Wissenswertes zum Umtausch und Rückgaberecht

Frau beim Shoppen

Gefällt einem der gekaufte Artikel nicht mehr oder ist er möglicherweise beschädigt, kann man diesen umtauschen - doch was ist beim Zurückgeben zu beachten?

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  • von Paradisi-Redaktion

Shoppen macht Spaß. Doch was tun, wenn man einen Artikel umtauschen oder zurückgeben möchte? In diesem Fall ist es sinnvoll, sich mit dem Umtausch und Rückgaberecht vertraut zu machen. So gibt es einige Punkte, die es dabei zu beachten gilt. So werden beispielsweise nicht alle Artikel zurückgenommen. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Umtausch und Rückgaberecht bei gekauften Artikeln.

Beim Shoppen kommt es immer wieder vor, dass einem der gekaufte Artikel nicht gefällt oder sogar kaputt geht. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit eines Umtausches oder einer Rückgabe. Doch welche Rechte hat man als Kunde?

Der Artikel gefällt nicht

Zunächst einmal ist zu beachten, dass es kein grundsätzliches Recht auf einen Umtausch der Ware gibt, wenn einem diese nicht gefällt. Denn sobald der Kunde den Artikel bezahlt hat, gilt der Kaufvertrag als abgeschlossen.

Hat man zum Beispiel ein Kleidungsstück in einem Laden gekauft, das einem dann zu Hause nicht mehr zusagt, ist dies kein zwingender Grund für den Händler, die Ware wieder zurückzunehmen oder umzutauschen.

In der Praxis erweisen sich die meisten Händler jedoch als kulant, weil sie auf diese Weise den Kunden zufriedenstellen und dauerhaft an sich binden wollen. Auf vielen Kassenzetteln lässt sich somit auch der Zusatz "Umtausch innerhalb von zwei Wochen möglich" lesen.

Da der Händler die Wahl hat, ob er Ware, die nicht mangelhaft ist, zurücknimmt oder nicht, kann er den Umtausch auf seine Weise gestalten. So braucht er den bezahlten Betrag nicht in Form von Bargeld zurückerstatten.

Stattdessen wird in den meisten Fällen ein Gutschein oder ein anderer Artikel angeboten. Dies ist hierzulande in etwa der Hälfte aller Geschäfte üblich. Nur wenn der Händler ausdrücklich damit wirbt, dass er bei Nichtgefallen der Ware das Geld zurückerstattet, hat der Kunde ein Recht darauf.

Da es für den Umtausch keine gesetzliche Regelung gibt, kommt es bei der Abwicklung zu beträchtlichen Unterschieden. Daher ist es ratsam, beim Kauf auf mögliche Hinweise zu achten. So weisen manche Geschäfte auf Schildern extra darauf hin, dass die Rückgabe der Ware zum Beispiel nur gegen einen Gutschein erfolgt oder das der Umtausch innerhalb von 14 Tagen stattfinden muss.

Der Artikel ist beschädigt

Völlig anders verhält sich der Fall jedoch, wenn sich nach dem Kauf herausstellt, dass der Artikel beschädigt ist oder es kurz darauf zu einem Defekt kommt. In diesem Fall hat der Kunde das Recht, einwandfreie Ware zu erhalten und kann auf Rückerstattung des bezahlten Betrages bestehen.

Unterschiede gibt es übrigens zwischen einem Kauf im Laden oder in einem Internet-Shop. Ein Recht auf Umtausch besteht im Internet zwar auch nicht, dafür aber ein Widerrufsrecht. Das heißt, dass der Kunde den Artikel innerhalb von 14 Tagen zurückgeben kann, da er ja im Unterschied zum Einkauf im Ladengeschäft, keine Gelegenheit hatte, sich die Ware genauer anzusehen.

Nicht immer kann man mangelhafte Ware auch umtauschen

Zwei Freundinnen mit Einkaufstaschen nach Shopping, lachen in die Kamera
Shopping! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Im Normalfall können Verbraucher Waren, die mangelhaft sind, umtauschen, wie auch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt in Halle erklärt.

Aber wenn man beispielsweise Schnäppchen bei sogenannten Insolvenzverkäufen machen will, so kann es schnell passieren, dass man dann fehlerhafte Artikel nicht mehr umtauschen kann. Denn: wo nichts vorhanden ist, so kann man dort auch nichts mehr holen und die Gewährleistungsansprüche lassen sich nicht durchsetzen.

Im Schadensfall bei defekten Geräten immer erst direkt an den Händler wenden

Blick in die Trommel einer Waschmaschine, in der Ecke die Energieeffizienz-Klassen A bis G
consumo energetico © alepvfoto - www.fotolia.de

Auf elektronischen Geräten ist zumeist eine Garantie von sechs bis zwölf Monaten. Neben der Garantie gibt es eine sogenannte Gewährleistungsfrist. Im Rahmen dieser Frist, die vom Kaufdatum an zwei Jahre verbindlich ist, sind Verkäufer per Gesetz dazu verpflichtet, defekte Geräte unentgeltlich zu reparieren oder je nach Schaden anstandslos auszutauschen.

Problematisch ist, dass der Kunde nach Ablauf der Garantie beweisen muss, dass der Defekt bereits beim Kauf vorlag oder zumindest im Zeitraum der Garantie von ihm unverschuldet auftrat. Das ist jedoch häufig nur durch ein Gutachten möglich, welches wiederum teurer als die Reparatur selbst sein könnte. Daher ist es sinnvoll, sich zunächst an die Verbraucherzentrale zu wenden, sobald sich ein Händler uneinsichtig zeigt.

Sich hingegen an den Hersteller zu wenden, was nicht selten von Verkäufern nahegelegt wird, könnte zum Verlust der Gewährleistungsansprüche führen, wie Verbraucherschützer und Juristen betonen. Deshalb empfiehlt es sich, auch bei bestehender Garantie den Händler aufzusuchen. Ausnahme sind online bestellte Geräte, die binnen der ersten 14 Tage nach Erhalt einen Defekt aufweisen, bei denen man einfach von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen kann.

Online-Retouren – Betrug mit getragener Kleidung macht Händlern zu schaffen

Tastatur eines Computers, in der Mitte rote Taste mit Aufschrit Shop
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Wenn es nicht passt oder gefällt, dann einfach zurückschicken. Mit dieser speziellen Option können Online-Shops gut mit Geschäften vor Ort konkurrieren. Das Entgegenkommen wird den Versandhändlern nun jedoch zunehmend zum Verhängnis. Denn statt der neuwertigen Ware, die nur einmal kurz anprobiert wurde, erhalten die Händler immer häufiger gebrauchte oder beschädigte Teile zurück.

Phänomen Wardrobing

Für diesen Rückgabebetrug gibt es mittlerweile die Bezeichnung Wardrobing. Das bedeutet, dass die Gegenstände bereits für einige Zeit Einzug in den Kleiderschrank gehalten haben. Das Institut für Handelsforschung (IHF) mit Sitz in Köln hat herausgefunden, dass fast zehn Prozent der Online-Versender bereits Bekanntschaft mit diesem Phänomen gemacht haben.

Verkäufer haben das große Nachsehen aufgrund fehlender Sicherungen

Besonders Bekleidungsfirmen leiden darunter, dass die Ware offensichtlich getragen wurde, bevor sie zurückgeschickt wird. Kann im ortsansässigen Laden die Verkäuferin den unehrlichen Kunden noch auf die Mängel seiner Rückgabe hinweisen, ist dies beim Onlinegeschäft unüblich. Unternehmen können wenig dagegen tun. Mögliche Negativbewertungen schrecken die Händler vor allzu genauem Hinsehen ab.

Jede zehnte Retour ist schlicht nicht mehr zu verkaufen. Sei es Zigarettengeruch am Hemd, Flecken auf der Hose oder abgeschabtes Leder an den Schuhen – oft bleibt nur die Altkleidersammlung. Sicherungen, ähnlich derer in Geschäften sind bisher allerdings noch nicht in Erwägung gezogen worden.

Was wird nicht zurückgenommen?

So kulant ein Händler auch sein mag - es gibt einige Dinge, die generell nicht zurückgenommen werden. Dazu zählt beispielsweise Unterwäsche; ebenso entsiegelte DVDs oder CDs können nicht einfach so zurückgegeben werden. Gleiches gilt für Kosmetika und Blumen.

Auch personalisierte Gegenstände, bedruckte Shirts oder Tassen etwa, zählen zu solchen Dingen. Sind diese jedoch beschädigt oder wurden beispielsweise falsch bedruckt, werden sie kostenlos erstattet.

BGH unterstützt Online-Käufer - jede Ware darf in der Frist von 2 Wochen zurückgeschickt werden

Verkäufer muss Ware innerhalb von zwei Wochen zurücknehmen und Kaufpreis erstatten

Richter Hammer auf Gesetzesbuch
Gavel and law book isolated on white background. Shallow DOF © Rafa Irusta - www.fotolia.de

Der Deutsche Bundesgerichtshof (kurz BGH) ist auf der Seite aller Menschen, die im Internet Ware bestellen und sich diese schicken lassen. Im Normalfall hat jeder das Recht etwas Gekauftes in der üblichen Frist von zwei Wochen zurückzuschicken. Streitfälle entstehen, wenn Dinge beschädigt an den Verkäufer zurückgeschickt werden.

Widerrufsrecht gilt auch für Ware aus dem Geschäft

Doch der Deutsche Bundesgerichtshof hat nun ein eindeutiges Machtwort zu Gunsten der Käufer gesprochen. Das Widerrufsrecht gilt uneingeschränkt, egal ob Ware im Laden, oder über das Internet erworben wurde. Der Käufer muss den Artikel ohne Wenn und Aber zurücknehmen und den Kaufbetrag erstatten.

Das Urteil kam zustande, nachdem ein konkreter Streitfall über ein Wasserbett vorlag. Der Käufer hatte es erworben, doch beim ersten Ausprobieren wurde das Bett unbrauchbar. Es kam zum Streit zwischen Käufer und Verkäufer, ob das Geld erstattet werden sollte, oder nicht.

Test muss ohne Probleme durchführbar sein

Der Bundesgerichtshof war auf Seiten des Käufers. Die Ware müsse ausprobiert werden dürfen. Versagt sie dabei ihren Dienst, so ist das nicht Schuld des Kunden und der Verkäufer habe die Kosten zu tragen. Auch eine Teilrückerstattung ist nicht genug, egal welche Kundeninformationen der Verkäufer dazu gibt. Das Urteil des Bundesgerichtshof steht darüber.

Wenn beim Umtausch oder einer Reklamation der Kassenbon fehlt

Der Umtausch von erworbenen Produkten kann manchmal eine schwierige Angelegenheit werden

Frau an Kasse zieht EC-Karte durch Scanner
Close-up of hand holding plastic card in payment machine © pressmaster - www.fotolia.de

Wer Ware über das Internet im Online-Shop bestellt, der besitzt ein 14-tägiges Rückgaberecht, weil man den Artikel nicht vorher anschauen konnte. Manche Online-Shops akzeptieren auch einen längeren Zeitraum. Doch sind bei der Rückgabe beispielsweise Lebensmittel und auch CD's oder DVD's, die versiegelt waren und geöffnet wurden, sowie Spezialanfertigungen, ausgeschlossen.

Viele Kunden glauben, dass man beim Kauf in einem Kaufhaus das gleiche Recht besitzt. Doch hier besteht kein Umtauschrecht. Viele Händler bieten dieses lediglich aus Kulanz an.Bei einer Reklamation wegen eines Fehlers ist dies etwas anderes, denn dann muss der Verkäufer die Mängel beseitigen oder den Artikel umtauschen.

Was, wenn der Mangel erst später auftritt?

Im Prinzip gilt zwar eine zweijährige Frist der Gewährleistung, doch kann der Schaden auch durch fehlerhaften Gebrauch entstanden sein. Der Verbraucher ist hier nur innerhalb des ersten halben Jahres auf der sicheren Seite, denn in diesem Zeitraum muss der Verkäufer beweisen, dass beim Kauf alles in Ordnung war, nicht umgekehrt.

Bei einigen Waren gibt auch der Hersteller noch zusätzlich eine Garantiezeit. Diese Verlängerung sollte man laut Stiftung Warentest jedoch nicht zusätzlich kaufen müssen.

Wie beweist man, dass die Ware im jeweiligen Laden erworben wurde?

Normalerweise besitzt man einen Kassenbon, oder einen Zahlungsbeleg bei der EC-Kartenzahlung, mit dem man dies nachweisen kann. Wenn man bei Barzahlung aber den Kassenbelag nicht mehr wiederfindet, so hängt es vom guten Willen des Verkäufers ab.

Manchmal gibt es Etiketten, die die Ware als Bestand aus dem entsprechenden Laden identifizieren. Auch in diesem Fall ist ein Umtausch in den meistens noch möglich.

Online Waren bestellen: Was man im Falle einer Retoure wissen muss

Blonde Frau beim Onlineshopping am Tablet-PC, bezahlt die Mode mit ihrer blauen Kreditkarte
Woman Shopping Online On Digital Tablet With Credit Card © Andrey Popov - www.fotolia.de

Die Tatsache, dass man Elektroartikel, Kleidung und andere Gegenstände nicht wie im Laden direkt vor sich sieht, wenn man sie online bestellt, macht der Versandhandel mit relativ großzügigen Rückgabemöglichkeiten wieder wett. In der Regel kann man viele Waren einfach wieder zurückschicken. Eine 2-Wochen-Frist ist gesetzlich garantiert. Oftmals geht das sogar umsonst.

Doch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mahnt zur Vorsicht. Wer die Gegenstände nicht pfleglich behandelt, muss mitunter einem Wertersatz an die Firma zahlen. Deswegen sollte man alles, was man zurückschickt gut verpacken. Firmen speisen die Retouren meist wieder in das ganz normale System ein. Wer in einen Laden geht und Schuhe anprobiert, der rechnet ja auch damit, dass diese Schuhe schon vorher anprobiert wurden. Doch ab und an müssen Retouren eben auch ausgemustert werden und die so entstandenen Kosten übernehmen die Onlinemarktplätze nicht vom Verbraucher.

Kein generelles Recht auf Umtausch – worauf Verbraucher achten sollten

Zwei Freundinnen mit Einkaufstaschen nach Shopping, lachen in die Kamera
Shopping! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Weihnachten ist vorbei, und die Rückgabe-Welle rollt. Wer unter dem Tannenbaum die falschen Geschenke vorgefunden hat, kann diese aber nicht automatisch zurückgeben. Ein Umtauschrecht gibt es nur für defekte Ware. Dinge, die lediglich am Geschmack des Beschenkten vorbeigehen, muss der Händler nicht annehmen. Die meisten Geschäfte sind jedoch kulant.

Online-Shops und Versandhäuser

Besondere Regeln gelten außerdem für Online-Shops und Versandhäuser. Da der Kunde seine Ware bei der Fernbestellung nicht vorab prüfen kann, hat er ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Innerhalb dieser Frist kann er es zurücksenden. Die Kosten übernimmt in aller Regel der Händler. Beträgt die Rechnungssumme weniger als 40 Euro, darf er das Porto jedoch vom Kunden verlangen.

Wie beim stationären Handel sollten Internet-Kunden eine Quittung vorweisen können. Bei Lastschriftzahlungen oder Überweisungen reicht eine Kopie des Kontoauszuges. Am unkompliziertesten klappt die Retoure, wenn auch das Preisetikett noch an der Ware hängt.

Längere Umtauschfrist bei Mängeln

Mangelhafte oder defekte Artikel müssen Händler noch nach zwei Jahren zurücknehmen. Bis zu sechs Monate nach dem Kauf trägt der Kunde keine Beweislast für den Mangel. Ist diese Frist überschritten, sollte er nachweisen können, dass der Schaden bereits beim Kauf bestanden hat. Tipp: Reklamationen möglichst frühzeitig per Brief oder Mail bekanntgeben.

Unbestellte Warensendung – was können Verbraucher tun?

Postbote liefert Paket vor Haustür
postbote mit paket liefert bestellung per nachnahme © detailblick - www.fotolia.de

Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) warnt vor unbestellten Lieferungen an Internet-Nutzer. In den nationalen Zentren häufen sich Beschwerden von Verbrauchern, die sich online über Produkte informiert haben und diese anschließend ohne Bestellung zugesendet bekommen.

Wie sollten sich die Betroffenen verhalten?

Missbräuchliche Marketingstrategie

Die Rechtslage zu unbestellten Waren ist eindeutig: Wenn eine missbräuchliche Absatzstrategie dahintersteckt, muss der Verbraucher für die Produkte nicht zahlen. Er ist nicht einmal verpflichtet sie zurückzuschicken. Ob angeblich seltene Münzen, Bücher oder Schmucksets – für unaufgeforderte Zusendungen hat der Händler keinerlei Schadenersatzansprüche.

Die Anschriften für ihre Zusendungen erhalten die Unternehmen meist von Adresshändlern. Etwas komplizierter ist es allerdings, wenn Sie im Internet selbst ihre Daten angegeben haben, etwa um Broschüren über das Produkt anzufordern. Oder wenn Sie etwas bestellt und anschließend telefonisch storniert haben.

Annahme verweigern?

Viele Empfänger verweigern die Annahme ungewollter Lieferungen. Theoretisch erklären sie damit zugleich den Widerruf. In der Praxis kommt es aber oft zu Problemen: Das Unternehmen erklärt, die Ware sei nicht an die richtige Retouren-Adresse zurückgeschickt worden. Dann muss der Verbraucher nachweisen, dass er das Paket tatsächlich zurückgesendet hat.

In aller Regel liegt der Ware gleich eine Rechnung bei. Wer diese nicht bezahlt, muss mit Mahnungen und Drohbriefen von Inkasso-Firmen rechnen. Viele Betroffene geben diesem Druck irgendwann nach und zahlen. Mit fatalen Folgen: Durch die Überweisung bestätigen sie den Vertragsabschluss.

Verbraucherschützer raten deshalb, sich von Zahlungsaufforderungen nicht beeindrucken zu lassen.

Noch besser ist es allerdings, Probleme von Vornherein zu vermeiden. Dazu zählt etwa, keine personenbezogenen Daten preiszugeben, wenn man ein Produkt nicht wirklich bestellen möchte. Und für jede Stornierung oder Rücksendung sollten Kunden schriftliche Belege anfordern. Schickt der Händler keine Bestätigungs-Mails, ist dies bereits ein Warnzeichen.

Rücksendung nicht gewünschter Waren - Widerrufsrecht beim Onlinekauf

Die korrekte Vorgehensweise beim Widerruf schützt vor Problemen bei der Warenrückgabe

Paketdienst - Postbote bringt Päckchen und bittet um Unterschrift
Delivery man asking for a signature © Photographee.eu - www.fotolia.de

Um Ärger bei der Rückgabe einer Ware nach einem Onlinekauf zu vermeiden, sollten Kunden auf die korrekte Vorgehensweise bei einem Widerruf achten. Von großer Wichtigkeit ist die Frist von 14 Tagen, in denen Lieferungen ohne Angabe von Gründen wieder zurückgeschickt werden dürfen.

Widerruf und Rücklieferung

Der Widerruf sollte per

erfolgen.

So lässt er sich bei einem möglichen Streit mit dem Händler belegen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Kunden dabei das Wort "Widerruf" verwenden.

Die Versandkosten trägt der Käufer, es sei denn, der Verkäufer übernimmt die Ausgaben. Ansonsten darf der Kunde den Paket­dienst aussuchen, mit dem er die Ware zurücksenden möchte.

Es kann folglich die güns­tigste Methode auswählen. Wird die Rücklieferung auf dem Postweg beschädigt oder geht verloren, kommt der Verkäufer für den Schaden auf.

Warenbehandlung und Täuschungsversuche

Zu Hause dürfen Käufer die Ware nur so behandeln, wie bei einer Vorführung im Geschäft. Alles, was darüber hinausgeht, muss vom Kunden bezahlt werden. Täuschungsversuche können teuer zu stehen kommen.

Rechte und Pflichten von Kunden: Was beim Einkauf erlaubt ist

Wir klären auf über Rechte und Pflichten der Kunden und Verkäufer

Unterkörper von jungen Frauen mit vielen Einkaufstüten; Kleidung shoppen beim Shoppingtrip
legs © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Kunden haben beim Einkauf Rechte, doch viele Verbraucher wissen gar nicht, was sie dürfen - und was nicht. So müssen Kunden ihre Rechnung beispielsweise innerhalb einer gestellten Frist bezahlen. Bereits nach der ersten Mahnung dürfen Verkäufer den Rechtsweg beschreiten, eine zweite Mahnung müssen sie nicht ausstellen.

Umtausch bedingt möglich

Ein Recht auf Umtausch gibt es bei Käufen im Internet. Bei sogenannten Fernabsatzverträgen haben Kunden das Recht, die Waren innerhalb von 14 Tagen zurückzuschicken.

Dies gilt jedoch nicht beim Kauf im stationären Handel. Dort sind Verbraucher auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen.

Reklamation beim Händler

Bei Reklamationen ist immer der Händler erster Ansprechpartner, nicht der Hersteller. Kunden sollten sich daher bei defekter Ware nicht im Geschäft abwimmeln lassen. Dies gilt für die gesamte Dauer der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von zwei Jahren nach dem Kauf. Es ist daher wichtig, den Kaufbeleg aufzubewahren.

Allerdings muss nach Ablauf eines halben Jahres der Käufer beweisen, dass das Produkt schon beim Kauf defekt oder der Fehler bereits angelegt war. Vorher liegt die Beweislast beim Verkäufer.

Zwar fordern nicht wenige Händler die Rückgabe von Ware im Originalkarton, doch sie müssen fehlerhafte Geräte auch ohne Verpackung zurücknehmen. Sonst würde das Gewährleistungsrecht auf unzulässige Weise eingeschränkt.

Probieren nur mit Erlaubnis

Mal eben eine Weintraube oder eine Erdbeere zu probieren beanstandet zwar kaum ein Verkäufer, doch erlaubt ist es nicht. Vorher muss das Personal um Erlaubnis gefragt werden.

Wer dennoch zugreift, begeht juristisch gesehen sogar Diebstahl. Dies gilt natürlich nicht, wenn es sich ausdrücklich um einen Probierstand handelt.

Wie geht man vor?

Es gibt einie Regeln, die man bei der Rückgabe beachten sollte - und andere wiederum sind lediglich Irrtümer. Wer beispielsweise mit Karte bezahlt hat, benötigt nicht unbedingt den Kassenzettel, um den Artikel zu reklamieren - ein Kontoauszug oder eine Kreditkartenabrechnung zum Nachweis des getätigten Kaufs reichen aus.

Handelt es sich zum Beispiel um das besagte personalisierte Shirt, welches fehlerhaft verarbeitet wurde, genügt es in vielen Fällen, dem Kundenservice eine Mail zu schreiben und ein Foto, auf dem der Fehler eindeutig zu erkennen ist, mitzusenden.

Die Mitarbeiter können in der getätigten Bestellung einsehen, ob der Fehler - wenn es sich um einen Schreibfehler oder die Anordnung eines Textes/Bildes - möglicherweise nicht vom Kunden selbst eingegeben worden ist. Ist dies aber nicht der Fall, erhält dieser in der Regel schnell Ersatz. Die fehlerhafte Ware muss er meistens nicht zurückschicken.

Möchte man ein defektes Elektrogerät im Rahmen der Gewährleistung reklamieren, braucht man dafür, wie häufig angenommen, nicht unbedingt die Originalverpackung. Viele Geräte haben eine Garantie von einigen Jahren - sämtliche Kartons aufzubewahren, wäre da in vielen Fällen etwas problematisch.

Geduldige Deutsche stehen an den Kassen Schlange

Lange Warteschlangen an deutschen Kassen, nur in Griechenland muss man länger warten

Junge Frau mit Einkaufstüte steht an Kasse und hält Kassierer Geldkarte hin
consumerism © diego cervo - www.fotolia.de

Der alte Witz ist Realität: "Was macht ein Deutscher, wenn er in der Wüste eine Schlange sieht? - Er stellt sich an!"

Besonders an den Kassen in Deutschland muß man viel Geduld aufbringen, nur in Italien und Griechenland braucht man noch mehr Zeit. Im Normalfall stehen bei uns knapp 5 Menschen vor den Kassen, in anderen europäischen Ländern, beispielsweise bei unseren Nachbarn in Österreich warten nur durchschnittlich 2,5 Menschen. Dieses Ergebnis ist aufgrund einer Studie vom Beratungsunternehmen Grass Roots Performance im Auftrag vom europäischen Testkaufverband MSPA herausgefunden worden.

Studie über Wartezeit

An dieser Studie beteiligten sich mehr als 2.500 Testpersonen in 24 europäischen Ländern. Wenn man die Wartezeit an den Kassen ermittelt, so stehen wir in Deutschland im Durchschnitt volle sieben Minuten, bis wir unsere Waren bezahlen können. In Portugal sind es gerade einmal knappe 2,5 Minuten und in Österreich nur etwas mehr. Aber wer nach Griechenland fährt muss noch mehr Geduld aufbringen, denn dort sind es durchschnittlich fast 14 Minuten.

Eine schnellere Abwicklung an den deutschen Kassen wäre oftmals durch eine weitere Öffnung einer Kasse möglich, was aber nur bei einigen Geschäften passiert. Viele Käufer gehen deshalb ohne Waren frustriert wieder hinaus.

Selbstbedienungsautomaten statt Warteschlangen

Am Schlimmsten ist die Situation an den Schaltern der deutschen Bahn. Einige Unternehmen haben deshalb auch schon sogenannte Selbstbedienungskassen, wo man die Ware selber einscannt und anschließend per Karte bezahlt, eingeführt, dazu gehören unter anderem der Supermarkt "real" und auch "Peek&Cloppenburg".

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    Weibliche Kunden werden durch attraktive Verkäuferinnen vergrault

    Verkäuferin mit roter Schürze berät eine junge Frau an einem Regal im Drogeriemarkt
    Frau in Drogerie bekommt Beratung von Verkäuferin © Robert Kneschke - www.fotolia.de

    Ladenbesitzer die davon ausgehen mit attraktiven Verkäuferin ein Mehr an Umsatz zu machen, könnten in manchen Branchen durchaus das Gegenteil dessen erreichen, was sie mit ihrem Denken anstreben.

    Eine Studie der Universität von Süd-Australien fand nun heraus, dass aufgrund des Konkurrenzdenkens unter den Frauen weibliche Kundinnen durch attraktive Verkäuferinnen eher vergrault werden.

    Der Grund findet sich unter anderem darin, dass die meisten Frauen andere schöne Frauen möglichst vermeiden, um die eigene Attraktivität zu steigern. Besonders stark zeigt sich dieser Effekt bei Frauen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren.

    Nach Ansicht der Studienauswerter tun also Ladenbesitzer gut daran, wenn sie weibliches Personal einstellen, dass eher unter dem äußerlichen Motto "normal" als unter "schön und attraktiv" zu finden ist.

    Beim Shopping Kalorien verbrennen

    Drei lachende Freundinnen mit Einkaufstaschen beim Shoppen
    so many new things © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Die Kaufhaustreppe hochrennen, in den Regalen wühlen und zur Kasse hetzen - Shopping kann ganz schön anstrengend sein, aber auch gut für die Figur der Frau! Nach neuesten Erkenntnissen verbrennt die durchschnittliche Frau 47.700 Kalorien im Jahr beim Shoppen.

    Für eine Minute Shopping gehen 5 Kalorien drauf. Und wenn man im Schnitt von 160 Stunden Shopping im Jahr und einem Verbrennungswert von 5 Kalorien pro Minute ausgeht, ist das für die weibliche Figur sehr effektiv. Während der Mann im Fitnessstudio trainiert, geht die Frau einkaufen. Shopping - die Lieblingssportart der Frauen!

    Also doch - Studie bestätigt, dass Shoppen glücklich macht

    Frau beim Shopping mit Einkaufstüten in großem Einkaufszentrum
    smiling elegant woman in dress with shopping bags © Syda Productions - www.fotolia.de

    Eine im US-amerikanischen "Journal of Psychology and Marketing" veröffentlichte Studie bestätigt jetzt einen lange gehegten Verdacht auch wissenschaftlich: Shopping macht glücklich.

    Dafür wurden mehrere hundert Frauen und Männer befragt, die in Shopping-Zentren unterwegs waren. Erhoben wurden Gewohnheiten, die gegenwärtige Laune, sowie ob erstandene Gegenstände später zu Reuegefühlen führten. All dies musste die Probanden über einen längeren Zeitraum hinweg nach dem Einkaufen notieren. Es ließ sich dabei ein Zusammenhang zwischen schlechter Stimmung und Selbstkontrolle herstellen.

    Wer nicht besonders gut drauf war, griff unüberlegter zu. 62 Prozent der befragten Personen gaben an, ihr Trip sei gut gewesen, um sich aufzuheitern.

    So macht man tägliche Erledigungen zum Work-Out und schont dabei die Umwelt

    Rückansicht einer Frau in Sommerkleid und gelben Pumps mit Einkaufstüten beim Shoppen
    Shopping body part back © Andrey_Arkusha - www.fotolia.de

    Je größer der geplante Einkauf, desto selbstverständlicher wird dafür das Auto genutzt. Besonders Getränkekästen und andere schwere Dinge will niemand mit dem Fahrrad transportieren müssen, schon gar nicht bei schlechtem Wetter. Für den Einkauf zwischendurch, Besorgungen bei Apotheke, Drogerie oder Gemüsehändler ist aber eben der Drahtesel doch die bessere Alternative.

    Nicht nur, weil es die Umwelt schont, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren, sondern auch, weil man mit diesem kleinen Work-Out bereits einen Großteil der halben Stunde abdeckt, die man sich laut Weltgesundheitsorganisation WHO täglich bewegen soll. Mit einem gut befestigten Korb ist der Transport von kleinen bis mittelgroßen Einkäufen darüber hinaus auch überhaupt kein Problem.

    Für Senioren, die weder auf das Auto noch das Fahrrad zurückgreifen wollen, ist es eine gute Lösung, die Einkäufe in einem Roll-Trolley zu verstauen.

    Übrigens bieten mittlerweile nicht nur "Bofrost", "Amazon" und andere Großhändler einen Bring-Service für Lebensmittel an, sondern auch immer mehr örtliche Bio-Bauern.

    Wardrobing schädigt verstärkt den Einzelhandel

    Unterkörper von jungen Frauen mit vielen Einkaufstüten; Kleidung shoppen beim Shoppingtrip
    legs © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Wer immer die neusten Trends im Kleiderschrank haben möchte, der muss mitunter tief in die Tasche greifen. Um den Geldbeutel zu schonen und dennoch immer die aktuellen Kollektionen der Top-Designer tragen zu können, nutzen immer mehr Kunden die Kulanz der Händler aus und tauschen die Kleidung nach dem Tragen wieder um. Bekannt ist diese Art des Betruges auch unter dem Namen „Wardrobing“.

    Grundsätzlich können die Kunden natürlich Kleidungsstücke, die zu Hause dann plötzlich nicht mehr gefallen, auch nach dem Probetragen wieder umtauschen. Beim Wardrobing jedoch kaufen die Kunden die Stücke schon mit dem Vorhaben, diese nach dem ersten Tragen wieder umzutauschen. In diesem Fall handelt es sich um einen Betrug, der langfristig den Einzelhandel schädigt. Denn Kleidung, die eindeutige Tragespuren aufweist, kann nach dem Umtausch nicht wieder verkauft werden.

    Inzwischen ist das Umtauschen in den meisten Läden und Online-Shops leichter denn je. Aus Angst, die Kunden zu vertreiben, nehmen die Händler die Ware in den meisten Fällen auch dann zurück, wenn die Deoflecken unter den Armen nicht zu übersehen sind oder der Rauchgeruch an der Kleidung penetrant hervorsticht.

    Um sich jedoch vor dem Wardrobing zu schützen, setzen mittlerweile viele Einzelhändler auf Etiketten, die nicht ohne Weiteres beim Tragen versteckt werden können oder spezielle Sicherungsetiketten, die beim Umtausch in einwandfreien Zustand sein müssen. Somit dürften es Betrüger in Zukunft zumindest etwas schwerer haben.

    Grundinformationen und Hinweise zum Shopping

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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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