Beliebte Katzenrassen - Herkunft, Wesen und Haltung

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen

Vom Abessinier bis zum Non Pointed Himalayan - wir stellen beliebte Katzenrassen im Überblick vor

Innerhalb der Überfamilie der "Katzenartigen" sind Katzen eine Familie aus der Ordnung der Raubtiere und somit fast ausschließlich Fleischfresser. Katzen sind auf nahezu allen Kontinenten verbreitet und werden in Groß- und Kleinkatzen unterteilt.

Die Hauskatze stammt von den Wildkatzen ab und wurde durch Zähmung zu einem Begleiter des Menschen.

Verbreitung

Mit Ausnahme der Antarktis sind Katzen auf allen Kontinenten verbreitet. Nach Ozeanien und Australien sind sie allerdings auch nur durch Siedler eingeführt worden.

Kurzhaarkatzen breiteten sich von Ägypten über die ganze Welt aus, wohingegen Langhaarkatzen erst ab dem 16. Jahrhundert aus den Gebieten der Türkei, Afghanistan und des Iran folgten.

Wildkatzen lassen sich in drei Typen unterteilen - die asiatische Wüstenkatze, die europäische und die afrikanische Wildkatze. Aus der afrikanischen Wildkatze soll sich schließlich die Hauskatze entwickelt haben.

Wesen

Katzen sind widersprüchliche Wesen. Obwohl sie als Einzelgänger bekannt sind, lieben sie es, andere Lebewesen in der Nähe zu wissen und engen Kontakt zu halten. Trotz dem Zusammenleben mit Menschen, behalten Katzen ihren eigenwilligen Charakter bei und handeln nach eigenem Wunsch. Lernt eine Katze etwas, dann nur weil sie es will und nicht, weil es jemandem gefällt.

Katzen lieben die Gewohnheit und hassen Veränderungen. Da sie ein genaues Gefühl für Zeit haben, lieben sie es, wenn die Tage immer gleich verlaufen. Ändern sich Gegebenheiten, ist eine Katze als erstes vor Ort, um die neue Lage zu prüfen.

Katzen geben die Liebe, die sie erhalten, auch zurück, übertreiben damit aber nicht. Ein Hund würde auf ein Feuer aufmerksam machen - eine Katze hingegen ist die erste, die flieht.

Trotz ihres eigensinnigen Wesens reagieren sie auf die Stimmungen der Familie, welche sie aufgenommen hat.

Haltung

Nach Möglichkeit sollte Katzen ein Freigang ermöglicht werden, da es für sie eine Bereicherung des Lebensalltags darstellt. Katzen mit regelmäßigem Freigang sollten jederzeit in die Wohnung zurückkehren können, was sich durch ein Katzentürchen einfach realisieren lässt.

Allerdings ist der Straßenverkehr ein ernstzunehmendes Risiko. Sollte eine Katze aufgrund von verschiedenen Risiken ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, muss dafür Sorge getragen werden, dass sie sich auf katzentypische Weise beschäftigen kann und nach Möglichkeit nicht einzeln gehalten wird.

Der Halter hat die Pflicht, sich mehrere Stunden am Tag mit seiner Katze zu beschäftigen, da sie sich schnell langweilen. Unter Berücksichtigung der natürlichen Lebensweise ist eine Zweizimmerwohnung die untere Grenze für die ausschließliche Wohnungshaltung von Katzen, damit sie sich zurückziehen können.

Da Verborgenheit für Katzen sehr wichtig ist, müssen in einer Wohnung mehrere Schlupfwinkel zur Verfügung stehen. Außerdem lieben sie erhöhte Liege- und Sitzplätze, Trockenheit und Wärme.

Um Abstürze zu vermeiden, müssen offene Fenster und Balkone durch ein Gitter gesichert werden. Spätestens mit Eintritt der Geschlechtsreife sollten alle Kater und Katzen kastriert werden, da Katzen bis zu viermal im Jahr mehrere Junge bekommen können, welche sich wiederum nach wenigen Monaten fortpflanzen können.

Im Folgenden stellen wir Ihnen beliebte Katzenrassen im Überblick vor...

Abessinier

Die Abessinierkatze wird häufig mit einer Wildkatze oder einem Puma verglichen, da sie ihnen sehr ähnlich sieht. Sie ist eine mittelgroße, muskulöse und schlanke Katze, die je nach Geschlecht zwischen zwei und fünf Kilogramm wiegt. Durch ihre langen Beine zählt sie zu den hochbeinigen Katzenrassen.

Das Fell weist wenig Unterwolle auf und liegt dicht an. Auf dem Rücken verläuft der Aalstrich, welcher durchgehend und dunkel in der ebenfalls dunklen Schwanzspitze endet. Im Idealfall sind sie sonst vollkommen frei von allen bekannten Zeichnungsmustern des Fells.

Das besondere Rassemerkmal ist die Bänderung der einzelnen Haare, welche in der Regel zweifach gebändert sind, wobei die Farbtöne von der jeweiligen Abessinierkatze abhängen. Sie ist eine lebhafte und intelligente Katze, deren markanteste Charaktereigenschaft ihre Neugier ist.

Sie ist sehr menschenbezogen und folgt ihrer Bezugsperson oft auf Schritt und Tritt, während sie alle Aktivitäten beobachtet und untersucht. Weitere positive Eigenschaften sind hohe Stresstoleranz sowie Ausgeglichenheit und Unabhängigkeit. Es empfiehlt sich keine Einzelhaltung, da sie einen großen Bewegungsdrang hat, den sie gerne mit anderen Katzen oder auch Haushunden auslebt.

American Shorthair

Die American Shorthair ist eine sehr athletische, mittelgroße bis große Katze mit einem schlanken und kraftvollen Körper. Ausgewachsen erreicht sie eine Schulterhöhe von 30 bis 35 cm und ein Gewicht von durchschnittlich drei bis fünf Kilogramm.

Der Kopf ist breit mit einem geschwungenen Profil und einer massiven Schnauze. Die runden Augen stehen, im Gegensatz zu den Ohren, weit auseinander.

Das Fell ist dicht, kurz und glänzend - allerdings sind nicht bei allen Organisationen alle Farben erlaubt. Die Vertreter dieser Rassen weisen unterschiedliche Charaktereigenschaften auf.

Alle sind jedoch sehr verspielt und lieben den Freigang. Zumeist sind sie zudem ausgeglichene und mäßig aktive Tiere, die den regelmäßigen Freigang trotzdem schätzen. Die Katzen sind sehr kinderlieb und verschmust.

Arabische Mau

Die Arabische Mau gehört zu den Wildrassen und wurde erst 2009 offiziell als Rasse anerkannt. Nachdem sie in jüngster Zeit wiederentdeckt wurde, wurde sie als Familientier herangezüchtet. Durch ihren großen Oberkörper erscheint die mittelgroße Katze nicht allzu schlank, durch ihre langen Beine erscheint sie dennoch elegant.

Sie kann ein Gewicht von vier bis acht Kilogramm erreichen.

Die Ohren der Arabischen Mau sind auffällig groß und der Kopf etwas länger als breit.

Das Fell dieser seltenen Katze ist weich, kräftig und kurz, aber ohne Unterwolle, wodurch das Fell eng am Körper anliegt. Das Fell sollte sich fest anfühlen und ist in verschiedenen Färbungen möglich.

Trotz ihrer Abstammung von einer Wildkatze ist die Arabische Mau sehr ruhig und gelassen und besitzt ein ausgesprochen gleichmütiges Wesen im Umgang mit Menschen.

Australien Mist

Die Australian Mist ist eine, in Australien erzüchtete, Kurzhaarkatzenrasse und in Deutschland auch unter der Bezeichnung Australische Schleierkatze bekannt.

Diese kurzhaarige Katze mit gepunktetem Fell ist mittelgroß und erreicht ein Gewicht von drei bis sechs Kilogramm. Ihr Körperbau ist kräftig und muskulös und sie hat sehr ausdrucksvolle und große Augen.

Die Fellfarbe unterteilt sich in drei Ebenen. Die Zeichnung ist zart, aber immer dunkler als die Grundfarbe. Die gleichmäßige Bänderung lässt die Zeichnung leicht erscheinen. Die Australian Mist ist in sieben verschiedenen Fellfärbungen anzutreffen.

Sie ist als geselliges und sanftes Familientier bekannt und eignet sich gut als Wohnungskatze. Die Australian Mist mag den Freigang nicht, ist aber trotzdem sehr verspielt, warum ihr auch genügend Spiel- und Klettermöglichkeiten im Haus geboten werden müssen. Ihre Gesundheit ist sehr robust und die Fellpflege übernimmt sie fast ausschließlich selbst, wodurch sie als sehr pflegeleichte Katze angesehen wird.

Halsbänder für Katzen - mehr Schaden als Nutzen

Tierarzt überprüft den Mikrochip einer Katze
Veterinarian checking microchip of cat © Igor Mojzes - www.fotolia.de

Katzenhalsbänder - für den Tierschutzverein Lübeck ein unvorstellbares Risiko für die betroffenen Tiere. Aus aktuellem Anlass warnt der Verein Katzenbesitzer ausdrücklich davor, ihren vierbeinigen Lieblingen ein Halsband umzulegen, denn damit gehen für die Tiere unvorstellbare Gefahren einher

So können Katzen mit dem Halsband beispielsweise unglücklich hängen bleiben und sich im schlimmsten Fall selbst erdrosseln. Darüber hinaus könnte die Katze beim Putzen mit einem Vorderlauf durch das umgelegte Halsband geraten und sich infolgedessen schlimmste Verletzungen der Achselhöhle zuziehen, indem sich das Halsband bis auf die Knochen tief in das Fleisch des Tieres "gräbt".

Auch der Befall mit lästigen Parasiten wie Flöhe oder Zecken sollte heutzutage nicht länger Grund für ein Halsband sein, denn zu deren Behandlung gibt es mittlerweile weitaus effektivere Medikamente als seine Katze mit einem Parasitenhalsband zu bestrafen.

Reflektoren können Katzen bei Nachtgängen schützen

Was sich für Auto- und Radfahrer in Form von Westen bewährt hat, kann für Haustiere nicht schlecht sein: Die Tierschutzstiftung "Vier Pfoten" rät Besitzern von Hunden und Katzen dringend dazu, die Vierbeiner in der dunklen Jahreszeit mit leuchtendem Brustgeschirr und Halsbändern mit Leuchtreflektoren zu versehen. Denn wenn es draußen früh dunkel wird und regnet, schneit oder neblig ist, sind Haustiere akut gefährdet, wenn sie nicht gesehen werden.

Dabei sind jedoch je nach Tier einige Dinge zu beachten. Katzenhalsbänder sollten unbedingt mit einer Stelle versehen sein, die bei hoher Belastung aufbricht. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Tiere selbst erwürgen, wenn sie sich im Unterholz verfangen oder in einen Kampf geraten.

Bei Hunden sollte man darauf achten, blinkende Schutzutensilien nur zu verwenden, wenn man im Straßenverkehr unterwegs ist. Hat das Tier Kontakt zu Artgenossen, sollte auf normale Halsbänder und Leinen zurückgegriffen werden, da die Leuchtsignale die Kommunikation zwischen Hunden stören können.

Bengal

Die Bengalkatze ist zwar so groß wie eine Hauskatze, hat aber längere Beine und ist wesentlich schlanker. Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 40 cm und ein Durchschnittsgewicht von etwa vier bis fünf Kilogramm.

Ihr Kopf ist relativ klein und mit zwei markanten dunklen Streifen gezeichnet. Auf dem Körper und den Gliedmaßen kennzeichnen sie schwarze Flecken in unterschiedlichen Formen und Größen. Der Hintergrund des gefleckten Fells reicht von gelbbraun bis silbergrau mit weißem Bauch.

Die Bengalkatze zeichnet sich durch ihren aktiven Charakter aus. Sie braucht viel Beschäftigung und hat große Freude daran Kunststücke zu erlernen. Durch ihren furchtlosen Charakter versteht sie sich in der Regel auch gut mit Hunden; nicht geeignet ist sie, durch ihr ausgeprägtes Temperament, für einen Haushalt, in dem Kinder wohnen.

Die Bengalkatze liebt ihren Freiraum, weshalb genügend Platz vorhanden sein sollte sowie viele Möglichkeiten zum Klettern und Toben.

Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar ist kraftvoll und muskulös gebaut und erreicht ein Körpergewicht zwischen vier und acht Kilogramm je nach Geschlecht. An ihrem Körperbau ist alles rund – der Kopf, die breite Brust, die kurzen Ohren sowie die ausdrucksstarken, großen Augen.

Das dichte und kurze Fell zeichnet sich durch viel Unterwolle aus und ist nicht zu weich. Bis heute sind über 50 Farbvariationen bekannt.

Die Britisch Kurzhaar ist eine mäßig aktive, aber besonnene Katze, die häufig eine sehr starke Bindung zu ihrem Besitzer aufbaut und sehr anhänglich ist.

Sie lässt sich, trotz ihrer katzentypischen Eigenständigkeit, gerne zum Spielen auffordern. Gut geeignet ist sie für ruhige Haushalte, da sie nur sehr wenig maunzt.

Burma

Die Burmakatze stammt aus Birma und genießt den guten Ruf als Glücksbringer. Sie ist eine wunderbare Hauskatze und gilt als eine der am längsten in Europa gezüchteten Katzenrassen aus dem Orient.

Die Burmakatze strahlt zwar Eleganz aus, ist aber von kräftiger Statur. Sie erreicht eine Schulterhöhe von circa 40 cm und ein Durchschnittsgewicht von vier bis sechs Kilogramm.

Sie hat einen keilförmigen Kopf mit weit gesetzten, breiten und mittelgroßen Ohren. Da sie nur eine sehr dünne Unterwolle besitzt, liegt ihr satinglänzendes Fell eng am Körper an. Das Fell selbst ist kurz und dicht und sollte keine Musterung aufweisen.

Die Burmakatze eignet sich perfekt als Familienkatze, da sie sehr zutraulich, neugierig und intelligent ist. Auch für einen Haushalt, in dem Kinder wohnen eignet sie sich sehr gut, da sie sehr menschenbezogen, verspielt und weniger sensibel ist. Da die Burmakatze gerne in Gesellschaft ist, sollte sie nie lange alleine gelassen oder die Anschaffung einer zweiten Katze in Erwägung gezogen werden.

Ideale Hausgenossen - Was die Burmilla-Katze auszeichnet

Kleines Mädchen hat kleine Katze im Arm und schaut in Kamera
Attendrissant... © Naty Strawberry - www.fotolia.de

Auf der Suche nach einem einfach perfekten Stubentiger, der kuschelig und intelligent zugleich ist? Dann könnte die Burmilla-Katze der ideale Hausgenosse für Sie sein!

Burmillas wurden erst in den 80er Jahren in Großbritannien als eine Kreuzung aus Perserkater und Burmakatze erstmalig gezüchtet. Lange galten Burmillas als Exotentiere für Kenner, doch ihre zahlreichen Vorzüge könnten dies jetzt ändern. Durch die Mischung aus Perser- und Burma-Genen gilt die Burmillakatze als besonders menschenbezogen und freundlich. Auch mit anderen Vierbeinern versteht sie sich oft erstaunlich gut.

Intelligent ist sie obendrein - eigentlich eine Selbstverständlichkeit für Stubentiger, doch selbst hier kann die Burmilla gegenüber anderen Rassekatzen oft noch herausstechen. Das streichelweiche und zudem völlig unkomplizierte Fell in glänzendem Silbergrau verleiht der Burmillakatze ein einzigartig elegantes Aussehen.

Unser Fazit: Ein ganz besonderer Stubentiger, der noch selten zu haben und somit ein echtes Liebhabertier für ausgesprochene Katzenfans ist...

Chartreux

Die Chartreux, auch als Kartäuser bezeichnet, ist eine französische Katzenrasse mit bernsteinfarbenen Augen und blaugrauem Fell. Die Chartreux ist eine mittelgroße Katze mit einem muskulösen und kräftigen Körperbau. Sie erreicht je nach Geschlecht ein Körpergewicht von vier bis sieben Kilogramm.

Sie hat einen rundlichen, breiten Kopf mit einer schmalen, kleinen Schnauze. Die Augen sind groß und rund, lebhaft und ausdrucksvoll und liegen weit auseinander.

Die Chartreux hat ein weiches und dichtes Fell mit einer blauen, aber gleichmäßigen Farbe. Musterungen sind in der Zucht nicht erwünscht.

Die Chartreux verhält sich katzentypisch, ist aber trotzdem sehr anhänglich und verschmust. Sie ist sehr intelligent und liebt es, Kunststücke zu erlernen.

Sie folgt ihrem Besitzer gerne überall hin und gewöhnt sich schnell an neue Umgebungen. Außerdem eignet sie sich gut als Wohnungskatze, da sie selten temperamentvoll reagiert und eine leise, angenehme Stimme hat.

Die Kartäuser-Katze - Muskulös und trotzdem elegant

Die französische Kartäuser-Katze oder auch Chartreux genannt, wird auch in Deutschland immer beliebter unter Katzenliebhabern. Sie zählt zu den größten Katzenrassen der Welt, auch wenn man ihr das auf Grund ihrer Eleganz kaum ansehen kann. Kater können bis zu acht, Katzen bis zu sechs Kilogramm auf die Waage bringen.

Typisch für die Kartäuser ist das blaugraue, kurze Fell und die goldenen Augen. In ihrer französischen Heimat wird die Kartäuser auch Hundskatze genannt, weil sie ihrem Besitzer am liebsten überall hin folgt. Sie ist eine sehr anhängliche und gesellige Katze und sollte daher nicht länger als sechs Stunden täglich alleine bleiben.

Für ein reinrassiges Kitten zahlt man beim Züchter um die 900 Euro.

Europäisch Kurzhaar

Die Urahnen der Europäisch Kurzhaar sind gewöhnliche Haus- und Dorfkatzen, heutzutage wird sie allerdings nur von wenigen Züchtern planmäßig gezüchtet. Die Europäisch Kurzhaar hat einen muskulösen und kräftigen Körperbau mit breiter, fast massiver Brust.

Auch die Beine sind muskulös, allerdings nur von mittlerer Länge. Der Kopf ist ebenfalls groß mit mittelgroßen Ohren, die weit auseinander gesetzt sind und Ohrpinsel ausweisen können.

Das Fell ist kurz, aber dennoch dicht mit glänzendem Deckhaar. Bei der Europäisch Kurzhaar sind nahezu 70 Farbschläge anerkannt.

Die Europäisch Kurzhaar ist sehr menschenbezogen sowie liebevoll und anhänglich. Sie ist sehr lebhaft und liebt den Freigang, weshalb ein Garten für sie optimal ist. Außerdem ist sie sehr verspielt und jagt gerne.

Kanaani-Katze

Die Kanaani-Katze ist eine neue Rasse, die erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in Israel entstand und einer Hybridkreuzung zwischen der wild lebenden Falbkatze und Hauskatzen entsprang. Die seltene Kanaani ist muskulös und schlank gebaut und ist unverkennbar mit einer Wildkatze verwandt.

Ausgewachsene Tiere erreichen je nach Geschlecht ein Körpergewicht von drei bis fünf Kilogramm. Ihre Augen sind mandelförmig, groß und leuchtend grün. Die Ohren sind spitz und stehen weit auseinander.

Ihr Fell besitzt keine Unterwolle, ist kurz, aber dicht und besitzt eine bräunliche Grundfarbe. Das Fell weist eine Bänderung auf, wodurch dunklere Flecken nicht untypisch und sogar charakteristisch sind.

Die selbstständige und kluge Katze gilt als freundliches und anhängliches Tier, die allerdings auch einen bewegungsfreudigen und aktiven Charakter besitzt. Sie ist sportlich sehr aktiv und liebt das Springen und Klettern, weshalb ein Kratzbaum zum Toben und Spielen unabkömmlich ist.

Durch ihren temperamentvollen und ungestümen Charakter ist sie allerdings weniger für einen Haushalt geeignet, in dem Kinder wohnen. Sonst ist sie aber eine unkomplizierte Mitbewohnerin und durch ihr kurzes Fell zudem pflegeleicht.

Seltsame Katze ist in Malaysia aufgetaucht - die Borneo-Katze

Brückenpfad durch einen dunklen grünen Urwald in Thailand
Thailand jungle © quickshooting - www.fotolia.de

Kuala Lumpur - Biologen entdeckten auf gedrehten Forschungsaufnahmen zufällig zwei oder drei Exemplare einer seltsamsten Tierart, die einer Katze ähnelt, - die Borneo-Katze.

Die Forscher filmten auf der Insel Borneo und zwar im malayischen Teil. Diese schlanke Katze mit rotbraunem Fell war im Jahr 2003 das letzte Mal gesichtet worden. Davor hielt man diese mythische Tierart für ausgestorben.

Gerade über diese Art Tier und seine Gewohnheiten besteht wenig Hintergrundwissen. Die "Katzenart" wurde nur dadurch entdeckt, dass die Forscher in einem abgerodeten Urwaldteil unterwegs waren. Sie wollten Nachforschungen anstellen, ob dort Säugetiere eine Überlebensmöglichkeit haben.

Die betreffenden Fotos wurden im Jahr 2009 und 2010 aufgenommen. Gerade weil auf den Fotos mehrere Exemplare dieser Tierart zu sehen sind, sind die Wissenschaftler zuversichtlich gestimmt, was die weitere Zukunft der mythischen Borneo-Goldkatze bringen wird.

Korat-Katze

Die blaugraue Koratkatze stammt aus Thailand und gilt dort seit Jahrhunderten als Glückskatze. Die Koratkatze ist mittelgroß mit einem muskulösen und mittelschweren Körperbau. Sie erreicht eine Schulterhöhe von 40 bis 50 cm und je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht von 2,5 bis 5,5 Kilogramm.

Der Kopf ist in der Form eines Herzens geformt. Die Ohren sind hoch angesetzt und groß. Ihre Augen sind rund, groß und leuchtend grün.

Das Fell ist kurz, seidig und liegt eng am Körper an, da es keine Unterwolle besitzt. Ihr Fell zeichnet sich durch seinen Glanz aus, außerdem teilt es sich am Rückgrad, wenn sich die Katze bewegt. Es weist keine Streifen oder Schattierungen auf.

Die Koratkatze hat ein geselliges und soziales Wesen. Sie ist sehr anhänglich und sucht gleichermaßen Kontakt zu Menschen und Artgenossen, was eine Einzelhaltung nahezu ausschließt. Durch ihre Verspieltheit und Neugier sowie ihr geduldiges Wesen ist sie die perfekte Katze für einen Haushalt, in dem Kinder wohnen.

Russisch Blau

Die Russisch Blau hat farblose Haarspitzen, welche im Licht einen Silberschimmer erzeugen. Ihre Ursprünge hat die Russisch Blau im Norden Russlands.

Die Russisch Blau ist eine grazile und mittelgroße Katze mit schmalen Pfoten und langen Beinen. Sie erreicht je nach Geschlecht eine Schulterhöhe von 20 bis 40 cm und ein Durchschnittsgewicht von 2,5 bis 6,5 Kilogramm.

In ihrem Gesicht fallen besonders die stark betonten Schnurrhaarkissen auf. Die Ohren sind spitz und groß.

Die Russisch Blau trägt als einzige Katzenrasse ein Doppelfell, was bedeutet, dass die Deckhaare genauso lang sind, wie die Unterwolle, wodurch das Fell absteht. Es ist seidig weich, kurz und weist eine blaue Farbe auf, welche durch die hellen Haarspitzen silbern schimmert.

Das Fell ist außerdem einfarbig und, bis auf die erlaubten Ringe am Schwanz, zeichnungsfrei. Da die Russisch Blau eine Naturkatze ist und aus keiner speziellen Züchtung stammt, ist sie selten krank, robust und hat eine hohe Lebenserwartung.

Sie ist freundlich und sehr verschmust und kann sich außerdem sehr gut alleine beschäftigen, wodurch sie auch zu berufstätigen Menschen, die in einer Wohnung leben, sehr gut passt. Sie ist allerdings sehr lärmempfindlich und sollte aus diesem Grund in eher ruhigen Haushalten gehalten werden.

Savannah

Die Savannah ist eine exotische Hauskatzenrasse, die aus einer Kreuzung einer Wild- und Hauskatze entstanden ist. Sie ist eine der größten Hauskatzenrassen.

Sie erreicht je nach Geschlecht eine Schulterhöhe von bis zu 45 cm und ein Durchschnittsgewicht von bis zu zehn Kilogramm. Sie hat einen sehr schlanken Körperbau, lange Beine, einen langen Hals und einen kleinen Kopf mit großen Ohren.

Das Fell weist eine Tupfenzeichnung auf, wobei die Färbung im Allgemeinen ein goldener bis beigefarbener Grundton ist. Abhängig von eingekreuzten Rassen sind aber auch andere Färbungen bekannt.

Die Savannah gilt als gesellige und freundliche Katze, die sich sehr gut mit ihren Artgenossen und anderen Haustieren verträgt. Zudem ist sie sehr anhänglich und folgt ihrem Besitzer meist wie ein Hund. In ihrer Sprungkraft und Reaktionszeit ist sie einer normalen Hauskatze überlegen und zudem untypischerweise nicht wasserscheu.

Die teuersten Katzenrassen der Welt

Zwei kleine Katzenbabys sitzen im Gras
zwei Katzenbabys © Photo-SD - www.fotolia.de

Wahrscheinlich wird noch kaum jemand von der Katzenrasse Ashera gehört haben, doch sie ist die teuerste Rasse der Welt. Bisher gibt es nur einen Züchter, der diese Rasse auch entwickelt hat und der befindet sich in Kalifornien.

"Lifestyle Pets" hat lediglich vier Ashera-Babys im Jahr zu verkaufen. Daher kostet ein Kitten auch solze 25.950 Dollar. Die Ashera ist eine Mischung aus Bengal-, Serval- und gewöhnlicher Hauskatze. Kritiker behaupten allerdings die Rasse sei genetisch völlig identisch mit den Savannah-Katzen, die übrigens auf Platz zwei der zehn teuersten Katzenrassen liegt.

Die Bronzemedaille geht an die Bengal-Katze. Den vierten Platz belegt die Safari. Auf Rang fünf, sechs, sieben, acht, neun und zehn befinden sich die Sphinx, die Peterbald, die Allerca, die Maine Coon, die Ragdoll und die Bombay.

Forscher sehen Artenvielfalt durch die Hauskatze bedroht

Junge Frau schmiegt ihr Gesicht an das ihrer Katze
loved cat 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Katzen sind Raubtiere, das ist den meisten Menschen bekannt. Dass sie inzwischen zu den hundert schlimmsten invasiven Tieren zählt, ist wohl den wenigsten bewusst. Die Wissenschaftler um Scott Loss vom Smithsonian Conservation Biology Institute in Washington wollten es genau wissen, welchen Einfluss Katzen auf die Vogel- und Säugetierwelt haben. Denn in den USA fallen jährlich bis zu 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden weitere Säugetiere, wie Mäuse den rund 84 Millionen Hauskatzen zum Opfer.

Die Wissenschaftler meinen: Katzen bedrohen die Artenvielfalt mehr als landwirtschaftliche Pestizide, oder gar der Mensch. Für dieses Ergebnis werteten die Wissenschaftler frühere Studien aus.

Trotzdem gibt es auch andere Schätzungen mit sehr viel niedrigeren Zahlen. Falls die Haukatzen nämlich nur acht Milliarden Tiere im Jahr fressen, statt die angenommenen 24 Milliarden, sieht die Studie wieder anders aus. Katzenfreunde könnten ihren Katzen auch Glöckchen um den Hals tragen und damit Vögel und Mäuse vor dem anschleichenden Raubtier warnen.

Erbgut der Katzen ändert sich durch das Zusammenleben mit dem Menschen

Studie zeigt eindrucksvoll, wie das Erbgut durch äußere Umstände über die Generationen geprägt werden kann

Junge Frau hält Katzenbaby in den Händen, hinter ihr Labradorwelpe
Girl with cat and dog © kristian sekulic - www.fotolia.de

Hundehalter und Katzenfreunde stehen oft auf verschiedenen Seiten. Hundebesitzer lehnen Katzen ab, da diese anders als ihre Tiere nicht blind dem Menschen gehorchen.

Unterschied durch Domestizierung

Dieser Unterschied ist in der Tat häufig sichtbar und geht auf die Domestizierung des Hundes zurück. Während dieser als reines Haustier lebt und zu 100 Prozent von Menschen abhängig ist, gelten Katzen bestenfalls als "halbdomestiziert".

Sie entscheiden sich frei für das Leben mit dem Menschen und verlieren dabei ihre Selbstständigkeit nicht. Sie leben nicht vollkommen isoliert von Wildkatzen und lassen sich sowohl bei der Jagd als auch bei der Aufzucht der Jungen nicht vom Menschen beeinflussen.

Spuren in der DNS

Katzen und Menschen leben jedoch seit mindestens 4.000 Jahren eng zusammen, wie Malereien aus dem alten Ägypten belegen. Das hat Spuren in der DNS der Tiere hinterlassen, wie Forscher nun vermelden.

In ihrer Studie hatten sie das Erbgut einer Hauskatze komplett entschlüsselt und mit dem Genom von sechs anderen Hauskatzen und zwei Wildkatzen verglichen. Zur Kontrolle diente die DNS eines Hundes, eines Tigers, einer Kuh und des Menschen.

Dabei fanden die Wissenschaftler fünf Stellen, die sich bei den Hauskatzen deutlich von den Wildkatzen unterschieden. Offenbar hat sich die Gedächtnisleistung der Hauskatzen weiterentwickelt. Sie benötigen das Gedächtnis für komplexere Dinge, da sie im Alltag mit dem Menschen mehr erleben.

Äußere Einflüsse auf das Erbgut

Auch das Belohnungszentrum war weiterentwickelt, was vermutlich auf das Lernen durch Fütterung zurückgeht. Auch der Fettstoffwechsel der Hauskatzen hatte sich umgestellt, was auf die veränderte Ernährung beim Leben unter Menschen zurückgehen wird.

Die Studie zeigt eindrucksvoll, wie das Erbgut durch äußere Umstände über die Generationen geprägt werden kann.

Serengeti

Auch die Serengeti ist eine exotische Hauskatzenrasse, die aus einer Kreuzung von Orientalisch Kurzhaar und Bengalen hervorgeht. Die Serengeti ist eine große und schwere, aber schlanke Katze mit langen und kräftigen Beinen. Bei einer Schulterhöhe von bis zu 45 cm, erreicht sie je nach Geschlecht ein Körpergewicht von 3,5 bis 7 Kilogramm.

Das Besondere an ihrem Kopf sind die wachen, runden und meist gold- oder kupferfarben Augen und die großen Ohren. Das Fell ist kurz und dick, weist allerdings nur wenig Unterwolle auf. Das Fell ist dunkel getupft und die Grundfarbe reicht von Hellbeige über Silber bis Schwarz.

Das Ziel der Zucht war es, eine Katzenrasse mit dem Aussehen einer Wildkatze, aber ohne direkte Raubtier-Vorfahren zu erhalten. Die Serengeti ist eine aktive Katze, die sehr gerne spielt und den Freigang liebt. Auf der anderen Seite ist sie allerdings auch sehr verschmust und anhänglich.

Siam

Die Siamkatze stammt ursprünglich aus Thailand und zählt zu den ältesten Katzenrassen der Welt. Zudem gehört sie zu den bekanntesten und am meisten verbreiteten Katzen.

Die Siamkatze ist eine mittelgroße und muskulöse, aber sehr schlanke Katze mit langen Beinen. Ausgewachsen erreicht sie je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht von drei bis fünf Kilogramm.

Der Kopf ist keilförmig mit großen, spitzen Ohren und mandelförmigen, blauen Augen. Das Fell ist kurz, glatt und glänzend und besitzt keine Unterwolle, wodurch es eng am Körper anliegt.

Siamkatzen weisen ein ausgeprägtes Sozialverhalten auf und haben ein intensives gemeinsames Gruppenleben, weshalb sie nie in Einzelhaltung gehalten werden sollten. Sie sind eigenwillig und sehr intelligent, trotzdem aber auch sehr menschenbezogen. Ihr Spieltrieb und ihre Lernwilligkeit lassen sich gut zum Einüben von Kunststücken verbinden.

Sphynx

Die Sphynx-Katze entstand durch eine Mutation und gehört einer kanadischen Nacktkatzenrasse an. Ihren Namen erhielt sie durch ihre Ähnlichkeit zur ägyptischen Sphinxfigur.

Die Sphynx-Katze ist mittelgroß und muskulös, hat aber einen zierlichen Körperbau. Sie erreicht je nach Geschlecht eine Schulterhöhe von 40 cm und ein Durchschnittsgewicht von 3,5 bis 7 Kilogramm.

Der Kopf ist keilförmig mit auffallend großen Ohren und leicht schräg sitzenden großen Augen. Aufgrund ihres fehlenden Fells wirkt die Sphynx-Katze recht zierlich und klein. Die Körpertemperatur wird, durch das fehlende Fell, direkt über die Haut abgegeben, wodurch es den Anschein bekommt, als hätten die Katzen eine höhere Körpertemperatur als ihre Artgenossen. Hellhäutige Sphynx-Katzen können bei ungeschütztem Sonnenkontakt leicht einen Sonnenbrand bekommen.

Die Sphynx-Katze gilt als sensibel und anhänglich. Sie ist sehr menschenbezogen und wird äußerst zahm. Insgesamt hat sie ein verspieltes und freundliches Temperament. Wenn es darum geht, ihre Streicheleinheiten einzufordern, kann sie sogar recht aufdringlich werden.

Balinese

Die Balinesenkatze stammt von der thailändischen Siamkatze ab, unterscheidet sich aber durch ihr mittellanges Fell und den buschigen Schwanz. Der Balinese ist eine mittelgroße Katze mit einer muskulösen, aber schlanken Statur. Katzen dieser Rasse erreichen je nach Geschlecht ein Gewicht von drei bis fünf Kilogramm.

Der Kopf ist keilförmig mit ungewöhnlich großen Ohren und mandelförmigen, intensiv blauen Augen.

Das Fell besitzt keine Unterwolle und weist eine Point Musterung auf. Schwanz, Pfoten, Ohren und Gesicht sind meist deutlich dunkler als der weiße oder cremefarbene Grundton.

Die Balinesenkatze eignet sich sehr gut als Wohnungskatze, da sie es am liebsten warm und gemütlich hat. Sie ist eine Kuschelkatze, die sehr anhänglich, allerdings nie aufdringlich ist. Sie gilt als sehr intelligent und freut sich über viel Aufmerksamkeit.

Britisch Langhaar

Die Britisch Langhaar, auch Highlander genannt, ist die langhaarige Version der Britisch Kurzhaar und wurde in Großbritannien gezüchtet. Die Britisch Langhaar ist eine mittelgroße Katze mit gedrungenen, muskulösen Körper und kurzen, kräftigen Beinen. Der Kopf ist rund und breit mit großen, runden Augen.

Ihr Fell ist, im Gegensatz zur Britisch Kurzhaar, mittellang und dicht. Schwanz und Halskrause sind buschiger als das Fell am restlichen Körper. Die Farbvarianten beinhalten mehr als 100 verschiedene Fellzeichnungen und Färbungen.

Die Britisch Langhaar eignet sich sehr gut als Familienkatze, da sie ein soziales, freundliches und ausgeglichenes Wesen besitzt. Zwar genießt sie ihre Streicheleinheiten, ist aber keine typische Kuschelkatze - sie ist eher reserviert und zurückhaltend. Da sie ein anpassungsfähiges und robustes Tier ist, kann sie sowohl als Freigänger als auch als Hauskatze gehalten werden.

Birma

Birmakatzen sind Teilalbinos mit einem hellen Körperfell und dunklen Abzeichen an den kühleren und weniger durchbluteten Körperstellen. Die Birmakatze ist eine mittelgroße Katze mit einem kräftigen Körperbau und stämmigen, kurzen Beinen. Sie erreicht je nach Geschlecht ein Körpergewicht von drei bis sechs Kilogramm.

Die Form des Kopfes ähnelt einem Dreieck mit abgerundeten Konturen. Ihre Augen sind groß, leicht oval und tiefblau.

Ihr Fell ist halblang und besitzt nur wenig Unterwolle. Im Gesicht ist das Fell kürzer, geht dann auf den Wangen aber in eine volle Halskrause über. Das Fell ist hell mit dunklen Abzeichen an Ohren, Beinen, im Gesicht und am Schwanz.

Die Birmakatze ist sehr gesellig und nicht gerne alleine, weshalb sie nicht als Einzelkatze gehalten werden sollte. Durch ihren ruhigen und geduldigen Charakter sowie ihre empfindsame und liebe Art eignet sie sich hervorragend als Familienkatze.

Deutsch Langhaar

Die Deutsche Langhaarkatze entstand etwa um 1930 und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gezüchtet. Eine Rekonstruktion dieser Rasse mit dem alten Rassestandard wurde im Jahre 2005 begonnen.

Die Deutsche Langhaarkatze ist eine muskulöse und große Hauskatze mit mittellangen und muskulösen Beinen. Sie ist sehr kräftig gebaut, wirkt dabei aber weniger gedrungen als andere Rassen. Sie erreicht je nach Geschlecht ein Körpergewicht von drei bis fünf Kilogramm.

Der trapezförmige Kopf ist breit mit großen leuchtenden Augen. Sie hat ein langes, weiches Fell, welches Unterwolle besitzt und sehr pflegeleicht ist.

Sowohl ihre Halskrause, als auch ihr Schwanz sind federbuschartig behaart. Möglich sind alle Fellfarben.

Die Deutsche Langhaarkatze besitzt ein gemäßigtes Temperament und ein gutes Wesen. Sie ist ruhig, aber dennoch offen, anhänglich und sehr menschenbezogen. Trotz ihrer gelassenen Art ist sie aktiv und verspielt.

Fellpracht von Langhaarkatzen benötigt viel Pflege

Asiatisches Mädchen kuschelt mit einer Katze auf einer Decke
Beautiful asian girl kissing american shorthair cat © lalalululala - www.fotolia.de

Langhaarige Rassekatzen wie die Birmakatze, Turkish Angora oder Perserkatzen sind aufgrund ihrer Fellpracht wesentlich aufwendiger zu pflegen als die kurzhaarigen Samtpfoten. Obwohl sie sich zwar genauso wie Kurzhaarkatzen putzen, verknotet ihr dichtes Fell wesentlich schneller, weshalb ihre Halter sie je nach Jahreszeit und dem Haarwuchs des Tieres regelmäßig kämmen sollten.

Falls man dies nicht macht, muss man sich nicht wundern, wenn das Fell auf einmal nicht mehr glänzt und ziemlich schnell verfilzt. Für die Katze selbst kann zu wenig Pflege außerdem gesundheitliche Folgen haben, da sich aus den Knoten kleine Filzmatten bilden, sodass keine Luft mehr an die Haut gelangt.

Dies hat zwangsläufig Pilzerkrankungen sowie bakterielle Entzündungen zur Folge und zieht innerhalb kürzester Zeit Flöhe und andere Parasiten an.

Maine-Coon

Die Maine-Coon-Katze kommt ursprünglich aus dem Nordosten der USA und gilt als eine der größten Katzenrassen der Welt. Die Maine-Coon-Katze hat einen kräftigen, muskulösen Körperbau mit einem massiven Kopf und großen, runden Pfoten.

Neben der Norwegischen Waldkatze zählt sie zu den größten und schwersten Hauskatzen. Die Maine-Coon erreicht je nach Geschlecht ein Körpergewicht von vier bis neun Kilogramm, in Ausnahmefällen auch bis zu zwölf Kilogramm. Ein ausgewachsener Kater kann eine Länge von bis zu 1,20 Meter erreichen.

Ihr Kopf ist wenig länger als breit mit großen und ovalförmigen Augen. Die Ohren sind oft mit Harrpinseln versehen.

Eine Maine-Coon besitzt feine und weiche Unterwolle und dichtes, wasserabweisendes Deckhaar. Im Kopf- und Schulterbereich ist das Fell kurz, während es am Rücken, den Schultern und dem Kragen länger ist.

Maine-Coon-Katzen gelten als sozial, anhänglich, intelligent und verspielt, weshalb sie schnell auch als "Sanfte Riesen" bezeichnet wurden. Sie sind sehr lernwillig und bereit, Kunststücke zu erlernen. Mit ihren leisen und sanften Stimmen kommunizieren sie gerne und häufig mit ihrem Besitzer oder Artgenossen.

Norwegische Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze entstand ohne gezielte züchterische Einflussnahme und wird daher den "natürlichen Rassen" zugeordnet. Die Norwegische Waldkatze ist groß und hat einen massiven, muskulösen Körper mit kräftigen Beinen, wobei die Hinterbeine länger als die Vorderbeine sind.

Ausgewachsene Katzen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 45 cm und je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht von vier bis zehn Kilogramm. Ihr mittellanges Fell besteht aus Unterwolle und langem, wasserabweisendem Deckhaar. Es ist jede Farbgebung möglich.

Norwegische Waldkatzen haben ein sanftes und gutmütiges Wesen, sind sehr verschmust, dabei aber nicht aufdringlich. Da sie trotz ihres ruhigen Wesens gerne spielen, eignen sie sich besonders gut als Familienkatzen.

Zu ihrem Besitzer entwickeln sie in der Regel eine starke Bindung. Ihren Artgenossen und anderen Haustieren gegenüber gelten sie als sehr sozial.

RagaMuffin

Die Ragamuffin wird seit 2002 auch in Europa gezüchtet und ist mit der Ragdoll Katze verwandt. Die Ragamuffin hat einen rechteckigen, aber muskulösen Körperbau mit langen Beinen, wobei die Hinterbeine etwas länger sind als die Vorderbeine. Die große Katzenrasse erreicht je nach Geschlecht ein Durchschnittskörpergewicht von vier bis neun Kilogramm.

Der Kopf ist rund mit ausgeprägten Wangenknochen und ausdrucksvollen Augen. Das lange Fell der Ragamuffin ist glatt und seidig. Der mittellange Schwanz ist genauso buschig wie ihre Halskrause.

Die Ragamuffin ist eine besonders sanftmütige Katze, die sehr verschmust, menschenbezogen und treu ist. Durch ihr gemütliches Wesen eignet sie sich sehr gut als Familienkatze. Trotz ihres ruhigen Charakters ist sie sehr neugierig und spielt gerne.

Scottish Fold Longhair

Die Scottish Fold Longhair, auch Schottische Faltohrkatze genannt, wurde ab Anfang der 1960er Jahre in Großbritannien gezüchtet und zeichnet sich durch ihre nach vorne hängenden Ohren aus. Die Schottische Faltohrkatze hat einen kompakten und kräftigen Körperbau mit kurzen, muskulösen Beinen.

Ihr auffälligstes Merkmal sind ihre charakteristischen und namensgebenden Ohren, welche klein und abgerundet sind und nach vorne hängen. Die Ohren unterstreichen die eher breite und runde Form des Kopfes. Ihr Fell ist dicht und halblang und tritt in allen bekannten Zeichnungen und Farben auf.

Die Schottische Faltohrkatze ist eine geduldige und ungewöhnlich sanfte Katze, die menschliche Gesellschaft liebt. Sie vertragen sich auch sehr gut mit anderen Haustieren und kommen hervorragend mit Kindern aus.

Sie sind sehr anspruchslose Tiere, die sich schnell einleben und überall wohlfühlen, wodurch sie auch sehr gut als Wohnungskatze gehalten werden können. Will sie beschäftigt werden, wird sie sich melden. Braucht sie ihre Ruhe, wird sie sich still zurückziehen.

Sibirische Katze

Die Sibirische Katze kommt ursprünglich aus Russland und zählt zu den "natürlichen Rassen", da die Rasse ohne gezielte züchterische Einflussnahme entstand. Erst seit 1987 wird die Rasse planmäßig gezüchtet.

Die Sibirische Katze ist mittelgroß und kräftig gebaut mit mittellangen Beinen. Ausgewachsen erreicht sie je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht von drei bis acht Kilogramm und eine Länge von 120 cm.

Ihr Kopf wirkt insgesamt rundlich mit großen, leicht schräg gestellten, häufig blauen Augen. Das doppellagige Fell ist dicht, aber locker und wasserabweisend.

Es besteht aus einem dichten, feinen Unterfell und griffigem Deckhaar und bildet um Vorderbrust und Hals einen üppigen Kragen. Im Sommer ist das Fell deutlich kürzer und besitzt keine Unterwolle.

Die Sibirische Katze ist eine aktive und soziale Katze, die sich auch sehr gut mit anderen Haustieren versteht und nicht alleine gehalten werden sollte. Ein Kratzbaum oder ein Garten sollten ihr immer zur Verfügung stehen, da sie sehr bewegungsfreudig ist und außerordentlich gerne klettert und springt. Wird sie schon als junge Katze liebevoll sozialisiert, entwickelt sie ein enges und anhängliches Verhältnis zu ihrem Besitzer.

Türkisch Angora

Die Türkisch Angora gilt als Urmutter der Langhaarkatzen und ist somit eine der ältesten Katzenrassen. Auch sie zählt zu den "natürlichen Rassen" und entstand ohne gezielte züchterische Einflussnahme.

Die Türkisch Angora hat einen muskulösen und anmutigen Körperbau mit langen Beinen. Ausgewachsen erreicht sie je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht bis zu sieben Kilogramm und eine Länge von bis zu 100 cm.

Der Kopf ist keilförmig und gleichmäßig geformt mit meist leicht hoch gezogenen und mandelförmigen Augen. Ihr Fell ist ihr auffälligstes Augenmerk. Es ist sehr fein, seidig und glänzend, zudem besitzt es keine Unterwolle, wodurch die Türkisch Angora zierlicher wirkt. Haarpinsel an den Ohren und buschiger Schwanz sowie Kragen sind charakteristisch für diese Rasse.

Die Türkisch Angora ist eine gesellige, aber temperamentvolle Katze, die sehr gerne spielt und auf andere Haustiere verträglich und sozial reagiert. Will sie etwas, macht sie mit den verschiedensten Lauten auf sich aufmerksam. Sie ist sehr kinderlieb, robust und eignet sich auch als reine Wohnungskatze.

Angorakatze

Die Angorakatze wurde in den 1970er Jahren neu entdeckt und wird erst seit der Jahrtausendwende gezielt gezüchtet. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Unterarten der Angorakatzen.

Die Angorakatze ist mittelgroß und hat eine kompakte und kraftvolle, aber elegante Statur mit einem rechteckigen Körperbau. Sie ist weder zu kräftig und massiv, noch zu schlank und edel. Katzen dieser Rasse erreichen je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht von drei bis fünf Kilogramm.

Der Kopf ist keilförmig und gleichmäßig geformt mit leicht hochgezogenen, mandelförmigen Augen. Reinrassig ist die Angorakatze nur mit weißem Fell, jedoch sind auch die Farben Schwarz und Rot zulässig. Am Schwanz und am Kragen ist das Fell buschiger und auch zwischen den kleinen, rundlichen Pfoten sitzt, im Gegensatz zu anderen Katzenrassen, viel Fell.

Die Angorakatze hat ein nettes, gelassenes Wesen und ruhiges Temperament, wodurch sie schnell Vertrauen aufbauen kann. Sie verträgt sich mit anderen Haustieren und gilt als sehr kinderlieb. Sie ist gerne mit ihrem Menschen zusammen und kann eine starke Bindung entwickeln.

Zwar eignet sie sich auch als Wohnungskatze, sollte dann aber nicht einzeln gehalten werden. Zudem sollte sie dann genügend Platz und Möglichkeiten zum Spielen haben.

Perser

Die Perserkatze stammt ursprünglich aus England und gehört mittlerweile zu den beliebtesten und ältesten Hauskatzenrassen. Sie ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem kräftigen und gedrungenem Körperbau und kurzen, stämmigen Beinen.

Durch ihre stolze Erscheinung wird sie auch als "Königin der Katzen" bezeichnet. Ausgewachsene Tiere erreichen je nach Geschlecht ein Durchschnittsgewicht von bis zu zehn Kilogramm.

Der Kopf ist massiv und rund mit vollen Wangen und großen, runden Augen. Außer im Gesicht, am Schwanz und meist auch anderen markanten Stellen, an denen eine dunklere Farbe dominiert, ist das Fell am ganzen Körper hell.

Ihr Fell ist weich und seidig und kann in allen möglichen Farbvarianten vorkommen. Sie ist die pflegeintensivste Katze, da ihr Fell regelmäßig gebürstet werden muss.

Die Perserkatze gilt als sehr sensibel und zurückhaltend, ist aber dennoch sehr zuverlässig. Durch ihren mäßig ausgeprägten Freiheitsdrang kann sie auch als Wohnungskatze gehalten werden.

Die Perser-Katze ist die pflegeintensivste Katze
Die Perser-Katze ist die pflegeintensivste Katze da das Fell regelmässig gebürstet werden muss

Colourpoint

Als Colourpoint werden Katzen bezeichnet, die Farbzeichnungen an markanten, kühleren Stellen des Körpers aufweisen. Ursprünglich galten als Colourpoint nur Perserkatzen, welche die Farbe einer Siamkatze hatten.

Sie sind auch unter den Namen Himalayan oder Maskenperser bekannt und haben grundsätzlich eine helle Grundfarbe mit dunklen Zeichnungen an den kühleren Körperstellen. Heute werden auch die Ragdoll, die Birma-Katze, die Siamkatze und die Britisch Kurzhaar als Colourpoint bezeichnet.

Die mittelgroßen Katzen haben einen massigen und gedrungenen Körperbau mit kurzen, kräftigen Beinen und einen runden Kopf mit breiter Stirn und leuchtend blauen Augen. Mögliche Farbvariationen sind Redpoint, Chocolatepoint, Bluepoint und Cremepoint. Das Fell ist lang, aber seidig.

In ihrem Charakter ähnelt eine Colourpoint der Perserkatze, ist durch die Einkreuzung von Siamkatzen allerdings etwas lebhafter. Sie hat ein ausgeglichenes und sanftes Wesen, ist zugleich aber auch neugierig und verspielt. Ihre Kontaktfreudigkeit und ihr Selbstbewusstsein äußert die Colourpoint dabei allerdings nicht aufdringlich.

Sofern ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeiten vorhanden sind, kann sie auch ausschließlich als Wohnungskatze, allerdings nicht in Einzelhaltung, gehalten werden.

Non Pointed Himalayan

Die Non Pointed Himalayan wurde nachweislich erst seit 1970 in den USA gezüchtet und ist ursprünglich vermutlich eine Kreuzung zwischen der Kaukasischen Wildkatze und der Angorakatze. In der Zucht werden nur noch einfarbige Perserkatzen eingekreuzt, um eine Katze ohne Zeichnung zu erhalten.

Die mittelgroßen Katzen haben einen gedrungenen Körperbau mit einem breiten Brustkorb und kurzen, kräftigen Beinen. Ihr Kopf ist rund und breit mit kleinen Ohren und großen, runden Augen.

Ihr Fell ist dicht und lang und besitzt eine dicke Unterwolle. Es benötigt eine sorgfältige Pflege, damit es nicht verfilzt. Da sie selbst ausgiebige Fellpflege betreibt und dabei sehr viele Harre verschluckt, ist ein spezielles Futter erforderlich.

Mit ihrem ruhigen und unaufdringlichen Wesen ähnelt sie nicht nur optisch der Perserkatze, jedoch fordert sie weniger Aufmerksamkeit. Sie begegnet Menschen mit Respekt und möchte ebenso respektvoll behandelt werden.

Obwohl sie eher zurückhaltend ist, ist sie ihrer Familie treu ergeben. Zwar genießt sie Streichel- und Schmuseeinheiten, wird aber nicht gerne bedrängt.

Grundinformationen und Hinweise zu Katzen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Perserkatze im Garten in einer Katzenminze-Staude © Lilli - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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