Wenn Katzen schnurren

Hundewelpe und Katzenbaby zusammen auf der Couch

Wohlbehagen und Beruhigung - Merkmale des Schnurrens und typische Situationen

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Schnurren einer Katze ist der am angenehmsten empfundene Laut für ihren Menschen, aber auch für Artgenossen. Bereits Katzenbabys schnurren und kommunizieren so mit ihrer Mutter. In den meisten Fällen drückt das Tier dadurch Wohlbehagen aus, z.B. wenn es gestreichelt wird. In Notsituationen kann es aber auch zum so genannten Angstschnurren kommen. Lesen Sie über die Merkmale des Schnurrens einer Katze und typische Situationen.

Situationen, in denen Katzen schnurren

Das Schnurren drückt bei einer Katze Wohlbehagen aus. Dieses zeigt sie in unterschiedlichen Situationen.

Katzenbabys schnurren bereits am Bauch ihrer Mutter, weil sie Geborgenheit empfinden. Die Katzenmütter schnurren, wenn sie ihre Babys pflegen, also beim Putzen und Säugen. Das Schnurren bekundet also auch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Katzen schnurren ebenso, wenn sie einen Platz gefunden haben, an dem sie sich wohl fühlen, beispielsweise auf dem Fensterbrett in der Sonne. Erst recht zeigen sie ihre Zufriedenheit, wenn sie am Abend auf dem Schoß ihres Besitzers liegen und ein paar Streicheleinheiten genießen dürfen.

Katzen schnurren unter anderem wenn sie einen wohligen Platz gefunden haben
Katzen schnurren unter anderem wenn sie einen wohligen Platz gefunden haben

Eine Ausnahme zum gemütlichen Schnurren ist inzwischen bekannt. Katzen können in Notsituationen ein so genanntes Angstschnurren einsetzen, das wahrscheinlich der Beruhigung ihres Gegenüber, aber auch zur eigenen Beruhigung dient.

Merkmale des Schnurrens

Wie laut eine Katze schnurrt, ist unterschiedlich. Hier gibt es einerseits individuelle Unterschiede, andererseits kann die Katze die Lautstärke des Schnurrens dosieren.

Auch die Tonlage kann variieren. Befindet sich die Katze in einer völlig entspannten Haltung, ist es meist ein gleichmäßiges Schnurren, das einem langgezogenen "R" ähnelt.

Beginnt das Schnurren in einer tiefen Tonlage, steigt langsam an und endet in einem hellen Ton, ist dies ein Zeichen für außerordentliche Zärtlichkeit. Dieses Schnurren benutzen Katzenmütter, wenn sie sich mit ihren Kindern verständigen oder wenn sie rollig sind.

Kater umschwärmen auf diese Weise ihre Liebste. Und letztlich himmelt eine zufriedene Hauskatze mit diesem Schnurren ihren Besitzer an.

Übrigens schnurren fast alle Katzen; Tiger bilden eine Ausnahme. Letztere besitzen einen anatomisch anders geformten Kehlkopf als ihre Artverwandten. Alle anderen Katzen besitzen eine sogenannte Vorhoffalte, über welche die Ein- und Ausatemluft strömen kann.

Die Stimmlippen des Kehlkopfs werden beim Schnurren mithilfe von Muskeln in ein rhythmisches Schwingen versetzt. Die Stimmritze wird dadurch geöffnet und wieder geschlossen; diese Vibration nimmt man als Schnurren wahr.

Bis es bei Katzenbabys annähernd klingt wie bei erwachsenen Tieren, müssen sie ein wenig üben. Das neuromuskuläre System muss sich bei den Jungen erst einspielen.

Schnurrtherapie - Unterschiedlichen Frequenzen des Katzenschnurrens kann Schmerzen lindern

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen
couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Katzen schnurren nicht einfach nur aus Wohlbefinden. Wie eine Forschungsgruppe an der Universität Graz jetzt belegen konnte, können Katzen auf verschiedenen Frequenzen schnurren, und damit gezielt unterschiedliche Heilungsprozesse unterschiedlich vorantreiben.

Damit Betroffene sich nicht eine Katze zulegen müssen, haben Forscher daran gearbeitet, den Effekt auch auf eine Mechanik zu übertragen. Bisher sind sie erfolgreich. So sollen mit der Katzenschnurr-Therapie (KST-2010) mittlerweile unter anderem Langzeitschäden von Diabetes abgemildert werden können, aber auch Rückenschmerzen können gezielt gelindert, oder Bluthochdruck stabilisiert werden.

Auch Schwellungen und rheumatische Beschwerden in Gelenken können verbessert werden, so dass die KST-2010 etwa gegen den berüchtigten Tennisarm oder auch bei Musikern, die ihre Finger viel benutzen, eingesetzt werden kann.

Verhaltensweisen der Katzen

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  • Bildnachweis: puppy and kitten © Hagit Berkovich - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: fireplace 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

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