Astrofotografie - Geschichte und Ausrüstung für Einsteiger in Sachen Astrofotos

Skandinavien bei Nacht - Baum am See, dahinter Berge, Mondlicht und Sternenhimmel

Große Fotoplatten und kostspielige CCD-Chips sind für Einsteiger der Astrofotografie eher uninteressant - In der Amateurastrofotografie geht es viel mehr um die Lust am Beobachten

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  • von Paradisi-Redaktion

Magische Eindrücke des Sternenhimmels: In der Astrofotografie werden Aufnahmen von Milchstraßen, Sternspuren und einzelnen Planeten auf's Foto gebannt. Eine spannende Disziplin, die in einfacher Ausführung auch Anfänger begeistert. Um gute astrofotografische Ergebnisse im Amateurbereich liefern zu können, bedarf es dabei nicht besonders viel. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Einstieg in die Astrofotografie - von der Geschichte bis hin zu eigenen Astrofotos.

Im Bereich der Astrofotografie muss man deutlich unterscheiden zwischen professioneller Fotografie und solcher, die von ambitionierten Laien und Semi-Professionellen betrieben wird. Die ursprüngliche Idee der Astrofotografie liegt in der Kartografierung des Weltalls - mit

  • kleineren und größeren Planeten
  • Planetengruppen
  • Sternenwirbeln, aber auch
  • Himmelsphänomenen wie der Sonnenfinsternis.

Solche Fotografien finden sich beispielsweise im Archiv von NASA und anderen nationalen Weltraumbehörden; auch in großen Sternwarten werden Astrofotografien angefertigt.

Mithilfe der Astrofotografie werden also Himmelskörper abgebildet und gespeichert. Auch solche Objekte, die für eine visuelle Beobachtung zu lichtschwach wind, können dargestellt werden. Auch um die Flugbahn von Himmelskörpern zu bestimmen, kommt die Astrofotografie zum Einsatz.

Aufgaben

Ziele der Astronomie sind die Erfassung großer Sternhimmelfelder. Zu diesem Zweck werden Astrografen, spezielle Kameras verwendet. Zudem werden

  • neu entdeckte Himmelskörper wieder aufgefunden, um neu ausgemessen zu werden
  • astrometrische Bestimmungen der Position durchgeführt
  • Untersuchungen der Sternspektren durchgeführt
  • Ausmessungen zur Bestimmung der Sternhelligkeit durchgeführt

Welche Sterne im Juli besonders gut zu beobachten sind

Am 3. Juli war wieder Vollmond und zwei Tage später am 5. Juli wird die Erde mit 152 Millionen Kilometern den größten Abstand zur Sonne auf ihrer Umlaufbahn erreichen. Am 11. Juli wird dann das letzte Viertel des Mondes zu sehen sein, bevor dann am 19. Juli Neumond ist und man am 26. Juli das erste Viertel sehen wird.

Aber auch die Venus wird im Juli als hellster Stern zu sehen sein, während man Merkur dann nicht beobachten kann. Auch den Mars und Saturn im Sternzeichen der Jungfrau werden wir nur vor Mitternacht beobachten können, während Uranus, der sich im Bereich des Sternzeichens der Fische befindet, dann in der zweiten Nachthälfte sichtbar wird.

Aber im Juli kommt es noch zu einem besonderen Ereignis, denn der größte Planet unseres Sonnensystems, der Jupiter mit einem Durchmesser von etwa 143.000 Kilometern, wird vom Mond verdeckt werden, was man sogar mit bloßen Auge verfolgen kann. Dies wird sich um zirka 3:45 am 15. Juli am östlichen Himmel ereignen und etwa eine halbe Stunde dauern.

Neu entdeckter Planet kann die Eigenschaften unserer Erde haben

Etwa 42 Lichtjahre entfernt, also knapp 400 Billionen Kilometer, befindet sich der Stern HD 40307 im Sternbild "Pictor". Der Stern HD 40307 ist an der Oberfläche kühler als unsere Sonne und auch etwa um ein Fünftel leichter.

Um diesen Stern kreisen auch sechs Planeten, so auch der Planet HD 40307 g, an dem besonders die Astronomen interessiert sind, denn dieser Planet könnte einmal eine stabile Atmosphäre und auch flüssiges Wasser haben, also Eigenschaften wie unsere Erde.

Auch könnten die dortigen Temperaturen dementsprechend milde sein, aber die Masse ist etwa siebenmal größer als unsere Erde. Die Umlaufzeit dieses Planeten um seinen Stern HD 40307 beträgt 200 Tage und seine Entfernung ist etwa zwei Drittel von der Entfernung zwischen Sonne und Erde. Auch könnte sich der Planet, wie die Erde um seine eigene Achse drehen, so dass es auch dort dann Nacht und Tag gibt.

Übrigens ist ein Lichtjahr die Strecke, die das Licht innerhalb eines Jahres zurücklegt. In einer Sekunde legt das Licht eine Strecke von 300.000 Kilometern zurück, so dass bei 365 Tagen über 9,4 Billionen Kilometern zusammen kommen.

Der ungewöhnliche Schweif am Planeten Venus

Obwohl er 15.000 oder auch Millionen Kilometer lang sein kann, bekommt man den Schweif des Planeten Venus selten zu Gesicht. Ein deutsches Forscherteam des Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung hat sich diese Art Plasma-Ballon an der sonnenabgewandten Seite des Planeten jetzt genauer angesehen.

Die Venus umgebende Hülle von Ionen und Elektronen wird vom Sonnenwind ständig in Form gehalten. Wenn dieser Wind wie im August 2010 auch nur kurzzeitig ausfällt, verformt sich die Hülle zu einem endlosen Schweif.

Dank der extrem genauen Instrumente an Bord der Esa-Raumsonde "Venus Express" ragt der Schweif den Messungen zufolge knapp 15.000 Kilometer in den Weltraum. Allerdings könnte er sich rein theoretisch auch über Millionen von Kilometern erstrecken.

Forscher vermuten bewohnbare Planeten in naher Entfernung

Wissenschaftler des Harvard-Smithsonian Centers for Astrophysics sind bislang davon ausgegangen, dass der nächste Planet, auf welchem Leben möglich ist, sehr weit entfernt sein müsse. Doch anhand aktueller Kepler-Daten konnten die Forscher diese Vermutung nun widerlegen.

Um einen Teil der Roten Zwergsterne kreisen angeblich mehrere Planeten, die etwa so groß sind wie die Erde. Die große Anzahl der Sterne legt nahe, dass der nächste Planet, der theoretisch bewohnbar wäre, nur etwa 13 Lichtjahre entfernt ist. Bei Kepler handelt es sich um ein Weltraumteleskop, welches seit 2009 im Einsatz ist und nach unbekannten Planeten sucht.

"Kepler-37b" ist der kleinste Planet im Sonnensystem

Astronomen der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben mit dem "Kepler-37b" den kleinsten Planeten in unserem Sonnensystem überhaupt entdeckt. Allerdings ist in der luft- und wasserlose Gesteinswelt, die dem Planeten Merkur ähnelt, kein Leben möglich.

Laut den Berechnungen der Forscher liegt der Durchmesser des Planeten bei knapp 3800 Kilometer und umkreist seinen Heimatstern mit zwei weiteren Planeten. Das Nasa-Weltraumteleskop "Kepler" konnte ihn entdecken, da es bei tausenden Sternen nach Mini-Finsternissen späht, welche dann auftreten, sobald ein Planet von der Erde betrachtet exakt vor seinem Stern vorbeizieht.

Laut Definition der Internationalen Astronomischen Union gilt ein Planet als Himmelskörper, solange dieser um die Sonne kreist, seine Umlaufbahn von anderen Objekten freigeräumt hat und daneben unter seiner eigenen Schwerkraft annähernd kugelförmig zusammengedrückt wird.

Entdeckung neuer Supernova: Weißer Zwerg übersteht Explosion

Wenn ein Stern am Ende seiner Lebenszeit explodiert und es somit zu einem Aufleuchten kommt, spricht man von einer Supernova. Bislang waren Wissenschaftlern dabei lediglich zwei verschiedene Formen von Supernovae bekannt. Doch nun hat ein Astronomenteam eine weitere Art entdeckt, und zwar eine Form, bei der der explodierende Stern - ein Weißer Zwerg - überlebt.

Die neuartigen Erkenntnisse wurden am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) gemacht. Die Explosion des Weißen Zwergs - die Forscher nennen sie Supernova Iax - ist verglichen mit den beiden anderen Typen deutlich schwächer, sodass es nicht zur vollständigen Zerstörung des Sterns kommt.

Die Forscher rechnen damit, dass es mehrere solcher "Miniatur-Supernovae" im Sternensystem gibt, und zwar sollen diese um ein Drittel häufiger auftreten als die zwei bekannten Formen.

Blick in die kosmische Vergangenheit - Hubble entdeckt bis dato älteste Typ 1a Supernova

Seit gut drei Jahren ist ein Team internationaler Astronomen daran, ferne Galaxien mithilfe des Hubble-Weltraumteleskops nach Supernovae zu durchforsten. Bis jetzt seien im Verlauf des CANDELS+CLASH-Supernova-Projekts genannten Unterfangens über 100 Supernovae verschiedener Klassifizierungen, Alter und Entfernungen entdeckt worden.

Unter diesen befänden sich acht als kosmische Standardkerzen bezeichnete Supernovae des Typs 1a, die älter als neuen Milliarden Jahre alt seien. Bei genaueren Lichtspektrumsanalysen stellte sich heraus, dass die Supernova UDS10Wil sogar mehr als 10 Milliarden Jahre alt sein müsse, was ein neuer Rekord wäre.

Nun wolle man durch weiterführende Beobachtungen der bis dato ältesten bekannten Supernova zunächst prüfen, ob sich beim damaligen Verlauf einer Supernova Unterschiede zu heute zeigen. Zudem erhoffe man sich, Aufschluss darüber zu gewinnen, ob eine von den zwei gängigen Theorien zum Entstehen einer Supernova tatsächlich zutrifft. Außerdem solle untersucht werden, ob das Licht der Standardkerzen bei der Vermessung des Weltraums als verbindliche Entfernungsangabe herangezogen werden könne.

Geschichte

Während heute selbst ambitionierte Laien Fotos von kleinen und großen Planeten oder vom nächtlichen Sternenhimmel erstellen, war dies lange Zeit ausschließlich Profis vorbehalten. Die Geschichte der Astrofotografie steht dabei auch stellvertretend für die rasante technische Entwicklung in der Fotografie allgemein.

Daguerre oder Draper?

Über die Stunde Null der Astrofotografie gibt es durchaus unterschiedliche Auslegungen: Legenden zu Folge soll der Franzose Louis Daguerre bereits 1838 die ersten Bilder vom Mond erstellt haben - kurz darauf veröffentlichte er sein eigens erfundenes Fotosystem zur Aufnahme von Himmelsphänomenen.

Den Beweis hierfür ist Daguerre jedoch schuldig geblieben; und so gelten bei vielen Experten die Aufnahmen von Mond und Sonne durch John Draper als erste ihrer Art. Draper war Naturwissenschaftler und engagierter Astronom; für seine ersten Astrofotografien im Jahr 1840 nutzte er das von Daguerre erfundene Bildverfahren, die gleichnamige Daguerreotypie.

Entwicklung, Forschung und Technik

Dank erster Bild gebender Verfahren erfreute sich die Astrofotografie bald insbesondere unter Naturwissenschaftlern und Astronomen großer Beliebtheit. Dem Sternobservatorium des Havard College kommt hierbei besondere Bedeutung zu: Zahlreiche, bis dato einzigartige Aufnahmen wurden hier erstellt.

Somit war es bald schon möglich, Sterne und Planeten nicht lediglich zu fotografieren, sondern auch exakt in Position und Größe zu bestimmen. Parallel zur Verbreitung der Astrofotografie in wissenschaftlichen - und Forschungsinstitutionen wurden auch die technischen Verfahren zur Bildaufnahme stetig verbessert.

Was noch bis vor wenigen Jahren auf riesigen Fotoplatten aufgezeichnet wurde, das kann heute auf so genannten CCD-Chips gespeichert werden. Mit der Fortentwicklung der Astrofotografie und der Verbreitung fotografischer Verfahren auch in der breiten Bevölkerung interessierten sich zunehmend auch Laien und semiprofessionelle Fotografen für die Aufzeichnung des Sternenhimmels. Sie sind in erster Linie nicht an wissenschaftlich verwertbaren Daten, sondern an der beeindruckenden Schönheit dieser Fotoaufnahmen interessiert.

Für das Observatorium in Chile wird in Amerika die größte Teleskopkamera gebaut

In Chile soll im Observatorium Cerro Tololo Inter-American Observatory die größte Teleskop-Kamera der Welt stehen. Zur Zeit wird diese riesige Kamera in Amerika am Fermilab im Bundesstaat Illinois gebaut. Eine einzige Linse hat allein einen Durchmesser von einem Meter, und davon werden vier Stück benötigt werden.

In absehbarer Zukunft, genauer gesagt in etwa eineinhalb Jahren, können dann die Astronomen etwa zwölf Prozent des Sternenhimmels auf der südlichen Hemisphäre aufnehmen. Die hochauflösende Kamera liefert dann Bilder, die jeweils ein Gigabyte umfassen mit einer Auflösung von 570 Megapixeln, so dass man auch weit entfernte Galaxien aufnehmen kann.

Weißabgleich im Weltall: Satellitenkamera nutzt Salzsee zur Kalibrierung

In der Digitalfotografie ist der Weißabgleich sehr entscheidend für die Qualität der entstehenden Bilder. Möchte man eine farbreale Aufnahme einer Situation machen, muss die Kamera vorerst auf die Farbtemperatur des Lichts am Aufnahmeort sensibilisiert werden. Eine weiße Wand genügt in aller Regel. Doch für Satellitenkameras im Weltall müssen größere Objekte gefunden werden, um sie kalibrieren zu können. Da elektromagnetische Strahlung die Satelliten-Kameraeinstellungen oft manipuliert, ist ein regelmäßiger Weißabgleich für sie besonders wichtig, um farbechte Fotos und genaue Daten zu erhalten.

Besonders zum Weißabgleich geeignet erscheint Wissenschaftlern ein Salzsee in der Türkei. Der Tuz Gölü trocknet im Hochsommer für mehrere Monate aus und hinterlässt eine große, besonders weiße Fläche, die aus dem Weltall gut zu erkennen ist. Wenn alle Testmessungen vor Ort und aus dem All erfolgreich verlaufen, wird der See dem "Global Earth Observing System of Systems" zum Abgleich dienen.

Riesenteleskop IceCube sucht nach Geisterteilchen

IceCube gibt Auskunft über Lichtjahre entfernte Galaxien

Das weltgrößte Neutrino-Teleskop steht am Südpol. Nach knapp sechs Jahren Bauzeit wurde das "IceCube" genannte Teleskop am 18. Dezember 2010 fertiggestellt. IceCube sucht im Weltall nach Neutrinos, die auch als Geisterteilchen bezeichnet werden, da sie große Mengen Materie fast unbeobachtbar durchdringen können.

Die Forscher vom Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg erhoffen sich so, Auskunft über Lichtjahre entfernte Galaxien zu erhalten.

IceCube - ein technisches Wunderwerk

Die Baukosten für IceCube betrugen 279 Millionen US-Dollar (fast 211 Millionen Euro). Der größte Teilchendetektor der Welt besteht aus einem Kubikkilometer Eis, das mit höchstempfindlichen Lichtsensoren bestückt ist. Da das Eis am Südpol besonders klar ist, eignet sich die Antarktis hervorragend als Standort für solch ein Bauwerk. Zudem liegt IceCube in der Nähe der Amundsen-Scott-Station, einer US-amerikanischen Forschungsstation.

In einer Tiefe zwischen 1,45 und 2,45 Kilometer sind an 86 Kabeltrossen jeweils 60 Glaskugeln befestigt. Diese umschließen hochempfindliche Lichtsensoren, die das schwache bläuliche Leuchten auffangen, das bei Neutrinoreaktionen entsteht.

Ein Viertel dieser insgesamt über 5.000 optischen Sensoren kommt aus Deutschland. Geleitet wird das Projekt in der Antarktis von einem internationalen Konsortium unter Führung der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF).

An IceCube sind 260 Wissenschaftler aus 36 Forschungsinstitutionen und acht Staaten beteiligt.

Raumstation ISS schießt beeindruckende Fotos mit NightPod

Es sind beeindruckende Fotos, die Athen, Melbourne oder die Niederlande zeigen, wie sie sich gestochen scharf aus dem Dunkel der Nacht abheben. Nur die vielen Lichter formen vertraute Silhouetten. Die sechs Astronauten, die sich derzeit in der Internationalen Raumstation ISS aufhalten, haben Aufnahmen auf die Erde geschickt, die mit dem sogenannten NightPod gemacht wurden. Das Gerät kann kompensieren, dass sich die ISS in einer Sekunde etwa sieben Kilometer bewegt und deswegen sehr gute Bilder machen.

Es ist ein Produkt des Unternehmens "Cosine" aus den Niederlanden und sorgt dafür, dass die für nächtliche Aufnahmen nötige Belichtungszeit dennoch hergestellt werden kann. Massimo Sabbatini von der Europäischen Weltraumagentur Esa erklärte, die Bilder seien von sehr viel höherer Qualität als frühere Versuche.

Riesenfernrohr "Gregor" nach zehn Jahren endlich in Betrieb

"Gregor" garantiert einen hervorragenden Blick auf die Sonne. Das größte Sonnenteleskop Europas auf der spanischen Atlantikinsel Teneriffa ist jetzt in Betrieb gegangen. Das Riesenfernrohr mit seinem 1,5 Meter großen Hauptspiegel steht in 2400 Metern Höhe am Berg Teide, auf dem Dach eines fast 20 Meter hohen Gebäudes. Astronomen erhoffen sich von dem technischen Wunderwerk unter anderem gestochen scharfe Bilder von unserer Sonne.

Das Teleskop soll außerdem Aufschluss darüber geben, wie die Sonne das Klima und unsere Erde beeinflusst. Selbst kleinräumige physikalische Prozesse auf der Sonne, die in einer Tiefe von bis zu 70 Kilometern stattfinden, wollen die Wissenschaftler untersuchen.

Zehn Jahre dauerten die Vorbereitungen zu dem Projekt auf Teneriffa. Die Investitionen für das drittgrößte Sonnenteleskop der Welt betrugen fast 13 Millionen Euro. Dafür soll "Gregor" einzigartige Aufnahmen der Sonne liefern, wie es bisher nur mit Satelliten außerhalb der Erdatmosphäre möglich war.

Weltraumteleskop "Hubble" erspäht verdampfende Atmosphäre von Planeten

Den Stern namens HD 189733A hat das "Hubble"-Weltraumteleskop schon seit längerer Zeit ins Visier genommen und jetzt Erstaunliches entdeckt. Die extreme Röntgenstrahlung des rund 60 Lichtjahre entfernten Sterns hat einen umkreisenden Planeten regelrecht geröstet, welcher pro Sekunde somit rund 1.000 Tonnen Gas erzeugte. Der Abstand der beiden Himmelskörper beträgt laut dem französischen Astronomie-Forschungszentrum CNRS knapp fünf Millionen Kilometer, womit der Planet auf rund 1.000 Grad Celsius erhitzt wurde.

Bereits im letzten Jahr berichteten die Forscher von starken Veränderungen, nachdem der Stern den hellsten Röntgenausbruch hatte und die somit die Helligkeit des Planeten vervierfachte.

US-Weltraumteleskop entdeckt Planetensystem mit zwei Sonnen

Vor Kurzem entdeckte das amerikanische Weltraumteleskop Kepler ein Planetensystem, welches unter anderem aus 2 Sonnen besteht. Für die Wissenschaftler ist die Entdeckung sehr wichtig, da sie somit bewiesen haben, dass sich Planetensysteme auch um Doppelsterne bilden könnten.

Um das rund 5000 Lichtjahre von der Erde entfernte Sternpaar hat sich ein kleines Planetensystem mit zwei Planeten gebildet. Für die Planetenerstehung sind Doppelsterne wegen ihrer außergewöhnlichen Dynamik eher ein schlechter Umfeld, obwohl Astronomen schon vor einigen Jahren ein Sternpaar mit zwei Begleitern aufgespürt hat.

Bisher größtes Foto der Milchstraße zeigt 80 Millionen Sterne

In der chilenischen Atacama-Wüste stehen mehrere riesige Teleskope, durch die europäische Astronomen das Weltall beobachten. Man nennt das Areal daher Europäisches Süd-Observatorium (ESO) oder einfach Südsternwarte. Im Paranal-Observatorium steht ein sogenanntes Infrarotdurchmusterungsteleskop. Das hat nicht nur einen sehr langen Namen, sondern ist auch in der Lage, gigantische Fotos zu schießen.

Vor Kurzem hat es das größte existierende Bild der heimischen Milchstraße mit neun Gigapixeln aufgenommen. Das Bild ist ausgedruckt neun Meter lang und sieben Meter hoch. Es zeigt 84 Millionen Sterne. Das sind zehn mal so viele als frühere Fotos abbilden konnten. Dennoch erfasst das neue Bild nur einen Bruchteil aller Milchstraßensterne.

Insgesamt besteht unsere Heimatgalaxie aus etwa 200 Milliarden Sternen und Planeten.

Weltraumteleskop "Hubble" öffnet den Blick auf riesige Sternfabrik

Das Weltraumteleskop "Hubble" schoss jetzt ein sensationelles Bild einer Sternfabrik in der Großen Magellanschen Wolke. In diesem hell leuchtenden Gas- und Staubnebel namens "LHA 120-N 11" entstehen unzählige neue Sonnen.

Ermöglicht wird dies durch die kosmischen Gaswolken, welche sich durch die Schwerkraft immer mehr zusammenballen, bis sich letztendlich das Feuer der Kernfusion in ihrem Inneren zündet.

Derartige Sternentstehungsregionen findet man in der Großen Magellansche Wolke besonders häufig, welche eine Satellitengalaxie der Milchstraße ist.

"Alma"-Teleskop geht in den Anden in Betrieb

Mit seinen 66 Teleskopen zählt das Super-Teleskop "Alma" zu den größten Astronomie-Projekten weltweit und dürfte in den kommenden Jahren für zahlreiche Überraschungen sorgen.

In dieser Woche ist das Super-Teleskop "Alma" laut dem europäischen "Alma"-Projektleiter Wolfgang Wildmit in den chilenischen Anden in Betrieb gegangen. Der Forscher vergleicht dieses Teleskop, welches über eine Milliarde Euro kostet, mit dem Übergang vom nackten Auge zum ersten Fernrohr.

Auf der Fläche eines Fußballfeldes wurden die 66 einzelnen Teleskope mit ihren Durchmessern von 13 Metern platziert, während die Antennen für die Beobachtung kleiner Einzelobjekte im Abstand von bis zu 15 Kilometern stehen. Durch dieses Verfahren erzielt "Alma" die extrem große Auflösung einer einzelnen Riesenschüssel von 15 Kilometern Durchmesser. Während das menschliche Auge eine Auflösung von 60 Bogensekunden schafft, kommt das Teleskop auf unglaubliche 0,005 Bogensekunden.

In Zukunft wollen die Forscher mit "Alma" insbesondere kalte Materie beobachten, wo es sich um Gaswolken handelt, in denen neue Sterne entstehen.

Weltraumsonde fotografiert riesiges Loch in der äußeren Atmosphäre der Sonne

Wissenschaftler haben jetzt mit Hilfe der Weltraumsonde "SOHO" in der äußeren Atmosphäre der Sonne ein riesiges Loch entdeckt und fotografiert. Die Weltraumsonde "SOHO" ist seit 1995 im Weltall und wurde seinerzeit in Europa gebaut und wird im Zusammenarbeit von der europäischen Weltraumagentur ESA mit der amerikanischen Weltraumbehörde NASA betrieben.

Seit 1995 beobachtet die Sonde in einer Entfernung von etwa 1,5 Millionen Kilometern von der Erde die Sonne. Das Projekt soll noch bis Ende nächsten Jahres gehen. Das nun entdeckte Loch in der äußeren Atmosphäre der Sonne, die man auch als Korana bezeichnet, hat einen Durchmesser von 650.000 Kilometern und befindet sich auf der Nordhalbkugel der Sonne.

Man vermutet, dass solche Löcher auch bei der Entstehung der Sonnenwinde eine Rolle spielen, denn in diesen Löchern sind kühlere Temperaturen möglich. Während die Temperatur auf der Sonnenoberfläche bei "nur" 5.600 Grad liegen, herrschen in der Korana Temperaturen von über einer Millionen Grad Celsius.

Tipps für Einsteiger

Heute kann eine ordentliche Spiegelreflexkamera, entsprechend aufgerüstet und eventuell in Kombination mit einem Teleskop, bereits gute astrofotografische Ergebnisse im Amateurbereich liefern. Dank technischem Fortschritt ist es somit selbst mit relativ kostengünstiger Ausstattung möglich, Bilder von kleinen Planeten, dem nächtlichen Planetenzelt bis hin zu einzelnen Aufnahmen von Mond und Sonne zu erstellen.

Durch die ganz besonderen Lichtverhältnisse ist hier jedoch eine gewisse fotografische Erfahrung von großem Vorteil - in zahlreichen Internetforen diskutieren Laien und Profis gemeinsam, welche Filme, (Teleskop-) Objektive und Kameramodelle hierzu am besten geeignet sind.

Ein Basiswissen in puncto Belichtungszeiten, eventuell Bildverarbeitung (bei der digitalen Astrofotografie) und die Wahl des passenden Objektivs ist deshalb Voraussetzung für überzeugende Aufnahmen. Doch keine Sorge - selbst Laien und Semiprofessionelle finden im Internet zahlreiche Foren zum Erfahrungsaustausch mit anderen ambitionierten Astrografen.

Um Himmelskörper oder gar Galaxien zu fotografieren braucht man eine entsprechende Ausrüstung
Um Himmelskörper oder gar Galaxien zu fotografieren braucht man eine entsprechende Ausrüstung

Die Grundausrüstung

Wer ein eigenes Teleskop für den Blick in den Sternenhimmel besitzt, der kann dieses auch in Kombination beispielsweise mit einer Spiegelreflexkamera anwenden. Echte Profis wie Institute benutzen Spezialteleskope, die eine direkte Möglichkeit zur Speicherung mit angeschlossenem Digitalchip bieten.

Bei der individuellen Auswahl der technischen Ausstattung spielen selbstverständlich auch finanzielle und auch inhaltliche Fragen eine Rolle. Wer beispielsweise Aufnahmen von näher gelegenen Planeten wie Mond und Sonne machen möchte, der benötigt hierzu unter Umständen andere Hilfsmittel als ein Astrofotograf, welcher Objekte außerhalb unseres Sonnensystems im "tiefen Himmel" (DeepSky) aufnehmen möchte.

Zu der Grundausrüstung der Astrofotografie gehören

  • eine Kamera
  • ein Teleskop
  • ein mittelschweres, stabiles Stativ
  • Filmmaterial bei analogen Kameras (für Einsteiger ist ISO 400 zu empfehlen)
  • ein Kabel- oder Fernauslöser
  • Ersatzbatterien

Als Kamera kommen gute Spiegelreflexkameras in Frage; immer größerer Beliebtheit erfreuen sich auch digitale Modelle. Der Vorteil hier ist die mögliche Nachbearbeitung mit Hilfe einer Software, die ganz auf die Bedürfnisse von Astrofotografen zugeschnitten ist.

Objektiv und Teleskop werden oftmals in Kombination verwendet. Auch hier gibt es ganz verschiedene Modelle und Möglichkeiten, welche je nach Anspruch und Budget in Frage kommen. Ein beliebtes Objektiv unter Amateurastrografen ist die sogenannte "Russentonne", welche für einen vernünftigen Preis gute Bilder liefern kann.

Während Zoom-Objektive für fortgeschrittene Astrofotografen nicht unbedingt zu empfehlen sind, eignen sie sich gut für den Einstieg. Apropos Einstieg: als Einsteigermotiv wird der Mond empfohlen, da er leicht fokussierbar ist und man jede Brennweite verwenden kann.

Zu der Grundausrüstung sollte auch die richtige Kleidung gezählt werden. Die Fotografie führt man im Stehen oder Sitzen durch; man sollte also dafür sorgen, dass man sich mit entsprechender Bekleidung warmhält. Dazu zählen auch Handschuhe, um kalte Finger, die die präzise Geräteführung erschweren, zu vermeiden.

Sicherheitshinweis

Eine technische Rafinesse benötigt man für die Astrofotografie der Sonne: Auf Grund der enormen Strahlkraft ist hier, neben einem entsprechenden Augenschutz, eine Filterfolie für das Objektiv notwendig. Stärke und Ausführung (Glas oder Aluminium) hängen hier stark von der Motivwahl beispielsweise von gedämpftem Sonnenlicht bis zur totalen Sonnenfinsternis ab.

Eines versteht sich bei der Astrofotografie eigentlich von selbst: Beim Fotografieren der Sonne ist äußerste Vorsicht geboten. Die enorme Strahlkraft dieses Planeten kann selbst bei einer Sonnenfinsternis für ernsthafte Komplikationen, im Ernstfall bis zur Erblindung führen. Ein angemessener Schutz fürs Auge ist daher immer Voraussetzung, bevor das Wunschobjekt durch Objektiv oder Sucher ausgewählt wird.

Fotos unserer Erde aus dem All mit einem Handy aufgenommen

Astronaut im Weltall, im Hintergrund Erdkugel und Mond
Astronaut © Jim Mills - www.fotolia.de

Mit Hilfe einer selbst gebauten Sonde haben zwei amerikanische Studenten ein ganz normales Handy mit Fotofunktion ins All bis in die obere Stratosphäre geschickt und unsere Erde aus einer Höhe von zirka 30 Kilometern aufgenommen.

Die atmosphärische Schicht oberhalb der Troposphäre wird als Stratosphäre bezeichnet und sie reicht von 15 km bis 50 km Höhe. Für ihre Sonde benötigten die beiden Studenten Material, das man in jedem Baumarkt kaufen kann. Die Sonde musste auf ihrem Weg ins All und auch wieder zurück einige Schwierigkeiten überstehen, wie extreme Temperaturen.

Der ganze Spaß hat den beiden Studenten gerade einmal 150 Dollar, das sind 102 Euro gekostet.

Geheimnisvolle Aufnahmen vom Planeten Saturn

Grafik des Sonnensystems (Weltalls) mit der Sonne, Erde und umlaufenden Planeten
Solar system illustration © destina - www.fotolia.de

Der Nordpol des Planeten Saturn lag seit Anfang der 80 Jahre für Wissenschaftler unsichtbar verborgen. Jetzt, 30 Jahre später, erreichen neue Bilder des zweitgrößten Planeten des Sonnensystems die Forschungsstationen.

Auf der nördlichen Halbkugel des Planeten war Winter gewesen, der Pol lag im Dunkeln. Nur mit Hilfe Infrarotlicht konnten noch kleine Einblicke gewonnen werden. Seit 2004 wurde die Voyager von der neue Raumsonde Cassini abgelöst und liefert seither genauere Aufnahmen. Besonders interessant waren Bilder eines Luftstroms um den Nordpol des Planeten herum.

Dieser weist nach wie vor eine auffällige sechseckige Form auf, besitzt einen Durchmesser, in den unsere Erde zwei Mal hineinpassen würde und erstaunt Astronomen durch seine kontinuierliche Stabilität in den letzten 30 Jahren. Ungewiss ist bisher, wie die auffällige Form des Luftstroms zustande kommt.

NASA interessiert sich für Bilder eines Hobbyfotografen

Für die Internetseite des 38-jährigen Familienvaters Robert Harrison aus England hat sich nun die US-Weltraumbehörde NASA interessiert und sich daraufhin telefonisch bei ihm gemeldet.

Denn der Brite hat seit Ende 2008 ein spezielles Hobby. Mithilfe von Wetterballons, welche mit Helium gefüllt sind, filmt er die Erde aus 35 Kilometer Höhe und stellt die Bilder ins Internet. Möglich ist dies durch eine daran installierte Digitalkamera und ein GPS-Gerät, welche vom Computer aus gesteuert werden kann.

Durch seine Homepage ist nun auch die NASA darauf aufmerksam geworden und bekundete großes Interesse an seinen Arbeiten, für die Harrison bislang rund 4.500 Euro investiert hat.

Fotoshooting im Weltall - Hobbyastronomen lassen Galaxien leuchten

Schatzsuche im Weltall. Die Europäische Südsternwarte (ESO) veranstaltete einen Wettbewerb für Amateurfotografen, genannt "ESO's Hidden Treasures 2010". Die Teilnehmer durften sich im riesigen Bildarchiv der ESO umschauen und Fotos auswählen, die sie anschließend fachkundig bearbeiten mussten. Fast 100 Einsendungen erreichten die ESO. Am besten bewältigte die Aufgabe Igor Chekalin aus Russland. Sein Gewinn: eine Reise nach Nordchile zum Paranal-Observatorium mit dem Very Large Telescope (VLT). Das VLT ist ein aus vier Einzelteleskopen bestehendes astronomisches Großteleskop.

Als Grundlage für den Wettbewerb dienten ausschließlich Schwarzweißaufnahmen von Himmelsobjekten. Diese von Teleskopen gelieferten Rohbilder mussten die Teilnehmer korrigieren und nachbearbeiten. Ergebnis: leuchtende Galaxien, bunte Spiralnebel und rote Sternenwolken. Die ESO zeigte sich begeistert von der Qualität und der großen Anzahl der Wettbewerbsbeiträge. Daher soll "Hidden Treasures 2010" in diesem Jahr eine Fortsetzung erfahren. Informationen dazu unter www.eso.org.

Astronomen entdecken Seekuh im Weltall

Eine Seekuh im Weltall sorgt für große Aufregung unter Experten. Astronomen des US-Radioastronomie-Observatoriums NRAO in Charlottesville (Virginia) haben einen Nebel entdeckt, der große Ähnlichkeit mit dem Meeressäuger aufweist. Er befindet sich im Sternbild Adler (Aquila) und ist fast 18.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Das NRAO plant, dem Explosionsnebel mit der Katalognummer W50 wegen seines Aussehens den Spitznamen Seekuh-Nebel zu verleihen. Entstanden ist er vor gut 20.000 Jahren. Seine Form wurde durch ein Schwarzes Loch im Zentrum hervorgerufen. Dieses verbraucht enorme Mengen Gas und befördert einen Teil der Materie in scharf gebündelten Strahlen ins Weltall. Dadurch verformt sich die Explosionswolke zu ihrer seekuhähnlichen Gestalt.

Wer den Asteroiden beobachten will, sucht am besten eine Sternwarte auf

Am heutigen Freitagabend rast ein Asteroid knapp an der Erde vorbei. Wer das Naturschauspiel beobachten möchte, sollte am besten eine Sternwarte aufsuchen, denn dort gibt es hilfreiche Tipps und das nötige Equipment, raten Experten. Aber auch ein Fernglas kann ausreichen, um den Asteroiden zu Gesicht bekommen.

Allerdings sollte man sich zur Beobachtung ein dunkles Plätzchen suchen und es nicht gerade aus dem Fenster seiner Wohnung in einer hell erleuchteten Großstadt versuchen. Mit bloßem Auge soll der Himmelskörper jedoch nicht zu erkennen sein. Selbstverständlich spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle.

Wenn der Himmel nicht zu stark bewölkt ist, wird der von Süden herannahende Asteroid ab 20.45 Uhr für rund zwei Stunden am Himmel vorbeiziehen.

Vorbeifliegender Komet verspricht Himmelsshow

Bereits Anfang nächster Woche fliegt der Komet "Panstarrs" an der Erde vorbei, womit er seit vielen Jahren der erste Schweifstern sein dürfte, den Beobachter mit bloßem Auge am nördlichen Himmel sehen können. Ein weitaus spektakuläreres Himmelsspektakel bietet der Komet "Ison", der im Herbst dieses Jahres an der Erde vorbeirauscht.

Allerdings kann es sein, dass der Himmelskörper auseinanderbricht, da er auf seiner Flugbahn der Sonne sehr nahe kommt. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Forschungsmissionen durchgeführt, um mehr über die Kometen im All herauszufinden.

Die Sonde "Rosetta" befindet sich bereits seit dem Jahr 2004 auf ihrer zehnjährigen Reise zum Kometen Tschurjumow-Gerasimenko, wo sie bereits im kommenden Jahr das Landegerät „Philae“ absetzen wird.

Komet Panstarrs erscheint am Nachthimmel

Am 10. März hat der Komet C/2011 L4 Panstarrs auf seiner Bahn seinen sonnennächsten Punkt erreicht, sodass man ihn mit bloßem Auge beobachten konnte. Mittlerweile kann man ihn in der Abenddämmerung tief am Himmel im Westen erkennen, sofern das Wetter mitspielt und klare Sicht ist. Laut der britischen Royal Astronomical Society sollte man den Himmelskörper jedoch mit einem Fernglas betrachten, damit man auch den Schweif von Panstarrs gut erkennen kann.

Noch bis Ende März ist der Komet zu sehen, der bereits im Juni 2011 mit dem auf Hawaii platzierten Teleskopsystem "Panstarrs" entdeckt wurde. Laut Astronomen steht das nächste Himmelsspektakel bereits Ende dieses Jahres an, wo sich der Komet C/2012 S1 der Sonne auf bis zu 1,8 Millionen Kilometer nähern wird. Sofern er nicht zerplatzt und intakt bleibt, kann man ihn auch glühend und hell leuchtend über mehrere Wochen lang mit bloßem Auge am Himmel sehen.

Das letzte Zeichen der Blauen Riesen - Sterbende Sterne verursachen Gammablitze

Forscher vermuten, dass die in den letzten Jahren beobachteten sogenannten Gammablitze vom Absterben eines Blauen Riesen stammte. Als Blauer Riese wird ein Stern bezeichnet, der größer als Sonne ist, das heißt er kann eine 20fache Masse und Tausendfach größer als diese sein. So könnte er in unserem Sonnensystem eine solch große Ausdehnung haben, dass die Planeten Merkur, Venus, Erde sowie der Mars in seinem Innern verschwinden würden und sein Rand würde bis zum Planeten Jupiter reichen.

In den vergangenen Jahren konnten die Wissenschaftler einmal am Weihnachtstag im Jahr 2010 einen Gammablitz beobachten, der zwei Stunden andauerte. Aber schon ein knappes Jahr später folgte ein noch längerer mit einer Länge von sieben Stunden. Doch dann kam noch im Jahr 2012 das High-Light, ein extrem langer Gammablitz.

Hatten die Forscher zum Teil beim ersten Mal im Jahr 2010 geglaubt, dass der Gammablitz in der Milchstraße entstanden war, so stellte man jetzt fest, dass die Entfernung etwa sieben Milliarden Lichtjahre betrug. Die Forscher sind der Meinung, dass diese Gammablitze durch das Absterben eines Blauen Riesen entstanden, der seine ganze Energie verbraucht hatte und dann in sich zusammenfiel.

Die Gammablitze werden auch als Gamma Ray Bursts (GRBs) bezeichnet, so erhielt der letzte extrem lange Blitz vom 27. Oktober 2012 die Bezeichnung GRB 121027A.

Sehen wir am 28. November 2013 mit bloßem Auge tagsüber den Jahrhundertkometen Ison?

Können wir am 28. November 2013 mit bloßen Auge den "Jahrhundertkomet" Ison selbst bei Tageslicht sehen? Dies ist zur Zeit bei allen Astronomen die große Frage. Zur Zeit rast er mit 76.000 Stundenkilometern der Sonne entgegen und wenn er nicht vorher auseinander bricht, so wäre er dann so hell wie der Vollmond zu sehen.

Zur Zeit ist der Komet näher an der Sonne als der Jupiter und am 28. November soll er sich der Sonne bis auf 1,1 Millionen Kilometern nähern. Bisher kann man den Kometen, der zurzeit zirka 621 Millionen Kilometer entfernt ist, aber nur mit großen Teleskopen ausfindig machen, so hat beispielsweise das Weltraumteleskop "Hubble" jetzt die ersten Bilder gemacht.

Ursprünglich begann die Reise des Kometen Ison aus dem Sternbild des Krebs. Der Name ist in Anlehnung des russisch-geführten International Scientific Optical Network (Ison) entstanden, wo zwei Hobbyastronomen im letzten Herbst Aufnahmen von dem Kometen als Nebelfleck entdeckten.

Grundinformationen und Hinweise zur Astrofotografie

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Quellenangaben

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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