13. April 2010
Eine Welt ohne Bücher wäre eine Welt ohne Erinnerung, ohne Wissen und ohne Fortschritt. Besonders alte, historische Bibliotheken bergen wahre Schätze in sich. Nicht selten werden hier alte, längst verschwunden geglaubte Schriften entdeckt, die eine bis dahin dunkle Lücke in der Geschichte der Welt füllen. In den ältesten Bibliotheken der Erde können zudem Schriften und Sprachen entdeckt werden, die es heute in dieser Form gar nicht mehr gibt.
Die Geschichte der Schweizer Stiftsbibliothek St. Gallen reicht bis in das Jahr 612 zurück. Damals wurde von einem Mönch der erste Grundstein für das Benediktinerkloster St. Gallen gelegt. Nach und nach entstand eine blühende Abtei. Das Kloster wurde nicht nur von den Mönchen selbst benutzt, man richtete auch eine Schule ein und lud Ortsansässige zum gemeinsamen Gottesdienst ein. Dadurch häuften sich mit der Zeit natürlich viele Schriften und Urkunden an, die ab etwa 750 nach Christus in der eigenen Bibliothek untergebracht wurden. Die Stiftsbibliothek St. Gallen ist damit die älteste Bibliothek der Welt. Neben zahlreichen Handschriften können dort auch über 150.000 Bücher gefunden werden. Die Sammlung ist daher nicht nur wegen ihres Alters, sondern auch wegen ihrer Ausmaße weltberühmt.
Auch die Vatikanisch Apostolische Bibliothek kann auch auf eine lange und ereignisreiche Vergangenheit zurückblicken. Wie der Name schon sagt, befindet sich die Bibliothek im Vatikanstaat. Schon immer befand sich der Sitz des katholischen Papstes in der italienischen Hauptstadt Rom. Bereits 300 nach Christus begann man damit, bestimmte Briefe und Schriften im Vatikan zu sammeln und zu ordnen. Ein Zuständiger wurde jedoch erst etwa 500 Jahre später ernannt. Die Anfänge der Vatikanisch Apostolischen Bibliothek liegen damit kurz hinter denen der Stiftsbibliothek von St. Gallen. Allerdings werden im Vatikan seit jeher weniger Bücher gesammelt und verwaltet, sondern viel mehr Handschriften, Karten und sogar Münzen.
Die Bibliothek St. Peter befindet sich in Salzburg und ist die älteste Bibliothek Österreichs. Die Sammlung wurde wohl in der Mitte des 8. Jahrhunderts begonnen und beinhaltet einige sehr kostbare und bedeutsame Schriften. Man findet hier neben zahlreichen Handschriften und Frühdrucken auch Musiknoten und Gemälde. Die Bibliothek steht der Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung, Gäste müssen ihren Besuch jedoch vorher anmelden.
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