieden.

Verändertes Partnerschaftsverhalten

Dass damit offenbar ein Umbruch im Partnerschaftsverhalten stattgefunden hat, zeigt ein Blick auf die Umfrageergebnisse der älteren Mitbürger: Danach hatten die Ab-60-Jährigen in ihrem Leben durchschnittlich insgesamt nur zwei Beziehungen, Vier von Zehn (40,3%) lebten sogar nur in einer einzigen dauerhaften Beziehung.

Liebe in Zeiten des Internet – Flirten, Betrügen, Beenden

Flirten im Internet: Nicht nur Singles finden dort, was sie suchen

Weibliche Hände tippen auf Computer Tastatur
A business lady's hands on the keys typing documents © pressmaster - www.fotolia.de

Eine neue Liebe im Internet zu finden, scheint gar nicht so schwer zu sein. Das sehen jedenfalls 34 Prozent der Interviewten anlässlich einer Umfrage der Agentur Euro RSCG so. Auf der Seite von USA Today wurden die Ergebnisse veröffentlich. Demnach glauben 41 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen daran, dass das Web zum Knüpfen von Kontakten geeignet ist. Die jüngeren sind sehr viel optimistischer, als ältere Internet-Nutzer.

Bei den über 65jährigen sind es nur 21 Prozent, die sich Chancen für eine Liebe im Netz vorstellen können. "Soziale Medien haben es leichter gemacht, zu flirten und neue Menschen zu treffen", erklärt David Jones. Die Möglichkeiten seien umfassender. Genauso, wie man eine neue Liebe finden könne, gäbe es Betrug oder das Ende einer Beziehung würde eingeläutet.

Nicht nur Singles flirten

Fakt ist, dass im Web unglaublich viel geflirtet wird. Das betrifft nicht nur Singles, sondern durchaus auch Menschen, die in Partnerschaften leben. Immerhin 18 Prozent der Verheirateten erzählten von ihren Anbändel-Versuchen. Jeder zweite der Befragten, konnte von einer Verbindung berichten, die durch das Internet zustande gekommen war. Jeder Dritte wusste von Partnerschaften, die wegen einer Netz-Bekanntschaft in die Brüche gegangen war.

Männer und jüngere Nutzer nehmen es mit der Einschätzung einer Online-Beziehung nicht so genau. Sie glauben zum einen an die Möglichkeit erotischer Verhältnisse. Für die meisten gilt es jedoch als Fremdgehen, wenn jemand neben seiner realen Partnerschaft zusätzlich eine Affäre im Internet unterhält.

Tequila oder Bier - Beziehungsstatus in Social Networks

Junge, schwarzhaarige Frau hängt nah und konzentriert vor ihrem weißen Laptop
Eine junge nachdenkliche Frau mit Laptop Computer © bilderbox - www.fotolia.de

Auf Facebook läuft gerade eine Aktion von Frauen. Statt „Ich bin Single.“ oder „Mir geht’s gut.“ posten sie als Status „Bier“, „Gin“ oder „Tequila“. Wer ursprünglich die Idee zu dieser Aktion hatte, ist nicht bekannt. Ähnliche Aktionen gab es bereits schon bei wkw oder StudiVZ.

Mit der Getränkemeldung wird der Beziehungsstatus bekannt gegeben. Und wer wissen will, was genau nun Gin oder Tequila bedeuten, findet nachfolgend eine Aufstellung:

Serielle Monogamie oder doch die große Liebe - Deutsche glauben an "den einen Partner"

Grafik zwei goldene ineinander gelegte Ringe in Herzform
Heart shaped rings © Ivan Polushkin - www.fotolia.de

Die Online-Singlebörse Parship hat eine Umfrage zum Thema "Wahre Liebe" durchgeführt. Demnach glauben die Deutschen trotz steigender Scheidungsraten und der Diskussion um serielle Monogamie fest an die eine große Liebe.

1000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden befragt. Von denjenigen, die vergeben waren, glaubten gut 90 Prozent, dass sie mit dem aktuellen Beziehungspartner für immer zusammen bleiben würden. Zwischen Männern und Frauen gab es dabei keine großen Unterschiede in den Aussagen.

Singles sind etwas weniger zuversichtlich, viele von ihnen glauben nämlich an die wahre Liebe, sehen diese jedoch in einem oder einer Verflossenen. Ein Drittel der Befragten gab an, in ihrem oder ihrer Ex den Partner fürs Leben gehabt zu haben.

Beziehungstypen: Wie verhalten sich Menschen in langfristigen Liebesbeziehungen?

Weißer und schwarzer Schwan im Wasser, im Hintergrund Herz im Himmel
love is in the air © Thaut Images - www.fotolia.de

Wissenschaftler haben in einer aktuellen Studie über das Beziehungsverhalten von Menschen drei Typen identifiziert, auf die sich die Muster in Liebesbeziehungen letztlich runterbrechen lassen.

Demnach kann man eine Beziehung mit einer ablehnenden, einer ängstlichen, oder einer selbstsicheren Grundeinstellung angehen.

Erste Menschen sind individuelle Typen und achten stark auf ihre Eigenständigkeit.

Die Ängstlichen sehnen sich nach Liebe, machen sich aber häufig zu viele Gedanken und damit nicht selten alles kaputt.

Die Selbstsicheren kennen sich selbst gut und können deswegen auch in einer Zweierbeziehung aufgehen und Intimität zulassen.

Biologisch betrachtet wollen Menschen die eine Liebe finden, mit der sie sich reproduzieren können, und mit der sie auch gemeinsam die Kinder groß ziehen. Dafür muss das Paar jedoch längere Zeit zusammen bleiben. Wie man diese Verbindung eingehen will, unterscheidet sich jedoch. Die Wissenschaftler behaupten, dass sich alle Menschen in eine der drei Kategorien einordnen lassen, egal, wie lange sie mit ihrem Partner zusammen sind.

Viele Jugendliche halten nichts von lebenslanger Monogamie

Hochzeitspaar schneidet gemeinsam eine weiße Torte in Herzform mit Erdbeeren an
torte anschneiden © ilfotokunst - www.fotolia.de

Ein Leben lang mit dem selben Partner zusammenzusein ist für viele Menschen die Idealvorstellung einer perfekten Beziehung, nicht aber für die heutige Jugend. Wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 2.028 Personen zeigt, halten 45,1% der Befragten zwischen 16 und 29 Jahren die Monogamie für unzeitgemäß.

Stattdessen halten sie es für sinnvoller so lange mit einem Partner zusammenzusein bis man sich nicht mehr versteht und sich anschließend nach einer neuen Beziehung umzusehen. Die älteren Umfragenteilnehmer über 60 hingegen halten noch immer an der Beziehung auf Lebenszeit fest. Insgesamt 81,7% dieser Altersgruppe sprachen sich für die Monogamie aus.

Für die Deutschen gibt es sie - die Liebe, die ein ganzes Leben hält

Älteres glückliches Paar, Gesicht an Gesicht, lächelnd
grandparents © Papirazzi - www.fotolia.de

90 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass es die Liebe gibt, die ein ganzes Leben hält, viele der Befragten sind sogar der Meinung, dass sie diese Liebe gefunden haben. Männer und Frauen teilen diese Ansicht gleichermaßen.

In Zeiten der steigenden Scheidungsquoten ist dieses Umfrageergebnis recht überraschend. Ein Drittel der Personen, die befragt wurden, haben den Traumpartner in der Vergangenheit getroffen und sehen in dem Ex die Liebe ihres Lebens. Je älter ein Mensch wird, umso geringer wird der Glaube an die lebenslange Liebe, auch das ergab die Umfrage.

Fakt ist jedoch, dass die Mehrheit an diese Liebe glaubt und auch daran, sie bereits gefunden zu haben.

Der Wandel der Liebe im Laufe der Zeit

Junges Liebespaar in Küche, Umarmung, auf der Arbeitsfläche viel Gemüse, weiße Oberschränke, helle Küche, Spüle
young couple in their kitchen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Eben noch im Rausch der Liebe, findet sich das Paar dann doch irgendwann mit der rauen Realität konfrontiert. Die einstigen hormongesteuerten Schmetterlinge im Bauch müssen leider irgendwann den Alltagssorgen weichen, und holen dadurch Liebende teilweise hart von ihrer Wolke 7.

Dies ist jedoch normal und sollte auch ohne große Enttäuschung akzeptiert werden. Fatal ist es dann, wenn mit den veränderten Gefühlen auch Zweifel an der Liebe entstehen. Klischees aus TV und Presse dürfen nie Maßstab für eine erfüllte Beziehung sein, denn kein noch so verliebter Mensch kann diese emotionalen Hochleistungen dauerhaft dem Partner bieten.

Es ist völlig natürlich, dass auch beim Sex die Häufigkeit nachlässt. Solange jedoch beide Partner damit zufrieden sind ist dies eine ganz normale Entwicklung. Bei Bekannten die mit schwindelerregenden Häufigkeiten bei ihrem Sex angeben, steckt meist nicht mehr als nur heiße Luft um nichts dahinter.

Verbundenheit statt flüchtiger Verliebtheit

Die Verbundenheit löst einfach im Laufe der Zeit die hormonelle Verliebtheit ab. Geheiratet wird auch oftmals erst nach dem Erreichen einer gewissen Stabilität in einer Beziehung. Eine spätere Heirat ist kein Zeichen von Mangel an Liebe.

Eine Verbundenheit schafft gemeinsame Interessen. Ausgewogenheit muss bei dem Thema TV-Abende und Gesprächs-Abende bestehen, denn Zeit für den Austausch von Wünschen und Zielen ist sehr wichtig. Solange unterschiedliche Auffassungen fair diskutiert werden können, sind solche Gespräche ein Zugewinn.

So hat auch ein Geschenk das nicht gefällt keine Wertigkeit mehr in einer intakten Beziehung. Nur sollte in der Zukunft darauf geachtet werden, was dem Partner wirklich gefällt.

Schnelleres Beziehungsende durch Facebook, Twitter und Co.?

Mann und Frau sitzen auf Bett, wenden sich beide in Unterhemd den Rücken zu, schweigen
Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

Einst wurde das siebte Jahr einer Beziehung als sehr kritisch eingestuft. Doch so lange lassen heute die Probleme miteinander nicht mehr auf sich warten. Schon 2 Jahre und nur 9 Monate Beziehungsdauer scheinen das verflixte Siebte abgelöst zu haben. Bei dieser Studie konnte kein Unterschied zwischen Verheirateten, oder ohne Trauschein zusammenlebend erkannt werden.

Partnerfindung via Internet scheint nicht der beste Weg zu sein

Beziehungen die durch das Internet zustande kamen präsentieren sich oftmals eher als negativ. Ein Flirt mit Fremden endet dank Facebook, Twitter & Co. oft in einer realen Beziehung. Viele Paare stellen dann im Laufe der Zeit fest, dass es den Partner mit dem so herrlich im Chat zu flirten war gar nicht gibt. Online entsteht schnell das Gefühl von Nähe und dies ist meist trügerisch.

Interessant ist das Ergebnis der Studie. Sie belegt, dass gut fünfzig Prozent der Nutzer von sozialen Netzwerken ihren Partner hier kennenlernten. Gründe für das frühe Beziehungsaus kann auf die Schnelllebigkeit und Hektik der heutigen Gesellschaft zurückgeführt werden.

Beziehungstypen: Zwischen "Klette" und Distanzwahrer

Junges Paar am Strand, er trägt sie auf dem Rücken, beide lachen
Playful couple on the beach © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Sie ist eine echte Klette, er geht lieber auf Abstand - so lautet ein gern zitiertes Beispiel über unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung. Tatsächlich hat das Bedürfnis nach Nähe oder Distanz aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ob das Zusammenleben funktioniert, wenn unser Partner ein völlig anderer Beziehungstyp ist als wir selbst, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Den Anderen so akzeptieren wie er ist

Die vielleicht wichtigste Regel für ein glückliches Zusammensein lautet daher: Akzeptieren Sie Ihren Traummann, Ihre Traumfrau, wie er oder sie ist! Heute neigen wir dazu, erst einmal ungewöhnliches Verhalten wie zum Beispiel einen starken Freiheitsdrang schnell als "gestört" abzustempeln. Doch Menschen in eine Norm pressen zu wollen, hilft sicherlich am wenigsten weiter - weder uns selbst noch der Partnerschaft.

Wer respektiert, dass es unterschiedliche Vorstellungen davon gibt, wie oft man sich am Tag zum Beispiel WhatsApp-Nachrichten schickt, wie lange man telefonieren sollte und wie viele Kuscheleinheiten notwendig sind, der kann schon mal eine ganze Ecke gelassener werden. Selbstverständlich schließt dies auch ein, dass unser Partner umgekehrt denselben Respekt mitbringt!

Trotzdem kann es natürlich Verhaltensweisen geben, hinter denen sich tatsächlich tiefer liegende Probleme verbergen. Männer oder Frauen, die sich chronisch nicht binden wollen oder tagelang nicht melden, können echte Nähe offenbar nicht ertragen. Umgekehrt bringt auch notorisches Klammern viel Leid - für den Partner bzw. die Partnerin, aber auch für den Betroffenen selbst. "Kletten" leiden häufig unter geringem Selbstbewusstsein und Verlustängsten - höchste Zeit, sich mit dem "Warum" und dem "Wie komme ich hieraus?" zu beschäftigen!

Gemeinsames oder getrenntes Wohnen?

Für konkrete Entscheidungen im Alltag sind die trockene Theorie natürlich wieder ganz anders aus. Was zum Beispiel tun, wenn der eine unbedingt zusammenziehen möchte, der andere partout nicht? Vielleicht springen beide einfach gemeinsam ins kalte Wasser - und sehen, dass Entscheidungen niemals endgültig sein müssen. Wenn Alltagsstreitereien die Beziehung dominieren und das Zusammenleben einfach keinen Spaß mehr macht, dann kann man immer noch wieder getrennt wohnen.

Ebenso gut braucht eine Beziehung aber auch nicht zwangsläufig das "traute Heim". Es gibt viele Paare, die seit Jahrzehnten glücklich zusammen sind - jeder in seiner eigenen Wohnung. Die Entscheidung hierfür muss immer gemeinsam gefällt werden, ist oft nicht einfach, aber Streit und Reibereien zeigen eben nicht zuletzt auch, dass wir unserem Partner wirklich nah sind.

So lieben die Deutschen: ElitePartner bringt Studie 2015 heraus

ElitePartner-Studie offenbart Bekanntes und auch Überraschendes über das Liebesleben der Deutschen

Liebe - Ein rotes Herz schwebt zwischen zwei Händen
herz und hände © Falko Matte - www.fotolia.de

Die Online-Datingbörse ElitePartner konzipiert regelmäßig eigene Umfragen, um den Deutschen auf den (Liebes-) Zahn zu fühlen. Die jetzt veröffentlichte Studie fürs Jahr 2015 offenbart Spannendes, Bekanntes und auch Überraschendes über die Liebenden in Deutschland. Insgesamt nahmen rund 10.000 Frauen und Männer an der Online-Umfrage teil.

Interessante Ergebnisse

Partnerschaften machen Männer offenbar häufiger zufrieden als Frauen - mit 70% alle befragten Männer und immerhin 65% aller Frauen macht eine Beziehung aber beide Geschlechter glücklicher als der Single-Status.

Mit dem eigenen Sexleben allerdings sind nur knapp die Hälfte aller Befragten zufrieden. Übrigens räumt die Studie auch mit einem Mythos auf: Singles haben nicht häufiger Sex als Menschen, die in einer Beziehung leben - immerhin ein Drittel aller Singles hat nur einmal pro Monat oder seltener Sex.

Vorzüge des Singlelebens

Trotzdem offenbart die Umfrage, dass auch das Singleleben seine Vorzüge haben kann: So gelten Alleinstehende als zielstrebiger, sind reisefreudiger und offener für Neues. Sie leben sogar ein bisschen gesünder - und immerhin die Hälfte aller Befragten ist Single und glücklich. Und obwohl Single-Männer eher eine Partnerschaft vermissen als Single-Frauen, so gibt es doch auch den umgekehrten Fall:

  • Wenn der andere an einem herumnörgelt,
  • ständig über Ordnung und Haushalt diskutieren will oder
  • der Sex nicht mehr zufriedenstellend ist,

dann wünschen sich viele Männer und Frauen ihr Singleleben zurück.

Auf die möglichen Beziehungsstadien gehen wir im Folgenden genauer ein...

Beziehung ohne gemeinsamen Haushalt

Die Beziehung ohne gemeinsamen Haushalt ist die erste Partnerschaftsform, wenn man sich kennenlernt. Gerade bei Paaren, die eine Fernbeziehung führen, ist das getrennte Leben meistens aber nicht ganz freiwillig.

Merkmale

Zu Beginn einer Partnerschaft wohnen beide Partner entweder noch zu Hause oder sind bereits vom Elternhaus in ihre eigenen vier Wände umgezogen. Während der Kennenlernphase denken die wenigsten Menschen daran, gleich zusammenzuziehen. Es wohnt also jeder in seiner eigenen Wohnung und man trifft sich regelmäßig.

Paare, die sich schon längere Zeit kennen, wollen zwar häufig ihren eigenen Lebensraum nicht aufgeben, verbringen aber trotzdem regelmäßig einige Tage zusammen in einer Wohnung. Während beide noch ihre eigene Wohnung haben, können sie sich in Ruhe kennenlernen und Ausflüge oder andere Unternehmungen planen. Meistens entstehen Treffen durch vorherige Absprachen, wenn beide Partner noch keinen gemeinsamen Haushalt haben.

Vorteile

Der Vorteil bei dieser Lebensform ist, dass jeder seinen eigenen Rückzugsort hat. Die Beziehung kann langsam anlaufen, und wenn man einmal absolute Ruhe für sich selbst möchte, so kann man diese in der eigenen Wohnung finden. Gleichzeitig hat man aber einen Partner, der auf einen wartet und sich freut, wenn man wieder gemeinsam etwas unternimmt.

Gerade diese Freiheiten schätzen viele Menschen so sehr, dass sie keine gemeinsame Wohnung mit ihrem Partner oder der Partnerin bewohnen möchten. Doch dies ist eher die Ausnahme. Die meisten Menschen stellen sich früher oder später die Frage, ob sie nicht irgendwann zusammenziehen wollen.

Pärchen welche nicht zusammenwohnen treffen sich oft spontan und als Überraschung
Pärchen welche nicht zusammenwohnen treffen sich oft spontan und als Überraschung

Nachteile

Wer in getrennten Haushalten lebt, erlebt nie den Alltag mit dem anderen:

  • Lässt er/sie die Zahnpastatube offen liegen?

  • Braucht sie stundenlang im Badezimmer?

  • Wird der Abfluss von ihren langen Haaren verstopft?

  • Ist er ein Morgenmuffel?

  • Lässt er immer alle Klamotten rumliegen?

So sehr man sich vielleicht über derartige Dinge aufregt, sie gehören doch zu einer langjährigen Beziehung dazu. Trotzdem können viele Paare nicht sofort zusammenziehen, auch wenn sie dies möchten, beispielsweise weil einer von beiden viele Hundert Kilometer entfernt einen Studienplatz hat.

Wer in getrennten Wohnungen lebt, aus welchem Grund auch immer, muss sich immer um die Beziehung bemühen. Auch wenn die eigene Freiheit wichtig erscheint, so ist doch die gemeinsame Zeit für eine glückliche Partnerschaft unerlässlich und sollte daher auch regelmäßig eingeplant werden.

Meistens besteht nach spätestens einigen Jahren doch die Möglichkeit, zusammenzuziehen, sodass die Partnerschaft in eine neue Lebensform wechselt: die nicht eheliche Lebensgemeinschaft.

Typologie von Paaren – diese Beziehungen haben mehr oder weniger gute Chancen

Psychologen unterscheiden im Wesentlichen fünf Beziehungstypen, die verschiedene Erfolgsaussichten haben

Paar in weißen Hemden umarmt sich vor blauem Meer
Lazing on a sunny afternoon © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Jede Partnerschaft hat ihre eigene Dynamik. Manche Beziehungen zerbrechen schon nach kurzer Zeit, andere halten bis ins hohe Alter.

Wie stabil der Bund ist, hängt vom Paartyp ab. Psychologen unterscheiden hier fünf wesentliche Muster. Gegenseitige Wertschätzung kann Paare dabei ebenso verbinden wie Streit oder Konfliktscheu. Miteinander glücklich zu sein, ist oft gar nicht das Ziel.

Die Impulsiven – freier Fluss der Gefühle

Eben waren sie noch innig vertraut, jetzt fliegen die Fetzen. Lebhaft-impulsive Paare lassen ihren Emotionen gern freien Lauf.

Bei Unzufriedenheiten zettelt einer der Partner schon mal gern einen Streit an, um seine Gefühle so richtig aufwallen zu lassen. Steigt der andere ein, nehmen Umstehende besser Abstand. Es können Teller fliegen! Statt das gesamte Geschirr zu zerbrechen, landet das Paar am Ende aber meistens zum Versöhnungssex im Bett.

Wer Harmonie als das höchste Ziel einer Partnerschaft erachtet, sollte deshalb nicht unterschätzen, wie stabil emotional aufgeladene Beziehungen sind. In Tests erreichen impulsive Paare sogar die höchsten Zufriedenheitswerte.

Die Konstruktiven – verständnisvoll und kommunikativ

Während die Stabilität von lebhaft-impulsiven Partnerschaften überrascht, sieht man den wertschätzend-konstruktiven Paaren sofort an, dass sie gute Aussichten haben. Bei Konflikten verstehen sie es, offen und mit Augenkontakt darüber zu sprechen. Sie zeigen Verständnis für ihren Partner und nehmen Rücksicht auf seine Wünsche oder Eigenheiten.

Das größte Glück ist es für die Partner allerdings, wenn sie gemeinsam etwas unternehmen. Und sei es nur, auf dem Sofa ein Glas Wein zu trinken und gelegentlich über die Hand des anderen zu streichen. Oder mit den Enkelkindern zu skypen. Denn konstruktive Beziehungen halten lange und schaffen die Basis für ein gutes Familienklima.

Die Vermeider – distanziert und vorhersehbar

Dass Glücklichsein und eine stabile Beziehung nicht unbedingt zusammengehören, beweisen Vermeider-Paare. Beide Partner scheuen die Auseinandersetzung und gehen Konflikten deshalb lieber aus dem Weg.

Da Emotionen eher unter dem Teppich bleiben, geht es allgemein sachlich und distanziert zu. Das Miteinander verläuft nach eingefahrenen Mustern – und das kann Jahrzehnte so weitergehen.

Die Distanzierten – zweckorientiert und kühl

Während der vermeidende Beziehungsstil zwar unglücklich aber stabil ist, nehmen feindselig-distanzierte Paare oft kein gutes Ende. Von außen ähnelt das Zusammenleben einer Zweckgemeinschaft, beide Partner zeigen sich emotional unbeteiligt.

Da sie kein gemeinsames Thema haben, nicht mal das Vermeiden von Konflikten, kommt es öfter zum Streit. Das Ende der Beziehung wird dann häufig von ganz banalen Dingen eingeläutet: SIE weigert sich, seine Socken wegzuräumen. ER kauft ohne ihr Wissen vom gemeinsamen Konto ein Rennrad.

Die Verstrickten – abwertend und streitsüchtig

Die latent feindselige Haltung bricht bei abwertend-verstrickten Paaren richtig durch. Keine Gelegenheit bleibt ungenutzt, um den Partner herunterzuputzen – gern auch vor Publikum. Manchmal scheint es, als beide Partner schon aus Prinzip unterschiedlicher Meinung sind.

Wenn der Streit erst provoziert ist, endet es oft mit bösen Abwertungen. Wie man Konflikte respektvoll und konstruktiv löst, haben beide nicht gelernt. Die Chancen auf eine dauerhafte Beziehung stehen daher schlecht. Sehr gut sind allerdings die Aussichten, dass sich das Muster mit einem neuen Partner wiederholt.

Nichteheliche Lebensgemeinschaften

Wenn ein Paar zusammenzieht, aber (noch) nicht verheiratet ist, so spricht man von einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft. Wodurch diese Partnerschaftsform gekennzeichnet ist und welche Probleme hier auftreten können, erfahren Sie im Folgenden.

Merkmale

Früher gab es sie kaum, die nicht eheliche Lebensgemeinschaft. Wenn sich ein Paar gesucht und gefunden hatte, so verlobten sich beide, heirateten und zogen erst dann zusammen in eine Wohnung.

Heutzutage ziehen die meisten im jungen Erwachsenenalter aus ihrem Elternhaus aus, egal ob sie einen Partner haben oder nicht. Man schätzt die eigenen vier Wände, in denen man tun und lassen kann, was man möchte.

Lernt man dann seinen Partner oder die Partnerin kennen, so haben auch weiterhin erst einmal beide getrennte Wohnungen. Doch irgendwann verspüren fast alle Menschen das Bedürfnis, mit dem oder der Liebste(n) gemeinsam unter einem Dach zu wohnen.

Sobald beide zusammengezogen sind und einen gemeinsamen Haushalt haben, führen sie eine nicht eheliche Lebensgemeinschaft. Lebt man zusammen mit dem Partner oder der Partnerin, so kann man testen, ob die Beziehung auch im Alltag funktioniert und Bestand hat. Wenn alles passt, teilt man sein komplettes Hab und Gut miteinander. Viele Paare führen dann auch ein gemeinsames Konto.

Das Zusammenziehen ist oft ein aufregender Start in eine neue Beziehungsphase
Das Zusammenziehen ist oft ein aufregender Start in eine neue Beziehungsphase

Aufgaben und Herausforderungen

Trotzdem bringt das gemeinsame Wohnen in einer Wohnung auch Veränderungen mit sich, gewisse Aufgaben müssen verteilt werden:

  • Wer kümmert sich um die Wäsche?

  • Wer übernimmt das Putzen?

  • Wer trägt den Müll raus?

  • Wer bügelt?

  • Wer kauft ein?

Während bei zwei getrennten Wohnungen beide Partner selbst für diese Dinge verantwortlich waren, können sie sich die Arbeit nun teilen, wobei einige Tätigkeiten wie z.B. das Wäschewaschen und anschließende Bügeln bei zwei Personen natürlich wesentlich zeitaufwendiger ist als bei nur einer Person.

Gerade wenn beide Partner noch jünger sind, so stehen sie natürlich auch vor der Herausforderung, die das Berufsleben mit sich bringt. Vielleicht muss einer der beiden noch seine Ausbildung beenden, der andere bekommt nur viele Hundert Kilometer entfernt einen Studienplatz. Viele Paare, die mehrere Jahre lang in einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft zusammengewohnt haben, verspüren irgendwann das Bedürfnis, ihre Beziehung "offiziell" zu machen; sie heiraten und werden ein Ehepaar.

Jedes Paar geht durch 9 Beziehungsphasen

Wer alle neun Phasen übersteht, wird in der Regel mit einem Happy End belohnt

Älteres Paar sitzt in Decke gekuschelt und stößt mit Rotwein an
Portrait of a romantic old couple toasting wineglasses © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Jeder Mensch ist ein Individuum mit eigenen

Trotzdem ähneln die Menschen sich, wenn es um den Aufbau einer Partnerschaft geht. Wer kennt sie schließlich nicht, die berühmten Schmetterlinge, die man bei der frischen Liebe spürt? Dieses Kribbeln im Bauch ist die erste von neun Phasen, durch die eine klassische Beziehung geht.

Phase zwei: körperliche und seelische Innigkeit

Nach den Schmetterlingen im Bauch wächst in Phase zwei die körperliche und seelische Innigkeit. Man möchte alles teilen, nicht nur das Schlafzimmer, sondern auch die Erinnerungen. Daher sind Sex und tiefe Gespräche an der Tagesordnung und das Paar hat für nichts anderes mehr Augen.

Phase drei und vier: Zerreißprobe und Erwartungshaltungen

Phase drei wird zur ersten Zerreißprobe, wenn die Frischverliebten gemeinsam in den Alltag "zurückkehren". Erste Streitereien halten Einzug.

Phase vier schließt sich daher unmittelbar an und besteht in den Erwartungshaltungen, die beide Seiten aufbauen. Die Rosa-rote-Brille verschwindet langsam und beiden fragen sich, ob Partner oder Partnerin den Vorstellungen wirklich gerecht wird.

Phase fünf: Den Anderen zu ändern versuchen

In Phase fünf versuchen beide, meist mit unterschwelligen Methoden, die schlimmsten Macken des anderen zu beheben. Hier kann die Beziehung in eine Krise geraten, wenn man das Gegenüber zu stark verändern will.

Streit darüber und in letzter Instanz eine Trennung können das Resultat sein. Besteht die Beziehung diese Phase jedoch, wächst in der Zeit danach die Tiefe der Verbundenheit.

Phase sechs und sieben: Ruhephase und Torschlusspanik

Man kennt sich in Phase sechs nun in- und auswendig, das Vertrauen ist felsenfest und die Liebe besteht den Alltag. Nach dieser Ruhepause beginnt aber meist eine anstrengende Zeit des Hinterfragens.

In Phase sieben bekommen Männer und Frauen gern "Torschlusspanik" und fragen sich, ob die Partnerwahl für das ganze Leben richtig ist. Selbst harmonische und glückliche Paare durchlaufen diesen Zweifel, dem man durch offene und ehrliche Gespräche begegnen sollte.

Phase acht: Den Sex variieren

Phase acht dreht sich komplett um Sex. Über die Jahre hat sich oft Routine ins Bett geschlichen und man muss experimentierfreudiger werden, damit die körperliche Flamme nicht erlischt. Auf Dauer schlechter oder auch fehlender Sex führen sonst zu Unzufriedenheit und damit zu Rissen im Fundament der Beziehung.

Phase neun: Happy End

Phase neun ist das große Happy End. Wer mit dem Partner bis hierhin gekommen ist, hat eine feste Beziehung, meist für das ganze Leben, gefunden.

Der Übergang zum Ehepaar

Aus vielen Paaren, die in einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft gelebt haben, wird irgendwann ein Ehepaar. Das Leben an sich ändert sich deswegen erst einmal nicht.

Merkmale

Paare, die viele Jahre lang in einer gemeinsamen Wohnung leben, verspüren meist irgendwann das Bedürfnis, zu heiraten. Früher wurde generell geheiratet, wenn ein Kind unterwegs war oder wenn das Paar zusammenleben wollte.

Natürlich gibt es auch heute noch Paare, die noch während der Schwangerschaft heiraten, damit das Baby nicht unehelich zur Welt kommt. Doch heutzutage ist es auch kein Problem mehr, ein Kind ohne Trauschein zu haben.

Trotzdem wollen viele Paare noch traditionell leben, sodass sie erst ihre gemeinsame Wohnung beziehen, sich noch einige Jahre beschnuppern, dann heiraten und dann das Thema Familienplanung angehen. Viele Paare heiraten aber natürlich auch aus religiösen Gründen, und unabhängig davon ist eine Hochzeit auch etwas sehr Romantisches, das eine Beziehung bereichern kann.

Die Hochzeit als klassische Folge einer langjährigen Beziehung
Die Hochzeit als klassische Folge einer langjährigen Beziehung

Aufgaben und Herausforderungen

Als Ehepaar verändert sich für ein Paar im Prinzip nichts Wesentliches. Sie leben weiterhin in der Wohnung, in der sie bisher gelebt haben und gehen ihrer beruflichen Tätigkeit nach oder kümmern sich um das Kind, das vielleicht schon vor einigen Jahren geboren wurde.

Dennoch haben die meisten Paare durch eine Hochzeit ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl als noch einige Wochen zuvor. Paare, die verheiratet sind, investieren öfter in ihre Zukunft, als dies unverheiratete Paare tun. Sie kaufen sich beispielsweise eine Eigentumswohnung oder planen einen Hausbau.

Die Phase des Umzuges oder Hausbaus ist natürlich stressig und erfordert viel Liebe und Geduld, damit die Beziehung diese Zeit übersteht. Dennoch ändert sich das Leben eines Ehepaares erst dann gravierend, wenn das erste Kind unterwegs ist. Viele Paare warten mit der Familienplanung jedoch noch so lange, bis die finanzielle Situation es zulässt, dass man zum einen für ein weiteres Familienmitglied sorgen kann und zum anderen, dass auch ein reduziertes Einkommen der Frau zumindest für einige Monate lang zu stemmen ist.

Liebe trotz Alltag mit Kindern – Anzeichen dafür, dass sie noch da ist

Junge Eltern mit Neugeborenem auf Couch
Couple with new baby at home © Monkey Business - www.fotolia.de

Früher oder später äußert sich bei den meisten Paaren der Wunsch nach einem Kind. Die Liebe ist stark, man kann sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen und was zum großen Glück noch fehlt, ist ein Baby. Ist der Nachwuchs dann da, zeigt sich, wie viel Arbeit damit verbunden ist. Das Kind ist und bleibt Thema Nummer 1 und bestimmt mehr oder weniger den Alltag. Mit Schmetterlingen im Bauch und trauter Zweisamkeit ist da nicht mehr viel. Doch dies heißt nicht, dass die Zuneigung des Partners abgenommen hat. Anhand der folgenden Zeichen kann man sehen, dass die große Liebe von anfangs noch da ist.

Als Basis sollte man dabei ein gutes Verständnis zwischen den Partnern sehen. Wenn man die Stimmung allgemein als gut beschreiben und auch immer wieder miteinander lachen kann, ist dies schon mal ein wichtiger Ansatz. Weiter geht es mit kleinen Gesten im Alltag. Wer von seinem oder seiner Liebsten hin und wieder kleine Aufmerksamkeiten, ein Lächeln oder nette Worte erhält, kann sich in der Regel sicher sein, dass die romantischen Gefühle, die zu Beginn der Partnerschaft noch im Vordergrund standen, noch da sind. Auch körperliche Nähe – schon eine Umarmung oder ein Kuss auf die Stirn zählen – ist ein gutes Zeichen.

Der Beziehung Gutes tun

Eine Beziehung aufrecht zu erhalten, bedeutet Arbeit, vor allen Dingen, wenn sich nun alles nur ums Baby dreht. Gerade dann sind es die kleinen Dinge, die die Partnerschaft intensivieren können. Paare sollten sich die Frage stellen, was ihrer Beziehung guttun könnte.

Schon kleine Dinge, die wenige Stunden in der Woche in Anspruch nehmen, können ausreichen. Neben gemeinsamer Zeit sind aber auch die Momente wichtig, die man sich für sich selbst nimmt. Auf diese Weise lernt man wieder, sich auf den anderen zu freuen. Und letztlich ist es noch wichtig, über seine Gefühle zu sprechen, denn nicht immer kann der Partner einem jeden Wunsch von den Augen ablesen. Wer ausspricht, was er fühlt, denkt und möchte, wird glücklicher, als derjenige, der wartet, dass der andere es endlich merkt.

Elternpaar

Sobald ein Paar Mutter und Vater wird, ändert sich ihr Leben gravierend. Dabei hat es nichts damit zu tun, ob das Paar verheiratet ist oder nicht.

Merkmale

Das gemeinsame Kind als Krönung der Liebe
Das gemeinsame Kind als Krönung der Liebe

Der Übergang zum Elternpaar schließt sich bei den meisten Paaren an die Phase an, in der das Paar geheiratet hat und so ein Fundament für die Familienplanung geschaffen hat. Gott sei Dank ist es aber heutzutage auch nicht mehr verpönt, wenn ein unverheiratetes Paar Nachwuchs bekommt.

Aufgaben und Herausforderungen

Während sich allein durch die Hochzeit oder das Zusammenziehen eines unverheirateten Paares keine gravierenden Veränderungen ergeben, sieht dies bei einem Familienzuwachs vollkommen anders aus. Jetzt wird sich zeigen, ob die Beziehung Bestand hat. Denn durchwachte Nächte, ständig schmutzige Wäsche und ein kleines Bündel, das vollkommen abhängig ist von Mama und Papa - all diese Dinge belasten eine Beziehung.

Karriere und Familienleben

Die Beziehung zwischen Mann und Frau kommt gerade in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt definitiv zu kurz. Hinzu kommt, dass in der Regel ein Elternteil für eine bestimmte Zeit seinen Beruf aufgibt und sich ausschließlich um das Kind und den Haushalt kümmert, während der andere das Geld verdient.

Wer zuvor gut verdient hat, hat dann häufig ein Problem damit, finanziell vom Partner abhängig zu sein. Außerdem haben Mutter und Vater nun einen völlig unterschiedlichen Tagesablauf. Beide müssen sich darauf erst einstellen.

Wenn der Vater abends gestresst von der Arbeit nach Hause kommt und sein schreiendes Baby in den Arm gedrückt bekommt, so ist dies zwar aus Sicht der Mutter verständlich, für den Vater jedoch auch nicht einfach nach dem anstrengenden Arbeitstag.

Gefühl der Überforderung

Viele Frauen fühlen sich gerade in den ersten Monaten nach der Geburt überfordert mit der Situation, zumal sie sich vom Partner unverstanden fühlen. Wenn ein Ehepaar oder ein unverheiratetes Paar Eltern werden, ist es ganz wichtig, dass sie ihre eigene Beziehung nicht aus den Augen verlieren.

Paare, die sich ausschließlich über ihre Kinder unterhalten und selbst mit Mama und Papa ansprechen, können keine glückliche Beziehung führen. Die Kinder spüren übrigens ganz genau, ob die Chemie zwischen den Eltern stimmt. Nur glückliche Eltern haben auch glückliche Kinder.

Grundinformationen und Tipps für die Beziehung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Woman embracing her boyfriend © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: MANN UMARMT FRAU IM HERBSTWALD © JENS SCHMIDT - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: goldene Trauringe © euthymia - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Ankunft mit der Eisenbahn © Gina Sanders - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: guess who? © Andres Rodriguez - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Restful couple © pressmaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Bridal pair kissing under veil at wedding © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mother father and baby child on a white bed. © pololia - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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