Die Klasse der Amphibien und Reptilien

Orang-Utan Baby auf grüner Wiese

Amphibien bilden in der stammesgeschichtlichen Entwicklung die älteste Klasse der landbewohnenden Wirbeltiere. Das Leben vieler Arten beginnt jedoch im Wasser. Auch die Reptilien bilden eine Klasse der Wirbeltiere, sie besitzen viele morphologisch ähnliche Eigenschaften.

Amphibien

Die Amphibien werden auch als Lurche bezeichnet. Sie leben als erwachsene Tiere vorwiegend auf dem Land, obwohl die meisten Arten das Larvenstadium im Süßwasser verbringen, also in Seen, Teichen und Tümpeln. Bis zu diesem Entwicklungsstadium atmen sie mit inneren oder äußeren Kiemen.

Wenn die Metamorphose einsetzt, entwickeln sich diese zu Lungen.

Besondere Haut

Gleichzeitig atmen Lurche durch die Haut.

Lurche sind wechselwarme Tiere, die eine drüsenreiche, nackte Haut besitzen. Diese ermöglicht ihnen das perfekte Schwimmen im Wasser. Allerdings trocknet diese Haut auch sehr schnell aus, so dass stets ein ausreichend feuchter Lebensraum zur Verfügung stehen muss. Außerdem reagieren die meisten Arten hitzeempfindlich.

Amphibien leben auch als erwachsene Tiere bevorzugt in der Nähe von Tümpeln und anderen Gewässern. Arten mit trockener, warzenartig erscheinender Haut können auch trockenere Gebiete besiedeln. Zur Eiablage ziehen sie sich in das nasse Element zurück.

Amphibien besitzen viele Fressfeinde, aus diesem Grunde gehören die meisten Arten zu den Nachtaktiven, die sich tagsüber in ihren Verstecken aufhalten.

Anatomische Merkmale

Zu den gemeinsamen Merkmalen der Amphibien gehören stark entwickelte Gliedmaßen, die jeweils vier Finger und fünf Zehen besitzen. Ihre Augen sind gut entwickelt, sie besitzen ein perfektes Sehvermögen.

Drei Ordnungen

Amphibien lassen sich in drei Ordnungen unterteilen.

Man unterscheidet die Froschlurche, zu denen beispielsweise der Wasserfrosch, der Grasfrosch und die Erdkröte gehören, die Schwanzlurche und die Schleichenlurche. Zu den Schwanzlurchen zählt unter anderem der Teichmolch, zu den Schleichenlurchen die Nasenwühle.

Reptilien

Reptilien sind auch unter der Bezeichnung Kriechtiere bekannt. Auch sie zählen zu den wechselwarmen Tieren. Im Gegensatz zur häufigen Annahme ist die Haut der Reptilien trocken statt feucht und mit vielen kleinen Hornschuppen bedeckt.

Im Laufe ihres Lebens häuten sie sich regelmäßig. Die meisten Kriechtiere leben an Land, obwohl es von den beinahe 10.000 verschiedenen Arten auch solche gibt, die sich bevorzugt im Wasser aufhalten.

Anatomische Merkmale und Fortpflanzung

Mit Ausnahme der Schlangen und Schleichen besitzen Reptilien vier Gliedmaßen sowie einen Schwanz. Sie atmen durch die Lunge. Der Nachwuchs kommt entweder lebend zur Welt oder es erfolgt eine Eiablage.

Alternativ kann bei einigen Arten die eierlebendgebärende Fortpflanzung erfolgen. Bei dieser Spezialform brütet die Reptilienmutter das dotterreiche Ei in ihrem Leib aus. Ein Larvenstadium müssen die Jungen nicht durchlaufen.

Schädel

Ebenso wie bei anderen Wirbeltieren weisen die Schädelknochen der Reptilien Aussparungen auf. Diese werden als Schädelfenster bezeichnet. Ihre Position gibt darüber Aufschluss, zu welcher Gruppe das Reptil gehört. Die meisten Arten besitzen hinter ihren Augenhöhlen zwei Schädelfenster. Man spricht vom diapsiden Schädel.

Schlangen, zu denen unter anderem die Ringelnatter und die Kreuzotter gehören, haben einen spangenhaften Schädel. Bei Schildkröten, beispielsweise bei der Sumpfschildkröte oder der Griechischen Landschildkröte, wird der Schädel als anapsid bezeichnet. Im Allgemeinen handelt es sich um einen vollständig geschlossenen Schädel ohne Fenster.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: cute baby orangutan © Eric Gevaert - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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