Videospiele - Geschichte, Genres und Arten von Spielkonsolen

Zwei Freundinnen mit Controllern spielen Videospiel

Sowohl in Sachen Spielkonsole als auch im Genre gibt es mittlerweile eine große Vielfalt - die Entstehung der Spiele reicht bis in die 50er Jahre zurück

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  • von Paradisi-Redaktion

Videospiele sind für viele Menschen eine Möglichkeit, sich vom Alltag abzulenken, Unterhaltung zu finden oder sich einfach zu entspannen. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von welcher Spielkonsole Gebrauch gemacht wird. Ein Hauptgrund des wirtschaftlichen Erfolgs von Videospielen dürfte zudem auch deren breite Angebotspalette sein. Lesen Sie, welche Genres und Arten von Spielekonsolen es gibt, und informieren Sie sich über die Geschichte der Spiele.

Die Geschichte der Videospiele

Videospiele sind aus der heutigen Unterhaltungsindustrie nicht mehr wegzudenken. So werden in dieser Branche jährlich Milliardenumsätze erzielt, wobei die Tendenz weiter steigend ist. Doch wie verlief überhaupt die Geschichte der Videospiele, welche bis heute eine volle Erfolgsgeschichte ist?

Die 50er Jahre

Die Entstehung der Videospiele reicht bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. So entwarf der Amerikaner und Physiker Higinbotham in diesem Jahrzehnt das erste Programm, welches unter dem Namen "Tennis for Two" veröffentlicht wurde und als das erste Videospiel überhaupt angesehen werden kann.

Doch trotz des Erfolgs und hohen Bekanntheitsgrad der ersten Entwicklungen kam es kaum zur Veröffentlichung weiterer Spieltitel, da bis jetzt schlicht die Technologie fehlte, um das Videospiel als ein Produkt der Massen zu etablieren.

Stattdessen waren die 50er und 60er Jahre von primitiven Videospielen geprägt, welche an den Computern großer Universitäten entwickelt und gespielt wurden. So fand man hier nicht nur die Entwickler, sondern auch die Hardware vor, welche die Erschaffung von Videospielen wie etwa "Spacewar!" überhaupt erst ermöglichte.

Die 70er Jahre

Dies änderte sich schlagartig zu Beginn der 70er, als der Fernseher Einzug in die meisten Haushalte hielt und auch die ersten Konsolen dank fortgeschrittener Technik entwickelt werden konnten. So kam es in diesem Jahrzehnt beispielsweise zur Veröffentlichung der zeitlosen Klassiker "Pong" und "Space Invaders", welche beide auf Spielkonsolen von Atari erschienen.

Die 80er Jahre

Ein Jahrzehnt später sollte die Videospielindustrie ihre bis heute einzige wirkliche Krise erleben, welche unter dem Namen "Video Game Crash" bekannt ist. So stürzten die Absatzzahlen im Jahre 1983 ein, da nicht nur massenhaft mangelhaft produzierte Spiele den Markt überschwemmten, sondern mit dem Heimcomputer auch der erste ernsthafte Konkurrent für die Konsolenwelt an Bedeutung gewann.

Die 90er Jahre

Diese Krise konnte dank den Herstellern Nintendo und Playstation überwunden werden, welche Ende der 80er und Anfang der 90er

  • den Super Nintendo
  • den Nintendo 64 und
  • die Playstation 1

auf den Markt brachten. Während dieser Zeit entstanden auch die wohl bekanntesten Helden der Videospielgeschichte, welchen beispielsweise Mario zugehört. Heute ist das Spielen von Videospielen eine der beliebtesten Formen der Freizeitbeschäftigung überhaupt und die Grafik und Spielkonzepte erreichten ein Level, welches sich noch vor wenigen Jahrzehnten wohl niemand vorstellen konnte.

Können Gedanken bald Videospiele lenken?

Spielekonsolen
jeux video © KiWiE - www.fotolia.de

In Zukunft soll man das virtuelle Rollenspiel "World of Warcraft" nur mit seinen Gedanken steuern können - zumindest, wenn es nach Forschern der University of Twente geht. Die Wissenschaftler, die im Bereich "Human Media Interaction" tätig sind, wollen die Spieler so direkt wie möglich am Spielerlebnis teilhaben lassen.

Erste Erfolge haben sie auch schon erzielt: Mithilfe eines sogenannten "Brain Computer Interface" konnten sie bereits erste Schritte der Gedankensteuerung in der Spielwelt gehen. So schafften sie es, einen gestressten Druiden in einen Bären zu verwandeln.

Dass bisher noch keine weiteren Erfolge verbucht werden konnten, liegt daran, dass menschliche Gedanken im Detail noch nicht entschlüsselt werden können. Die neue Technologie steckt demnach noch in den Kinderschuhen.

Neues Spielgefühl am Touchscreen

Hand mit grauem Controller einer Spielkonsole vor dem Fernseher
Hand mit Controller © jehuty18 - www.fotolia.de

Für das besondere Fingerspitzengefühl bei Computerspielen an einem Touchscreen soll "The Classic" sorgen. "The Classic" ist ein aufklebbarer Schalter, der das Spielen am Smartphone oder iPad erleichtert. Mit diesem Button will das Startup-Unternehmen "Joystickers" für erhöhten Spielspaß sorgen.

Wer fürchtet, seine Bildschirmoberfläche mit "The Classic" zu ruinieren, kann beruhigt sein. Der Button ist problemlos entfernbar. Doch nicht nur Spieleenthusiasten sollen auf ihre Kosten kommen. Mit dem Pinsel "The Flow" ist Bildbearbeitung möglich und mit dem Stift "The Scribe" lassen sich Notizen einfacher anfertigen als mit einer Touchscreen-Tastatur.

Wer von diesen Dingen so begeistert ist, dass er sie käuflich erwerben möchte, muss sich allerdings noch gedulden. Denn "Joystickers" ist noch auf der Suche nach Geldgebern, die die Herstellung dieser Produkte finanziell unterstützen. Falls die Unternehmensgründer erfolgreich sein sollten, soll das Zubehör im April und Mai auf den Markt kommen.

Jetzt kann man sogar seine Katze mit dem iPad beschäftigen

Katzenbaby sitzt vor roten Ball aus Wolle
kitten with red ball of yarn on white background © Tony Campbell - www.fotolia.de

Katzen schlafen zwar die meiste Zeit des Tages, doch wenn sie dann mal wach sind, möchten sie beschäftigt werden. Wer dazu keine Lust oder keine Zeit hat, der kann sich auf der Seite des Katzenfutterherstellers "Friskies" jetzt drei iPad-Spiele herunterladen, die den vierbeinigen Freund auf Trab halten sollen.

Der Tierhalter kann zwischen den Spielen "Party Mix Up", "Tasty Treasures Hunt" und "Cat Fishing" wählen. Einfach herunterladen, Spiel starten und das iPad vor die Katze legen. So soll der tierische Spieltrieb laut "Friskies" zumindest für die nächste Zeit befriedigt werden.

Computerspiele - Downloads liegen im Trend

Immer mehr verbreiten sich die Downloads und verdrängen die physischen DVD-Boxen

DVD-Player
dvd player © Ilja Masík - www.fotolia.de

DVD oder Download? Diese Frage stellt sich allen, die sich ein neues Videospiel zulegen möchten. Ähnlich wie im Musikbereich muss kein Mensch mehr in ein Geschäft gehen, um sich ein Computerspiel zu kaufen. Voraussetzung ist jedoch eine schnelle Internetverbindung.

Die Vor- und Nachteile des Downloads

Wer diese jedoch hat, kann unter Umständen eher in den Besitz einer Neuheit gelangen, als jemand, der sich extra zum Händler auf den Weg macht. Dort steht er sich möglicherweise stundenlang die Beine in den Bauch, nur um ein begehrtes Spiel zu erhalten.

Zu Hause hätte er es per Download sofort auf dem PC oder der Spielekonsole gehabt. Allerdings können Spieleenthusiasten keine schön gestaltete Verpackung erhalten, die den Einkauf und den Besitz zu einem außergewöhnlichen Erlebnis machen.

Spieleexperte Stephan Freundorfer ist davon überzeugt, dass viele Spieler die physische Box immer noch als vollwertiger ansehen würden. Gerade in Deutschland würde immer noch eine große Anzahl von Spielern die DVD samt Karton bevorzugen. 50 Euro auszugeben und nichts in den Händen zu halten, sei für viele Leute immer noch ein großes Problem. In den USA dagegen seien Download-Plattformen heute enorm wichtig, erklärt Freundorfer.

Downloads für eine größere Gewinnspanne für Unternehmen

Auch hierzulande werden sich Plattformen wie Gamesplanet, Steam oder Gamesload langfristig durchsetzen. Konnte man früher alte, gebrauchte Spiele weiterverkaufen, so ist dies heute kaum noch möglich. Häufig ist eine Online-Registrierung notwendig. Diese kann nur einmal durchgeführt werden. Ein Weiterverkauf des Spiels ist daher ausgeschlossen.

Der Trend, Musik, Filme und Spiele als Download zur Verfügung zu stellen, wird sich eher noch verstärken, prophezeit Peter Schmitz von der Computerzeitschrift "c't". Gerade im Handel mit Downloads gebe es große Gewinnspannen. Das Geschäft sei daher sehr lukrativ, so Schmitz.

Weibliche Gamer erfahren bei Videospielen Vorurteile

Junger Mann und Frau haben Spaß beim Videospiel, haben beide Controller in den Händen
Amis s'amusant à un jeu video © auremar - www.fotolia.de

Die Anzahl der weiblichen Spieler von Videospielen nimmt stetig zu. Hierbei unterliegen die spielenden Frauen jedoch dem Vorurteil der Männer, dass es ihnen an Kompetenz mangeln würde.

Insgesamt betrachtet, gilt immer noch die Ansicht, dass Video- und Computerspiele eigentlich eher eine Domäne der Männer sind. Spezielle Spiele die für Frauen besonders geeignet sein und ihnen damit gerecht werden sollen, werden zwar von den Herstellern produziert, allerdings zeigt sich in zahlreichen Fällen, dass dem eben nicht so ist.

Sexismus unter Computerspielern - Fast zwei Drittel aller Frauen betroffen

Vier Jugendliche sitzen auf Couch vor TV und spielen mit Spielkonsole
Gamers © gajatz - www.fotolia.de

Einer aktuelle Studie zufolge sind fast zwei Drittel aller weiblichen Computerspieler schon einmal Opfer von Sexismus geworden. 63,3 Prozent der Befragten gaben an, beleidigende Schimpfworte aufgrund ihres Geschlechts erhalten zu haben. Andere Beschimpfungen hätten sich auf ihr Gewicht oder Aussehen bezogen.

Dagegen gaben lediglich 15,7 Prozent der männlichen Spieler an, bereits Zielscheibe von sexistischen Anfeindungen gewesen zu sein. Frauen, so die Umfrage, würden wegen ihrer Weiblichkeit angegriffen, Männer dagegen eher wegen ihrer vermeintlich fehlenden Männlichkeit.

35,0 Prozent der angefeindeten Frauen teilten mit, dass sie wegen der Beleidigungen zeitweilig sogar aufgehört hätten zu spielen. 9,7 Prozent gaben an, seitdem auf bestimmte Computerspiele sogar ganz zu verzichten.

Jede zehnte Frau berichtete, dass sie schon einmal versucht habe, aufgrund ihres Geschlechts Vorteile beim Spielen zu erhalten. Es gibt aber auch einige männliche Spieler, die sich online als Frauen ausgeben. Sie sind der Meinung, auf diese Weise ihre Position verbessern zu können.

Dabei gibt es mittlerweile auch im Genre der Videospiele eine große Vielfalt...

Die Genre der Videospiele

Ein Hauptgrund des wirtschaftlichen Erfolgs von Videospielen dürfte deren breite Angebotspalette sein. So kann man sich als Spieler an einer Konsole beispielsweise als Profisportler, Soldat, Pilot oder Bürgermeister in verschiedensten Szenarien versuchen. Doch welche verschiedenen Arten von Videospielen gibt es eigentlich, in welche sich fast jedes Spiel einordnen lässt?

Ego-Shooter

Ein zentrales Genre sind zunächst einmal die so genannten Ego-Shooter. In dieser Art des Videospiels steuert der Spieler die Spielfigur aus der Ich-Perspektive, wobei es zumeist darum geht, die Feinde mit einer Vielzahl an Waffen auszuschalten.

Dabei muss der Spieler selbst zielen, schießen und laufen. Eine Untergattung des Ego-Shooters ist der Taktikshooter, bei welchem noch ein Team befehligt und taktische Entscheidungen getroffen werden müssen.

Geschicklichkeitsspiele

Eine weitere wichtige Hauptkategorie sind Geschicklichkeitsspiele. Bei diesen geht es darum, durch gezieltes Handeln innerhalb der Spielwelt bestimmte Ziele zu erreichen. Am bekanntesten dürften dabei die Jump and Run Spiele sein, bei welchen eine Spielfigur aus der Seitansicht durch Level bewegt werden muss.

Rollenspiele

Darüber hinaus gibt es noch die Kategorie der Rollenspiele, welche ebenso eine bedeutende Art der Videospiele darstellt. Bei diesen geht es darum, eine Spielfigur durch eine zumeist frei zugängliche Spielwelt zu steuern und diverse Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die Entwicklung der Spielfigur gelegt, welche ihre Grundfertigkeiten verbessert und teils sogar neue Fähigkeiten erlernt.

Strategiespiele

Des Weiteren sind in diesem Zusammenhang noch Strategiespiele zu nennen. Hier versucht der Spieler, mit einer begrenzten Anzahl an Ressourcen und Einheiten diverse Spielziele zu verfolgen und Aufgaben zu erfüllen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf taktischen Entscheidungen und einem überlegten Vorgehen. Strategiespiele können im Allgemeinen in

  • Aufbaustrategiespiele
  • Wirtschaftsstrategiespiele
  • Echtzeitstrategiespiele und
  • Rundenbasierte Strategiespiele

eingeteilt werden.

Sportspiele

Ferner gibt es unter den Videospielen das Genre der Sportspiele. In diesem Fall übernimmt der Spieler die Kontrolle über einen einzelnen Sportler oder ein ganzes Team und versucht daraufhin, innerhalb der Regeln der jeweiligen Sportart das Spiel zu gewinnen.

Simulation

Letztlich gibt es noch die Kategorie der Simulation. Bei dieser Form der Videospiele werden reale Ereignisse simuliert, wobei es sich etwa um das komplette Leben eines Menschen, Flüge mit dem Flugzeug oder Autorennen handeln kann. Insgesamt fällt es in der Realität jedoch häufig schwer, Videospiele in einzelne Kategorien einzuordnen, da sich die Spielinhalte häufig über mehrere Arten der Videospiele erstrecken.

Von Pac Man bis Minecraft: Videospiele als Moderne Kunst

Hand mit schwarzem Gamepad vor einem Fußball-Videospiel
gamepad in hand © Serjik Ahkhundov - www.fotolia.de

Computer- und Videospiele haben in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt erobert. Ob Tetris, Pac Man oder Minecraft: Millionen weltweit greifen immer wieder gerne zu kleinen Spielen, die für Ablenkung und Kurzweil sorgen. Anlass genug für das New Yorker Museum of Modern Art, Videospiele nun zur Kunst zu erklären und 40 Spielklassiker in die ständige Ausstellung aufzunehmen. Die Spiele bekommen einen eigenen Bereich neben Gemälden, Skulpturen und Installationen.

Zu den Auswahlkriterien für die Spiele gehörten das Design ebenso wie die ästhetische Erfahrung, die Programmierung und die Beeinflussung der Spieler. Zu den ältesten Videospielen gehören "Pong" aus dem Jahr 1972, bei dem Spieler lediglich mit steuerbaren Balken einen virtuellen Ball hin- und her schlugen, "Space Invaders", "Pac Man" und "Donkey Kong", sowie die Gameboy-Klassiker "Tetris", "Super Mario Bros." Und "The Legend of Zelda".

Aber auch neuere Spiele fanden Aufnahme in die Sammlung, darunter die weltweit beliebten "Sims", die mit "Sim City 2000" vertreten sind und das aktuell sensationell erfolgreiche Spiel "Minecraft", bei dem kreative Spieler von der chinesischen Mauer bis zu Mittelerde unzählige Gebäude und ganze Städte aus virtuellen Steinblöcken nachbauen.

Forscher entwickeln neue Gattung von PC-Spielen - "Eye-Tracking" analysiert Blicke des Spielers

Dunkelhäutiger Mann beim Videospielen mit Spielkonsole und VR-Brille
Concept of technology,gaming,entertainment and people.African man playing virtual reality glasses video game while relaxing in living room at home.Selective focus on VR headset.Blurred background. © kantver - www.fotolia.de

Ein von Regensburgern Wissenschaftlern entwickeltes Horror-Spiel könnte eine neue Art von Computerspielen hervorgebracht haben. Durch einen so genannten "Eye Tracker" werden die Blicke des Gamers ständig erfasst und analysiert, sodass sich der kommende Verlauf des Spiels andauernd ändern kann. Als erster Prototyp geht das Horror-Spiel "Sophia" ins Rennen, dessen Erkenntnisse mit Spieleherstellern auch für andere Games genutzt werden könnten.

Bei Sophia denkt der Spieler wegen eines riesigen Aliens vor sich direkt an Flucht, allerdings durchschaut und durchkreuzt das Monster seinen Plan, wodurch das Spiel ganz andere Züge annehmen und wesentlich spannender werden könnte. Zu jedem Zeitpunkt werden dabei die Augenbewegungen des Spielers über Sensoren erfasst, womit die Forscher der Uni Regensburg zum ersten Mal auch die Pläne und Emotionen des Gamers erfassen und in den Verlauf des Spieles einbinden wollen.

Beispielsweise können in der Spiellandschaft auch einzelne Objekte direkt darauf reagieren, sobald sie vom Gamer mehrere Sekunden angeschaut werden. Aufgrund der hohen Kosten war die erste Hardware der Wissenschaftler mit Kosten in Höhe von 25.000 Euro eher ein Nischenprodukt, inzwischen existiert eine preiswertere Version, womit man die Blickverfolgung auch für Spieler zugänglich machen könnte.

Spürnasen und Alleinunterhalter mit Kampfgeist - Die Rolle von Hunden in Videospielen

Hund: Schwarzer Labrador liegt auf Gras mit Herbstblättern
truffe d'automne © cynoclub - www.fotolia.de

Ob in dem alten NES-Spiel "Duck Hunt", dem kultigen Spiele-Klassiker "Earthworm Jim" oder den Rollenspielen "Fable" und "Dragon Age", Hunde sind mittlerweile auch in Videospielen schon lange die treuen Begleiter der Menschen und ihre Aufgabe ist meist die gleiche: sie verteidigen ihren Menschen vor dem Bösen, spüren mit ihren feinen Nasen Schätze oder Herausforderungen auf und sorgen bei langatmigen Pausen hin und wieder mit lustigen Kunststücken für Stimmung.

Auch heute noch spielen Hunde in Videospielen häufig eine große Rolle, wie aktuell beim neuen "Call of Duty: Ghosts". Um den vierbeinigen Star des Spiels, den Schäferhund Riley, auf dem Bildschirm auch so realistisch wie möglich wirken zu lassen, haben die Macher des Spiels erstmals die Bewegungen eines Tiers mit Hilfe der Motion-Capture-Technologie kopiert und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ab dem 5. November soll "Call of Duty: Ghosts" in Deutschland in den Handel kommen.

Rollenspieler und ihre digitalen Welten: Spielen bis zur totalen Erschöpfung

Computer in einem Internetcafe, Hände sind an den Computermäusen und Tastaturen
Computer Gaming at internet cafe © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Immer mehr Menschen spielen heute Fantasy-Rollenspiele im Internet und verbringen viele Stunden täglich in ihrer eigenen digitalen Welt. Die Folgen für das reale Leben der Rollenspieler werden seit einigen Jahren heftig diskutiert.

Eine neue Studie ergab nun, dass die Rollenspieler die Eigenschaften ihrer Spielfigur - ihres sogenannten Avatars - während des Spiels teilweise übernehmen und sich um 18 Prozent weniger schmerzempfindlich zeigten als zu anderen Zeiten. Auch die Empathie für die Schmerzen anderer Personen war verringert.

Dies kann mit eine Erklärung dafür sein, warum es manchmal zu extremen Ausnahmefällen kommt, in denen sich Rollenspieler buchstäblich zu Tode gespielt haben, weil sie über viele Stunden hinweg bis zur totalen Erschöpfung gespielt hatten.

Auch im sozialen Bereich könnte sich das roboterhafte Verhalten der Avatars negativ auswirken, so die Forscher. Damit Kinder soziales Verhalten lernen, sollten sie daher auch weiterhin unbedingt mit anderen "realen" Kindern spielen und nicht nur am PC den Austausch mit anderen roboterhaften Avatars suchen.

Nintendo plant nun auch Spiele für Smartphones und Tablets

Nintendo und DeNA tauschen Firmenateile und erweitern ihre Konzernstrategien

Junges Paar spielt mit der Spielkonsole
domestic life © diego cervo - www.fotolia.de

Jahrelang hat sich Nintendo geweigert, seine Spiele auch für Tablets und Smartphones zu entwickeln. Nun haben die unerwartet schlechten Verkaufszahlen der Spielkonsole Wii U und des Handhelds Nintendo 3DS zu einer Änderung der Konzernstrategie geführt.

  • Super Mario,
  • Zelda oder
  • Donkey Kong

könnten demnach künftig auch auf mobilen Geräten ihre Abenteuer erleben. Auch neue Spiele will Nintendo in Zusammenarbeit mit dem Smartphone-Games-Entwickler DeNA als App auf den Markt bringen.

Pläne der Zusammenarbeit

Um das Geschäft abzuwickeln, haben beide Unternehmen Firmenanteile getauscht. So gibt DeNA 10 Prozent Firmenanteile an Nintendo ab und erhält dafür 1,24 Prozent des japanischen Herstellers von Videospielen und Spielkonsolen. Ferner planen Nintendo und DeNA ab Herbst ein neues Social Network zu gründen, auf das Nutzer geräteübergreifend zugreifen können.

Reale Angst vor der Konsole: Welche Videospiele zum Fürchten sind

US-Forscher sind der Frage nachgegangen, welche Szenarios und Kreaturen in Videospielen besonders angsteinflößend sind

Nerd in Unterwäsche sitzt nachts in seinem Chaos-Zimmer und spielt Videospiele
Gamer nerd playing video games on television © stokkete - www.fotolia.de

Videospiele sind zwar nicht real, die Angst, die manche Spieler beim Anblick von Monster oder Zombies spüren, aber schon. Das haben US-Forscher der Indiana University herausgefunden, die für eine Studie 269 Personen befragten.

Diese gaben an,

  • Dunkelheit,
  • entstellte Menschen,
  • Zombies oder
  • das Unbekannte

zu fürchten. Als weniger beängstigend empfanden die Teilnehmer der Umfrage

Egoperspektive und Kontrollverlust machen besonders Angst

Als besonders furchteinflößend bewerteten sie Titel aus dem Genre "Survival Horror", bei dem Spieler im Rahmen einer Horror-Geschichte Angriffe von unheimlichen Kreaturen überleben und Rätsel lösen müssen. Besonders die Spiele in Egoperspektive sorgten für Schrecken und Entsetzen.

Zahlreiche Teilnehmer teilten mit, dass sie gerade dann Angst hatten, wenn sie sich

  • schutzlos,
  • gejagt oder
  • unterlegen

fühlten. Das Angstempfinden entstand vor allem dadurch, dass sie das Gefühl hatten, keine Kontrolle mehr über das Spielgeschehen zu besitzen.

Und auch im Bereich der Spielekonsole gibt es Unterschiede...

Arten von Spielekonsolen

Zunächst einmal muss betont werden, dass es keine eindeutige Methode der Klassifikation aller Spielkonsolen gibt. Stattdessen gibt es eine Reihe von Indikatoren, dank welcher sich Spielkonsolen beschreiben und einordnen lassen. Auf diese soll nun eingegangen werden.

Stationäre und Handheld-Konsolen

Zum einen kann die Unterscheidung zwischen stationären Konsolen und Handheld-Konsolen getätigt werden. Bei stationären Konsolen handelt es sich um ein zumeist größeres und damit unhandliches Gerät, welches über keinen Bildschirm oder Lautsprecher verfügt und am Fernseher angeschlossen wird. Beispiele hierfür wären die Playstation 3 und Nintendo Wii.

Handheld-Konsolen sind wiederum kleine tragbare Geräte, in welchen ein kleiner Bildschirm und Audioausgang verbaut ist. Zudem werden diese über einen Akku oder Batterien betrieben, was das Spielen an jedem beliebigen Ort erlaubt. Vertreter dieser Art wären etwa der Gameboy von Nintendo oder die PSP von Sony.

Bedienungsart

Des Weiteren können Spielkonsolen hinsichtlich ihrer Bedienung unterschieden werden. Dabei gibt es einerseits manuelle, andererseits bewegungsgesteuerte Spielkonsolen.

Manuelle Geräte setzen auf einen Controller oder Knöpfe, welche am Gerät angebracht sind, was die Bedienung erlaubt. Beispiele wären hierbei etwa die Playstation 2 und der Gamecube.

Bewegungsgesteuerte Spielkonsolen ermöglichen wiederum eine Bedienung der Spiele durch Körperbewegungen, was den Einsatz klassischer Controller stark modifiziert oder ganz überflüssig macht. Hier könnte die Nintendo Wii als Beispiel gelten. Daneben setzen die beiden modernen Konkurrenten der Wii, die Playstation 3 und Xbox 360, ebenso auf bewegungsgestützte Elemente, welche durch den Kauf zusätzlicher Geräte genutzt werden können.

Erscheinungsdatum

Letztlich können Spielkonsolen noch hinsichtlich ihres Erscheinungsdatums und Darstellungsmöglichkeiten unterschieden werden. So gibt es einerseits die klassischen Konsolen, welche lediglich eine 2D-Grafik bieten und welchen etwa der Super Nintendo zugeordnet werden kann.

Andererseits gibt es noch die modernen Konsolen der neuen Generation, welche dem Spieler eine 3D-Grafik bieten und ab Mitte der 90er erhältlich waren. Letzteren können beispielsweise

  • der Nintendo 64
  • die Xbox von Microsoft und
  • die Playstation 2 von Sony

zugeordnet werden.

PC-Spiele bald auf dem Fernseher möglich: Hat die Spielkonsole ausgedient?

Hand mit grauem Controller einer Spielkonsole vor dem Fernseher
Hand mit Controller © jehuty18 - www.fotolia.de

Die Spielkonsolenbranche hat in den letzten Jahren deutliche Einbrüche hinnehmen müssen, weil immer mehr Gamer auf ihrem Smartphone oder ihrem Tablet-PC spielen. Jetzt bekommen Sony und Co. noch stärkere Konkurrenz.

Die US- Konzerne AT&T und Verizon Communications werden noch dieses Jahr einen Cloud-Dienst anbieten, der es möglich macht, einfache Computerspiele zuhause auf dem Fernseher zu spielen. Das berichtet "Bloomberg". Außerdem sei man im intensiven Austausch mit neuen Streaming-Anbietern wie CiiNOW und Agawi.

Bald könnten die TV-Spiele dann auch komplizierter, schneller und in Echtzeit gespielt werden. Herkömmliche teure Spielkonsolen werden dann womöglich überflüssig.

Nintendo setzt weiterhin auf Konsolen statt nur auf Cloud-Gaming

Zwei Jungen liegen auf dem Boden und spielen Videospiel mit Konsole
zwei jungen spielen videospiel © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Eine der Zukunftshoffnungen für Videospiele ist bei vielen Konzernen das so genannte Cloud-Gaming. Ihrer Ansicht nach benötige man für Spiele eines Tages nämlich keine Konsole oder leistungsstarken Computer, sondern lediglich eine schnelle Internetverbindung. Nintendo hingegen sieht die Videospielzukunft anders und rechnet damit, dass Konsolen weiterhin bestehen bleiben zeigt sich von der Hysterie des Cloud-Gaming wenig begeistert.

Laut dem Konzernpräsident Satoru Iwata versucht man mit der Cloud, Informationen über einen Server online zu berechnen, sodass es anders als bei einer Konsole in der Hand zu einer Verzögerung kommt, bevor man das Ergebnis seiner Interaktion tatsächlich vor Augen hat.

In einigen Fällen könne es jedoch Sinn machen, wenn man die Inhalte auf Servern berechnen lässt, was seiner Ansicht nach jedoch nicht für hoch interaktive Spiele mit kurzen Reaktionszeiten gilt.

Steam Machines: Spiele-Entwickler Valve will eigene High-End-Spielkonsolen auf den Markt bringen

Junger Mann und Frau haben Spaß beim Videospiel, haben beide Controller in den Händen
Amis s'amusant à un jeu video © auremar - www.fotolia.de

Obwohl die von Spielern lang erwarteten Konsolen PlayStation 4, Xbox One und Wii U noch nicht einmal auf dem Markt sind, müssen sie schon jetzt Konkurrenz durch die sogenannten Steam Machines, die voraussichtlich nächstes Jahr erscheinen werden und die Wohnzimmer im Sturm erobern sollen, fürchten. Bei den besagten Steam Machines handelt es sich um High-End-Spielekonsolen, die von dem namhaften Spiele-Entwickler Valve, der außer für die erfolgreiche Spieleserie "Half-Life" vor allem für die Spiele-Plattform Steam bekannt ist, in enger Zusammenarbeit mit diversen Herstellern konzipiert wurden.

Kostenfreies Betriebssystem auch auf PC nutzbar

Als Betriebssystem wird bei den Konsolen voraussichtlich SteamOS, das auf Linux basiert und neben dem eigentlichen Spielen auch das Abspielen von Musik und Filmen erlaubt, zum Einsatz kommen. SteamOS sei übrigens kostenfrei erhältlich und könne nicht nur mit Steam Machines, sondern ebenso mit herkömmlichen Computern genutzt werden. Dieser Punkt dürfte viele Steam-Nutzer beruhigen, da sie somit nicht zwangsläufig von ihrem PC auf eine Steam Machine wechseln müssen, um weiterhin die Angebote von Steam nutzen zu können, was Valve auch schon bestätigt habe.

Wann genau die Steam Machines, von denen es dem Anschein nach verschiedene Versionen geben wird, im kommenden Jahr auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt. Allerdings können sich Interessierte bis zum 25. Oktober auf der Steam-Plattform bewerben und so einer von 300 Glücklichen, die demnächst einen Prototyp der kommenden Spielkonsolen aus dem Haus Valve ausgiebig testen dürfen, werden.

Grundinformationen und Hinweise zu Videospielen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: videospiele spielen © Kaarsten - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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