Merkmale, Kosten und Pflege unterschiedlicher Grabarten

Junge Frau in Trauerkleidung und Schleier hält rote Rose vor rote Lippen

Es gibt Einzelgräber und Familiengräber, Wahlgräber und Reihengräber sowie Baumgräber, Rasengräber, Urnen und Gruften - wir geben einen Überblick

Früher war die Erdbestattung in einem Sarg die gängigste Form der Beisetzung. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Heute bieten Friedhöfe eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten der Beisetzung an.

Unsere heutige Alltagskultur ist sehr schnelllebig, oft wird da eine schier endlose Jugend suggeriert. Dabei bleibt meist nur wenig Zeit, um über den Tod nachzudenken. Gerade das eigene Ableben ist bei den meisten Menschen kaum ein Gegenstand der eigenen Überlegungen.

Nun sollte natürlich das Sterben selbst eher selten Teil der Gedanken sein, zu lebenswert ist das Leben an sich. Allerdings lohnt es durchaus, auch einmal über die Zeit nach dem Tode nachzudenken. Schließlich ist die Ruhe, die man da findet, ewig.

Von klassisch bis modern

Wir leben in einem Kulturkreis, in dem die Erdbestattungen eine lange Tradition haben. Noch vor ein, zwei Generationen stellte sich fast nie die Frage, wie man selbst bestattet werden wollte. Da wurde der Leichnam in einem Sarg auf dem Friedhof in der Erde beigesetzt. Nicht selten waren Familiengräber, in denen Eheleute nach ihrem Ableben Seite an Seite beerdigt wurden.

Heutzutage jedoch sind die Möglichkeiten der letzten Ruhestätte deutlich umfangreicher und vielschichtiger geworden. Neben der hierzulande klassischen Erdbestattung haben sich auch die Feuer- und die Seebestattung etabliert.

Längst muss es nicht mehr das traditionelle Grab sein, viele Friedhöfe bieten heute alternative Formen der letzten Ruhestätte an. Hier haben wir die unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten zusammengestellt.

Die Gründe für die heutige Zahl an verschiedenen Wahlmöglichkeiten sind vielfältig. Zum einen sind sie interkultureller Natur. Zahlreiche Einflüsse aus anderen Kulturkreisen verändern auch den christlich-abendländischen Kulturkreis, der unsere Bestattungstraditionen lange Jahrzehnte und Jahrhunderte bestimmte.

Zudem hat sich das klassische Familienbild im letzten halben Jahrhundert stark verändert. Lebten früher die Menschen in Großfamilien an einem Ort oder gar unter einem Dach, so führten die letzten Jahrzehnte zu einer starken Zergliederung dieser klassischen Form des Zusammenlebens.

Durch berufliche Notwendigkeiten oder persönliche Vorstellungen der Selbstverwirklichung leben viele Familien heute weit voneinander getrennt. Das erschwert später natürlich die Grabpflege und die Kultur der Erinnerung an den Verstorbenen.

Und letztlich gibt es auch sehr profane Gründe für die vielen Wahlmöglichkeiten bei der Bestattung. Schließlich muss sowohl die Pacht für die Begräbnisstätte sowie auch die spätere Pflege des Grabes durch den Friedhofsgärtner bezahlt werden. Die Grabpflege darf meist auch selbst übernommen werden, allerdings ist dies vielen Hinterbliebenen heutzutage wegen der räumlichen Entfernung nicht mehr möglich.

Gesetzliche Auflagen

Friedhöfe als Begräbnisstätten unterliegen bestimmten gesetzlichen Auflagen und werden in der Regel von Städten oder Gemeinde getragen. Diese legen sowohl die Kosten für die Grabstellen fest sowie auch das Friedhofsrecht.

Dieses regelt alle Rahmenbestimmungen hinsichtlich

  • der Nutzungsrechte
  • der Ruhefristen und natürlich auch
  • der Grabgestaltung.

Pauschale Kostenaussagen sind daher kaum möglich, im Zweifelsfall sollte man sich hier direkt an die jeweilige Friedhofsverwaltung wenden.

Das Grab als wichtige Trauerstätte für Hinterbliebene
Das Grab als wichtige Trauerstätte für Hinterbliebene

Wir stellen Ihnen im Folgenden die unterschiedlichen Grabarten im Überblick vor.

Einzelgrab

Auf Einzelgräbern findet sich ein einziger Bestattungsplatz. Eine solche Grabstelle wird in der Regel für eine bestimmte Zeit gepachtet. Die Pflege erfolgt entweder durch Angehörige oder durch den Friedhofsgärtner.

Dabei können sich sowohl die Erwerbskosten sowie die Pflegekosten je nach Region, Friedhof und natürlich nach Art und Größe des Grabes erheblich unterscheiden. Einzelgräber haben oft eine Grundfläche, die um 1,50 Meter mal 1,25 Meter liegt.

Familiengrab

Ganz ähnlich sieht dies bei einem Familiengrab aus. Dieses wird in der Absicht erworben, Eheleuten und möglicherweise weiteren Angehörigen nach ihrem Ableben am selben Ort eine letzte Ruhestätte zu gewähren. Das Familiengrab ist wegen der größeren Grundfläche natürlich teurer im Erwerb des Nutzungsrechtes sowie in der möglichen Pflege durch den Friedhofsgärtner.

Nach einer entsprechenden Verjährung der Beisetzung ist es auch möglich, weitere Generationen auf derselben Stelle zu beerdigen. Hier gibt die jeweilige Friedhofsverwaltung bereitwillig Auskunft. Die Pflege kann entsprechend der Friedhofssatzung wie auch beim Einzelgrab durch Angehörige erfolgen.

Die Wahl des richtigen Grabes auf dem Friedhof ist nicht einfach
Die Wahl des richtigen Grabes auf dem Friedhof ist nicht einfach

Reihengrab

Das Reihengrab ist immer Teil eines Gräberfeldes; hier werden der Reihe nach die Grabstellen belegt. Angehörige haben daher keinen Einfluss auf die Auswahl und Lage des Grabes. In der Regel werden Reihengräber als Einzelgräber verkauft, allerdings werden mitunter auch größere Reihengräber angeboten.

Die Nutzungsdauer sowie die Kosten hängen dabei von der jeweiligen Friedhofsordnung ab. Auch die Größe des Grabbeetes kann dabei variieren, oft liegt sie um 1,50 Meter mal 1,25 Meter.

Wer sich für ein Reihengrab entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Verlängerung des Nutzungsrechtes in der Regel nicht möglich ist. Nach Ablauf der Frist – diese liegt oft zwischen 25 und 30 Jahren – wird das gesamte Gräberfeld zumeist eingeebnet und nach Ablauf einer Ruhefrist von mehreren Jahren einer neuen Bestimmung übergeben.

Wahlgrab

Ein wenig individueller sind die Wahlgräber. Hier können die Hinterbliebenen aus einer Anzahl ihnen vorgeschlagener Begräbnisplätze wählen.

Es gibt unterschiedliche Typen des Wahlgrabs. In einem Einzeltiefgrab lassen sich bis zu zwei Särge oder bis zu vier Urnen unterbringen. Ein Mehrfachwahlgrab bietet vier Särgen bzw. acht Urnen Platz.

Natürlich sind Wahlgräber meist erheblich teurer als Reihengräber, da sie individuell angelegt und gepflegt werden. Das jedoch ermöglicht zumeist auch eine Verlängerung der Nutzungsrechte.

Ist die Nutzungsfrist abgelaufen, so kann gegen eine entsprechende Kostenübernahme die Grabstelle weiter als Ort der Erinnerung genutzt werden. Die Pflege können im Rahmen der Friedhofsordnung auch die Angehörigen übernehmen.

Die Wahl zwischen Reihengrab und Wahlgrab hat auch finazielle Aspekte
Die Wahl zwischen Reihengrab und Wahlgrab hat auch finazielle Aspekte

Anonymes Grab

Das anonyme Grab gilt gemeinhin als kostengünstigste Art der Beisetzung. Um dem Verstorbenen jedoch eine möglicherweise unwürdige Behandlung zu ersparen, die unter Umständen auf finanziellen Interessen der Hinterbliebenen fußt, ist für die anonyme Bestattung meist das schriftlich hinterlegte Einverständnis des Verstorbenen notwendig.

Anonyme Gräber werden oft für Feuerbestattungen verwendet; die Urnen können entweder vergraben oder die Asche verstreut werden. Teilweise bieten Friedhöfe auch eine anonyme Sargbestattung an. Der oft erwähnte Nachteil eines anonymen Grabes liegt darin, dass ein exakter Platz oder Grabstein zur Bewältigung der Trauer für die Hinterbliebenen fehlt.

Meist wird es von den Friedhofsverwaltungen nicht gern gesehen, wenn persönlicher Blumenschmuck oder ähnliches hinterlegt wird. Anonyme Gräber bedürfen kaum einer individuellen Pflege, so entfallen die Pflegekosten für die Hinterbliebenen.

Baumgrab

Eine recht neue Form der Bestattung stellt das Baumgrab dar. Hier ist eine Feuerbestattung vorgesehen. Die sterblichen Überreste werden eingeäschert und die Asche in eine Urne gefüllt.

Die Urne besteht aus einem Material, welches vollständig biologisch abbaubar ist. Sie wird am Fuße eines zuvor ausgesuchten Baumes eingegraben, meist gibt nur ein kleines Schild am Baum Hinweis auf die letzte Ruhestätte.

Baumgräber tragen dem Wunsch vieler Menschen Rechnung, möglichst nah an der Natur beerdigt zu werden. Eine umfangreiche Grabpflege ist nicht notwendig, denn das unmittelbare Umfeld des Baumes wird nur durch den Friedhofsgärtner vor Verwilderung bewahrt.

Allerdings sind Baumbestattungen nur auf ganz bestimmten Friedhöfen möglich, wo so genannte Friedhofswälder hinreichend Raum und Ruhe für Begräbnisstätten bieten. Oft ist es auch möglich, entsprechende Grabstätten rings um einen Baum etwa für Ehepartner oder andere Familienangehörige zu reservieren. Die Nutzungsdauer ist oft deutlich länger als etwa bei normalen Sargbestattungen in Reihengräbern.

Ein Grab am Fuße des Baumes benötigt keine Grabpflege
Ein Grab am Fuße des Baumes benötigt keine Grabpflege

Rasengrab

Die Rasengräber sind den klassischen Gräbern sehr ähnlich, allerdings wird hier auf Grabbepflanzung gänzlich verzichtet. Vielmehr wird der Verstorbene auf einer dafür vorgesehen Wiese beigesetzt, der Platz wird dabei zumeist durch die Friedhofsverwaltung bestimmt.

Die Grabstelle wird ausschließlich mit Rasen bepflanzt. Ob ein individueller Grabstein möglich ist oder der Name des Verblichenen auf einem zentralen Stein auf der Wiese Platz findet, ist den jeweiligen Bestimmungen des Friedhofs zu entnehmen.

Das Rasengrab hat Vor- und Nachteile. Anders als bei einem anonymen Grab haben Hinterbliebene einen konkreten Platz, an dem sie trauern können. Dennoch muss keinerlei Aufwand für die Grabpflege betrieben werden.

Diese obliegt ausschließlich dem Friedhofsgärtner. Das ist vor allem für Hinterbliebene komfortabel, die nicht vor Ort leben.

Allerdings sehen viele Friedhofsordnungen vor, dass von einem persönlichen Grabschmuck Abstand zu nehmen ist. Schließlich werden die Gräber einheitlich gepflegt.

Die Ruhezeiten orientieren sich oft an denen für normale Gräber und liegen um 25 Jahre. Ob diese verlängert werden können, muss bei der örtlichen Friedhofsverwaltung erfragt werden. Für das Rasengrab fallen daher nur die Kosten für das Nutzungsrecht an.

Röse

Die Bestattung in einer Röse mag hierzulande noch etwas außergewöhnlich anmuten und wird längst nicht von jedem Friedhof und Friedhofsträger angeboten. Dabei ist diese Form der Beisetzung schon sehr alt.

Röser bezeichnen so genannte Steinhügelgräber, die ihre Vorläufer bereits in der nordischen Bronzezeit hatten. Dazu wird hierzulande der Leichnam zunächst eingeäschert.

Die Urne wird zumeist nicht im Steinhügel selbst eingebracht, sondern in unmittelbarer Nähe vor dem Steinhügel. Durch die Beisetzung anderer Urnen entsteht so ein Kreis rings um den Steinhügel.

Oft haben die Hinterbliebenen die Möglichkeit, den Namen des Verstorbenen in Form einer kleinen Grabplatte am Beisetzungsort anzubringen. Die Pflege der Anlage übernimmt dagegen in der Regel der Träger des Friedhofes, sodass lediglich die Kosten für die Grabstelle selbst entrichtet werden müssen.

Urnengrab

Die Entscheidung zur Urnenbestattung setzt eine Einäscherung der sterblichen Überreste des Verstorbenen voraus. Sofern der Verstorbene nicht selbst zu Lebzeiten über seine letzte Ruhestätte verfügt hat, haben die Hinterbliebenen bei einer Urne wie auch bei der Sargbeisetzung die Wahl zwischen einem Reihengrab und einem Wahlgrab.

Das Wahlgrab hat dabei eine Größe von etwa einem mal einem Meter, das Reihengrab ist in der Regel etwas kleiner. Daraus ergeben sich unterschiedliche Kosten für das Nutzungsrecht und die Grabpflege.

Wurden Urnen früher oft aus unvergänglichen Materialien gefertigt, so geht heute die Tendenz aus Gründen des Umweltschutzes und der weiteren Nutzung der Grabstelle eher zu biologisch abbaubaren Materialien. Diese können jedoch auch sehr kunst- und stilvoll gestaltet sein, sodass auch eine Urnenbeisetzungen ihren würdigen Charakter hat.

Urnenstele

Anders als im Urnengrab wir mit der Urnenstele die Urne nicht unterirdisch beigesetzt. Vielmehr steht sie auf einer Art festem Sockel, welcher zumeist aus Stein gefertigt ist. Urnenstelen werden meist in einer Urnenkammer beigesetzt, wo die Grabstelle mit einem schweren Stein fest verschlossen ist.

Diese Form der Beisetzung erspart den Hinterbliebenen die Grabpflege, dennoch haben sie einen genauen Ort, um ihre Trauer zu verarbeiten. Die Kosten für den Erwerb der Urnenstele variieren natürlich je nach Region und Friedhof.

Kolumbarium

Neben der Urnenstele gibt es eine weitere Möglichkeit, um eine Urne mit der Asche des Verstorbenen beizusetzen – das Kolumbarium. Diese Grabstätte wird oft als Urnenwand bezeichnet. Diese Wand enthält etliche verschließbare Nischen, in denen die Urnen beigesetzt werden.

Die Größe der Nischen variiert je nach Aufbau des Kolumbariums. Mitunter sind gar mehrere Bestattungen in einer Nische gestattet; diese kann dann als Familiengrabstelle genutzt werden. Die Steinplatte, mit der die Nische versiegelt wird, trägt dann meist den Namen des Verstorbenen.

Die Nutzungsrechte werden je nach Friedhof in unterschiedlicher Länge vergeben, sie betragen meist mehrere Jahrzehnte. Mitunter kann diese Frist verlängert werden. Für die Hinterbliebenen ist eine Grabpflege weder nötig noch möglich, da die Pflege durch den Träger des Friedhofs übernommen wird.

Das Urnengrab, die Urnenstele sowie das Kolumbarium als mögliche Bestattungsorte für Urnen
Das Urnengrab, die Urnenstele sowie das Kolumbarium als mögliche Bestattungsorte für Urnen

Gruft

In einer Gruft bestattet zu werden, ist heute nur noch wenigen Menschen vorbehalten. Der Grund dafür sind die sehr hohen Kosten, die für die Nutzungsrechte, die Vorbereitung und den Unterhalt der Gruft bezahlt werden müssen. Häufig ist diese Form der Bestattung nur noch bei sehr wohlhabenden Familiendynastien anzutreffen, die eine Beerdigung bei ihren Ahnen wünschen.

Gruften sind zumeist aus Stein gemauert; es gibt ober- und unterirdische Ausführungen. In Gruften können sowohl Särge als auch Urnen beigesetzt werden.

Ruhezeiten von einem halben Jahrhundert sind keine Seltenheit, auch das macht die Bestattung in einer Gruft so teuer. Bei Ablauf der Ruhezeit – und keiner weiteren Verlängerung – wird das Grab aufgelöst, dabei fallen weitere Kosten an.

Entdeckte Grabstätten

Thüringen: Grab aus dem Frühmittelalter sorgt für Aufsehen

Forscher haben im thüringischen Sondershausen einen sensationellen Fund gemacht.

Sie entdeckten unter den Resten einer Kirche das Grab eines Adeligen, das höchstwahrscheinlich aus dem 8. Jahrhundert stammt. Das Landesamt Thüringen betont, dass der Fund eine besondere Bedeutung für die Geschichte und die Identität des Bundeslandes habe. Im Grab fanden die Forscher zudem Beigaben wie etwa mit Silber beschlagene Schwerter.

Es ist das erste Mal, dass in dieser Region ein derartiger Fund gemacht wurde.

Gräberfeld aus der Zeit der Sassaniden entdeckt

Archäologen haben in der iranischen Provinz Mazandaran ein Gräberfeld aus der Zeit der Sassaniden entdeckt.

Bei den Bestatteten handelte es sich ausschließlich um Kinder und Jugendliche. Zwischen den Leichen wurden außerdem Nägel gefunden, die kunstvoll angeordnet wurden, zum Teil lagen diese Nagelmuster neben einem Knie oder über einem Kopf oder unter den Füßen.

Diese Art der Bestattung ist den Archäologen noch neu, man geht davon aus, dass es sich hier um eine Ritualbegräbnisstätte handelt.

Forscher stoßen auf 4.500 Jahre alte Grabkammern

Archäologen sind bei Ausgrabungen im altägyptischen Sakkra auf zwei Grabkammern gestoßen, die aus der 5. Dynastie stammen und somit rund 4.500 Jahre alt sind. Laut der Forscher handelt es sich dabei um die Gräber einer Sängerin sowie eines Beamten, die zur Zeit des Pharaos Unas (2404 bis 2374 v. Chr.) gelebt haben.

Unas war es auch, in dessen Grabkammer die bislang ältesten bekannten altägyptischen Texte mit religiöser Bedeutung gefunden wurden. Bei der Sängerin handelt es sich um die rumhreiche Thinh, die mit "Oberaufseherin über alle Sängerinnen" tituliert wurde.

Altes ägyptisches Grab in der Nähe von Luxor wiedergefunden

Bereits im Jahr 1880 ist von einem schwedischen Archäologen ein altes ägyptisches Grab, die Totenhalle von einem hohen Beamten namens Amenhotep, in der Nähe von Luxor entdeckt worden. Das Grab stammt aus der Zeit des Pharaos Tutmosis III (1479-1425 v. Chr.).

Nach der damaligen Entdeckung geriet das Grab in Vergessenheit und wurde vom Wüstensand wieder zugedeckt. Jetzt fanden belgische Archäologen das Grab wieder, doch fehlen die Inschriften an den Wänden, die vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts geraubt wurden.

Auch im von den Römern besetzten England fanden Gladiatorenkämpfe statt

Forscher fanden Überreste von Gladiatoren in London und Chester

Wir alle kennen aus der Geschichte der alten Römer, dass zu der damaligen Zeit in den verschiedenen Arenen den Zuschauern unter anderem auch Gladiatorenkämpfe gezeigt wurden. Der größte Schauplatz war seinerzeit das im Rom erbaute Kolosseum. Meistens wurden kräftige Sklaven zu Gladiatoren in eigens dafür errichteten Schulen ausgebildet.

Ein sehr bekannter Gladiator war Spartacus, der im Jahr 71 vor Christus einen Sklavenaufstand organisierte und mit einem Heer von Gladiatoren und Sklaven gegen Rom zog, was auch in einem gleichnamigen Film zu sehen ist, der mit Kirk Douglas im Jahr 1960 gedreht wurde.

Gladiatorenkämpfe in London

Jetzt haben Forscher in England in York einen Friedhof entdeckt, wo man 80 zum Teil verstümmelte Skelette fand, ehemalige Gladiatoren, denn die Verletzungen konnten nur aus Zweikämpfen oder Kampf gegen Tier (Tiger oder Löwe) herstammen. Auch handelte es bei den Skeletten von großen und kräftigen Männern, die auch aus verschiedenen Ländern, so auch Afrika, stammten.

Die Archäologen datieren den Fund in die Zeit zwischen dem ersten und vierten Jahrhundert nach Christus. Nachdem die Römer auch England besetzten, Caesar führte in den Jahren 55 und 54 vor Christus zwei Feldzüge nach England, aber erst 43 nach Christus wurde es vollständig erobert und blieb bis zirka 440 nach Christus unter römischer Herrschaft. Und in dieser Zeit entstanden auch unter anderem in London oder Chester Arenen und Amphitheater. Die Gladiatoren überstanden meistens nur einige Kämpfe und wurden selten über dreißig Jahre alt und besonders tapfere wurden dann auch mit allen Ehren und Grabbeilagen bestattet, wie der Fund in York zeigte.

Archäologen finden mysteriösen Tunnel und Grabkammern in Mexiko

Etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt liegt Teotihuacán, eine geisterhafte Stadt aus Ruinen, welche bis etwa 200 nach Christus für den Mittelpunkt des Universums gehalten wurde. Archäologen entdeckten dort, 12 Meter unter der Erde, nun einen 120 Meter langen Tunnel, welcher genau unter dem Tempel des "Quetzalcoatl" endet und an den drei Grabkammern angrenzen. Was sich in diesen befinden mag, wird sich in drei Monaten herausstellen. Wissenschaftler erhoffen sich neue historische Aufschlüsse über die Geschichte Amerikas vor seiner Entdeckung durch Christoph Kolumbus 1492.

Fakt ist, dass die Grabkammern seid über 1.800 Jahren nicht mehr geöffnet wurden. Der Grund, aus welchem der Tunnel einst verschlossen und verschüttet wurde, befindet sich möglicherweise im inneren der Kammern. Forscher fanden dort bereits über 60.000 Wandmalereien, deren Inhalt und Interpretation die Welt der Archäologen für die nächsten Jahre beschäftigen wird.

Türkische Polizei entdeckt bedeutende Grabstätte bei Razzia

Im Westen der Türkei, in der Stadt Milas, hat die türkische Polizei einen erstaunlichen Fund gemacht. Bei einer Razzia, die die Aufklärung von Grabräubern zum Ziel hatte, entdeckten sie eine pompöse, reich verzierte Grabstätte.

Rund 2.800 Jahre ist der Marmor-Sarg alt, der für den türkischen Kultusminister eine "wichtige archäologische Entdeckung" darstellt. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um das Grab von Hekatomnos handelt, der im vierten Jahrhundert vor Christus Herrscher im damaligen Mylasa war.

Im Rahmen der Razzia stürmte die Polizei das Haus, in dem zwei Tunnel entdeckt wurden. Diese führten zu der Grabkammer mit dem Sarg.

Syrien - Weitere Funde im antiken Stadtkönigreich Quatna entdeckt

Quatna war vor über 3.000 Jahren die Hauptstadt eines Stadtkönigreiches im heutigen Syrien. Seit elf Jahren erforscht ein deutsches Archäologenteam um den Forscher Peter Pfälzer die Stadt und haben erst kürzlich wieder einige Funde gemacht.

Im Jahre 1340 vor Christus wurde die Stadt zerstört und birgt seitdem uralte Schätze. Bisher konnte man eine Grabkammer, sowie einen Palast und einen Brunnen freilegen. Das Archäologenteam entdeckte erst vor Kurzem eine zweite Grabkammer mit einigen alten Knochen, verschiedenen Gegenständen aus Gold und einer Skulptur eines Nilpferdes. Der Leiter der Ausgrabungen, Peter Pfälzer sieht in diesen Funden einen Beweis dafür, dass die Handelsbeziehungen der Stadt weit über die Grenzen des Nils hinaus bis nach Mesopotamien reichten.

Ehemaligen Friedhof aus der Barockzeit bei Bauarbeiten unter der Hochschule Ansbach gefunden

Militärfriedhof unter Hochschule Ansbach: bei Skeletten handelt es sich um ehemalige Soldaten

Bauarbeiter haben bei den Arbeiten zur Erweiterung der Hochschule in Ansbach in Franken einen alten Militärfriedhof aus der Barockzeit, das heißt aus dem 18. Jahrhundert, entdeckt.

Überraschender Fund für das Landesamt der Denkmalpflege

Hierbei handelt es sich um 70 Gräber, worin man die Skelette fand. In einer alten Kataster-Aufzeichnung war dieser Friedhof zwar noch eingetragen, aber danach wurde er niemals mehr erwähnt, so dass auch das Landesamt für Denkmalpflege völlig überrascht ist. Man weiß aber von einer Kasernenkirche, die 1726 erwähnt wurde, doch hat man bisher diese noch nicht gefunden und vermutet, dass sie weiter südlich liegen könnte.

Skelettund: ehemalige Soladaten und Angehörige

Bei den Skeletten handelt es sich nicht nur um ehemalige Soldaten, sondern es befinden sich auch kindliche und weibliche Skelette darunter, so dass es sich hierbei wohl um die Angehörigen der Soldaten handeln muss. Damit der Umbau der Hochschule nicht länger verzögert wird, hat man sich entschlossen nur die Fundstücke in München weiter zu untersuchen und der Rest in den unteren Schichten soll unberührt bleiben.

Bevor die Hochschule auf diesem Gelände gebaut wurde, befand sich dort eine Kaserne aus dem Jahr 1726, die von Carl Friedrich von Zocha gebaut worden war und nach dem Zweiten Weltkrieg zogen dort die alliierten US-Truppen ein.

Gräber aus dem Thüringer Königreich in der Nähe von Sömmerda entdeckt

Bei den Vorarbeiten für den Bau der neuen Autobahn 71 in Thüringen, wurden in der Nähe der Stadt Sömmerda Gräber von Reiterkriegern gefunden. Diese Gräber stammen aus der Zeit des Thüringer Königreiches, das im Jahr 531 nach Christus zerschlagen wurde.

Bei der Grabanlage sind einmal zwei Krieger mit ihren Waffen, sowie auch zwei Gräber mit Skeletten von Pferden freigelegt worden und man vermutet, dass es sich um damals edle und wichtige Leute gehandelt haben muss, denn nur diese konnten sich solche Grabanlagen auch leisten. In den Gräbern fand man unter anderem Lanzenspitzen, eine Stoßwaffe, Kämme, Feuersteine und mehrere Gefäße, doch kostbare Gegenstände wurden nicht mehr gefunden, so dass man vermutet, dass seinerzeit Grabräuber diese entwendet haben.

Gräber von den schottischen Pikten-Stämmen entdeckt

Die Pikten lebten im Nordosten von Schottland und der Name bedeutet soviel wie "die Bemalten", den die Römer diesen Stämmen gegeben haben. Doch aus jener Zeit gibt es keine Hinweise auf die damaligen Stämme, denn die bekannten bemalten und gravierten Piktensteine stammen aus dem 5. bis 9. Jahrhundert nach Christus.

Doch jetzt haben Archäologen Überreste eines piktischen Friedhofes in der Nähe der Stadt Perth entdeckt. Den Toten wurden seinerzeit keine Grabgaben mitgegeben, sondern man hatte mehr Augenmerk auf das Grab gelegt. Die Toten wurden in einer Reihe in Ost-West-Richtung bestattet und dann mit Gräben und verzierten Hügeln umgeben. Im Lauf der Jahre sind aber die Hügel dann zerfallen. Jetzt will man noch die Überreste der Toten untersuchen, ob sie alle zu einer Familie gehörten.

Altägyptisches Grab einer Prinzessin entdeckt

In der Nähe der ägyptischen Hauptstadt Kairo, südlich der Großen Pyramiden von Gizeh, liegt auch die Totenstadt von Abusir, wo sich viele Gräber aus der Zeit der 5. Dynastie befinden, also etwa zwischen 2350 bis 2500 Jahre vor Christus. Neben den Königsgräbern wurden dort auch Gräber von hohen Beamten seinerzeit errichtet.

Jetzt haben tschechische Archäologen dort auch die Überreste eines Grabes einer Prinzessin entdeckt. In dem Grab waren unter anderem kleinere Statuen sowie auch verzierte Pfeiler.

Friedhof der Dienerinnen des chinesischen Kaisers entdeckt

Archäologen haben in der chinesischen Stadt Xi'an einen Friedhof entdeckt, wo man die Dienerinnen des Kaisers beigesetzt hat. Die Gräber stammen aus der Zeit der sogenannten Tang-Dynastie, also zwischen 618 bis 907 nach Christus, und lagen im Westen der alten Stadt.

Auf den jeweiligen Grabsteinen wurde auch vermerkt in welchem Rang die jeweilige Dienerin stand, so gehörten fünf der Verstorbenen zu den höheren Dienerinnen.

Bei den anderen handelte es sich um sogenannte Wanggongni, das sind die einfache Dienerinnen, die nach dem Tod des Kaisers ins Kloster gingen und Nonne wurden.

Frankreich: Archäologen entdecken 2.300 alte Gräber im Alter von 2.300 Jahren

In der Nähe der französischen Stadt Troyes haben Archäologen vor kurzem mehrere keltische Gräber entdeckt, welche sie auf ein Alter von 2.300 Jahre schätzen. Der Fund wurde während den Arbeiten an einem neuen Park in der Region gemacht.

Im zukünftigen Aube Logistical Park konnten rund 30 Gräber freigelegt werden, die Experten zufolge aus den Jahren 260 bis 325 vor Christus stammen könnten. Die Archäologen fanden die Überreste von keltischen Kriegern, die Waffen wie Schilde und Schwerter in den Händen hielten. In einigen Gräbern lagen auch Frauen. Der außergewöhnliche Fund wird nun für weitere Untersuchungen aus den Gräbern entfernt.

Archäologen entdecken Gräber möglicher Vorfahren von Asterix nahe Paris

In einem Vorort der Stadt Troyes südöstlich von Paris haben Archäologen jetzt Gräber möglicher Vorfahren von Asterix und Obelix entdeckt. Neben fünf gallischen Kriegern stoßen die Forscher auch auf die Überreste anderer Stammesmitglieder. Zudem wurde bei einem der Krieger ein 70 Zentimeter langes Schwert und ein Schild mit Metallrahmen gefunden, wo es sich um den Anführer seines Stammes handeln könnte.

Im Zuge der Ausgrabungen stoßen die Archäologen schließlich auf weitere Frauengräber, deren Überreste mit wertvollen und typischen Gallierschmuck behangen waren. Bislang rätseln die Wissenschaftler noch über den Fundort, da sich in der Zeit zwischen 325 und 260 vor Christus in dieser Gegend keine gallische Siedlung befand und in den Gräbern weder Essensreste noch Keramik gefunden wurde.

Im Tode vereint: Händchen haltende Skelette auf rumänischem Friedhof ausgegraben

Zwischen 1450 und 1550 sollen sie gestorben sein, der Mann und die Frau, die Archäologen auf dem Friedhof eines Klosters in der rumänischen Stadt Cluj ausgegraben haben. Beide erreichten ein Lebensalter von rund 30 Jahren, bevor sie das Zeitliche segneten.

Der Fund erregte Aufsehen, weil das Paar Händchen haltend begraben worden waren. Jahrhunderte lagen sie so vereint unter der Erde. Das Skelett des Mannes wurde mit einem zertrümmerten Brustbein gefunden. Er starb vermutlich an den Einwirkungen eines schweren Schlags. Der an der Ausgrabung beteiligte Adrian Rusu ist sich sicher, dass die Frau dann durch den Schock über den Verlust des Partners an einem gebrochenen Herzen gestorben sei.

Die Angehörigen der beiden hätten dem Paar dann im Grab die Hände ineinander gelegt. Eine durchaus romantische Deutung dieses Fundes. Ob er so stimmt, werden wir vermutlich nie erfahren. Eines ist aber klar: Selbstmord kann die junge Frau nicht begangen haben, da sie sonst nicht auf dem Friedhof des Dominikanerklosters begraben worden wäre.

In Polen mehrere alte Gräber von eventuellen Vampiren entdeckt

In Polen in der Nähe der Stadt Gliwice fand man beim Bau einer Umgehungsstraße mehrere Gräber mit Skeletten. So haben die herbeigerufenen Archäologen mittlerweile 43 Gräber entdeckt, wobei aber einige von diesen Besonderheiten zeigten, denn der Schädel lag zwischen den Knien oder den Händen der Toten.

Zudem hatte man den Schädel zusätzlich mit Steinen beschwert, so dass man vermutet, dass es sich um Vampire gehandelt habe, denn laut dem Aberglauben sollte dadurch eine Rückkehr ins Leben verhindert werden. So sprechen die Bewohner der Stadt auch mittlerweile vom Friedhof der Vampire. Aber bei den Toten könnte es sich auch um ehemalige Verbrecher handeln, die man seinerzeit gehängt hat, denn in der Nähe soll einmal ein Galgen gestanden haben.

Nun will man in den vorhandenen Kirchenbücher einmal nachlesen, ob darüber etwas zu finden ist. Zudem sollen, weil man keinerlei Grabbeilagen fand, spezielle Knochenuntersuchungen Auskunft über das Alter der Skelette geben, wobei man schätzt, dass diese aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammen.

Grundinformationen und Hinweise zu Friedhöfen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: trauer © Simon Ebel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Stamm mit Gundermann. © hanseat - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Grief - Funeral and cemetery © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Frau auf Beerdigung mit Sarg © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: mother and child at graveyard © bramgino - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Bergfriedhof in Heidelberg © eyetronic - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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