Schlösser - Merkmale, Typologie und ein Überblick über die schönsten Schlösser weltweit

Schloss Neuschwanstein auf waldigem Berg, blauer Himmel und Wolken

Das Schloss zählt zu den prachtvollsten Bauwerken und ist in vielen Städten touristischer Anziehungspunkt - wir informieren über Merkmale und berühmte Vertreter

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  • von Paradisi-Redaktion

Früher waren sie Macht- und Regierungszentrum oder dienten dem Adel als Wohnsitz - heute kann man an Führungen in den prächtigen Schlössern teilnehmen oder die schlosseigenen Museen besuchen. In einigen dieser prunkvollen Gebäude befinden sich auch Hotels, Restaurants oder Kapellen, in denen man heiraten kann. Lernen Sie die Merkmale und Funktionen unterschiedlicher Schlösser kennen und lesen Sie, wo die schönsten Schlösser weltweit zu finden sind.

Merkmale eines Schlosses

Bei einem Schloss handelt es sich um ein Bauwerk, welches im Auftrag eines Adelsmitglieds erbaut wurde. Der Ursprung stattlicher Schlösser liegt häufig in mittelalterlichen Burgen oder auch in Klöstern früherer Zeiten.

Heutzutage definiert man Schlösser als Baudenkmale. Sie galten vom endenen Mittelalter bis Anfang des 20. Jahrhunderts als europaweit politische und kulturelle Zentren.

Schlösser sind auch heute noch Teil des kulturellen Erbes. Viele der berühmten Bauten dieser Art stehen auf der Liste des Weltkulturerbes.

Funktion und Unterscheidungen

Die Bezeichnung des Schlosses wird häufig in Zusammenhang mit anderen baulichen Namen verwendet. So zum Beispiel mit der Burg. Sowohl Burg als auch Schloss trugen einst vor allem im Bereich der Sicherheit ihre Hauptfunktion, sodass man diese beiden Begriffe lange syonynm verwendete.

Auch heute noch trägt eine Burg oft die Bezeichnung Schloss - umgekehrt ist es jedoch nicht der Fall. Die Burg wird jetzt in den meisten Fällen mit einer mittelalterlichen Wehranlage in Verbindung gebracht; das Schloss geht in die Richtung des herrschaftlichen, meist aus der Neuzeit stammenden, Wohngebäudes.

Auch das Herrenhaus fällt oft im selben Zusammenhang. Der Unterschied liegt in der Funktion: es bildet stets das Zentrum eines Gutshofs, dem Weingut, Forstgut oder Landwirtschaft zugeteilt sind. Ein Schloss hingegen verfügte niemals über einen Gutsbetrieb; seine Funktion war repräsentativer Natur.

Schlossgattungen und -typen

Eine allgemeingültige Bezeichnung bzw. Unterscheidung der unterschiedlichen Schlosstypen gibt es nicht. Man unterscheidet vielmehr nach den ursprünglichen Funktionen sowie nach formalen Aspekten wie Lage, Stil oder Typ.

Zu den Schlossgattungen zählen:

  • das Residenzschloss: im Besitz enies Landesherrn, beherbergte sowohl Wohnung als auch Landesverwaltungsbehörde; zudem gehören auch Sommer- und Winterresidenz, in denen man zeitlich begrenzt wohnte, dazu
  • das Jagdschloss: ausschließliche Funktion im Jagdbereich, in der Regel im Besitz des Adels
  • das Lustschloss: bescheidenere, dafür verspieltere Architektur, diente vor allem der Unterhaltung, z.B. als Rückzugsort für kurze Zeit

Zudem können unterschiedliche Schlosstypen differenziert werden:

  • das Stadtschloss: städtisches Residenzschloss eines Landesherrn; in der Regel diente es nur gesellschaftlichen Angelegenheiten
  • das Wasserschloss: in einem See oder Fluss errichtetes oder von Gräben umgebenes Bauwerk
  • der Palast: sehr repräsentativ ausgestattet, städtische Lage; mehr Informationen hier

Ein Überblick besonders schöner Schlösser weltweit

Weltweit gibt es zahlreiche historische Schlösser, die mit großen Sälen, tiefen Kellergewölben und auffälligen Türmen Besucher anlocken.

Bleiben wir zunächst einmal in Deutschland...

Schloss Neuschwanstein

Das wohl bekannteste Schloss in Deutschland befindet sich im südlichen Bayern nahe Füssen. Schloss Neuschwanstein wird von vielen Besuchern auch liebevoll Märchenschloss genannt. Aus einer Burgruine wurde Neuschwanstein unter König Ludwig II. in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunders neu aufgebaut.

Erst nach dem Tod des Königs wurde das Schloss für Besucher geöffnet. Eine Besichtigung ist heute allerdings nur im Rahmen einer Führung möglich. In der Hauptsaison ist es daher sinnvoll, sich im Voraus Tickets zu reservieren. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Schloss zählen

  • die Wandbilder
  • der Thronsaal
  • die Hauskapelle sowie
  • die historische Küche.

Schloss Mannheim

Das größte Schloss Deutschlands befindet sich in Mannheim. Im Gegensatz zu Neuschwanstein ist das im Barockstil errichtete Schloss Mannheim ein weitläufiger, flacher Bau, der aus mehreren Flügeln besteht.

Im 18. Jahrhundert lebten hier die Kurfürsten der Pfalz. Nachdem das Schloss im Zweiten Weltkrieg zerstört und um 1960 neu aufgebaut wurde, befinden sich heute in einem Teil des Gebäudes Räume der Universität Mannheim, ein anderer, original rekonstruierter Teil kann besichtigt werden.

Renaissanceschloss Glückburg

Das größte Wasserschloss Deutschlands ist das Renaissanceschloss Glückburg und befindet sich in Schleswig-Holstein. Seine idyllische und romantische Lage trägt dazu bei, dass sich hier heute viele Paare das Ja-Wort geben.

Eine Schlosskapelle und ein Standesamt in einem der Türme machen die Hochzeit perfekt. Wer das Schloss einfach nur besichtigen möchte, sollte sich nicht nur die Innenräume, sondern auch

  • das Kellergewölbe
  • den Schlossgarten und
  • den Schlossteich

ansehen.

Weitere sehenswerte Schlösser in Deutschland

Ein weiteres prächtiges Schloss findet man z.B. in Potsdam. Das Hohenzollernschloss Sanssouci befindet inmitten des gleichnamigen Parks auf weitläufigen Weinbergterrassen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es kann mit oder ohne Führung besichtigt werden.

Weitere berühmte Schlösser in Deutschland sind u.a. das Schloss Charlottenburg in Berlin, das von einem beeindruckenden Barockgarten umgeben ist, sowie das Schweriner Schloss, das auf einer Insel im Zentrum von Schwerin gelegen ist.

Werfen wir nun einen Blick über die deutschen Landesgrenzen hinaus...

Schloss Trollenäs

In Schweden, in der Gemeinde Eslöv befindet sich das Schloss Trollenäs. Das Bauwerk ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt; es liegt zwischen zwei Bächen und wurde 1559 unter dem Namen Näs, was auf seine Lage zurück zu führen ist, errichtet.

1682 wechselte das Schloss den Besitzer - mit dem Adelsgeschlecht Trolle änderte sich somit auch der Name. Man baute Schloss Trollenäs zu einem im französischen Stil gehaltenen Renaissanceschloss um. Auch heute noch bestitzt ihn die Familie Trolle.

Ein Teil des Schlosses ist für Besucher zugänglich. Hier finden sich u.a. Führungen, Bewirtung und die Möglichkeit, zu heiraten. Welche weiteren sehenswerten Schlösser Schweden zu bieten hat, erfahren Sie hier.

Balmoral Castle

In Aberdeenshire, Schottland, befindet sich das bekannte Balmoral Castle. Es liegt am Fluss Dee unterhalb des Berges Lochnagar und wird von Elisabeth II., der britischen Königin, als Sommerresidenz genutzt.

Das Schloss stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der gesamte Landsitz weist eine Größe ca. 243 Quadratkilometer auf; auch zahlreiche kleine Dörfer zählen dazu. Doch dies ist nicht das einzige bekannte Schloss Schottlands - lesen Sie hier, welche weiteren Sehenswürdigkeiten dieser Art dort warten.

Schloss Schönbrunn

Das Schloss Schönbrunn in Österreich, genauer gesagt in Wien, zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. In der Zeit von 1638 bis 1643 errichtet, folgte 1743 ein aufwendiger Neu- und Umbau. Schon 1687, kurz nach der Zerstörung der Anlage in der Zweiten Wiener Türkenbelagerung, gab man einen Neubau in Auftrag, doch erst die späteren Arbeiten entsprechen der heutigen Form.

Das Schloss umfasst 1.441 Zimmer. Es gibt einen Park und diverse touristische Einrichtungen. Schloss und Park wurden 1996 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Welche weiteren Schlösser in Österreich sehenswert sind, erfahren Sie hier.

Blarney Castle

Eine der beliebtesten Attraktionen Irlands stellt das Blarney Castle dar. Es liegt im Dorf Blarney, etwa neun Kilometer von Cork entfernt. Besonderen Ruhm trägt dieses Schloss aufgrund des Steins der Sprachgewandtheit.

Angeblich handelt es sich dabei um die Hälfte des bekannten Steins von Scone, auf dem die Krönung schottischer Könige vollbracht wurde. Derjenige, der den Stein küsst, erlangt einer Legende nach die Gabe des freien Sprechens.

Abgesehen von diesem Schloss gibt es in Irland weitere sehenswerte Schlösser und Burgen zu besichtigen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Weitere weltweit bekannte Schlösser

Zu den weiteren prächtigen Bauten, die einen Besuch wert sind, zählen u.a.:

  • Schloss Les Milandes (Frankreich)
  • Schloss Bran (Rumänien)
  • Hawa Mahal (Indien)
  • Schloss Chenonceau (Frankreich)
  • Schloss Peterhof (Russland)
  • Schloss Chambord (Frankreich)
  • Schloss Fürstenstein (Polen)

Bayern: Ehemaliges Königsschloss wird renoviert

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat kürzlich mitgeteilt, dass das ehemalige Königsschloss Linderhof in Oberammergau renoviert wird. Die Treppe, die zum Venustempel führt, wird hauptsächlich betroffen sein.

Während der aufwändigen Instandsetzungsmaßnahmen sei mit Beeinträchtigungen der Sicht zu rechnen. Die Schlösserverwaltung rechnet mit einem Kostenaufwand von rund 65.000 Euro. Bis zum Spätsommer 2008 soll die ganze Schlossanlage der Öffentlichkeit wieder komplett zur Besichtigung offen stehen.

Sorge um deutsche Königsschlösser

Derzeit sorgt sich der Internationale Denkmalrat um die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Es wird befürchtet, dass eine Ausweitung durch Besucherströme Schäden anrichten könnte.

Der Wittelsbacher Ausgleichsfond plant, die beiden Kulturdenkmäler verstärkt zu vermarkten und daraus eine Event-Arena zu machen. Der Internationale Denkmalrat nennt dies einen "unerträglichen Eingriff". Auch der Schlossherr hält die Planungen für den Bau einer Kabinenbahn sowie erforderliche Parkplätze für nicht angebracht. Aus diesem Grund lehnt auch Finanzminister Falthauser die Pläne des Ausgleichsfonds ab.

Architekten im Wettstreit um Berliner Stadtschloss

85 Architekten haben sich um die Neugestaltung des Berliner Stadtschlosses mit seinem Humboldt-Forums beworben, 30 von ihnen werden in der nächsten Auswahl-Runde erneut die Gelegenheit haben ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Eine der Vorgaben, die es für die Architekten zu berücksichtigen gab, war, dass die historische Fassade aus der Barockzeit mit drei Seiten in in den Wiederaufbau integriert werden muss. Ebenso ist auch vorgesehen über eine treppenartige Konstruktion den Besuchern den Aufstieg zur angedachten Dachterrasse zu ermöglichen. Bis zum Ende September haben die Architekten noch Zeit ihre Modelle und eine genau aufgeschlüsselte Kostenrechnung für den 550 Millionen teuren Bau einzureichen.

Unter den Vorschlägen waren zum Beispiel auch der Bau in Form einer Konzertmuschel zu finden oder eine Rekonstruktion nach den historischen Vorgaben.

Warschau: Teil des Königsschlosses wieder für Besucher geöffnet

In Warschau galt das Königsschloss bis zum 18. Jahrhundert als Stammsitz der polnischen Adligen. Nach einem Überfall der Nazideutschen im Zweiten Weltkrieg wurde das bekannte Schloss stark und im späteren Verlauf komplett beschädigt.

Erst viele Jahre später, genauer gesagt in den 70er Jahren, wurde das Schloss wieder aufgebaut. Heute sind die Arkaden an der Weichsel, die ein Teil des Königsschlosses sind, wieder eröffnet. Diese dienen nun dem Museum im Schloss als Eingangs- und Ausstellungshalle und sind somit für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Schloss Pillnitz in Dresden hat seine Pforten wieder für Besucher geöffnet

Besucher des Schloss Pillnitz in Dresden sind ab sofort wieder willkommen, denn seit Ende März sind die Pforten geöffnet. Unter den neuen Ausstellungsstücken befinden sich unter anderem eine Bestecksammlung und Originalinventar aus dem 18. Jahrhundert, das man zurückgewinnen konnte.

Auch chinesische Vasen, Schalen und Skulpturen können die Besucher bewundern. Der Schlosspark wurde um 1780 als englischer Garten angelegt und nun kann man diesen kostenlos besichtigen. Das Schloss ist außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet und der Eintritt kostet für Erwachsene 4 Euro, eine Führung 6 Euro.

Schloss Salem am Bodensee öffnet die Pforten für Besucher

Nach der Winterpause ist das Schloss Salem am Bodensee wieder für Besucher bis zum 1. November geöffnet. Zur Eröffnung spielte auch die berühmte Orgel im Münster. Unter dem Thema "Renaissance der Mentalitäten" wird auch eine Ausstellung zeitgenössischer Künstler zu sehen sein.

Im letzten Jahr hat das Land Baden-Württemberg das Schloss vom ehemaligen Besitzer, der Familie Baden, vertreten durch Prinz Bernhard, die Schlossanlage Salem sowie zahlreiche Kunstgegenstände für knapp 60 Millionen Euro gekauft. Für Renovierungsarbeiten sollen zusätzlich in den nächsten 25 Jahren noch 47 Millionen Euro aufgewendet werden.

Eine Ausstellung über das ostpreußische barocke Schloss Friedrichstein im Schloss Caputh bei Potsdam

U.a. sind gerettete Teile der Inneneinrichtung und Fotografien der Familie Dönhoff zu bewundern

In der Nähe von Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, wurde Ende des 17. Jahrhunderts das barocke Schloss Friedrichstein gebaut und war Stammsitz der Familie Dönhoff. Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 wurde es zerstört und im Jahr 1980 die Ruine, nachdem ein großer Teil der Inneneinrichtung, wie Möbel, Bildteppiche und andere Kunstwerke, gerettet werden konnten, dem Boden gleich gemacht.

Jetzt werden im Schloss Caputh am Schwielowsee in der Nähe von Potsdam, die Stücke zu sehen sein, zusätzlich kann der Besucher der Ausstellung vieles von der Geschichte der Familie Dönhoff und dem Schloss durch alte und neuere Fotografien erfahren.

Diese Ausstellung wird durch das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), sowie auch dem Mitherausgeber der Buches "Friedrichstein" Dr. Kilian Heck, ermöglicht. Die Eröffnung fand am 9. Mai 2009 statt und die Ausstellung kann noch bis zum 4. Oktober 2009 täglich, außer montags, von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Eine 12.000 Jahre alte Pfeilspitze auf dem Stadtschlossgelände in Potsdam gefunden

Archäologen finden Hinweise auf mittelalterliche Burg auf dem Gelände des Stadtschlosses

Dort wo demnächst auf dem dem Gelände des ehemaligen Stadtschlosses in Potsdam der künftige Landtag seinen Sitz haben wird, fanden jetzt Archäologen eine Pfeilspitze aus der späten Eiszeit, als etwa 12.000 Jahre alt.

Überreste einer mmittelalterlichen Burg gefunden

Seit dem September im Jahre 2006 wird auf einer Fläche von 14.000 Quadratmetern gebuddelt und man legte dabei 5.800 Objekte frei, wobei das meiste Keller, Brunnen oder auch nur alte Mauerreste sind. Man fand dabei heraus, dass auf dieser Fläche nicht nur ein Stadtschloss, sondern wenigstens zwei, wenn nicht sogar drei gestanden haben. Das dritte Schloss, dabei handelt es sich um eine mittelalterliche Burg, vermuten die Archäologen ebenfalls an dieser Stelle, doch bisher konnte man noch nicht fündig werden, aber vielleicht liegen die Grundmauern auch unter den Straßenbahngleisen, die erst im Herbst abgerissen werden.

Bis Ende dieses Jahres haben aber noch die Archäologen Zeit, um neue Funde zu finden und zu sichern. Die Untersuchungen kosten 2,5 Millionen Euro, aber bei einer Gesamtsumme von 32 Millionen Euro für das Vorbereiten der Baufläche, hierzu gehören auch die Verlegung der Straßenbahn und Autostraße, sind das doch nur kleinere Ausgaben.

Im Schloss von Herrenchiemsee wurden die diesjährigen Festspiele eröffnet

Festspiele im Schloss Herrenchiemsee durch Enoch zu Guttenberg

Zwei Segelboote auf Chiemsee
chiemsee segelboote © martin - www.fotolia.de

Im Chiemsee ist die größte Insel Herrenchiemsee, die etwa 2,2 Quadratkilometer groß ist. Diese Insel hat seinerzeit im Jahr 1873 König Ludwig II. von Bayern erworben und dieser hat dort angefangen, ein neues Schloss zu bauen, das eine Kopie des französischen Schlosses in Versailles darstellt. Leider konnte dieses Schloss nicht fertig gestellt werden, weil der Bauherr, aus bisher noch unbekannten Gründen, plötzlich verstarb.

Festspiele am Schloss Herrenchiemsee

Insgesamt sind aber von den 70 vorgesehenen Räumen 20 fertig, wobei besonders sehenswert das Schlafzimmer des Königs und der Spiegelsaal mit 17 großen Spiegeln sind. Auch der Park um das Schloss ist ein Besuch wert. Seit zehn Jahren finden im Schloss immer die Festspiele statt, so wurden sie auch jetzt eröffnet und dauern noch bis zum 26 Juli.

Als letzte Vorstellung werden die "Jahreszeiten" von Joseph Haydn zu hören sein, mit der Sopranistin Carolina Ullrich, Tenor Tobias Haaks und dem Bass Martin Danes, sowie die Chorgemeinschaft Neubeuern mit dem Orchester der KlangVerwaltung. Die Gesamtleitung wird, wie bei der Eröffnung, Enoch zu Guttenberg haben.

Passend zum Thema

    12. Potsdamer Schlössernacht: Vorverkauf hat begonnen

    Am 21. August 2010 startet die 12. Potsdamer Schlössernacht, die sogenannte "illuminierte Pracht preußischen Barocks". Vergangenen Freitag hat dafür der Kartenvorverkauf bereits begonnen.

    Laut Veranstaltungsagentur artecom sind die Karten für dieses Event an der Tickethotline 01805-4470700, im Internet auf der Website ticketonline.com sowie an allen größeren Verkaufsstellen zu bekommen.

    Ab 17 Uhr können die erwarteten 33.000 Gäste an diesem Tag dann durch die beleuchteten Schlösser und Parks spazieren, Führungen miterleben und sich Vorstellungen im Bereich Theater und Kunst ansehen. Das Highlight des Abends wird ein großes Feuerwerk sein.

    Schlösser in Brühl gehören seit 25 Jahren zum Weltkulturerbe

    Vor 25 Jahren, am 31. Oktober 1984, wurden die beiden Schlösser in Brühl zwischen Köln und Bonn, das Schloss Augustusburg und das Jagdschloss Falkenlust, von der UNESCO auf der Sitzung des Welterbekomitees in Buenos Aires als Weltkulturerbe festgelegt.

    Hierbei wurde betont, dass in Schloss Augustusburg als der ersten herausragenden Schöpfung des Rokoko in Deutschland der europäische Geist auch noch heute lebendige Wirklichkeit ist. Bei einem feierlichen Festakt wurde jetzt von dem Bauminister des Landes NRW Lutz Lienenkämper (CDU) auf dem Schlossgelände eine Bronzeplatte enthüllt.

    Im Land Nordrhein-Westfalen gibt es noch weitere Bauwerke, die zum Weltkulturerbe zählen, so einmal der Kölner und der Aachener Dom und seit 2001 im Norden von Essen die Zeche "Zollverein", bei der es sich um ein im Jahre 1986 stillgelegtes Steinkohlebergwerk mit einer Kokerei handelt.

    Jubiläum Schlosstheater Rheinsberg

    Dienstag feierte das Schlosstheater Rheinsberg großes Jubiläum. Vor genau 10 Jahren wurde das Brandenburger Markenzeichen, nachdem es 200 Jahre lang leer gestanden hatte, wiedereröffnet.

    Anlässlich des 10.Jahrestags hielt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eine Rede und lobte das Theater in höchsten Tönen. Es habe der Wirtschaft und dem Tourismus in Rheinsberg viele Impulse verliehen.

    Besucherrekord auf Schloss Friedenstein in Gotha

    Zahlreiche Museumsarten auf Schloss Friedenstein ziehen 50 Prozent mehr Besucher an

    Braunes Schild auf dem in weißer Schrift Museum steht mit Pfeil nach rechts
    In Richtung Museum © Lupico - www.fotolia.de

    Das Schloss Friedenstein in Gotha im Bundesland Thüringen ist eine frühbarocke Schlossanlage, die an der Stelle der 1567 geschleiften Burg Grimmenstein errichtet wurde. Heute hat man auch einige Museen im Schloss untergebracht, so zum einen das Schlossmuseum, in dem eine der bedeutendsten Sammlungen von Skulpturen des Klassizismus, darunter viele Werke von Jean Antoine Houdon zu sehen sind.

    Im Westturm ist das Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde untergebracht und im Ostflügel die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha zusammen mit dem Grundbestand der früheren Schlossbibliothek. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Herzogliche Bibliothek als Beutegut in die UdSSR und wurde im Jahr 1956 wieder zurückgegeben. Zusätzlich gibt es noch das Museum für Natur.

    Schlossmuseum und Museum für Regionalgeschichte zählt die meisten Besucher

    Im letzten Jahr haben knapp 160.000 Besucher die Museen besucht, was etwa 50 Prozent mehr als im Jahr 2008 sind, wie ein Sprecher der Stiftung mitteilte. Die meisten Besucher kamen ins Schlossmuseum und das Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde, aber auch beim Museum für Natur stiegen die Besucherzahlen von 33.726 auf 37.954 Besucher.

    Im Jahr 2009 weniger Spendengelder und Besucher im Schloss von Versailles

    Die weltweite Wirtschaftskrise zeigte sich im Jahr 2009 auch für das Schloss von Versailles bei Paris. So kamen an Spendengeldern nur 8,6 Millionen Euro zusammen, im Jahr davor waren es noch 16 Millionen. Aber auch kamen 500.000 Besucher weniger, so dass 5,5 Millionen sich das Schloss und die herrlichen Anlagen ansahen.

    In diesem Jahr werden, wie auch im Vorjahr, viele kulturelle Veranstaltungen auf die Besucher warten, so beispielsweise die Ausstellungen "Wissenschaften und Kuriositäten am Hofe von Versailles" vom 26. Oktober 2010 bis 27. Februar 2011, und auch der Japaner Takashi Murakami wird seine Manga-Skulpturen zeigen bei der "Murakami Versailles", die vom 14. September bis 12. Dezember gehen wird. Zusätzlich finden im Schloss von Versailles auch Konzerte, Ballett- und Opernaufführungen statt.

    Schloss Branitz bei Cottbus öffnet die Türen zum Schlafgemach von Fürst Pückler

    Eröffnung der Privatzimmer des Fürsten Pückler für Besucher - drei weitere Zimmer sollen folgen

    Pünktlich zu Ostern werden die Türen zum Schloss Branitz bei Cottbus auch für die Besucher geöffnet und diese können dann auch sehen, wie der Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) gelebt und geschlafen hat.

    Ein kleiner Einblick

    Besonders das Schlafzimmer und der Waschraum wurden in der letzten Zeit aufwendig restauriert. Aber das Bett ist der absolute Blickfang mit der mit 70 Kilogramm schweren mit Palmfasern gefüllte Matratze. Gegenüber befindet sich eine Doppelcouch, wo sich der Fürst, der auch als Gartenarchitekt und Weltenbummler unterwegs war, im Winter als Literat beschäftigte.

    Der Fürst starb am 4. Februar 1871 und hatte seine letzten Stunden auch in seinem Hochbett verbracht. Neben den beiden erwähnten Zimmern gibt es natürlich noch viel anderes Interessantes zu sehen und zu entdecken. Vor einiger Zeit wurden auch die Bibliothek und das Billardzimmer restauriert und sind für die Besucher zugänglich.

    Ab dem Herbst sollen dann noch weitere Räumlichkeiten, so die drei Zimmer seiner Ehefrau Lucie von Hardenberg bewohnten, die man auch "Lucie-Zimmer" nennt, fertig gestellt sein.

    Am 30. Oktober 2010 wäre der Fürst Pückler 225 Jahre alt geworden. Die Öffnungszeiten von Schloss Branitz sind täglich von 10 bis 18.00 Uhr und die Eintrittspreise für die Kombi-Karte, also Schloss, Gutshof und Marstall, liegen bei 7 Euro für Erwachsene.

    Nach zwölf Jahren Restaurierung wird das Schloss Lichtenwalde für Besucher bald wieder eröffnet

    Bei Chemnitz liegt das Schloss Lichtenwalde, das jetzt nach zwölf Jahren Restaurierung Ende März wieder seine Pforten für Besucher öffnet. Die ganze Restaurierung hat den Freistaat Sachsen, in dessen Eigentum sich das Schloss befindet, 13,8 Millionen Euro gekostet, wobei zuerst ab 1998 bis zum Jahr 2003 die Außenarbeiten in Angriff genommen wurden, danach folgten die Innenarbeiten.

    Man hat auch zusätzlich noch eine Gaststätte und zwei Museen gebaut, so dass für das leibliche Wohl der Besucher auch gesorgt wird. In den Museen wird den Besuchern europäische, asiatische und westafrikanische Kunst, so auch von dem deutschen Kunstsammler Georg Brühl, gezeigt. Die Neueröffnung fand am 28. März 2010 statt.

    Hannoveraner freuen sich über Neuerrichtung des Stadtschlosses

    In Hannover wird es zukünftig eine Sehenswürdigkeit und Touristenattraktion mehr geben. Die Stadt plant nämlich den Wiederaufbau des historischen Stadtschlosses, das 1943 augebombt worden war. Damit geht nicht nur der Wunsch des Bürgermeisters in Erfüllung, sondern auch der Wunsch vieler Bürger Hannovers. 20 Millionen Euro sollen in die Bauarbeiten fließen.

    Landesweit ist die Diskussion ausgebrochen, historische Bauten zu erneuern bzw. wieder aufzubauen. Auch von der Neuerrichtung des Berliner Stadtschlosses ist derzeit die Rede.

    Musik und Theater bei dem Schlossfestival 2010 im Schloss Dyck bei Jüchen

    Shakespeare, Haydn und Co. - besondere Highlights des Schlossfestivals 2010 im Schloss Dyck

    In den vergangenen Jahren fanden in dem sonst bei Gartenliebhabern bekannten Schloss Dyck bei Jüchen im Rhein-Kreis Neuss schon etliche Musikveranstaltungen, aber auch Kammerkonzerte im Schloss statt, die vom Verein "Freunde und Förderer von Schloss Dyck" organisiert wurden.

    Theater- und Musikangebote

    Dieses Jahr werden zum ersten Mal auf der Bühne vor der Orangerie im Juni Theater und Musik dargeboten werden. Zur Premiere am 18. Juni wird das Rheinische Landestheater Neuss das Stück "Sommernachtstraum" von Shakespeares aufführen, am Tag danach ist die Deutsche Kammerakademie Neuss zu Gast und wird ein Schlosskonzert geben, wobei Werke von Mendelssohn, Haydn, Friedrich Smetana und natürlich auch Mozart auf dem Plan stehen.

    Am letzten Tag, dem Sonntag der 20. Juni, wird nochmals das Rheinische Landestheater Neuss zu sehen sein, mit dem Schauspiel "Wie im Himmel", das ein Stück von Kay Pollak, das auch viel Gesang beinhaltet. Wer Karten erwerben möchte - der Vorverkauf hat schon begonnen - kann diese unter der Rufnummer 02182-824 290 bestellen.

    Verschwundene Gemälde von Schloss Sanssouci sind wieder aufgetaucht

    Die Stiftung für Preußische Schlösser und Gärten bedankt sich mit einem Finderlohn

    Frau hängt Bild in neuer Wohnung an die Wand
    Die neue Wohnung © bilderbox - www.fotolia.de

    Während des Zweiten Weltkrieges wurden einige Gemälde aus dem Bestand von Friedrich II. von Sanssouci nach Schloss Rheinsberg gebracht. Aus Angst die Soldaten der Roten Armee würden die Werke beschlagnahmen, nahm die Ehefrau des Kastellans von Rheinsberg einige der Gemälde an sich und übergab sie ihrer Schwester.

    Als diese nach Berlin floh, blieben die Bilder bei deren Tochter, die sie in ihrem Kleiderschrank versteckte. Dort vergaß man sie für lange Zeit, bis sich die Familie an die kleinen Schätze erinnerte und die Stiftung für Preußische Schlösser und Gärten informierte.

    Die Rückkehr ins Schloss

    Die insgesamt zehn verschollen geglaubten Werke aus der Sammlung von Friedrich II. konnten so in die Galerie nach Sanssouci zurückkehren. Darunter befanden sich Gemälde der Künstler Jean Raoux, Antoine Pesne und Hendrik van Limborch. Die Familie bekam für ihre Ehrlichkeit und die Rückgabe der Bilder einen Finderlohn.

    Die Stiftung möchte auch andere Leute bitten, wertvolle Gemälde, die während des Krieges verschwunden sind und sich nun in fremdem Besitz befinden, zurückzugeben. Auch diesen Leuten würde die Stiftung mit einem Finderlohn danken.

    Schloss Eggenberg - Wahl zum UNESCO-Welterbe

    Das Schloss Eggenberg in Graz ist eine von 40 Kulturstätten, über die momentan heiß diskutiert wird. In der Nacht von Freitag auf Samstag wird in Brasiliens Hauptstadt entschieden, welche der nominierten Plätze zum UNESCO-Welterbe ernannt werden.

    Das Land Österreich ist bisher mit acht Objekten auf der UNESCO-Liste vertreten, darunter auch die Grazer Altstadt. Der österreichiche UNESCO-Vertreter Bruno Maldoner und der Grazer Stadtbaudirektor Bertram Werle warten in Brasilia gespannt auf die Entscheidung über das Schloss.

    Fürst-Plücker-Schloss öffnet nach Hochwasser wieder seine Tore

    Nach einem Unwetter mit starken Regenfällen am 7. August hatten die Bewohner rund um die Neiße mit Hochwasser zu kämpfen. Betroffen war unter anderem auch das Fürst-Plücker-Schloss in Bad Muskau (Sachsen), so wie der dazu gehörende Park, sodass diese geschlossen werden mussten. Jetzt konnten die Tore für die Besucher wieder geöffnet werden.

    Wie eine Sprecherin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mitteilte, könne die Ausstellung im Schloss von nun an wieder besichtigt werden und auch der Park sei bis auf vereinzelte Wege und Brücken wieder begehbar.

    Schlechter sieht es hingegen für die Zisterzienserinnenabtei St. Marienthal in Ostritz aus. Hier hat das Hochwasser Schäden in Millionenhöhe verursacht, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu brachte, eine Spendenaktion aufzurufen. Das Geld soll für die zerstörte Kirchenausstattung und die Kräutermanufaktur verwendet werden.

    XII. Schlössernacht in Potsdam verzeichnet 33.000 Besucher

    In Potsdam hat am vergangenen Samstag die XII. Schlössernacht stattgefunden. 346 Künstler, darunter viele in außergewöhnlichen barocken Kostümen, sorgten für die Unterhaltung der Gäste. Um Mitternacht war am Neuen Palais ein pompöses Feuerwerk zu betrachten. Das Tschaikowsky Symphonieorchester war bereits im Vorfeld bis auf den letzten Platz ausverkauft und trat vor 5000 teils prominenten Gästen wie Thomas Gottschalk und Günther Jauch auf.

    Insgesamt waren 33.000 Menschen in der Schlössernacht in Potsdam zu Gast. Von den Einnahmen werden 250.000 Euro in die Restaurierung alter Schlösser fließen.

    Schwerin will auf die Welterbeliste

    Nachdem kürzlich Wismar und Stralsund beschlossen, einen Platz auf der Unesco-Welterbeliste anzustreben, zieht nun auch Schwerin mit seinem Märchenpalast nach.

    Die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge gilt neben dem bayrischen Neuschwanstein als Paradebeispiel des Historismus.

    Die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns kann selbstverständlich auf die Hilfe des Landes bauen. Dieses versicherte erst letzte Woche in einem Vertrag, dass es die Hälfte - also knapp 200.000 Euro - der Bewerbung zahlen werde. Grund dafür ist, dass ein Platz auf der Liste des Welterbe nicht nur ein Gewinn für das Schloss selbst, sondern auch für die Stadt Schwerin und das Land Mecklenburg-Vorpommern wäre.

    Nun ist ein Kolloquium für den 7. Oktober geplant, bei dem es um die Erfolgsaussichten des Vorhabens gehen soll.

    Drei-Meter-Tor soll Familie zu Guttenberg von nun an in ihrem eigenen Schloss sichern

    Mit steigender Bekanntheit wird Familie zu Guttenberg immer mehr von Neugierigen belästigt

    Springbrunnen aus Stein in Park, dahinter Parkbank
    park fountain © Albo - www.fotolia.de

    Nun muss sich die Familie zu Guttenberg mit einem drei Meter hohen Tor behelfen, um sich und ihr Schloss im Ort Guttenberg vor Eindringlingen zu schützen. Mit steigender Popularität Karl-Theodor zu Guttenbergs werden auch die Neugierigen in der beschaulichen Gemeinde immer mehr. "Die Leute wollen nicht mehr zwischen Dein und Mein differenzieren" so Enoch zu Guttenberg, Vater des CSU-Politikers und bekannter Dirigent.

    Neugierige Touristen machen vor nichts Halt

    Nach Angaben des Bürgermeisters Eugen Hain reisen die Leute mit Bussen an und machen auch vor dem Betreten des Hauses keinen Halt. Die Gefahr, nicht zwischen reiner Neugierde und tatsächlicher Gefahr unterscheiden zu können, ist zu groß.

    Nachdem ein Schild mit dem Hinweis "Aus dringenden Gründen der Sicherheit ist es uns leider nicht mehr möglich, das Betreten der Privatgrundstücke rund um die Schlossanlage zu erlauben - Einfahrt verboten" ignoriert wurde, hat Enoch zu Guttenberg auf Drängen des BKA nachgegeben und ein Tor vor dem Grundstück errichten lassen.

    Das Verbot gelte natürlich nicht für die der Familie bekannten Bewohner der Gemeinde und auch die katholischen Gläubigen sollen die Schlosskirche, die zum Besitz gehört, weiterhin besuchen dürfen.

    Im kommenden Jahr kann man im Schloss Versailles übernachten

    Südflügel wird zum Luxushotel umgebaut - Kosten belaufen sich auf 5,5 Millionen Euro

    Sich einmal fühlen wie der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. Ab dem kommenden Jahr ist dies auch für normale Bürger, die nicht aus dem Königshaus stammen, möglich, denn ein Teil des berühmten Schloss von Versailles wird als Luxushotel umgebaut.

    Vom Schluss zum Luxushotel

    So werden also dann im Südflügel 23 Zimmer entstehen. Die Umbaukosten werden mit 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Der Vertrag über die Nutzung läuft zunächst einmal über 30 Jahre. Investor ist die Privatfirma Ivy International, wie der Schloss-Verwalter Jean-Jacques Aillagon mitteilte.

    Bisher gehörte der Südflügel des Schlosses dem Verteidigungsministerium, das dort eine Offiziersmesse unter dem Namen "Hôtel du Grand Contrôle" betrieb. Im letzten Jahr wurde dann dieser Teil des Schlosses auch von der Schlossverwaltung übernommen.

    Geschichte vom Schloss Versailles

    Das Schloss befindet sich in dem Pariser Vorort Versailles und wurde ab dem Jahr 1661 als Jagdschloss für Ludwig XIII gebaut und sein Nachfolger Ludwig XIV ließ es unter anderem durch den Architekten Jules Hardouin-Mansart umgestalten und ausbauen.

    Bis zur Französischen Revolution war hier auch die Residenz des französischen Königshauses. Am 18. Januar 1871 wurde nach dem Krieg gegen Frankreich im Spiegelsaal des Schlosses König Wilhelm I. von Preußen zum deutschen Kaiser Wilhelm I. proklamiert.

    Das Schloss mit seinen großen Gartenanlagen ist seit dem Jahr 1979 auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und man kann dies auch besichtigen.

    Ausstellung auf Herrenchiemsee: "Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit."

    König Ludwig II. ist nach wie vor ein sagenumwobender bayerischer Märchenkönig, dessen Verbindungen zu Richard Wagner, Lola Montez und Friedrich Nietzsche genauso mysteriös sind wie sein Tod durch Ertrinken am 13. Juni 1886.

    Wer sich für sein Leben und Wirken interessiert, kann ab 14. Mai bis 16. Oktober 2011 eine Ausstellung im Schloss Herrenchiemsee besuchen.

    König Ludwig ließ dieses Prachtgebäude ab 1878 nach Versailler Vorbild auf der größten Chiemseeinsel bauen und zieht damit heute noch zahlreiche Besucher aus aller Welt an. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass erstmals auch die nicht fertiggestellten Zimmer im Nordflügel des Schlosses besichtigt werden können. Das Normalticket kostet 9, 50 Euro und ist an der Anlegestelle auf der Herreninsel zu erwerben.

    Schlafen wie ein König – Im Schloss von Versailles entsteht ein Hotel

    23 Luxussuiten im Schloss Versailles - folgt bald die Förderung von Schloss Fontainebleau?

    Wer möchte nicht gerne einmal residieren wie ein König? In einem der prächtigsten Schlösser der Welt wird das bald möglich sein. Zwar nicht im berühmten Spiegelsaal des Schlosses von Versailles, aber immerhin in einem frisch renovierten Seitenflügel werden ab Ende 2011 23 Luxussuiten zu Verfügung stehen. Damit hat jeder, der das nötige Kleingeld besitzt, die Chance, sich wie der Sonnenkönig zu fühlen.

    Renovierungskosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro

    Umgesetzt wird das Projekt vom belgischen Familienunternehmen Ivy International AG. Die Firma hat bereits Erfahrung, da sie ein Nobelhotel in der Bretagne führt.

    Der Deal ist ganz einfach: Das Unternehmen trägt die Renovierungskosten von etwa 5,5 Millionen Euro. Im Gegenzug darf es 30 Jahre lang ein Hotel betreiben. Zusätzlich erhält Frankreich einen bestimmten Anteil des Umsatzes als Pacht.

    Für das vom Verfall bedrohte Nebengebäude könnte das eine Chance sein. Das um 1680 gebaute Haus wurde nach der französischen Revolution und dem Ende der Monarchie bis zum Jahr 2006 vom Militär genutzt. Dabei verfiel es zunehmend. Zuletzt stand es leer. Um die Bausubstanz denkmalgerecht zu erhalten, hat der Chefarchitekten des französischen Amtes für Denkmalschutz die Oberaufsicht.

    Weitere Förderungen im Gespräch

    Inzwischen wird darüber nachgedacht, wie auch andere Bauschätze Frankreichs touristisch besser gefördert werden könnten. So gibt es Überlegungen die Reitställe von Schloss Fontainebleau südlich von Paris ebenfalls zu einem Hotel umzuwandeln.

    Jean-François Hébert, Leiter der Anlage von Fontainebleau: "Wir wollen verhindern, dass dieses Gebäude zu einer Ruine wird". Ein Investor ist bislang jedoch noch nicht gefunden.

    Werden die Königsschlösser in Bayern als Weltkuturerbe vorgeschlagen?

    Wenn es nach dem Willen des Bayerischen Finanzministerium geht, so sollen die drei Königsschlösser, Linderhof, Herrenchiemsee und natürlich Neuschwanstein bei Füssen, in die UNESCO-Welterben-Liste aufgenommen werden.

    Ein entsprechender Antrag für die Bewerberliste soll also nun gestellt werden, denn der zuständige Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) hat sich mit den entsprechenden Vertretern, die örtlichen Bürgermeister und Landräte, diesbezüglich beraten. Nun müssen noch Experten im Auftrag des Wissenschaftsministeriums und des Kunstministeriums entscheiden, wobei man schätzt, das zwischen 10 bis 20 Vorschläge eingereicht werden.

    Aber die Chancen für die Aufnahme in die Liste der Vorschläge, Bayern darf zwei Bewerber benennen, sind nicht automatisch größer, nur weil die Schlösser dem Freistaat Bayern gehören.

    Teures Neuschwanstein - Besuch der Schlösser in Bayern wird teurer

    Bayern erhöht Eintrittspreise für Schlösser wie Neuschwanstein

    Schloss Neuschwanstein auf waldigem Berg, blauer Himmel und Wolken
    Schloss Neuschwanstein © Sauerkraut - www.fotolia.de

    In diesem Jahr ist der 125. Todestag von dem sogenannten Märchenkönig Ludwig II., der am 25. August 1845 auf Schloss Nymphenburg geboren wurde und am 13. Juni 1886 im Würmsee, dem heutigen Starnberger Sees, bei Schloss Berg verstarb. Über den Tod gibt es heute noch einige Gerüchte.

    Aber diesem König verdankt Bayern auch drei herrliche Schlösser, so einmal Herrenchiemsee, Linderhof und das wohl berühmteste Schloss Neuschwanstein bei Füssen.

    Massive Preiserhöhung

    Jetzt will das Land Bayern, als Besitzer, die Eintrittsgelder erhöhen, so müssen die Besucher für Herrenchiemsee einen Euro mehr bezahlen, also 8 Euro, Schloss Linderhof erhöht um 50 Cent auf 9 Euro, aber Neuschwanstein wird stufenweise bis zum Jahr 2012 auf 15 Euro erhöht werden. Kinder werden in Begleitung Erwachsener immer noch freien Eintritt haben.

    Wie der bayrische Finanzminister sagt, sind die Preise in den letzten Jahren dort stabil gewesen und aufgrund der hohen Instandhaltungskosten musste man jetzt handeln. Im Jahr 2010 betrugen die gesamten Ausgaben 89,78 Millionen Euro und an Einnahmen kamen 53,6 Millionen Euro zusammen, so dass der Freistaat Bayern noch einiges zahlen musste.

    Das Schloss Neuschwanstein zählte mit 1,3 Millionen Besuchern die absolut meisten, gefolgt von Linderhof mit 451.470 und Herrenchiemsee mit 417.660 Besuchern. In Herrenchiemsee wird auch eine Sonderausstellung von Mai bis Oktober zu sehen sein unter dem Titel "Götterdämmerung – König Ludwig II. und seine Zeit".

    In Schottland hat das Braemar Castle eine sagenumwobene Vergangenheit

    Das Braemar Castle in Schottland mit langer Geschichte kann ab sofort besichtigt werden

    Die Region Aberdeen City und Shire in Schottland ist die Gegend der Schlösser schlechthin - es gibt dort allein ungefähr 1.000 Schlösser, Burgen und Herrenhäuser. Die schlossreiche Provinz liegt im Nordosten von Schottland.

    Ein wahrhaft stattliches Bauwerk ist das Braemar Castle vor den Stadttoren von Braemar. Es wurde 1628 erbaut und in 1689 vom "Black Colonel" (John Farquharson of Invery) niedergebrannt. Dann gehörte es für 200 Jahre zum Familienbesitz des Clans der Farquharsons. Dieses tolle Anwesen kann jetzt besichtigt werden.

    Inspiration des Schriftsteller der "Schatzinsel"

    Bereits der Schriftsteller Robert Louis Stevenson holte sich durch das Anwesen Inspirationen zu seinem Roman "Die Schatzinsel". Auch das Städtchen Braemar selbst lädt die Besucher ein - zum Bummeln und Entspannen.

    Für Besucher ist das Braemar Castle am Samstag und Sonntag zwischen Ostern und Ende Oktober offen - Öffnungszeiten sind von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet ungefähr 3,50 Euro für Kinder und 6 Euro für Erwachsene - für Familien gibt es Tickets für 12 Euro.

    Passend zum Thema

      An vier Tagen im Monat ist die ehemalige Sommerresidenz von Diktator Franco geöffnet

      Besucher können die Sommerresidenz des ehemaligen spanischen Diktators Franco jetzt an vier Tagen im Monat kostenlos besichtigen. Dies wurde nach einem jahrelangen Rechtsstreit entschieden, denn im Jahr 2008 wurde das Schloss "Pazo de Meirás" zum Kulturdenkmal ernannt, doch muss Francos Familie für die Kosten der Erhaltung aufkommen.

      Das Schloss liegt in Galizien, wo auch der Diktator herstammte, in der Nähe der Stadt La Coruña. Franco herrschte in der Zeit zwischen 1939 und 1975 und hatte im Jahr 1938 von Geschäftsleuten das Schloss, das früher einmal im Besitz der Schriftstellerin Emilia Pardo Bazán war, als Geschenk erhalten.

      Es spukt – eine unheimliche Führung durch den Kensington Palace

      Zu Halloween werden im Kensington Palace Führungen mitsamt Queen Mary II angeboten

      Leuchtender Halloween Kürbis
      devil halloween © Mikhail Tolstoy - www.fotolia.de

      Wer zu Halloween nach London kommt, sollte unbedingt an der speziellen Kensington Führung teilnehmen. Es handelt sich um ein ganzes tolles Highlight. Seit Jahren kursieren Gerüchte, dass es in diesem Palast spukt. Einst wohnte Queen Mary II von 1669 bis 1694 in diesem Haus. Ob sie es wirklich verlassen hat, sei dahingestellt. Die Wächter, die regelmäßig auf das Schloss aufpassen, haben in den letzten Jahren so einiges erlebt.

      Wer sich selber davon überzeugen möchte, schaut einfach zwischen dem 28. Oktober und 31. Oktober 2011 vorbei. An jedem Abend startet die Tour pünktlich um 18:45. Leider dauert der Rundgang nicht bis zur Geisterstunde. Um spätestens 20:15 ist alles vorbei. Danach möchten die meisten Gäste aber sowieso schnell ins Hotel zurück. Ängstliche Personen und Kinder unter 12 Jahren sollten besser zu Hause bleiben.

      Gruselt es selbst die Bewohner?

      Seit 1689 wurde das Schloss immer wieder umgebaut, aber die Gespenster sind geblieben. Jede Nacht knarrt es in den Gängen und auf den Treppen. Die heutigen Besitzer sind Prinz William und seine Frau Kate. Die bewohnen das Haus allerdings nur selten, weil sie die Anwesenheit der Geister wohl auch nicht ertragen.

      Wird Schloss Neuschwanstein jetzt zur Partylocation für Reiche?

      Im September hatte der ehemalige Manager eines Chemieunternehmens das berühmte Schloss Neuschwanstein für seine Geburtstagsfeier gemietet. Daraufhin hagelte es haufenweise Kritik, dass das ehrwürdige Schloss nicht als Partylocation für reiche Leute herhalten solle, zumal durch die Geburtstagsfeier einige Reisegruppen, die an diesem Abend extra angereist waren, um das Schloss bei Nacht zu fotografieren, leer ausgingen. Der Gastgeber hatte für seine Party im Vorhof nämlich die Halogenstrahler, die das Schloss bei Dunkelheit beleuchten, ausschalten lassen.

      Nach Angaben des Bayrischen Finanzministeriums sollen solche Privatveranstaltungen allerdings auch in Zukunft lediglich die Ausnahme bleiben. Zudem würden durch die Einnahmen notwendige Restaurierungen am und im Schloss finanziert werden, heißt es.

      Wohnen im Schloss: die besondere Immobilie

      Den Traum vom Eigenheim haben viele junge Menschen - dabei sind viele über die 08/15 Eigentumswohnung längst hinaus. Etwas Besonderes soll her, günstig zu erwerben und dann durch selbstständige Arbeiten ganz individuell gestaltet. Diese Möglichkeit bietet sich zum Beispiel beim Kauf eines alten Schlosses oder Gutshauses.

      In vielen Regionen Deutschlands findet man alte Gebäude dieser Art, die früher als Wohnraum oder auch Schule genutzt worden sind. Während kleinere Objekte als neue Wohnimmobilie genutzt werden können, gibt es auch größere Gutshäuser, die man für kleines Geld erwerben kann und anschließend beispielsweise zu Ferienwohnungen umbauen kann.

      Oftmals werden solche Bauwerke bei Auktionen günstig versteigert. Die Renovierungsarbeiten ziehen sich dabei - je nach vorhandenem Kapital - meist über mehrere Jahre. Aber genau dies macht den besonderen Reiz aus - selbst an seinem eigenen Traum arbeiten zu können und sich irgendwann Gutsherr nennen zu können - auch ohne Adelstitel oder übermäßig viel Geld.

      Kaiserin Sissi im neuen Glanz - Restaurationen in Schloss Schönbrunn

      Eines der berühmtesten Bilder der jungen Kaiserin Elisabeth von Österreich ist das Portrait des österreichischen Hofmalers Frank Xaver Winterhalter, das "Sissi" in einem üppigen Tüllkleid mit sternförmigen Diamanten im sorgfältig frisierten Haar zeigt. Kein Film, kein Musicalauftritt und kein Kostümfest vergeht, ohne dass Elisabeth in dieser Aufmachung gezeigt wird.

      Das Original des Bildes ist im Wiener Schloss Schönbrunn zu besichtigen, wo es nun in zweimonatiger Arbeit sorgfältig restauriert wurde, so dass verblichene Details wieder besser zur Geltung kommen. Ewiger Zweiter ist wie immer ihr Gatte Kaiser Franz-Joseph, dessen Portrait – ebenfalls von Winterhalter – als nächstes restauriert werden soll.

      Nicht nur das österreichische Kaiserpaar soll jedoch im neuen Glanz strahlen, sondern auch die Große Galerie, mit 420 Quadratmetern der größte Prunksaal von Schönbrunn, unter dessen üppigen Kronleuchtern früher rauschende Bälle gefeiert wurden. Sowohl die Kronleuchter mussten nach 100 Jahren einmal geschrubbt werden, als auch die Stuckdekorationen der Decke mit ihren Fresken und Bemalungen.

      Preußischer Kronprinz genoss die Zeit auf Schloss Rheinsberg

      Knapp 100 Kilometer nördlich von Berlin liegt die brandenburgische Stadt Rheinsberg mit dem wunderschönen Schloss am Ufer des Grienericksee. Neben dem Schriftsteller Kurt Tucholsky hat auch Friedrich der Große eine Beziehung zu diesem Ort und verbrachten hier viele Jahre ihres Lebens.

      Während Tucholsky die Stadt bereits in seinem ersten Buch "Rheinsberg" vor exakt 100 Jahren verewigte, thronte Friedrich II. vor seiner Regierungspflicht im dortigen Schloss und war gerade frisch verheiratet. Dieser Zeitpunkt liegt exakt 300 Jahre zurück, weshalb Rheinsberg in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen bevorstehen. Nachdem das Schloss mit seinem großzügig angelegten Park knapp 40 Jahre lang als Sanatorium diente, ist es seit 1991 für Besucher geöffnet, wo regelmäßig Ausstellungen gezeigt werden.

      Leben wie ein König bei der Fußball-EM - Schlosshotels in Polen

      Die Region um den polnischen EM-Spielort Breslau ist gesäumt von prächtigen alten Schlössern, die während der Zeit des Kommunismus lange Zeit dem Verfall preisgegeben waren und heute aufwändig restauriert wurden. Viele von ihnen wurden zu Schlosshotels umgebaut, in denen sich heute jeder für einen Tag wie ein König fühlen kann.

      Über 200 Schlösser ließen preußische Adelige einst in der schlesischen Region rund um Breslau bauen, deren letzte Nachfahren vertrieben wurden, als Schlesien nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in polnischen Besitz überging. Beliebt war vor allem das romantische Hirschberger Tal, in dem sich die meisten Schlösser auf engem Raum drängen.

      Nun sind es vielfach Nachkommen der vertriebenen Schlesier, die auf der Suche nach ihren eigenen Vorfahren zu den alten heruntergekommen Schlössern gefunden haben und sie aufwändig restaurieren ließen. Doch auch polnische Investoren haben die Chance erkannt, ausländische Gäste mit prächtigen Schlosshotels ins Hirschberger Tal zu locken, wo mittlerweile acht neue Luxusherbergen geöffnet haben - zwei weitere sind noch im Umbau.

      Sehenswerte Schlösser und Burgen in Sachsen

      Wer einen Ausflug nach Sachsen unternimmt, sollte sich unbedingt einige der vielen Schlösser, Burgen und Herrenhäuser der Region ansehen. Interessante Führungen und Veranstaltungen nehmen den Besucher mit auf eine Zeitreise, an die man noch lange zurückdenken wird.

      Empfehlenswert ist beispielsweise das Schloss Rochlitz, welches gleichzeitig als Museum dient und teils gruselige Einblicke offenbart, wie z.B. die Folterkammer. Aber auch Bälle und Ritterspiele werden hier regelmäßig veranstaltet.

      Ebenfalls die Ritterburg Kriebstein ist einen Besuch wert. Die vollständig renovierte Anlage liegt mitten in einem schönen Tal und wird von einem wilden Gewässer umrandet. Im Inneren gibt es zahlreiche prunkvolle Räume zu besichtigen, für dessen Restaurierung eine Menge Geld ausgegeben wurde.

      Das Schloss Augustusburg ist besonders für Motorradfahrer interessant, denn es beherbergt ein Motorradmuseum, welches jährlich viele Biker anzieht.

      Insgesamt bietet die Region um Chemnitz, Leipzig und Dresden eine Menge sehenswerter Anlagen. Wer sich länger dort aufhält, für den empfiehlt sich die Schlösserland-Karte, mit der man vergünstigte Eintritte in die Schlösser und Burgen erhält.

      Rüstkammer im Dresdner Residenzschloss für Besucher geöffnet

      Das Dresdner Residenzschloss wurde im 16. Jahrhundert gebaut und darin befand sich auch der Riesensaal, der Name stammt von den Gemälden von Riesen. In diesem Saal hat auch der Kurfürst von Sachsen, August der Starke (1694-1733), seinerzeit große Feste gefeiert, so fand auch dort seine Hochzeitsfeier im Jahr 1719 statt.

      Nach seinem Tod wurde der große Festsaal umgebaut und es entstanden mehrere kleinere Räume. Jetzt wurden die Zwischenwände wieder entfernt und in dem neuen Riesensaal findet man jetzt die Rüstkammer mit vielen kostbaren und einzigartigen Waffen, Rüstungen und Kleidungsstücken aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. In der Rüstkammer werden auch Szenen von damaligen Turnieren gezeigt.

      Zwischenzeitlich waren diese Stücke am Zwinger im Semperschloss untergebracht. Ab sofort ist also die Rüstkammer auch für Besucher im Residenzschloss geöffnet. Das Schloss befindet sich in der Altstadt von Dresden und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, außer dienstags.

      Schlösser, Burgen und Parks in Thüringen

      Nirgendwo anders in Europa gibt es auf kleinem Raum so viele Schlösser, Burgen und Parks zu bestaunen wie in Thüringen. Der Grund hierfür liegt in der sogenannten Kleinstaaterei, die früher auf dem Gebiet des heutigen Thüringens betrieben wurde. Kleine Gebiete lagen in großer Zahl nebeneinander, die Herrscher waren gegenseitig Konkurrenten. So demonstrierte jeder seine Macht mit prunkvollen Bauten und Gärten.

      Ein eindrucksvolles Beispiel ist das Sommerpalais in Greiz, dass im Jahr 1769 von Heinrich XI. als Lustschloss erbaut wurde. Es wurde im Jahr 2011 für über vier Millionen Euro saniert und stellt ein architektonisches Juwel in Thüringen dar. Weiterhin sehenswert ist das Schloss Altenburg im Dreiländereck Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

      In Altenburg wurde das heutige Skatspiel erfunden und so lassen sich auf dem Schloss Sammlungen mit mehr als 6000 historischen Kartenspielen bewundern. Auch das Barockschloss Heidecksburg zählt zu einem der schönsten Schlösser in Thüringen. Es liegt in Rudolstadt an der Saale und diente seit 1571 als ständige Residenz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt.

      Zu besichtigen sind dort ein großer Festsaal, die Hofbibliothek und die große Bildersammlung mit Werken bekannter Künstler. Viele Berühmtheiten hat das Städtchen schon gesehen: Fichte, Schopenhauer, Liszt, Goethe und Schiller. Eine Stadt und ein Schloss mit Tradition!

      Potsdam überholt Berlin – Neues Preußenschloss fast bezugsfertig

      Nur zwei Jahre haben die Potsdamer zum Wiederaufbau ihres Stadtschlosses gebraucht. Der während der DDR-Zeit abgerissene Barockbau strahlt mit detailgetreuer historischer Fassade in traditionellem Rosa. Innen wartet moderne Technik auf die Abgeordneten des Brandenburger Parlaments.

      Bis die Berliner ihr Stadtschloss in der Straße Unter den Linden fertig haben, kann es noch einige Jahre dauern. Zwar sind die Planungen zeitgleich gestartet, doch allein kostenmäßig gibt es große Unterschiede. Während Architekt Kulka in Potsdam mit 120 Millionen Euro auskam, ist die Bausumme für das künftige Humboldtforum mit 590 Millionen Euro angesetzt.

      Ganz fair ist der Vergleich zwischen Berlin und Brandenburg außerdem nicht. Die Feinarbeit an der Fassade des Preußenschlosses in Potsdam hat ein Unternehmer mit 20 Millionen Euro gesponsert. Und auch das edle Kupferdach ist aus privater Tasche finanziert.

      Einzige ironische Brechung am historischen Nachbau: An die Fassade kommt ein Kunstwerk mit dem goldenen Schriftzug: "Ceci n'est pas un chateau" – dies ist kein Schloss.

      Großbrand in Renaissanceschloss Ehrenstein in Thüringen: Schaden in Millionenhöhe

      Kelle mit Aufschrift "Halt Feuerwehr", im Hintergrund Feuerwehrwagen mit Blaulicht
      Feuerwehr im Einsatz Halt Feuerwehrhelm Absperrung © Gerhard Seybert - www.fotolia.de

      Im Renaissanceschloss Ehrenstein in Thüringen wütete ein Großbrand, bei dem zwei Dachstühle völlig zerstört wurden. Im Südflügel des Schlosses in Ohrdruf bei Erfurt wohnen zwei Familien. Glücklicherweise kamen keine Personen dabei zu Schaden.

      Doch die Schäden am Gebäude bewegen sich in Millionenhöhe. Das Gebäude beherbergte unter anderem auch die Stadtbibliothek, die vollends der Zerstörung zum Opfer fiel. Erst in den letzten Jahren war das Anwesen mit großem Aufwand wiederhergestellt worden.

      Um dem Großbrand zu löschen waren 32 Fahrzeuge mit 135 Einsatzkräften vor Ort. Zwei Feuerwehrmänner zogen sich dabei Verletzungen zu, über deren Schwere noch keine Aussagen gemacht werden konnten.

      Erste Schlossanlage bereits 531

      Das Renaissanceschloss hatte seinen Ursprung in einem 531 erbauten fränkischen Wasserschloss. Seitdem erlebte es die unterschiedlichsten Besitzer, die es immer wieder neu gestalteten. Auch die Sowjetarmee gebrauchte das Renaissanceschloss in den Jahren von 1956 bis 1966, und zwar als Schule.

      Zuletzt kümmerte sich die Interessengemeinschaft Schloss Ehrenstein um das Gebäude und rettete es vor dem Abreißen. Ab 1971 begann man mit der Rekonstruktion, bei der viele Ehrenamtliche mithalfen. Ab 1990 folgten weitere Sanierungsmaßnahmen.

      Krach um Baupläne für das berühmte Loire-Schloss Château Chambord

      Weißer Pavillon in grünem Park
      Summerhouse © fotogal - www.fotolia.de

      In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das berühmte Château Chambord als Prunk- und Jagdschloss an der französischen Loire gebaut und gilt seitdem als das prächtigste aller Schlösser in dieser Gegend.

      Zu dem Schloss gehört ein etwa über 50 Quadratkilometer großen Park, in dem jährlich Jagden stattfinden. Jetzt plant man dort einmal die Schlossgärten neu zu gestalten, aber auch soll ein neues Gutshaus und ein Konzertsaal entstehen.

      Befürchtungen der Anwohner

      Zudem soll auch das Hotel modernisiert werden, so dass dadurch mehr Touristen in die Gegend kommen sollen. Aber dem Bürgermeister des kleinen Ortes Chambord mit seinen 132 Einwohnern gefallen die Pläne nicht, weil er befürchtet, dass hauptsächlich nur noch Reiche dahin kommen werden.

      Doch der Schloss-Generaldirektor wird von einflussreichen Politikern bei seinen Plänen unterstützt. Jetzt will der Bürgermeister aber noch die UNESCO einschalten, denn das Schloss steht seit 1981 mit auf der Liste bei den Weltkulturerben und alle Baumaßnahmen müssen genehmigt werden. Seit 1930 gehört das Schloss dem französischen Staat.

      Castel Gandolfo: Auch das gewöhnliche Volk darf sich "päpstlich" fühlen

      Die Gärten von Castel Gandolfo bei Rom sind normalerweise nur für den Papst zugänglich. Jetzt soll die päpstliche Sommerresidenz auch für Besucher geöffnet werden. Das 55 Hektar große Areal soll ab sofort Besuchern zur Verfügung stehen.

      Das gaben die Vatikanischen Museen im Auftrag von Papst Franziskus bekannt. Bisher konnten Besucher nur die Vatikanischen Gärten besichtigen, denn der Park des Castel Gandolfo war nur für den Papst bestimmt, der dort häufig längere Zeit im Sommer verweilte, um der brütenden Hitze in Rom zu entgehen.

      Besucher können den botanischen Park besuchen

      Doch Papst Franziskus wird die dortige Villa nicht regelmäßig selbst bewohnen. Darum können Besucher nun für den Preis von 26 Euro pro Person im botanischen Park flanieren und architektonische Sehenswürdigkeiten bewundern. Führungen gibt es für Einzelpersonen allerdings nur samstags und ausschließlich auf Italienisch.

      Grundinformationen und Hinweise zu Schlössern

      • Schlösser - Merkmale, Typologie und ein Überblick über die schönsten Schlösser weltweit

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      Quellenangaben

      • Bildnachweis: Schloss Neuschwanstein © Sauerkraut - www.fotolia.de

      Autor:

      Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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