Opern - generelle Merkmale und ein Überblick über die bekanntesten Opern

Im Gegensatz zum Theater wird die Handlung bei einer Oper hauptsächlich durch die Musik geleitet. Das Schauspiel rückt dabei eher in den Hintergrund. Opernsänger müssen eine ganz spezielle Ausbildung absolvieren; ihr Gesang weist typische, hart zu erlernende Merkmale auf. Im Laufe der Operngeschichte haben sich einige Opern einen Namen machen können, von Aida bis zu Madame Butterfly. Lesen Sie, wodurch sich die Oper auszeichnet und welche Werke weltweit zu den bekanntesten zählen.

Aida, Rigoletto, Madame Butterfly, La Bohème - wir zeigen, welche Opern es zu den berühmtesten Werken weltweit geschafft haben

Unter einer Oper versteht man - neben der Aufführungsstätte, dem Opernhaus - eine musikalische Gattung des Theaters. Es handelt sich um eine vertonte dramatische Dichtung, aufgeführt von einem Sängerensemble sowie einem begleitenden Orchester. Manchmal spielen auch Chor und Ballettensemble eine Rolle.

Generelle Merkmale der Oper

Die Musik bzw. der Gesang steht bei der Oper im Vordergrund. Zu den anderen Sparten des Musiktheaters - Operette und Musical - grenzt sie sich durch bestimmte Merkmale ab; diese haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Typisch für die Oper ist ihre große Formenvielfalt, sodass man ihre Struktur nicht mit einer allgemeingültigen Formel beschreiben kann. Jedoch lässt sich eine grobe Einteilung in

  • Nummernoper
  • diverse Mischformen und
  • durchkomponierte Oper

vornehmen. Opern bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher musikalischer Bestandteile. Zur Instrumentalmusik zählen

  • die Ouvertüre: eröffnet die Oper oder einen Akt
  • die Introduktion (Vorspiel): kürzer als die Ouvertüre, geht oft direkt in erste Szene über
  • Entracte oder Zwischenspiel: verbindet Akte und Szenen miteinander
  • Ballettmusik sowie
  • Pantomimen, Märsche oder Gesellschaftstänze.

Zu den geschlossenen lyrischen Formen zählen:

  • Arie: Sologesänge in der Oper
  • Ensembles wie Duett, Terzett, Quartett: Gesangsstücke für mehrere Stimmen
  • Chöre

Als handlungsbetonte Passagen und Nummern gelten:

  • Rezitativ: eine bestimmte Art der Textvertonung
  • Szene: vom Orchester begleitet, oft vor eine Arie
  • Melodram: musikbegleitetes Sprechen oder musikbegleitete Pantomime

Im Laufe der Zeit trennte man sich von einzelnen Nummern der Oper und führte dies als durchkomponierte Form auf, basierend auf Leitmotiven.

Es gibt einige Opern, die es zu weltweitem Ruhm gebracht haben...

Die bekanntesten Opern der Weltgeschichte

Es wurden in der Vergangenheit bereits viele Opern aufgeführt, die zur Kenntnis genommen wurden und anschließend schnell wieder verschwanden. Genauso gibt es jedoch auch solche, die selbst Jahrzehnte nach ihrer Uraufführung noch weltbekannt sind.

Aida

Bestes Beispiel hierfür ist die Oper "Aida" von Guiseppe Verdi. Sie wurde am Heiligen Abend 1871 in Kairo zum ersten Mal aufgeführt. Über Hundert Jahre später gilt sie immer noch als bahnbrechender Welterfolg.

Dass Aida ausgerechnet in Kairo uraufgeführt wurde, ist kein Zufall. In der Oper geht es um eine Prinzessin, die dem Werk letztendlich auch seinen Namen gab.

Während ihrer Entführung nach Ägypten verliebt sie sich in einen Heeresführer, der ihretwegen am Ende sein eigenes Land verrät. Tragischerweise muss er für seine Verfehlungen sterben, während Aida es schafft zu fliehen.

Aida ist jedoch nicht die einzige Oper, die Guiseppe Verdi zu weltweitem Ruhm verhalf. Auch sein Werk "Rigoletto" zählt heute zu den bekanntesten Opern der Weltgeschichte.

In dem Stück geht es um den Gaukler Rigoletto, der aufgrund von schwarzer Magie seine Tochter verliert. Die Oper wurde 1851 in Venedig uraufgeführt und machte Verdi schon bekannt, bevor er mit Aida seinen großen Durchbruch schaffte.

Madame Butterfly

Eine andere Oper von Giacomo Puccini hatte es nicht ganz so leicht wie die beiden bereits genannten. "Madame Butterfly" wurde 1904 in Mailand zum ersten Mal aufgeführt und galt dort als absoluter Flop. Die Oper dreht sich um eine Geisha, die unter Zwang verheiratet wird und ihrem unerfüllten Leben daraufhin durch Suizid ein Ende setzt.

Ursprünglich bestand das Werk aus zwei Akten, nach dem großen Misserfolg fügte Puccini jedoch noch einen dritten hinzu. Plötzlich stieß Madame Butterfly beim Publikum auf großen Anklang und wurde zu einer der erfolgreichsten Opern aller Zeiten.

La Bohème

1896 hatte Puccini bereits eine andere Oper uraufgeführt, nämlich "La Bohème". Auch dieses Werk erfreut sich selbst heute noch größter Beliebtheit.

Weitere bekannte Opern

Dies ist nur eine kleine Auswahl beliebter und weltbekannter Opern. Ebenso

  • Carmen von Georges Bizet
  • Fidelio von Ludwig van Beethoven
  • Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart
  • Der Rosenkavalier von Richard Strauss
  • Tosca von Giacomo Puccini
  • La Traviata von Giuseppe Verdi
  • Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart und
  • Lohengrin von Richard Wagner

lassen sich dazuzählen.

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