21. Dezember 2011
Beim Singen unterscheidet man zwischen verschiedenen Stilen und Bereichen. Dazu gehören auch A cappella, Jazz und Sprechgesang.
Gesang zählt zu den ältesten menschlichen Ausdrucksformen. Im Laufe der Zeit entstanden die unterschiedlichsten Gesangs- und Musikstile.
Ursprünglich bedeutete die Bezeichnung A cappella, die sich an den italienischen Begriff Alla cappella anlehnt, Musik nach Art der Kapelle, worunter man mehrstimmige Vokalmusik verstand. Dabei wurde ein Musikchor von Musikinstrumenten begleitet, die sich beim Spielen nach den Gesangsstimmen richteten. Als man im 19. Jahrhundert die alte Chormusik wiederentdeckte, ergab sich beim Begriff A cappella jedoch ein Missverständnis. So gilt A cappella seither als Musik, die ausschließlich mit Gesang ohne den Einsatz von Instrumenten auskommt. Obwohl die traditionellen Chöre bei A cappella auf eine Begleitung von Musikinstrumenten verzichten, werden von manchen Chören und Kantoreien bei Aufführungen wieder vermehrt Instrumente benutzt.
In den USA bildete sich im frühen 20. Jahrhundert ein neues Genre mit vokalen Kleingruppen heraus. Heutzutage führt man populäre A cappella-Musik mit modernen Volksensembles auf, die vier bis sechs Sänger umfassen.
Zu den populärsten Gesangs- und Musikformen gehört der Jazz, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA seinen Anfang nahm und vor allem von Afroamerikanern geprägt wurde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Jazz immer weiter, wobei es auch zu Überschneidungen mit anderen Musikrichtungen kam. In der heutigen Zeit zählt man sogar Musikformen zum Jazz, die mit der afroamerikanischen Tradition nur wenig zu tun haben. Charakteristisch für Jazz ist, dass er weitgehend auf einem europäischen Tonsystem aufbaut. So greift er auf europäische Gesangsformen und Instrumente zurück, nutzt die europäische Musikkultur jedoch auf seine eigene Weise. Im Zentrum des Jazz stehen eine Tonbildung, die sich am vokalen Ausdruck orientiert, spontane Interaktionen, sowie eine spezielle Rhythmik, die sich auf das Bewegungsgefühl bezieht.
Unter Sprechgesang versteht man entweder Gesang, der sich dem Sprechen annähert, oder Sprechen, welches sich dem Gesang annähert. Darüber hinaus rechnet man auch Mischformen wie zum Beispiel das Rezitativ in der Oper, die Psalmodie im liturgischen Gesang oder das Parlando zum Sprechgesang. Sprechgesang als Mittel der Kunst gibt es seit dem späten 19. Jahrhundert. In der modernen Popmusik kennt man ihn vor allem vom Rap.
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