Modellbau - Beliebte Objekte, Materialien und verschiedene Veranstaltungen

Kleines Modell-Flugzeug

Der Modellbau stellt ein weit verbreitetes Hobby dar, zu dem auch verschiedene Veranstaltungen angeboten werden; besonders beliebt sind Modelleisenbahnen

Unter Modellbau versteht man das Nachbilden von verschiedenen Objekten. Dazu gehören beispielsweise Autos, Eisenbahnen, Flugzeuge oder Schiffe. Modellbau ist ein überaus beliebtes und zugleich kreatives Hobby. Für den Zusammenbau von Modellen können die verschiedensten Materialien zum Einsatz kommen.

Spricht man von Modellbau, ist damit das Zusammenbasteln von bestimmten physischen Objekten gemeint. Dabei handelt es sich zumeist um Nachbildungen von realen Vorbildern im Kleinformat.

Die beliebtesten Modellbauobjekte

Modellbau zählt zu den traditionsreichsten Hobbys und wird schon seit Generationen mit großer Freude betrieben. Nachgebaut werden die unterschiedlichsten Gegenstände.

Ein besonders wichtiger Punkt beim Modellbau ist die Maßstabstreue eines Modells. Unter Maßstab versteht man das Verhältnis der Modellgröße zur Originalgröße. Es gibt die unterschiedlichsten Maßstäbe, deren Anwendung davon abhängt, welchem Zweck das Modell dient.

Auch die verschiedenen Materialien, die beim Modellbau zur Anwendung kommen, sind häufig davon abhängig. Hobby-Modellbauer befassen sich vor allem mit der Nachbildung von Dingen des Alltags oder aus der Geschichte. Dazu gehören unter anderem:

Modellautos

Bei Modellautos handelt es sich um verkleinerte Nachbildungen von realen Autos. Die Modelle können sowohl funktionstüchtig als auch nicht funktionstüchtig sein. Modellautos müssen aber nicht immer zusammengebaut werden, sondern sind auch in fertigem Zustand erhältlich.

Bei Modellautos unterscheidet man zwischen

  • Standmodellen, die dem Original so genau wie möglich nachempfunden sind und in den unterschiedlichsten Maßstäben angeboten werden
  • Funktionsmodellen, die sich mithilfe einer Fernsteuerung betreiben lassen und
  • Wettbewerbsmodellen, die von Verbrennungs- oder Elektromotoren angetrieben werden.

Eine weitere beliebte Variante ist das Modellauto-Tuning, bei dem man die Modelle veredelt.

Modelleisenbahnen

Zu den beliebtesten Modellen überhaupt zählen Modelleisenbahnen. Die Modellbauer befassen sich dabei nicht nur mit dem Sammeln von Loks und Waggons, sondern auch mit dem Zusammenbau einer Modelleisenbahnanlage. Auf diesen Anlagen, die meist aus einer rechteckigen Holzplatte bestehen, werden unter anderem

  • Bahnhöfe
  • Gebäude und
  • Landschaften aller möglichen Zeitepochen

errichtet.

Modelleisenbahnen sind besonders beliebt im Modellbau
Modelleisenbahnen sind besonders beliebt im Modellbau

Flugzeugmodelle

Neben Auto- und Eisenbahnmodellen erfreut sich auch der Zusammenbau von Flugzeugmodellen großer Beliebtheit. Einige davon lassen sich mithilfe einer Fernsteuerung sogar fliegen.

In der Regel handelt es sich bei Flugzeugmodellen um detailgetreue Verkleinerungen von realen Flugzeugen oder reine Zweckmodelle, die es nur im Modellflug gibt. Die Größen der Modelle reichen von ein paar Zentimetern bis hin zu mehreren Metern. Zum Fliegen von Flugmodellen werden sogar nationale und internationale Sportwettbewerbe durchgeführt.

Schiffsmodelle

Eine weitere beliebte Modellbauvariante sind Schiffsmodelle. Neben Fertigmodellen bietet der Handel auch Bausatzmodelle aus vorgefertigten Teilen oder Kartonmodelle an, die man aus Kartonbögen anfertigt.

Weitere Modelle

Weitere beliebte Modellbauvarianten sind

  • Modellraumschiffe
  • Modellraketen
  • Modellpanzer
  • Modellgebäude
  • Tiermodelle und
  • Modellmotoren.

Verwendete Materialien

Ein Hobby, das sich bereits seit Generationen großer Beliebtheit erfreut, ist der Modellbau. Dieses Hobby zählt zu den ruhigen und kreativen Beschäftigungen.

Die Möglichkeiten für Modellbauer sind überaus vielfältig und hängen von den individuellen Vorlieben ab. Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Modellbau sind Fingerspitzengefühl, eine ruhige Hand und das richtige Material.

Vielfältiges Angebot

Für die meisten Modellbauer ist es sehr wichtig, dass das Modell, welches sie anfertigen, maßstabsgetreu ist. Bei anderen steht dagegen eher der Spaß im Vordergrund.

Die Materialien, die beim Modellbau zum Einsatz gelangen, sind sehr unterschiedlich und hängen zumeist von dem Zweck des Modells ab und wofür man es verwenden will. Die meisten Modellbauer greifen jedoch vorwiegend auf preiswertes Baumaterial zurück, das sich leicht verarbeiten lässt.

Holz ist ein beliebtes Material für den Modellbau
Holz ist ein beliebtes Material für den Modellbau

Um Objekte aus dem Alltag oder historische Modelle nachzubauen, benutzt man entweder Originalmaterialien oder Bauteile, die bereits industriell vorgefertigt wurden. Dabei kann es sich um

  • Plastik
  • glasverstärkten Kunststoff (GFK)
  • kohlenstoffverstärkten Kunststoff (CFK)
  • Holz
  • Balsaholz
  • Glasfasern oder
  • Pappe

handeln. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Ersatzmaterialien, wie zum Beispiel beim Kartonmodellbau.

Beratung im Geschäft oder online

Bevor man mit dem Modellbau anfängt und nach den entsprechenden Materialien sucht, ist es ratsam, sich erst einmal gut zu überlegen, welche Modelle einen am meisten interessieren. Das richtige Baumaterial findet man zumeist in Spielwarengeschäften oder größeren Kaufhäusern. Dort erhält man in der Regel neben Modellbausets auch eine kompetente Beratung.

Aber auch im Internet findet man zahlreiche Seiten und Foren, die auf Modellbau spezialisiert sind. Darüber hinaus bekommt man dort wertvolle Ratschläge für den Kauf des richtigen Materials.

Wer noch Neuling in Sachen Modellbau ist, tut gut daran, zuerst mit einem Anfängerbausatz zu beginnen. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob der Modellbau auch wirklich das richtige Hobby für einen ist. Später kann man sich in Modellbaufachgeschäften nach anspruchsvolleren Bausätzen und Materialien umsehen.

Hat man den Modellbau für sich entdeckt, wird es vermutlich nicht lange dauern, bis man sich nach entsprechenden Events umschaut...

Beliebte Modellbau-Veranstaltungen

Das ein oder andere Modell hat wohl fast jeder Mensch schon einmal gebaut. Dabei kann es sich um Flugzeuge, Hubschrauber oder Militärfahrzeuge aus Plastik oder Schiffe aus Holz handeln.

Modellbau lässt sich sowohl in der Freizeit als auch aus wissenschaftlichen Gründen betreiben. Die meisten Menschen sehen ihn jedoch als kreatives und befriedigendes Hobby an.

Wie intensiv Modellbau betrieben wird, ist individuell verschieden. Während sich die einen Bastler damit begnügen, Spaß am Tüfteln zu haben, gehen die anderen so professionell wie möglich dabei vor und achten genauestens auf die Maßstabstreue. Außerdem besuchen sie auch regelmäßig diverse Veranstaltungen zum Thema Modellbau.

Modellbau ist keineswegs nur als Hobby für Kinder anzusehen. So nehmen die Modellbauer diese Tätigkeit, die ziemlich kostspielig ist, sehr ernst. Viele von ihnen sind auch Mitglied in einem Modellbauverein.

Angebote eines Modellbauclubs

Solche Modellbauclubs bieten ihren Mitgliedern optimale Möglichkeiten, ihr anspruchsvolles Steckenpferd auszuleben. So verfügen zahlreiche Clubs über Rennstrecken oder Flugplätze für Modellautos und Modellflieger, die sich fernsteuern lassen oder stationäre Modelleisenbahnen in Clubheimen.

Die Modellbauvereine organisieren darüber hinaus viele öffentliche Veranstaltungen für Modellbauer. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Modellflugtage oder Meisterschaften, die eine Mischung aus Wettkampf und Show darstellen.

Häufig lädt man auch Mitglieder von anderen Modellbauclubs ein, um sich mit ihnen zu messen. Dabei werden Wettkämpfe in unterschiedlichen Disziplinen mit ferngesteuerten Modellen wie Flugzeugen, Helikoptern, Schiffen, Booten oder Autos ausgetragen.

Beim Plastikmodellbau vergibt man hingegen Punkte für bestimmte Kriterien. Dazu gehören zum Beispiel die detailgetreue Wiedergabe in speziellen Maßstäben oder eine möglichst sorgfältige Verarbeitung des Modells.

Beliebte Modellbau-Events

Zu den wichtigsten und beliebtesten Modellbau-Events gehört die Modellbau-Messe in Österreichs Hauptstadt Wien, die Jahr für Jahr Ende Oktober stattfindet. Diese Messe ist die größte Veranstaltung für Modelltechnik, Spielen, Hobby und Basteln in Österreich. Jedes Jahr lockt sie eingefleischte Modellbau-Fans aus verschiedenen Ländern an, die dort an insgesamt fünf Messetagen die unterschiedlichsten Modelle von mehr als 150 Modellbauvereinen und Unternehmen bewundern können.

Natürlich gibt es viele weitere Events, die sich auf das Treffen von Modellbauern spezialisiert haben. Hierzu zählen:

  • die Leipziger Modellbauausstellung
  • die Modellausstellung des Modellbauclubs Hoyerswerda e. V.
  • die Modellbautage in der Flugwerft Oberschleißheim
  • der DPMV-Konvent
  • die Modellbauausstellung des VdPM Hannover
  • die International Small Scale Convention (Heiden)
  • die Modellbau-Ausstellung des PCM Main-Kinzig e.V. (Gelnhausen)

Europas wichtigste Messen sind:

  • Wolfpack (Ungarn)
  • Scalemodel Challenge (Niederlande)
  • Internationale zivile Modellbau-Ausstellung (Belgien)
  • Esbjerg Open (Dänemark)
  • Markett Show (Ungarn)

Größte Modellbau-Messe in Wien

Auf dem Gelände der Reed Meese in Wien findet dieses Jahr auch wieder die Modellbau-Messe statt. Dort werden von der HO-Eisenbahn, über Helikopter bis hin zu RC-Autos Modelle präsentiert.

Die Modellbau-Messe in Wien ist die größte ihrer Art in Wien und gehört zu einem der wichtigsten Ereignisse in der Modellbau-Szene. Wer Eintrittskarten oder auch Reservierungen der Messekarten online tätigt, kann bis zu 2,50 Euro pro Person sparen. Bis zum zwölften Lebensjahr ist der Eintritt für Kinder kostenlos.

"Nicht von Pappe" - Kartonmodellbau-Ausstellung in Duisburg

Modellbau aus Pappe, das ist mal etwas Anderes. Aus den Bereichen Architektur, Fahrzeuge und Technik können dazu seit gestern über 200 Ausstellungsstücke im Duisburger Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in der Galerie besichtigt werden.

Diese Exponate sollen den Modellbau auch für Kinder und Jugendlichen interessant machen, denn dieser kann ohne aufwendige Werkzeuge realisiert werden.

Hamburger Flughafen jetzt auch im Miniatur-Wunderland

Miniatur-Wunderland im Hamburg zeigt nun auch den Flughafen

Grafik Stilisiertes Flugzeug oben mit Ankunftstafel aus Flughafen unten
aeroplane arrivals © Julian Addington-Barker - www.fotolia.de

In Hamburg in der Speicherstadt befindet sich das Miniatur-Wunderland, wo man auf einer Gesamtfläche von 1.300 Quadratmeter die größte Modelleisenbahn der Welt sowie auch viele Miniaturlandschaften bestaunen kann. Jetzt gibt es eine neue Attraktion zu sehen, denn der Hamburger Flughafen wurde originalgetreu im Miniformat nachgebaut.

Was bietet das Wunderland

Das Ganze hat 3,5 Millionen Euro gekostet, wobei man 150.000 Stunden an Arbeit investiert hat. Der Mini-Flughafen hat eine Größe von 125 Quadratmetern und auch die Flugzeuge fliegen mit Hilfe eines speziell entwickelten Satelliten-Systems durch die Luft und landen dann auf den Rollbahnen.

Bei der Einweihung des neuen "Flughafens" war neben Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda, der ja das Luftfahrtunternehmen "Lauda Air" besitzt, dabei und die beiden nahmen den Flughafen in Betrieb.

In das Miniatur-Wunderland kommen jährlich mehr als eine Million Besucher. Die Eintrittspreise liegen für Erwachsene bei 12 Euro, für Kinder unter 16 Jahren bei 6 Euro. Gruppenermäßigung gibt es auch. Informationen zu den Öffnungszeiten gibt es im Internet unter www.miniatur-wunderland.de.

Modellbauclub baut Dresden im Mini-Format nach

Die Dresdener können ihre Stadt ab sofort auch im Miniatur-Format bestaunen, denn der Modellstraßenbahnclub der DVB AG in Dresden hat die Landeshauptstadt Sachsens im Format 1:87 originalgetreu nachgebaut. Ganze fünf Jahre lang arbeiteten die Mitglieder des Clubs an den insgesamt 14 Stadtteilen der Anlage.

Natürlich durften auch die beim Club so beliebten, elektrischen Straßenbahnen nicht fehlen. Insgesamt 65 Bahnen und vier Busse fahren dauerhaft durch die Modellstadt. Wie ihre großen Vorbilder erhalten auch die Modellstraßenbahnen Strom von einer Oberleitung. Allerdings führen diese mit nur 10 Volt deutlich weniger Strom als die 750 Volt starken Originale.

Wer sich Mini-Dresden anschauen möchte, hat am 22. und 23. Juni die nächste Gelegenheit dazu, denn der Modellbauclub eröffnet seine Pforten zur Ausstellung nur alle drei Monate.

Neuheiten im Modellbau - Die 36. Intermodellbau-Messe in Dortmund hat begonnen

Zum 36. Mal findet in den Westfalenhallen in Dortmund die Intermodellbau statt. Seit dem vergangenen Mittwoch können die Besucher auf dem riesigen Messegelände die Neuheiten rund um den Modellsport und Modellbau begutachten und testen. Auch einige Schulklassen waren angereist, um sich die Miniaturfahrzeuge gleich am ersten Tag anzusehen.

Europas größte Messe für Modellbau geht noch bis einschließlich Sonntag.

Modelleisenbahnen zählen zu den beliebtesten Objekten im Modellbau - nachfolgend gehen wir detaillierter auf diesen Bereich ein...

Modelleisenbahnen: die Favoriten im Modellbau

Das Hobby Modelleisenbahn beschränkt sich nicht nur auf das Sammeln von Eisenbahnzügen. So werden auch detailgetreue Modellbahnanlagen konstruiert.

Die Landschaften bei Modelleisenbahnen werden detailgetreu nachgebaut
Die Landschaften bei Modelleisenbahnen werden detailgetreu nachgebaut

Die Geschichte der Modelleisenbahn

Modelleisenbahnen zählen zu den traditionellsten Hobbys und begeistern seit Generationen Jung und Alt. Doch wann entstanden die ersten Modelleisenbahnen?

1784 in England: Das erste Dampfwagenmodell

Die Geschichte der Modelleisenbahn reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Als Entstehungszeitpunkt wird das Jahr 1784 angesehen.

Zu dieser Zeit baute der englische Ingenieur William Murdock (1754-1839) das Versuchsmodell eines gleislosen Dampfwagens. Im Unterschied zu Spielzeugeisenbahnen wurde dabei zum ersten Mal eine realistische technische Verbauung erreicht.

England gilt auch als Mutterland der Eisenbahn. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass dort im 19. Jahrhundert auch zahlreiche Modelle von Eisenbahnen angefertigt wurden. Diese dienten in erster Linie als Werbemodelle für die großen Züge.

Das erste Modell eines Dampfwagens wurde 1784 in England gebaut
Das erste Modell eines Dampfwagens wurde 1784 in England gebaut
1835: Einzug der Eisenbahn in Deutschland

Ab 1835 hielt die Eisenbahn auch allmählich Einzug in Deutschland. Zur gleichen Zeit brachte man einen bunten Ausschneidebogen des Adlerzugs heraus, zu dem auch Zinnfiguren gehörten. Ab 1840 folgten dann die ersten Nachbildungen von Eisenbahnen aus Blech.

Als erstes Kind, das eine Modelleisenbahn sein Eigen nennen durfte, gilt der französische Kaisersohn Prinz Eugene Louis Bonaparte (1856-1879).

Dessen Eisenbahn errichtete man im Park von St. Cloud. Im Jahr 1882 entstand schließlich die erste elektrische Eisenbahn. Ein Jahr später folgte dann das Zweischienen-Zweileiter-System. Davor war es üblich, mit Modelleisenbahnen ohne Schienen zu spielen, weswegen man diese Modelle Bodenläufer nannte.

Weitere Entwicklung

Aus dem Jahr 1886 stammt die erste nachgewiesene Modell-Lok, die über einen Uhrwerkantrieb verfügte. Im gleichen Jahr brachte der Nürnberger Spielwarenhersteller Bing eine erste komplette Zuggarnitur einschließlich Schienen heraus.

1891 präsentierte die Firma Märklin, die später zum führenden Hersteller von Modelleisenbahnen aufstieg, ihre ersten Modelle. Darüber hinaus ordnete Märklin die Spurweiten ihrer Programme. Noch heute besitzen die Bezeichnungen 0, 1, 2 und 3 Gültigkeit.

Ab 1895 bot Märklin schließlich auch Zubehörteile an. Die erste richtige deutsche Modell-Lok wurde allerdings um die Jahrhundertwende von der Firma Schönner auf den Markt gebracht. Im Zuge der zunehmenden Modelleisenbahnbegeisterung erschienen auch immer Zeitschriften, die sich mit dem Thema befassten, sodass sich schließlich eine regelrechte Modelleisenbahnszene entwickelte.

1922 wurde von der Firma Bing die Spurweite 00 eingeführt, die nur halb so groß war wie die 0-Spurweite, und nach dem zweiten Weltkrieg die Bezeichnung H0 erhielt. 1952 brachte der Nürnberger Hersteller Fleischmann seine H0-Bahn auf den Markt. Fleischmann zählt seither zu den führenden deutschen Firmen für Modelleisenbahnen.

Die drei klassischsten Anlagenformen

Liebhaber von Modelleisenbahnen sammeln maßstabsgetreue Nachbildungen von Eisenbahnzügen. Zu einer Modelleisenbahnanlage gehören aber auch Bahnhöfe, Bahnübergänge, Gebäude und Landschaften. Man unterscheidet zwischen drei typischen Anlagenformen, die sich auch miteinander verbinden lassen.

Plattenanlagen

Die gängigste und beliebteste Anlagenform ist die rechteckige Platte, die zumeist aus Holz besteht. An ihren Rändern führt mindestens ein Schienengleis entlang. Die Länge der Züge sowie die erforderliche Plattenbreite werden durch die Kurvenradien definiert.

Die meisten Plattenanlagen haben eine Länge von ungefähr 200x80 Zentimetern. Diese Anlagen werden mitunter auch als Türblattanlagen bezeichnet. Um ein spieltaugliches Muster zu erhalten, legt man im Inneren der Anlage den Bahnhof mit seinem Gebäude und seinen Gleisen an.

Häufig sind auch Lokschuppen, Drehscheiben, Häuser und Straßen vorhanden. Sehr beliebt sind zudem Landschaften mit Bäumen und Tunneln, durch die die Züge hindurchbrausen.

Modulare Anlagen

Die zweite Anlagenform wird modulare Anlage genannt. Sie gilt auch als Königsdisziplin der Modelleisenbahn.

Ein typisches Merkmal der modularen Anlage ist der Bau von kleinen Gruppen, die thematisch gut zusammenpassen. Da diese Einheiten über genormte Endstücke verfügen, lassen sie sich einfach miteinander verbinden.

Der Platz stellt bei modularen Anlagen nur ein geringfügiges Problem dar, weil man diese ohne Probleme aufbauen und später wieder abbauen kann. Bei dieser Art von Anlage werden ganze Bahnhöfe oftmals nur leicht verkürzt errichtet, sodass mitunter Nutzlängen von zehn Metern entstehen können.

Modulare Anlagen haben den Vorteil, dass nicht sämtliche Themen nur auf einer einzigen Platte umgesetzt werden müssen, wie bei den Türblattanlagen. So lässt sich jedes Thema detailgetreu auf einem bestimmten Modul extra anlegen.

Anlagen entlang der Zimmerwand

Bei der dritten Form handelt es sich um Anlagen, die dem Verlauf der Zimmerwand folgen. Sie haben meist eine E-, L-, T- oder U-Form. Auf diese Weise lassen sich selbst in beengten Zimmern Landschaften ohne Gebäude sowie umfangreiche Kurvenradien unterbringen.

Außerdem hat der Modelleisenbahner die Möglichkeit, seinen Bahnhof detailgetreu mit Güterschuppen und Stellwerken auszustatten. Sogar der Aufbau eines zweiten Bahnhofes ist mit dieser Anlagenform im Bereich des Möglichen.

So kann man mit zwei Bahnhöfen einen regelrechten Pendel- oder Warenverkehr einrichten. Größere Anlagen unterteilt man meist in Segmente, die sich voneinander trennen lassen.

Der Bahnhof als Prunkstück der Modellanlage
Der Bahnhof als Prunkstück der Modellanlage

Antriebssysteme von Modelleisenbahnen

Unter einer Modelleisenbahn versteht man die detailgetreue Nachbildung einer richtigen Eisenbahn, allerdings in deutlich kleinerem Format. Gesteuert werden die Modellzüge manuell, mithilfe eines Bedienpults oder vollautomatisch.

Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Antriebssystemen, die sich im Laufe der Jahre deutlich veränderten. Oftmals hängen die Steuermöglichkeiten der Modelleisenbahn und der Antrieb technisch voneinander ab.

Elektrischer Antrieb

Das Antriebssystem, das in der heutigen Zeit am häufigsten Verwendung findet, ist der elektrische Antrieb. Als die ersten Modelleisenbahnen entstanden, war es noch nicht möglich, Akkus oder Batterien in die Loks einzubauen.

Daher entwickelte man ein elektrisches Antriebsverfahren, bei dem die Zufuhr von Strom durch die Schienen, auf denen sich die Modelleisenbahn bewegte, erfolgte. Darüber hinaus ermöglichte das System auch die Steuerung der kleinen Züge.

In der Anfangszeit betrieb man die Modell-Loks mithilfe von Wechselstrom und griff auf Allstrommotoren zurück. Nach dem 2. Weltkrieg konnte sich auch Gleichstrom durchsetzen.

In Deutschland benutzt man bei der gängigen H0 Baugröße auch heute noch beide Stromarten. Für die Zufuhr des Stroms braucht man prinzipiell zwei getrennte Leiter.

Als die ersten Modelleisenbahnen serienmäßig auf den Markt gebracht wurden, waren die Fahrschienen der Gleise elektrisch miteinander verbunden. Aus diesem Grund fügte man einen dritten Leiter in der Mitte hinzu. In der H0-Spur hat sich dieses Mittelleiter-Wechselstrom-System bis in die Gegenwart gehalten.

Akkumulator-Antrieb

Manche Modelleisenbahner bauen ihre Züge auch selbst, wobei sie oft auf technische Lösungen zurückgreifen, die eher ungewöhnlich sind. So werden die Modell-Lokomotiven oftmals mit einem Akkumulator angetrieben, wenn ihr Maßstab groß genug ist. Das Steuern der Eisenbahn erfolgt dann per Funkfernsteuerung.

Dampf-Antrieb

In der Zeit, als die echten Eisenbahnen noch mit Dampf betrieben wurden, baute man auch entsprechende Dampf-Modelle. Dabei wandelte man durch Befeuerung mit Spiritus, Gas, Kohle oder Esbit Wasser zu Dampf um. Auch heute gibt es noch Echtdampfmodelle, die jedoch eher als Ausstellungsstücke geeignet sind.

Uhrwerk-Antrieb

Zu den ältesten Antriebssystemen der Modelleisenbahn gehört der Uhrwerk-Antrieb. Dieser erfolgte mit einer gespannten Feder.

Die Steuerung dieser Modelle war jedoch nicht ganz einfach. Modelleisenbahnen mit Uhrwerk-Antrieb fanden noch bis in die 70er Jahre in Deutschland Verwendung.

Wenn es um Modelleisenbahnen geht, sollte man zwischen Objekten zum Sammeln sowie solchen zum Spielen unterscheiden...

Das Sammeln von Modelleisenbahnen und Zubehör

Modelleisenbahnen sind nicht zu verwechseln mit Spielzeugeisenbahnen, wenngleich es mitunter zu fließenden Übergängen kommen kann. Während Spielzeugzüge in erster Linie dem Spielen dienen und meist für Kinder konzipiert sind, handelt es sich bei Modelleisenbahnen um detailgetreue und maßstabgerechte Modelle von echten Eisenbahnen im Kleinformat.

Modelleisenbahnen gibt es in den verschiedensten Größen und Maßstäben. So kann eine Modellbahnanlage Tischformat haben oder sich auch über mehrere Räume erstrecken.

Die Lokomotiven sind in der Lage, mithilfe von unterschiedlichen Antriebssystemen selbstständig zu fahren. Steuern lassen sie sich entweder halbautomatisch oder vollautomatisch.

Wer sammelt was?

Für viele Menschen ist das Sammeln von Modelleisenbahnen ihr liebstes Hobby. Allerdings stellen die Modelleisenbahner keine geschlossene Gruppe dar, sondern legen unterschiedliche Schwerpunkte für sich fest.

Während es einigen Hobby-Lokführern genügt, sich in erster Linie dem Betrieb ihrer Modellbahn zu widmen, sind andere mit dem Sammeln von Eisenbahnzügen beschäftigt. Gesammelt werden vor allem Lokomotiven und Waggons, die zu einer bestimmten Zeitepoche gehören. Andere Sammler interessieren sich mehr für Züge von bestimmten Herstellern oder bauen die Eisenbahnen um.

In der heutigen Zeit haben der Umbau oder Eigenbau von Zügen und Waggons jedoch nicht mehr den Stellenwert, den sie früher genossen, was auch daran liegt, dass das Angebot an industriell angefertigten Modelleisenbahnen überaus umfangreich ist.

Der Heimanlagebau

Nach wie vor großer Beliebtheit erfreut sich dagegen der Heimanlagenbau. Zu einer Modelleisenbahnanlage gehören aber nicht nur Lokomotiven und Waggons, sondern auch

  • Zubehör
  • Bahnhöfe
  • Gebäude
  • Fahrzeuge wie Modellautos, Tunnel sowie
  • Landschaften mit Wiesen, Bäumen, Menschen und Tieren.

So beschränkt sich das Sammeln nicht nur auf die Züge. Da das Thema Eisenbahn sehr mannigfaltig ist, begrenzen viele Modelleisenbahner ihre Sammlungen auf ein bestimmtes Thema. Dabei kann es sich um

  • eine spezielle Epoche
  • eine bestimmte Landschaft
  • einen Bahnhof
  • eine Strecke oder Betriebsstelle oder
  • eine Eisenbahngesellschaft

handeln. Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Keinerlei Beschränkungen gibt es bei der typischen Modellbahn zum Spielen, die sämtliche Züge von etwa 1950 bis in die Gegenwart umfasst. Beim Bau der Modelleisenbahnanlagen bemühen sich die Sammler, diese so originalgetreu wie möglich zu gestalten.

Der Heimanlagenbau ist sehr kreativ und beliebt
Der Heimanlagenbau ist sehr kreativ und beliebt

Spielzeugeisenbahnen für Kinder

Spielzeugeisenbahnen unterscheiden sich von Modelleisenbahnen darin, dass bei ihnen der Spielwert wichtiger ist als die Maßstabtreue. Der Übergang zwischen Spielzeugeisenbahnen und Modelleisenbahnen kann allerdings fließend sein.

Typisch für Spielzeugeisenbahnen ist, dass es sich bei ihnen in der Regel um simple Nachahmungen von richtigen Eisenbahnen handelt. Daher sind sie nicht immer detailgetreu. Darüber hinaus dienen sie vor allem als Spielzeug für Kinder.

Da in früheren Zeiten Modelleisenbahnen eher zum Spielen oder Lernen dienten, können auch die früheren Modelle aus Blech zu den Spielzeugeisenbahnen gezählt werden. Doch schon damals ahmte man die technischen Möglichkeiten so gut wie es ging nach. Die exakten Maßstäbe standen dabei eher im Hintergrund.

Auch in der heutigen Zeit kann man Modelleisenbahnen als Spielzeugeisenbahnen einstufen, wenn sie sich nicht genau an die Maßstäbe halten. Da die Spielzeuge für Kinder gedacht sind, steht bei ihnen vor allem kindgerechte Robustheit im Vordergrund. Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Arten von Spielzeugeisenbahnen.

Holzeisenbahnen

Holzeisenbahnen sind Spielzeugeisenbahnen, die sowohl mit als auch ohne Schienen und Zubehör angeboten werden. Die Schienen bestehen häufig aus Buchenholz und lassen sich unkompliziert zu einer Spielanlage zusammenbauen. Auch Loks und Waggons sind in der Regel aus Holz und haben häufig eine kindgerechte Form.

Waren die Holzeisenbahnen früher als Schiebespielzeug konzipiert, gibt es heutzutage auch Modelle, die mit Fernsteuerung und Batterien funktionieren. Da die Holzeisenbahnen unkompliziert und robust sind, gehören sie auch heute noch zu den beliebtesten Spielzeugen.

Legoeisenbahnen

Unter Legoeisenbahnen versteht man Spielzeugeisenbahnen aus Legosteinen. Das heißt, dass die Züge und Waggons aus den Bausteinen zusammengesetzt werden können. Auf diese Weise lassen sich die Modelle selbst fantasievoll gestalten.

Darüber hinaus verfügen die Legoeisenbahnen über zusätzliche Möglichkeiten zum Spielen. So kann man beispielsweise Luken und Türen öffnen. Manche Modelle werden auch mit Batterien und Fernsteuerung betrieben.

Blecheisenbahnen

Blecheisenbahnen werden auch Tinplate genannt und zählen zum Blechspielzeug. Diese Modelle waren vor allem in den Jahren 1879-1932 sehr gefragt.

Als so genannte Kaufhauseisenbahnen wurden Züge aus Blech auch in den 50er und 60er Jahren angeboten. Später griff man auf die Kunststoffbauweise zurück. Weitere Spielzeugeisenbahnen sind Plastikmodelle von Playmobil, die ähnliche Möglichkeiten wie die Legoeisenbahnen bieten, oder Plarail.

Russland: Nachgemachte Mini-Panzer wiegen 300 Kilogramm

Aus Russland kommen nachgebildete Mini-Panzer im Maßstab 1:4, die zudem ferngesteuert sind. Der Erbauer heißt Aleks Schlachter, der mit 20 Mitarbeitern rund 30 Stück im Jahr herstellt.

Schlachter produziert speziell russische und deutsche Panzer-Modelle, deren große Vorbilder aus dem zweiten Weltkrieg stammen. Sowohl der T-34, der "Panther" sowie der "Königstiger" umfassen unter anderem das Angebot. Einer dieser Minipanzer wiegt ganze 300 Kilogramm.

Schlachters Kunden kommen vorwiegend aus Deutschland, Indien und Amerika. Selbst ein Scheich zählt zu den Käufern der Panzer.

Hannover: Mann baute Formel-1-Wagen aus Streichhölzern

Michael Arndt aus Hannover hat ein seltsames, zeitintensives Hobby. Er hat den McLaren-Mercedes von Rennfahrer Mika Häkkinen im Originalmaßstab nachgebaut.

Aber das ist nicht alles, das besondere kommt noch. Der Wagen besteht vollständig aus Zündhölzern, 956.000 Stück an der Zahl. Verklebt mit 1.686 Tuben Kleber hat Arndt im Laufe von 6,5 Jahren einen originalgroßen Mc-Laren-Mercedes von 1999 nachgebaut, detailgetreu natürlich! Er verfügt über Schaltwippen und ein abnehmbares Lenkrad, ein ausgewachsener Mann findet darin Platz.

Die Kosten für den Bastelspaß belaufen sich insgesamt auf ca. 6.000 Euro.

Das Kind im Manne - Deutschlands Lego-Experte

Der aus Niemegk stammende René Hoffmeister ist Modellbauer, aber seine Leidenschaft gilt nicht Flugzeugen oder Segelschiffen. Sein Herz schlägt für Lego-Steine.

Der heute 33-Jährige entschied sich vor zehn Jahren gegen die Fortsetzung seines Informatikstudiums, um sich mit voller Hingabe den Bausteinen widmen zu können. Für ihn hat es sich ausgezahlt, denn heute ist er einer von weltweit insgesamt nur neun zertifizierten Lego-Modellbauern, im Fachjargon "Lego Certified Professional Builder" genannt.

Hoffmeister gründete bereits 1999 das heute größte deutschsprachige Internetforum für Lego-Begeisterte, www.1000steine.de und tat auch ansonsten alles um seine Begeisterung mit anderen zu teilen. Die Bahn-AG beauftragte ihn zum Beispiel schon damit, ein riesiges Signal aus Legosteinen zu bauen und im Herbst letzten Jahres stellte er mit dem Bau einer 14m langen freitragenden Brücke aus Spielsteinen sogar einen Weltrekord auf.

Nur für Reiche: Ein Modellauto für 3,5 Millionen Euro

Modellbauer aus Bayern lässt sich seine Werke teuer bezahlen

Junger, sportlicher Typ mit Sonnenbrille von oben mit rotem Modellauto
presenting a car © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

3,5 Millionen Euro für ein Auto ist nicht gerade wenig. Der Kreis potenzieller Käufer dürfte recht überschaubar sein, vor allem da es sich um den Preis für ein Modellauto handelt.

Robert Gülpen aus dem bayerischen Palling produziert Nachbauten der Marken Mercedes, Lamborghini, Rolls-Royce oder Bentley. Die Modelle des Maschinenbau-Ingenieurs bestehen aus bis zu 300 Einzelteilen. Er brauche bis zu 500 Arbeitsstunden für ein Miniatur-Auto im Maßstab 1:16 oder 1:18, so Gülpen. 40 unterschiedliche Modelle hat er bereits in Handarbeit angefertigt. Sie haben eine Auflage von höchstens 1.000 Exemplaren.

Schmuckstücke mit mehr als nur Sammlerwert

Der Ingenieur möchte für seine kleinen Kunstwerke aus Silber, Gold, Platin und Edelsteinen mindestens 1.000 Euro. Billiger ist keines seiner Modelle zu haben. Für ein ganz besonderes Exemplar erhofft sich Gülpen nun die Summe von 3,5 Millionen Euro.

Allein der Materialwert betrage rund zwei Millionen Euro, so der Bayer. Er hoffe, bei einer Auktion in New York oder Dubai einen Interessenten zu finden, der bereit sei, diese Summe zu bezahlen. 500.000 Euro sollen einer wohltätigen Organisation zugutekommen.

Künstler baut einen Mustang Coupe original aus Papier nach

Der Modellbau ist ein beliebtes, weit verbreitetes Hobby, doch so besonders wie in diesem Fall wohl eher selten anzutreffen: der 31-jährige Künstler und Grafiker Jonathan Brand aus New York hat ein Auto - einen 1969 Mustang Coupe - aus Papier original nachgebaut. Das Kunstwerk kann man in einer Ausstellung in der Hosfelt Gallery in New York bewundern.

Brand hat den Wagen am Computer entworfen, um dann jedes einzelne Teil auszudrucken und zu falten - Muttern und Schrauben inklusive. Mit dem Aufbau des Munstangs kennt sich der 31-Jährige gut aus; fünf Jahre lang hat er so ein Modell restauriert und anschließend verkauft, um einen mit Diamanten besetzten Verlobungsring zu kaufen.

Lamborghini-Modellauto für 3,5 Millionen Euro

Weihnachten steht vor der Tür. Ehefrauen, die noch nicht wissen, was sie ihrem Mann dieses Jahr schenken sollen, können sich an den ehemaligen Mercedes-Benz-Ingenieur Robert Gülpen aus Chieming wenden.

Er hat ein Lamborghini-Modell gebaut, das auf etwa 3,5 Millionen Euro geschätzt wird. Es ist zwar nur ein Achtel so groß wie der echte Aventador LP700-4 und es kann auch nicht fahren, dafür ist es aber aus Carbon hergestellt, die Bauteile sind mit dünnen Goldfäden umwickelt, die Felgen sind aus Massivgold und Platin und auf den kleinen Autositzen sind Diamenten eingearbeitet.

Wem das zu teuer ist, kann seinem Mann auch einfach den Originalwagen kaufen, der ist günstiger.

Aus Teilen alter Armbanduhren zu besonderen Motorrad-Modellen

Eigentlich hatte der 41-jährige Künstler Dan Tanenbaum aus Kanada mit Motorrädern nie viel am Hut. Doch mittlerweile kennt er sich zumindest mit den Details in Sachen Optik aus. Tanenbaum verband seine Vorliebe für Armbanduhren mit Motorrädern und fing an, Modelle aus Uhrenteilen, die ansonsten im Schrott gelandet wären, zu bauen.

So nutzt er Zeiger, Blenden und Armbänder von etwa 40 verschiedenen Uhren um eine einzigartige Maschine in einer Größe von 15 bis 20 Zentimeter zu erschaffen. Der 41-Jährige sitzt 40 bis 50 Stunden an einem Modell und verkauft seine Arbeiten für umgerechnet 800 bis 900 Euro. Die meisten seiner Anfragen bekommt er nach eigenen Angaben aus Europa.

10,5 Millionen Euro - Robert Gülpen baut das teuerste Modell-Auto der Welt

Robert Gülpen war in seinem früheren Beruf Ingenieur bei Daimler-Benz. Dort entwickelte er Motoren. Seit den 1990er Jahren geht er jedoch einem weit einträglicheren Beruf nach. Er entwickelt sehr edle und sehr teure Automodelle für zahlungskräftige Kunden. In Salzburg stellte er vor kurzem sein neues Projekt vor, das alles bisher dagewesene in den Schatten stellen soll.

Er möchte einen Lamborghini Aventador LP-400-4 nachbauen. Das Modell soll aus einem 500-Kilo-Goldblock gefräst werden. Auf jedem der beiden Sitze sollen 700 Edelsteine eingearbeitet sein. Auch die Lichter werden aus Diamanten nachgebaut. An einigen Stellen wird das Modellauto Platin enthalten.

Ein Auktionshaus schätzt den Wert dieses Modell-Autos bereits jetzt auf 10,5 Millionen Euro. Gülpen geht davon aus, dass sich der Wert im Lauf der Jahre stark steigern wird. Ob er schon einen Kunden hat, verriet er nicht. Jetzt muss er das teure Spielzeug erstmal bauen.

Chinese baut seinem Enkel einen Miniatur-Lamborghini

In sechs Monaten hat der Landwirt Guo aus Zhengzhou in der Provinz Henan seinem Enkel in Heimarbeit einen fahrtüchtigen Nachbau eines Lamborghini gebaut.

Das zwei Meter lange und ein Meter breite Gefährt bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 40 Stundenkilometern, verfügt außerdem über eine Hupe sowie einen Rückspiegel. Zudem ist der Mini-Lambo dank seinem Elektroantrieb sehr umweltfreundlich und verfügt mit einer Batterieladung über eine Reichweite von immerhin 60 Kilometern.

Großvater fährt Enkel zur Schule

Gegenüber der britischen Tageszeitung "Mirror" betonte Guo, dass er seinen Enkel mit dem Wagen zur Schule fahren kann und sein Eigenbau besser als ein elektrisches Fahrrad findet. Die Kosten des Miniatur-Sportlers sollen sich auf umgerechnet knapp 600 Euro belaufen haben.

Grundinformationen und Hinweise zum Modellbau

  • Modellbau - Beliebte Objekte, Materialien und verschiedene Veranstaltungen

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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