"Sitz", "Platz", "Aus" - Die Grundlagen der Hundeerziehung: Welpenerziehung, Stubenreinheit und Co.

Schwarzer Hund mit Stock im Maul auf grüner Wiese

Wir geben Tipps, um dem Hund gängige Kommandos beizubringen, zeigen, wie man ihn ans kurzzeitige Alleinsein gewöhnen kann und informieren über weitere wichtige Punkte der Erziehung

Die gängigen Kommandos, die dafür sorgen, dass der Alltag mit dem Hund reibungslos klappt, bezeichnet man auch als Grundkommandos. Hierzu gehören Sitz, Platz, Aus, Nein, Warte und Hier bzw. Bei Mir. Doch die Hundeerziehung umfasst zudem viele weitere Punkte.

Damit der Alltag mit einem Hund reibungslos funktioniert, ist es wichtig, ihm von kleinauf bestimmte Regeln beizubringen. Wer sich ausreichend Zeit für die Hundeerziehung nimmt und dabei einige Punkte beachtet, wird schnell merken, wie gut das Zusammenleben mit Tier und Mensch klappt.

Seit sich unzählige Hundeflüsterer im Fernsehen tummeln und Bücherreihen mit ihren Erziehungsmethoden füllen, widmet der Mensch einer hundegerechten Kommunikation mit seinem Vierbeiner größere Aufmerksamkeit. Leider gibt es ebenso viele Erziehungsphilosophien wie Hundetrainer, und nach wie vor halten sich einige Mythen der Hundeerziehung hartnäckig.

Die Grundlagen der Hundeerziehung

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Belohnt wird mit positiver Bestärkung, das heißt, der Hund zeigt das erwünschte Handeln, worauf er unmittelbar mit verbalem Lob oder einem Leckerchen belohnt wird, während das Bestrafen schon weitaus komplexer ist.

Keine körperliche Bestrafung

Im Grunde genommen gilt: Laien - und dazu zählt jeder noch so kundige Privathundehalter - sollten nie mit Bestrafung arbeiten. Von Diensthundeausbildern wird sie zwar angewandt, und das ist auch in genau dem Moment wichtig, wo der Polizeihund den Täter packt und ihn trotz körperlicher Gegenwehr nicht loslässt, aber im Alltag benötigt man einen solchermaßen ausgebildeten Hund nicht.

Im Gegenteil: Das Bestrafen nach Hundeart, beispielsweise durch die Hundemutter bei ihren Welpen oder durch einen ranghöheren Hund bei Fehlverhalten eines Rangniederen erfolgt innerhalb eines Sekundenbruchteils nach der "Missetat". So schnell kann ein Mensch gar nicht reagieren - doch schon Sekunden später weiß der bestrafte Hund gar nicht mehr, wofür das jetzt war, da er keine Verknüpfung mehr zwischen Bestrafung und Tat herstellen kann.

Auch die Stärke der Bestrafung kann vom Menschen nicht adäquat dosiert werden. Wenn immer es Sie in den Fingern juckt, den Hund am Nacken zu packen und zu schütteln, weil das doch die Hundemutter mit ihren Jungen angeblich auch tut - lassen Sie es.

Ignorieren als einzig legitime Form der Strafe

Die einzige durch den Menschen durchführbare Bestrafung des Hundes ist Strafe durch konsequentes Ignorieren. Ein Beispiel: Der Hund pieselt ins Zimmer. Sie wischen es kommentarlos weg. Der Hund bettelt um Aufmerksamkeit und nervt damit rum, wenn gerade Besuch da ist.

Sie tun so, als wäre da gar kein Hund. Der Hund springt jeden Besucher an, der durch die Tür kommt. Der Besuch dreht sich weg und richtet kein Wort an den Hund. Sehr schnell wird der Hund lernen, dass sein Verhalten unerwünscht ist.

Wer ihn hingegen ausschimpft, widmet dem Hund Aufmerksamkeit, und der Hund denkt sich: Lieber negative Aufmerksamkeit als gar keine, und wird sein Verhalten nur verstärken.

Was bei der Welpenerziehung besonders zu beachten ist

Mit ihren tapsigen Pfoten, dem kuscheligen Fell und dem treuen Blick bringen Welpen die Herzen ihrer Fans zum Schmelzen. Trotzdem sollten frischgebackene Hundebesitzer gerade in der Anfangszeit auf Konsequenz setzen - schließlich ist die richtige Welpenerziehung alles andere als ein Zuckerschlecken.

Wichtige Voraussetzung für eine optimale Erziehung, die wirken kann: Suchen Sie einen seriösen Züchter, der den Welpen ausreichend Zeit mit ihrer Hundemutter bietet. Das schafft eine stabile, emotionale Grundlage und kann helfen, etwaige Verhaltensauffälligkeiten von vorneherein zu vermeiden.

Stress vermeiden

Im neuen Zuhause angekommen, möchte jeder das kleine Fellknäuel erst einmal überschwänglich begrüßen. Das ist verständlich, trotzdem sollte der Hund gerade in den ersten Wochen nicht überfordert werden. Welpen haben noch ein ausgesprochen hohes Schlaf- und Ruhebdeürfnis - ganz egal, wie aufgedreht und lebhaft sie zwischendurch auch wirken mögen.

Deshalb vermeiden Sie bitte alles, was den Hund überfordern oder stressen könnte. Von Anfang an sollte er einen festen Rückzugsort in der Wohnung haben, also zum Beispiel ein eigenes Körbchen an einem ruhigen Ort. Auch Kinder im Haus müssen lernen, dass ihr neuer Familienhund hier ungestört sein darf.

Konsequent bleiben

Umgekehrt muss auch der Hund lernen, sich an einige Regeln zu halten - und zwar von Anfang an. Der bekannte Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" gilt auch für die Hundeerziehung.

Welpen sollten von Anfang an ihre Grenzen aufgezeigt bekommen - liebevoll, aber unmissverständlich und konsequent. Sie möchten nicht, dass ihr Hund später immer wieder im Bett liegt? Dann dürfen Sie dies auch dem Welpen nicht erlauben.

Grundsätzlich gilt: Setzen Sie auf positive Verstärkung, wenn Ihr Hund wünschenswertes Verhalten zeigt und tadeln Sie unerwünschtes Verhalten. Ein lautes, deutliches "Nein!" wirkt oftmals schon Wunder - körperliche Strafen sind selbstverständlich absolut tabu.

Mindestens ebenso wichtig: Hunde können Zusammenhänge nur direkt erkennen. Sagen Sie deshalb sofort, wenn Ihnen etwas nicht passt - im Nachhinein hat dies leider keinerlei Wirkung.

Das Alleinebleiben trainieren

Auch das Alleinebleiben sollten Hundebesitzer mit ihrem Neuzugang rechtzeitig lernen: Am besten Schritt für Schritt mit zunehmender Steigerung. Dabei hilft es, dem Welpen ein rundum gutes Gefühl zu vermitteln. Er soll verstehen, dass Alleinesein nichts Schlimmes bedeutet, sondern ganz normal ist.

Deshalb dürfen Angst und Trauer des kleinen Vierbeiners auf gar keinen Fall ungewollt verstärkt werden, indem man ihn tröstet. Ignorieren Sie dieses Verhalten vielmehr und gehen Sie ganz gewohnt aus dem Haus - der Hund wird merken, dass ihm keine Gefahr droht, und sich an diesen Zustand gewöhnen.

Die Grundkommandos

Während Kommandos wie "Gib Pfötchen" zwar hübsch anzuschauen sind, kommt den Grundkommandos essenzielle Bedeutung im täglichen Zusammenleben und dem sicheren Führen des Hundes zu. Mit einem Hund, der die Grundkommandos beherrscht, lässt es sich einfach viel entspannter Spazierengehen als mit einem, der nicht hört.

Versäumen Sie hierzu nicht die wichtige Phase, in der der Hund noch ganz jung ist. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass man Hunde erst ab einem Alter von einem Jahr erziehen sollte, doch verschenkt man damit genau die Zeit, in der der Hund am aufnahmefähigsten ist.

Wie geht man dabei vor?

"Sitz" ist in der Regel das erste Kommando, welches beigebracht wird, da es sich recht einfach lernt. Zu diesem Zweck wird ein Leckerli vor die Nase des Hundes gehalten und langsam über seinen Kopf geführt. Der Hund folgt dem Leckerli mit der Nase, bewegt den Kopf nach hinten und setzt sich, um das Leckerli zu erreichen, mit dem Hinterteil auf den Boden.

In diesem Moment sollte das Hörzeichen "Sitz" erfolgen, zudem wird der Hund mit dem Leckerli belohnt. Dies wird so oft wiederholt, bis der Hund seinen Bewegungsablauf mit dem Hörzeichen verknüpft hat und in der Lage ist, auch ohne Leckerli Sitz zu machen.

Ähnlich verfährt man beim Ablegen. Das Leckerli wird vor dem sitzenden Hund flach auf dem Boden gehalten. Um es zu erreichen, muss sich der Hund ablegen. Sobald er dies tut, erhält er das Leckerli. Auch erfolgt das Kommando "Platz", sobald der Hund sicher liegt.

Das Abrufen es Hundes mit "Hier" oder "Bei mir" ist eines der wichtigsten Kommandos, aber auch eines, das am schwersten zu erlernen ist. Zum Beibringen benötigt man die Hilfe eines Assistenten. Dieser hält den Hund fest, während man sich selbst von ihm entfernt.

In einigem Abstand hockt man sich hin, breitet die Arme aus, ruft mit freudig erhobener Stimme und langgezogenem i-Laut "hiiieeeer" oder "bei miiiir" und wedelt mit einem Ball oder knistert mit der Leckerlitüte.

Der Helfer lässt den Hund los, und es muss jetzt solange gelockt werden, bis er zu seinem Besitzer flitzt. Ist er dort angekommen, wird er geknuddelt und gekost, verbal gelobt und bekommt ein Leckerli. Nun versucht sich der Assistent für den Hund so interessant wie möglich zu machen und lockt ihn mit "Hiiiiieeeer".

Kommt der Hund, wird er wieder sehr gelobt. Dies wird solange geübt, bis der Hund den Ruf mit dem Herankommen verknüpft hat.

Beim Erlernen aller Kommandos gilt: Lieber kurze, dafür aber häufige Übungseinheiten. Die Aufmerksamkeit von Welpen lässt schon nach Minuten nach. Zwei bis drei Lernminuten sind für den Anfang vollkommen ausreichend.

Hundeerziehung – mit Konsequenz und Beharrlichkeit

Blonde Frau lacht mit geschlossenen Augen, wird von Hundewelpe in Gesicht abgeleckt
Young woman and sweet puppy playing around © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wer mit seinem Hund täglich unterwegs ist, erlebt viele Geschichten. Zu den unerquicklichen Erlebnissen gehört da, dass der Hund nicht auf Herrchen, oder Frauchen hört.

Wenn der Hund einen interessanten Duft erschnuppert hat, möchte er gerne dieser Spur hinterherlaufen. Wenn aber Herrchen oder Frauchen eine andere Richtung eingeplant hatten, sollten sie diesem Drang ihres Hundes nicht nachgeben. Dasselbe gilt, wenn der Hund noch nicht nach Hause möchte. Herrchen oder Frauchen sollen zeigen, dass sie den Weg bestimmen.

In diesem Fall gilt es, den Hund anzuleinen und neben sich gehen zu lassen, oder ihm durch konsequentes Weitergehen zu zeigen, dass er den falschen Weg geht.

Tellington-Methode - Sanfte Erziehung für Hund und Pferd

Die Kanadierin Linda Tellington-Jones (75) ist bekannt durch die nach ihr benannte Methode, Tiere zu erziehen. Ihr Verfahren beruht auf speziellen, manuellen Techniken am Körper, besondere Führtechniken und lernfördernde Hindernisse.

Viele Pferde- und Hundebesitzer schwören auf die Tellington-Methode. Die gewaltfreie Methode erleichtere die Verständigung mit Tieren, fördere ihre Ausbildung und biete eine Form der Hilfe im Fall von Verhaltensproblemen sowie Krankheit oder Rekonvaleszenz. Ungewöhnliche Bewegungen sollen alte Verhaltensmuster verändern.

Doch es sollen nicht nur die Kooperation und Intelligenz der Haustiere gefördert werden. Sanfte Streichel-Methode können dazu beitragen, Blockaden bei Hunden zu lösen. Bereits nach wenigen Minuten seien sie wie ausgewechselt, erklärte eine Tiertrainerin. Außerdem würde auf diese Weise die Vertrauensbasis zwischen Hund und Halter gestärkt. Die Tiere würden leichter lernen.

Das haben Hunde mit Kleinkindern gemeinsam: Beide brauchen eine sichere Bindung

Kleiner Junge mit aufgerissenem Mund liegt auf dem Bauch neben einem Hund
boy and his dog © Jaimie Duplass - www.fotolia.de

Kleinkinder und Hunde haben Verhaltensweisen, die sich ähneln. Das haben jetzt österreichische Forscher festgestellt. Wenn kleine Kinder fremdes Terrain erkunden, benötigen sie dabei die Eltern als Rückzugsgebiet. Ganz ähnlich ist es bei Hunden, die ebenfalls ihre Herrchen als sichere Basis benötigen.

Die Forscher nahmen die Hunde unter die Lupe, als sie interaktives Hundespielzeug bekamen. Sie gaben es ihnen mit Besitzer, der den Hund anleitete, mit Besitzer, der sich raushielt und ohne Besitzer. In jedem Fall erhielten die Hunde Futter als Belohnung.

Die Hunde interessierten sich nur dann für das neue Spielzeug, wenn ihre Besitzer dabei waren. Bei dem Versuch war die Ermutigung keinesfalls wichtig, aber abwesend durften die Besitzer nicht sein. Eine fremde Person hatte keinen Einfluss auf das Hundeverhalten.

Tipps für Hundehalter

Junge blonde Frau mit kurzen Haaren mit ihrem Hund, Gesicht an Gesicht
liebevoll © Klaus-Peter Adler - www.fotolia.de

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Dogs" wird Hundehaltern empfohlen auf aggressives Verhalten des eigenen Hundes nicht einzugehen. Damit signalisiere man dem Hund, dass man seine unangebrachte Aufgeregtheit nicht teilt. Wenn ein Hund beim Spazierengehen einen anderen Hund aggressiv anbellt, sollte man auch das ignorieren und einfach weitergehen.

In den eigenen vier Wänden sollte man sich dem Hund nur dann zuwenden, wenn man es selber wirklich will: Auch wenn der Hund durch Fiepen oder Anstupsen Aufmerksamkeit suche, sollte man das völlig ignorieren. So versteht der Hund am besten, wer der Herr im Haus ist und wer zu gehorchen hat.

Seinen Hund mit den richtigen Mitteln loben

Hund: Schwarzer Labrador liegt auf Gras mit Herbstblättern
truffe d'automne © cynoclub - www.fotolia.de

Wenn der Hund auf die Befehle und Rufe des Besitzers hört, sollte man das Tier dafür natürlich loben. Dadurch bleibt bei ihnen der Spaß und die Motivation am Lernen bestehen. Dies kann man mithilfe der Stimme, mit Leckerlis oder auch durch Streicheleinheiten und Spielen tun. Doch zu viel des Guten kann auch demotivierend wirken. Wählt man die Stimme, so steht die Wortwahl nach Ansicht von Experten nicht an erster Stelle, sondern vielmehr die Stimmung, welche durch die Stimmlage erzeugt wird, sowie die Körpersprache von Frauchen und Herrchen.

Doch Besitzer können auch falsch loben, wie zum Beispiel in diesem Fall: der Hund rennt einem Jogger hinterher und hört nicht auf die Rufe seines Besitzers. Irgendwann entscheidet er sich doch, zu ihm zu kommen - dafür sollte das Tier nicht gelobt werden, denn es weiß dann nicht, dass sich das Lob nur auf das Zurückkommen bezieht. Auch ein ständiges Loben ist nicht förderlich, beispielsweise für einfache Befehle, der Hund befolgt. Das Haustier besonders und öfter zu loben sollte vor allem darauf beschränkt werden, wenn etwas Neues gelernt wurde.

Auch Leckerlis sollten in Maßen als Lobmittel verteilt werden, denn nach und nach kann es sonst dazu kommen, dass der Hund einen nur noch als "Futterspender" ansieht. Doch es ist die soziale Bindung zwischen Mensch und Tier, auf die es ankommt, erst wenn diese besteht, kann ein Lob richtig funktionieren. Mit Leckerlis kann man sich höchstens ein Verhalten des Tieres "erkaufen".

Wie man seinen Hund lobt, kommt auch auf die Rasse an, denn viele Hunderassen werden bei zu freudigem Lob aufgedreht, mit ihnen sollte man eher im ruhigen Ton umgehen. Andere wiederum mögen es, temperamentvoller belohnt zu werden, wie zum Beispiel mit Spielen.

Tierhaltung: So erziehen Sie Ihren Vierbeiner

Wenn man sich ein neues Haustier anschafft, sollten die Regeln sofort klar abgesteckt werden.

Gerade bei Hunden und Katzen ist es nach Expertenansicht wichtig, direkt von Anfang an die Weichen für das künftige Zusammenleben aufzustellen. Anstatt den Neuankömmling in den ersten Tagen übermäßig zu verwöhnen, sollte man ihn in Ruhe seine neue Umgebung erkunden lassen.

Falls schon andere Tiere im Haushalt leben, sollte man für getrennte Futternäpfe sorgen, damit keine Streitereien aufkommen.

Dem Hund "Schüttel dein Haar für mich" beibringen

Nach dem Gassigehen mit dem Hund leidet gerade bei schlechtem Wetter dann oft die Wohnung hinterher. Wasser und Schmutz werden in die Wohnung hineingetragen. Denn der Hund schüttelt sich in der Wohnung. Dieses lässt sich vermeiden, wenn Hundebesitzer ihrem Liebling das Kommando "Schüttel dein Haar für mich" beibringen.

Für dieses Kommando sollten die Hundebesitzer dann einen bestimmten Befehl wählen und das Tier auch jedes Mal schön loben, wenn es das Kommando richtig ausgeführt hat. Dann lernt der Hund auch nach gewisser Zeit auf dieses Kommando zu reagieren. Dies erklärt jetzt der Industrieverband Heimtierbedarf (IHV).

Beim Spaziergang zum Beispiel können Hundehalter das einüben. Wenn der Hund aus dem Wasser kommt und sich schüttelt, dann sollte man das Kommando aussprechen und hinterher das Tier loben. Dieser Schüttelreiz lässt sich bei vielen Tieren auch ganz bewusst auslösen. Der Hund lässt sich mit einem Handtuch gegen den Strich trockenreiben. Durch Schütteln ordnet er dann sein Fell hinterher selbst. Dazu beugen sich Hundebesitzer am besten von vorne her über den Hund, damit das Tier auch nicht flüchten kann.

Dem Hund das Betteln abgewöhnen

Wer beispielsweise nicht möchte, dass der Hund bei Tisch bettelt, darf diesem auch nicht "ausnahmsweise" - weil er so lieb guckt, weil Sonntag ist etc. - etwas vom Tisch füttern. Sonst nämlich lernt der Hund nur, dass es sich lohnt, zu betteln: Irgendwann kommt schon etwas, und er wird nur noch hartnäckiger in seinem Bemühen.

Insofern heißt es in diesem Falle: Den Hund ruhig, aber bestimmt auf seinen Platz schicken und ihn während des Essens ignorieren. Das Auf-den-Platz-Schicken wird jedes, wirklich jedes einzelne Mal wiederholt, wenn der Hund Anstalten macht, sich zu erheben und erneut um den Tisch herum zu schleichen. Nur konsequentes Wiederholen des Verbots vermittelt dem Hund: Betteln lohnt sich hier nicht.

Der Mensch übe sich in Geduld - und in Konsequenz

Hunde sind aber auch unglaublich ausdauernd, und so kann es sein, dass er es über Wochen, wenn nicht gar Monate immer wieder probiert. Der Mensch muss sich hier zusammenreißen, damit ihm nicht die sprichwörtliche Hutschnur platzt:

Schickt er den Hund nicht wie gewohnt ruhig, aber bestimmt auf seinen Platz zurück, sondern schimpft ihn aus, deutet der Hund dies als Aufmerksamkeit. Und negative Aufmerksamkeit ist ihm immer noch lieber, als gelangweilt auf seinem Platz zu liegen. Infolge wird er umso hartnäckiger Betteln kommen.

Hilfreich kann es sein, bestimmte Rituale einzuführen, auf die sich der Hund verlassen kann: Beispielsweise, dass er, nachdem er seine Menschen hat essen lassen, mit einem schönen Spaziergang oder einer Spieleinheit belohnt wird. Oder er bekommt immer dann einen Kauknochen zur Beschäftigung, wenn seine Menschen Abendessen.

Auch hier macht es die Wiederholung, und bald schon fordert der Hund seinen Knochen ein, während ihn das Betteln gar nicht mehr interessiert. Wichtig ist bei alledem: Was einmal "nein" war, sollte immer "nein" bleiben, und was bislang erlaubt war, nicht plötzlich verboten werden. Ein Hund braucht sich wiederholende, tägliche Rituale - und der Mensch manchmal etwas Geduld.

Hund bettelt am Tisch? Konsequenz hilft

Schwarzer Labrador-Hund liegt auf einem Rasen und beißt auf einem großen Knochen
Dog eat Bone on meadow © Carola Schubbel - www.fotolia.de

Den treuen Hundeblick legen viele Vierbeiner gekonnt auf, wenn es um die Nahrungsaufnahme geht. Sobald Herrchen oder Frauchen etwas Essbares genießen will, legen sie ihren bettelnden und flehenden Blick auf und versuchen ein Stück der Leckerei zu ergattern.

Wer seinem Hund das Betteln abgewöhnen möchte, sollte dabei vor allem konsequent sein. Wenn der Hund mit seinem Betteln einmal Erfolg hat und ein anderes Mal nicht, wird er sein Glück immer wieder versuchen. Am besten verweist man seinen Vierbeiner bei Essenzeiten auf einen Platz, der etwas entfernt des Tisches ist.

Dem Hund beibringen, stubenrein zu werden

Stubenreinheit ist eines der großen Themen in der Welpenerziehung. Es gibt mehrere Methoden, einem Hund beizubringen, sein Geschäft draußen zu verrichten.

Definitiv nicht dazu gehört die alte Unsitte, den Welpen mit der Schnauze in seine Pfütze zu tunken und dabei "Pfui" zu rufen. Hier lernt der Welpe nichts bis auf das Vertrauen zu seinem Frauchen oder Herrchen zu verlieren.

Lernen durch positive Bestärkung

Am Anfang muss der Welpe noch alle anderthalb bis zwei Stunden zum Lösen gebracht werden, außerdem nach jedem Schlafen, Spielen und Fressen. Schnappen Sie sich den Kleinen und tragen ihn in Windeseile vor die Tür, zu einem in der Nähe befindlichen Baum oder Rasenstück.

Löst er sich hier, veranstalten Sie eine große Party, überschlagen sich vor Lob und schieben ihm ein Leckerli in die Schnute. Löst er sich doch versehentlich auf dem Wohnzimmerteppich, wischen Sie es kommentarlos weg.

Diese Methode nennt man "Lernen durch positive Bestärkung". Nicht unklug ist es, während der erste Wochen bzw. Monate den Teppich zusammenzurollen - glatter Boden putzt sich leichter.

Löst sich der Hund direkt unter Ihrem Augen im Zimmer, können Sie ihn verbal durchaus mit einem "nein" oder "pfui" darauf hinweisen, dass Sie dies nicht wünschen. Körperliche Gewalt ist aber ebenso tabu wie das bereits angesprochene mit der Nase in die eigenen Hinterlassenschaften drücken.

Zurechtweisung nur unmittelbar nach Geschehen

Kommen Sie erst später ins Zimmer und es liegt schon eine Pfütze oder ein Häufchen da, sparen Sie sich bitte auch die verbale Schelte - der Hund kann schon Sekundenbruchteile nach der Handlung nicht mehr verstehen, wofür Sie ihn schimpfen. Entfernen Sie die Hinterlassenschaften kommentarlos und gehen Sie das nächste Mal noch zeitiger mit dem Hund vor die Tür.

Zum Entfernen hat sich beispielsweise Glasreiniger gut bewährt, denn die in ihm enthaltenen Duftstoffe überdecken den Geruch von Urin oder Kot, sodass ihn sich der Hund geruchlich nicht als Löseplatz merkt. Eher kritisch zu sehen ist die Methode, den Welpen in der Wohnung an eine Welpentoilette oder eine Zeitung, die im Laufe der Zeit immer kleiner gefaltet und immer näher an die Tür gelegt wird.

Mit beidem bringt man dem Hund bei, dass es in Ordnung ist, sich in der Wohnung zu lösen. Diese Hilfsmittel erschweren die Stubenreinheit eher als dass sie sie fördern.

Manchmal geht´s daneben: Wenn Bello vor Freude pinkelt

Hundewelpe und Katzenbaby zusammen auf der Couch
puppy and kitten © Hagit Berkovich - www.fotolia.de

Welches Herrchen oder Frauchen freut sich nicht, den geliebten Vierbeiner wiederzusehen? Hunden geht es da ganz ähnlich mit ihren "Lieblingsmenschen". Manchmal jedoch geht vor lauter Freude etwas daneben - einige Vierbeiner pinkeln regelmäßig in die Wohnung. Das ist besonders ärgerlich, wenn hierbei zum Beispiel ein teurer Perserteppich oder die naturbelassenen Holzdielen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Trotzdem sollten Hundehalter jetzt keinesfalls wütend werden und mit Bello schimpfen: Schließlich hat er nicht absichtlich in die Wohnung gepinkelt - ganz im Gegenteil, ein stubenreines Tier würde dies wohl kaum freiwillig tun. Eine Bestrafung ist deshalb absolut unangemessen. Ein lauter, aufgeregter Tonfall könnte die aufgedrehte Stimmung des Hundes zudem verstärken.

Die Begrüßung freudig erwidern oder den Hund gar loben sollten seine Besitzer aber ebenfalls nicht. Das könnte wie eine Belohnung wirken und das unerwünschte Verhalten auf Dauer sogar verstärken. Stattdessen empfehlen Experten, den Vierbeiner zunächst nicht zu beachten und sich derweil anderen Dingen zu widmen.

Erst, wenn die erste Aufregung abgeklungen ist, wird der Hund ganz normal begrüßt - allerdings ganz ruhig und entspannt. Wer stets so reagiert, der kann seinem Hund womöglich sogar die extreme Aufregung über das Wiedersehen nehmen und das Pinkeln eventuell verhindern helfen.

Dem Welpen das Schnappen abgewöhnen

Ein junger Hund wird solange als Welpe bezeichnet, wie er vom Muttertier gesäugt wird. Nach der Welpenzeit folgt das Junghundalter, dem sich die Geschlechtsreife anschließt. Der Erziehungsprozess sollte im frühen Welpenalter beginnen und als Junghund abgeschlossen sein.

Lern- und Gewöhnungsprozess

Der heimische Vierbeiner muss als Mitgeschöpf so früh wie möglich erzogen werden. Das natürliche Hundeverhalten ist in vielerlei Hinsicht mit einem Zusammenleben zwischen Mensch und Hund nicht vereinbar. Der Hund muss sich an seinen Halter gewöhnen und als Ergebnis der Erziehung wissen, was ihm erlaubt und verboten ist.

Da der Hund in dem Sinne keinen Verstand hat, ist für ihn der Lern- ein Gewöhnungsprozess. Durch immer erneute Wiederholungen derselben Situationen muss er erkennen und behalten, was er tun kann, und was er lassen muss.

Der Hund kann nichts erlernen, so wie der Schüler das Einmaleins, sondern er muss dorthin geführt werden. Er durchläuft eine Hundeschule, in deren Verlauf er die Gestik und Laute des Hundehalters erkennt und behält, sie also erlernt.

Schnappen als natürliche Verhaltensweise verstehen

Eine ganz natürliche Verhaltensweise des jungen Hundes ist das Beißen. Der Hund muss Schnappen und Beißen, weil das zu seinen Ernährungsgewohnheiten gehört. Er muss jedoch lernen und behalten, wann ihm das Schnappen erlaubt ist, und in welchen Situationen nicht.

So früh wie möglich mit dem Training beginnen

Auch das Hundegehirn entwickelt sich mit zunehmendem Alter. Es ist wie die Festplatte eines PCs, die zunächst leer ist. Auf ihr, also im Hundegehirn, werden in einem möglichst frühen Stadium Können und Wissen gespeichert - der Welpe muss also so früh wie möglich mit dem Lernen beginnen.

Ein Verzicht auf das Schnappen beziehungsweise das Wissen, wann es nicht angesagt ist, gehört zum sozialen Hundeverhalten. Um das zu vermitteln, gibt es verschiedenartige Möglichkeiten.

Der Welpe muss frühzeitig erkennen, nach welchem Gegenstand er schnappen kann. Den sollte ihm der Hundeerzieher anbieten. Geeignet dazu sind das Gummispielzeug, ein Ball, oder eine geknotete Wollsocke.

Schnappt der Welpe unerlaubt, beispielsweise in Fuß oder Wade, muss er mit einem kurz und klar artikulierten "Nein" gebremst werden. Gleichzeitig wird ihm der erlaubte Gegenstand angeboten, den er sich schnappen kann. Schnappt er zu, wird er dafür gelobt.

Die akustische Alternative ist ein Klicker, mit dem ein Geräusch in Form eines Klicks erzeugt wird. Zusammen mit dem Klickgeräusch wird der Welpe verbal gelobt und erhält ergänzend dazu ein Leckerli.

Der Lerneffekt liegt darin, dass der Welpe diejenigen Gegenstände kennt und behält, die für sein Beißen und Schnappen erlaubt sind - alle anderen scheiden als unerlaubt aus.

Erziehung parallel zur Vertrauensbildug

Die Erziehung des kleinen Welpen sollte sehr behutsam geschehen, weil sie parallel mit der Vertrauensbildung zwischen Hund und Hundehalter einhergehen muss. Hilfreich ist es, dem Welpen ein Gegenstand vor den Fang, also vor sein kleines Maul, zu halten. Sein Beiß- und Schnappverhalten ist der normale und ganz natürliche Verhaltensmechanismus. Der muss gehemmt, also in soziale Bahnen gelenkt werden.

Diese Beißhemmung ist nicht angeboren, sondern sie muss geübt und anerzogen werden. Ein kurzes Kommando wie "Nein", zusammen mit dem gleichzeitigen Griff unter den Fang, hat zur Folge, dass das Kinn nach hinten geschoben wird und der Welpe sich zwangsläufig setzen muss. Diese Haltung und die damit verbundenen Folgen muss er sich merken, daraus lernen und sie behalten.

Lernen und belohnen

Lernen und belohnen müssen zeitlich unmittelbar aufeinander folgen. Der Welpe muss beides miteinander assoziieren, sich daran gewöhnen und behalten. Bei mehreren Familienangehörigen ist es wichtig, dass sich in dieser Erziehungsphase alle an dasselbe Schema halten. Wenn gelobt wird, dann immer auf dieselbe Weise - ansonsten wird der Welpe verzogen oder gar nicht erzogen.

Er weiß nicht, was richtig oder falsch ist und fällt in das natürliche Verhaltensmuster von Beißen und Schnappen zurück. Er weiß nicht, was er letztendlich behalten soll.

Fazit

Dem kleinen Welpen das Schnappen abzugewöhnen ist ein Mix aus Erziehung, Verständnis und Konsequenz. Der liebevolle Hundehalter kennt seinen Welpen und sieht, dass der bemüht ist, alles oder möglichst viel richtig zu machen.

Die Erziehung sollte daher als ein verständnisvoller Weg gesehen werden, dem Hund schon im ganz jungen Alter das für sein späteres Leben notwendige soziale Verhalten beizubringen.

Kurzes Gassigehen ist im Winter besser

Weißer Hund im Schnee, Golden Retriever
Smiling dog © tstockphoto - www.fotolia.de

Hunde benötigen auch in der kalten Jahreszeit Auslauf. Wichtig ist nur, dass man den Spaziergang im Winter ein wenig verkürzt und dafür öfters nach draußen geht. Sobald der Hund zum zittern anfängt, sollte man das Gassi gehen sofort abbrechen.

Dieser Rat kam vom Deutschen Tierschutzbund. Die Kälte ist besonders schlimm für ältere und kurzhaarige Hunde. Sie leiden bei Frost genauso wie Menschen. Deswegen lohnt sich teilweise auch ein Hundemantel. Zuhause angekommen muss man den Hund abtrocknen und dafür sorgen, dass er nicht mit Zugluft in Berührung kommt. Sonst bekommt dieser eine Erkältung.

Winterliche Pflege für empfindliche Hundepfoten

Weißer Hund im Schnee, Golden Retriever
Smiling dog © tstockphoto - www.fotolia.de

Im Schnee ist mit dem geliebten Vierbeiner immer Spaß garantiert. So gut wie jeder Hund liebt es sich vollkommen dem weißen Naturschauspiel hingeben zu dürfen. Doch Eis und Schnee haben auch ihre Tücken.

Tierpfoten sind sehr empfindlich und leiden schnell einmal unter dem gestreuten Split und Salz. Gesundheitsschädigend ist auch das Auflecken dieser Streuprodukte von den Pfoten. Magenschäden wären hier die Folge.

So schützen Sie Ihren pelzigen Freund

Damit ein winterlicher Spaziergang ohne Schaden für den Hund unternommen werden kann, sollte eine vorherige Pflege der Pfoten stattfinden. Spezielle Salben und Vaseline eigenen sich hierfür hervorragend.

Vor dem Eincremen der Ballen ist ein Kürzen des Fells zwischen den Zehen anzuraten. Obwohl oftmals auch Teebaumöl als Pflege angeraten wird, sollte dieses auf Grund seiner toxischen Wirkung beim Tier nicht zum Einsatz kommen.

Ein Spaziergang in der Kälte kann kranke, alte und spärlich behaarte Hunde zum Frieren bringen, weswegen in diesen Fällen auch eine Hundekleidung angebracht wäre. Im Anschluss an den Spaziergang hilft es dem Tier, wenn seine Pfoten mit handwarmem Wasser abgewaschen werden.

Können Hunde schwitzen? So kommen Vierbeiner gesund durch den Sommer

Junge umarmt seinen Hund, Golden Retriever
Boy and Golden Retriever © sonya etchison - www.fotolia.de

Menschen können ihre Körpertemperatur durch Schwitzen regulieren. Hunde haben Schweißdrüsen nur an den Pfoten – um sich abzukühlen, nutzen sie die Zunge. An heißen Tagen hecheln sie zehn Mal so schnell wie sonst.

Damit die Tiere die sommerliche Hitze gut überstehen, kann aber auch der Mensch etwas tun.

Wasser – zum Trinken und Baden

Gesunde Hunde fühlen sich auch im Sommer draußen wohl. Sie sollten allerdings jederzeit frisches Wasser zum Trinken haben. Manche Tiere mögen zudem eine erfrischende Dusche oder ein Bad. Ältere oder übergewichtige Hunde leiden oft unter Kreislaufproblemen – für sie sollte deshalb ein schattiges Plätzchen reserviert sein.

Spaziergänge in der Mittagshitze sind für alle Hunde eine Strapaze. Einkäufe oder Besorgungen verlegt man deshalb im Sommer in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Fellpflege ist gefragt

Wenn Hunden heiß wird, erkennt man das nicht nur am Hecheln und feuchten Pfotenabdrücken. Auch im Fell staut sich die Hitze. Je dicker der Pelzmantel ist, desto mehr Bakterien können sich außerdem entfalten.

Um das Wohlbefinden seines Gefährten zu verbessern, sollte der Hundehalter im Sommer deshalb besonders genau auf die Fellpflege achten.

Manche Rassen mögen es, wenn das Fell im Sommer gestutzt wird. Aber Achtung: die Haare sind auch ein wichtiger Schutz vor Sonnenstrahlen und lästigen Insekten. Ganz abrasieren sollte man die Pracht daher nicht.

Regelmäßiges Trimmen und Ausbürsten machen es dem Hund bei Hitze jedoch leichter. In der abgestorbenen Unterwolle und auf der Haut vermehren sich sonst Bakterien, die zu Entzündungen führen können. Erkennbar sind diese am intensiver werdenden Geruch.

Hund darf während der Arbeitszeit nicht im Auto bleiben

Kraftfahrzeug und Transportbox sind für die längerfristige Unterbringung eines Hundes nicht geeignet

Kleiner weiß-brauner Hund guckt aus Autofenster
Dog sticking his head our of a car window © holdeneye - www.fotolia.de

Hunde gehören während der Arbeitszeit nicht ins Auto. Dies hat das Verwaltungsgericht (VG) Stuttgart entschieden (Az.: 4K 2755/14). Ein Kraftfahrzeug ist nach Ansicht der Richter für die Unterbringung eines Hundes nicht geeignet. Sie könnten sich dort nur eingeschränkt und nicht spontan bewegen.

Anzeige durch Peta

Im aktuellen Fall sperrte ein 41 Jahre alter Mann aus Amstetten (Alb-Donau-Kreis) seine dreijährige Weimaraner-Hündin Cosima während seiner sieben Stunden währenden Arbeitszeit in eine enge Box, die sich in seinem Auto befand. In seiner Mittagspause ging der 41-Jährige mit der Hündin spazieren, in Raucherpausen besuchte er sie. Eine Kollegin des Mannes meldete die Zustände der Tierschutzvereinigung Peta, die ihn anzeigte.

Risiko für das Tier

Das VG entschied jetzt, dass eine solche Box lediglich zum Transport des Tieres geeignet sei. Auf die individuelle Situation, etwa, ob der Kläger mit der Hündin in seinen Pausen spazieren geht, komme es nicht an. Das Risiko, dass dem Vierbeiner etwas passiere, sei einfach zu groß.

Winterspaziergänge mit dem Hund: Was braucht das Tier in der Kälte?

Mit diesen Hinweisen kommen Sie und Ihr Vierbeiner sicher und glücklich durch den Winter

Weißer Hund im Schnee, Golden Retriever
Smiling dog © tstockphoto - www.fotolia.de

Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft sind für Hundebesitzer Teil des Alltags, denn ihr Vierbeiner benötigt Auslauf. Doch im Winter beherrschen eisiger Wind und Schnee das Bild und viele Besitzer sorgen sich um die Gesundheit des Hundes. Braucht der Hund eine Wärmedecke? Immerhin müssen Frauchen und Herrchen sich auch dick einpacken, wenn es nach draußen geht.

Winterkleidung für den Vierbeiner?

Bis auf wenige Zuchtrassen benötigt der Großteil der Hunde keine "Winterkleidung". Die Natur hat sie mit einem wärmenden Fell ausgestattet und dieses dient als dichter Kälteschutz - selbst bei Wind. Verfügt das Tier über keine oder nur wenig Unterwolle, ist gegen ein praktisches Mäntelchen nichts einzuwenden.

Wichtig: Wohlbefinden geht hier natürlich vor Optik!

Doch es ist nicht nur das Fell, das die Hunde sicher gegen Kälte schützt, sondern auch ihr natürlicher Bewegungsdrang. Beim Spaziergang ist der Hund nahezu pausenlos in Bewegung und die Muskeln produzieren entsprechend Wärme.

Der Kreislauf ist angeregt und das warme Blut zirkuliert sicher durch den ganzen Körper. Hundebesitzer müssen daher beim normalen Gassigehen auch im Winter keine Angst haben.

Nicht draußen warten lassen!

Anders sieht es aus, wenn Frauchen und Herrchen ihren Vierbeiner nicht nur zum Spaziergang mitnehmen, sondern das Gassigehen direkt mit Einkäufen verbinden wollen. Auf keinen Fall sollte der Hund im tiefsten Winter vor dem Geschäft angeleint werden.

Er kann sich so nicht ausreichend bewegen und muss sich längere Zeit auf den kalten Boden setzen. Auch das Fell kann hier nicht ausreichend sein und es drohen Blasen- und Nierenentzündungen.

Pfotenpflege im Winter

Ein anderer Fakt, den es bei Winterspaziergängen immer zu beachten gilt: Sobald Schnee liegt, streuen die Menschen regelmäßig, um Fußgänger vor der Glätte zu schützen. Für die nackten Hundefüße aber ist Streuzahl nicht gut, den die Ballen der Pfoten kommen direkt damit in Kontakt. Nach jedem Spaziergang sollten die Pfötchen daher

  1. mit lauwarmen Wasser vom Salz befreit und
  2. am besten mit pflegender Pfotencreme eingerieben werden.

Hunde im Gemeinschaftsgarten anleinen

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat einer Klage zur Anleinpflicht im heimischen Garten stattgegeben. Geklagt hatte ein Elternpaar, welches den Garten mit einer anderer Partei teilt, die einen Berner Sennenhund besitzt und diesen nicht angeleint im gemeinsamen Garten haben laufen lassen.

Nun muss der Hund, wie nun jeder andere große Hunde auch, in einem Gemeinschaftsgarten an die Leine gelegt werden! Grund hierfür ist, dass niemand eine Garantie dafür geben könnte, dass keine Gefahr von dem Tier für andere Menschen besteht.

Folgende Auflagen sind noch zu beachten, die Hundeleine darf nicht länger als drei Meter sein und der Hundeführer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Auch nachweislich ausgebildete Hunde müssen nun angleint sein.

Urlaub mit Hund - Tipps für fremde tierische Begegnungen

Der Urlaub mit Hunde sollte gut geplant sein, Hundehaftpflichtversicherungen sichern nochmal ab

Hund mit Sportbrille lehnt während der Autofahrt aus dem Seitenfenster
Happy © Natallia Vintsik - www.fotolia.de

Dass ein Urlaub in der Regel gut geplant sein möchte versteht sich fast von selbst. Eine Tatsache, die allerdings besonders dann zutrifft, wenn man mit seinem geliebten Hund in die wohlverdienten Ferien fährt. Vieles ist neu und besonders in den Begegnungen mit anderen Tieren kann es durchaus zu Reibereien kommen.

Möchte man seinen Urlaub in Ländern wie Italien, Russland oder auch Bulgarien verbringen, lohnt es sich vorab zu informieren, ob es im ausgesuchten Urlaubsgebiet viele streunende Hunde und Tollwutgefahr gibt. Ebenfalls kein unerheblicher Punkt ist es, wenn man sich in Regionen mit vielen Schafherden befindet.

Da es dort zumeist Hirtenhunde gibt, sollte man seinen eigenen Vierbeiner lieber anleinen, da es sonst durchaus zu Verteidigungsangriffe durch die Hirtenhunde kommen kann. Ein weiterer Punkt stellen Kleintiere dar, die sich beim Gastgeber befinden können. Selbst der liebste Wauzi kann zum Jäger werden, wenn sich Hamster oder Mäuse in seiner Nähe befinden. Zu guter Letzt heißt es auch vorab zu üben in einem Bus zu fahren, sofern man nicht selbst mit dem Auto anreist.

Hundehaftpflichtversicherung abschließen

Oftmals kommt es hier zu unerfreulichen Begegnungen mit anderen Hunden, besonders auch dann, wenn der eigene Hund derartige nahe Kontakte zu seinen Artgenossen nicht gewöhnt ist. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, sollte am besten eine Hundehaftpflichtversicherung inkl. Mietschäden abschließen, denn so ist man zumindest im Schadensfall durch den eigenen Hund abgesichert.

Rügen - Urlauber sollen zukünftig für ihre Hunde zahlen

Die deutsche Insel Rügen ist sehr beliebt unter Urlaubern, auch Hunde sind dort willkommen, tragen aber in erheblichem Maße zu einem Anstieg der Reinigungskosten bei. Viele Orte haben sich daher dazu entschieden eine Kurtaxe für Hunde einzuführen, die von den Besitzern zu entrichten ist, damit ein Teil der Reinigungskosten auf diese Weise gedeckt werden.

Die Orte Thiessow und Binz bitten Hundebesitzer schon länger zur Kasse. In Thiessow zahlen sie einen Euro am Tag und in Binz sogar nur 50 Cent. Jetzt will auch das Nachbarörtchen Göhren Geld sehen.

Wenn Hunde beißen, haften beide Halter

Hundebesitzerin bekommt 2.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, wird aber mit verantwortlich gemacht

Nahaufnahme Schnauze eines Hundes, Höllenhund
hellhound © Photo Ambiance - www.fotolia.de

Gehen Hunde verschiedener Besitzer beim Spazierengehen aufeinander los und verletzen dabei auch einen der Hundehalter, muss sich dieser die Gefahr, die von seinem Hund ausging, anrechnen lassen. So entschied das Amtsgericht München, das einen Fall zu bearbeiten hatte, bei dem eine Frau in die Hand gebissen wurde.

Richter halten 2.000 Euro Schmerzensgeld für angemessen

Die Hundehalterin erfasste ihr Tier, dass sich mit einem anderen Hund biss. Als sie das Tier festhielt, kam der andere Hund auf sie zu und biss in die Hand der Frau. Diese erlitt dabei eine Blutvergiftung, die sie für drei Monate bei der Arbeit einschränkte.

Da sie die 750 Euro, die ihr die Haftpflichtversicherung der anderen Hundehalterin zahlte, als zu wenig empfand, klagte sie vor Gericht auf die Zahlung von weiteren 2.250 Euro. Die Richter aus München sprachen ihr davon 1.250 Euro zu, auf den Rest müsse sie verzichten, da der Vorfall zum Teil auch auf die Aggressivität ihres Hundes zurückzuführen sei. 2.000 Euro Schmerzensgeld insgesamt seien daher angemessen.

Wenn der eigene Hund verschwindet

Wenn der eigene Hund entwischt, geraten viele Menschen in Panik. Doch ihr Vierbeiner ist nicht so hilflos, wie manche Besitzer denken. Meist finden Bello und Fifi von ganz allein wieder zurück, in anderen Fällen sind sie schon einmal nach Hause gelaufen.

Sollte der Hund dennoch vorläufig verschwunden sein, sollten sich Halter zu der Stelle begeben, an der das Tier verloren gegangen ist. Sollte man kein Zeit haben, hilft es häufig schon, eine Decke oder ein Kleidungsstück samt Leckerli dort hinzulegen und später zurückzukehren.

Falls der Hund stundenlang unauffindbar bleibt, sollten Besitzer Zettel mit einem Foto und der Angabe, wo und wann ihr Haustier verschwunden ist, aufhängen. Auch Nachfragen bei Veterinären oder Tierheimen bringen den Ausreißer nicht selten zurück.

Empfehlenswert ist auch das "Chippen" des Hundes. Dabei setzt ein Tierarzt einen kleinen Chip in das weiche Gewebe unter dem Nackenfell oberhalb der linken Schulter ein. Den Mikrochip können Tierärzte auslesen und den Hund nach Hause vermitteln. Die Registrierung des Vierbeiners erfolgt in einer Datenbank. Speziell in Deutschland sind folgende Anbieter für ihre Registrierungsdienste bekannt: das Deutsche Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes sowie die Tierhilfsorganisation Tasso e.V.

Hundehalter und ihre Vierbeiner: So vermeiden Sie Konflikte mit anderen

Obwohl der Hund seit vielen Jahrzehnten als beliebtes Haustier und als bester Freund der Menschen gilt, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Hundebesitzern und anderen, die mit dem Vierbeiner nichts anfangen können. Viele Hundehalter sind sich gar nicht darüber im Klaren, dass ihr geliebter Bello bei anderen Menschen durchaus Angst auslösen kann und ein lässig hingeworfenes "Der tut nix!" höchstens für noch mehr Ärger sorgt.

So sollten Hundehalter ihr Tier dazu erziehen, beim Spaziergang nicht fröhlich bellend auf fremde Menschen zu zulaufen oder einem Jogger nachzurennen - dieser kann sich durchaus verfolgt fühlen. Ganz wichtig, besonders bei großen Hunden, ist, dass ihnen das Anspringen abgewöhnt wird, das vielen Menschen unangenehm ist. Bei kleinen Hunden ist dagegen ihr Kläffen häufig Stein des Anstoßes. Hunden, die gerne bellen, sollte ein "Aus!"-Kommando beigebracht werden - und ihr Kläffen ansonsten mit Schweigen bedacht werden um den Hund nicht weiter anzuspornen.

Der Jagdtrieb lässt viele Hunde hinter Joggern, Radfahrern oder dem Ball spielender Kinder nachlaufen. Kann der Besitzer den Hund nicht mit "Bei Fuß!"-Kommandos bei sich behalten, muss er an die Leine genommen werden - das gebietet die Rücksicht. Von Kleinkindern sollten Hunde ohnehin möglichst ferngehalten werden, auch von den eigenen. Kinder können einem Hund unbedacht wehtun und der Vierbeiner schnappt zu - bei kleinen Kindern dann häufig ins Gesicht, das sich auf Augenhöhe befindet.

Traurig - so ergeht es kleinen Welpen im Versuchslabor

Die Aufnahme eines Laborwelpen - worauf man achten sollte

Schwarzer Hundekopf guckt nach links, Menschenhand stupst auf die Hundenase
wet nose © davidcrehner - www.fotolia.de

Wir alle denken uns sicher: So schön wird das Leben eines Tieres im Versuchslabor sicher nicht sein. Doch so richtig geschockt ist man erst, wenn man einige Details präsentiert bekommt.

Die ersten Reaktionen

Es ist über diverse Organisationen möglich, einen kleinen Hund aus dem Laborleben heraus und in ein normales Familienleben zu integrieren. Was man dann bei dem kleinen Fellknäuel erlebt, lässt Rückschlüsse zu, was das Tier in der Zeit im Labor wohl erlebt hat. Besitzer eines ehemaligen Laborhundes sagten, das Tier sei zu Beginn verstört durch die plötzliche Freiheit. Fremde Geräusche von der Straße, frische Luft, andere Hunde im Park - das alles überfordert das Tier sehr. Sie begegnen der Menschenhand mit Scheu und Misstrauen.

Das große Bedürfnis nach Zuwendung

Haben sie sich jedoch an den neuen Besitzer gewöhnt, brauchen sie mehr Streicheleinheiten als jedes andere Tier - das zeigt den ungeheuren Liebesentzug, den das Tier zuvor erlitten hatte. Wer darüber nachdenkt, sich einen Hund zu zulegen, sollte darüber nachdenken, einen „Laborhund“ zu sich zu nehmen. Die Erziehung ist natürlich oft schwieriger, jedoch haben die Tiere es verdient, ein Leben außerhalb des Käfigs kennenzulernen.

Tierschutzvereine

Es gibt zahlreiche Vereine, die sich darum kümmern, dass die armen Tiere ein würdiges Leben leben können. Sie können sich zum Beispiel an Laborbeaglehilfe e.V. wenden oder einfach bei Tierschutzorganisationen nachfragen, wie Sie helfen können.

Dem Hund beibringen, auch mal allein sein zu können

Allein bleiben liegt nicht in der Natur des Rudeltiers Hund. Entsprechend schwer ist es, ihn ans Alleinbleiben zu gewöhnen. Es gibt im modernen Alltag allerdings Situationen, in denen man den Hund mal für kurze Zeit zu Hause lassen muss, beispielsweise während eines Arztganges. Nicht immer hat man hier einen Hundesitter zur Hand.

Zwar sollte man einen Hund nie mehr als drei bis vier Stunden allein lassen, aber diese Zeit sollte er schon mal durchhalten können, ohne vor Angst oder Frust das Mobiliar zu zerlegen bzw. die Nachbarn mit Dauerbellen zu behelligen. Das Alleinsein bringt man dem Hund in winzig kleinen Schritten bei, und es verlangt Wochen, wenn nicht gar Monate der Übung, bis er klappt.

Anfänglich wird Ihnen der Hund immer wieder hinterhereilen aus dem Gefühl heraus, er könnte etwas Entscheidendes verpassen. Führen Sie Ihren Hund zurück zu seiner Decke und geben Sie ihm das Kommando dort zu bleiben. Verlassen Sie dann wieder das Zimmer und bleiben Sie ein paar Minuten außerhalb seines Blickkontaktes.

Wiederholen Sie diese Übung so lange, bis Ihr Hund auf seiner Decke bleibt, ganz egal, ob Sie das Zimmer verlassen. Nur wenn Sie Ihren Hund rufen, sollte sich das Tier zu Ihnen bewegen. Erweitern Sie die Übung und verhalten Sie sich vollkommen still im Nebenzimmer.

Alleinbleiben lernen - von einem Zimmer bis zur ganzen Wohnung

Begonnen wird mit einem Zimmer der Wohnung. Hier hält man sich gemeinsam mit dem Hund auf.

Im Idealfalle ist die die Situation entspannt, der Mensch sitzt im Sessel und liest etwas, der Hund döst. Plötzlich erhebt sich der Mensch und geht aus dem Zimmer. Dabei schließt er hinter sich die Zimmertür.

Hunde, die nicht allein bleiben können, fangen jetzt an zu heulen oder zu bellen. Auch wenn man die Tür am Anfang der Übung lediglich für eine oder zwei Minuten schließt, gilt es, eine Bell-Pause abzupassen, wenn man sie wieder öffnet.

Sonst hätte der Hund das Gefühl, den Menschen mit seinem Gebell zurückgerufen zu haben und wird das nächste Mal nur umso stärker bellen. Diese minutenkurze Übung wiederholt man unzählige Male, bis der Hund einen Zusammenhang zwischen still sein und Wiederkommen des Menschen hergestellt hat.

Die nächste Stufe besteht darin, den zeitlichen Rahmen auszudehnen. Hält es der Hund fünf oder sogar zehn Minuten ohne zu bellen allein im Zimmer aus, ist das schon sehr gut.

Bei der nächsten Stufe macht man das selbe mit Flur und Haustür. Am Anfang wird man noch im Treppenhaus sitzen und auf Bellpausen lauschen, später kann man auch mal zum Briefkasten oder zum Mülleimer gehen, bis es möglich ist, auch mal den Supermarkt zu besuchen. Kommt man heim, sollte der Hund nicht besonders intensiv begrüßt werden - schließlich will man ihm vermitteln, dass das Kommen und Gehen von Herrchen oder Frauchen eine ganz normale Situation ist.

Viele Hunde lieben Geräusche und Bewegung. Legen Sie eine CD ein oder schalten Sie eine DVD an und gehen Sie für eine halbe Stunde nach draußen, um zum Beispiel einzukaufen.

Ihr Hund wird vermutlich in den ersten zehn Minuten fiepen und bellen. Er wird sich aber dann auf die Geräuschkulisse einlassen und sich nicht so allein fühlen, als wenn es in der Wohnung mucksmäuschenstill wäre und nur die Geräusche außerhalb der Wohnung zu hören wären.

Obsession - Wenn ein Hund zu sehr liebt

Die Hauptsorge des Hundes ist das Alleinsein, da er dies nicht kennt und befürchtet, in diesem Zustand verweilen zu müssen. Also muss ihm versichert werden, dass die Bezugsperson immer zurückkommt.

Mit Unterstützung trainieren

Am einfachsten geht das, wenn man eine weitere Person zu Hilfe nehmen kann, die im Umgang mit Hunden nicht ungeübt ist. Eben diese wartet dann vor dem Laden mit dem Hund, während das Herrchen oder Frauchen, nachdem versichern des baldigen Wiederkehrens gegenüber dem Hund, selbigen betritt.

Zu Beginn sollte man mit kurzen Zeitabständen beginnen und dem Hund nicht zu viel zuzumuten; dies kann je nach Hund variieren und sollte anhand seiner Toleranz festgelegt werden. Während des Wartens sollte dem Hund beruhigend zugesprochen, er ebenso gestreichelt und ihm immer wieder beteuert werden, das sein vermisster Mensch gleich zurück ist.

Dieser sollte den Hund dann beim Wiederkehren auch sofort für sein Warten, das möglichst ohne Winseln oder Gebell vonstatten ging, belohnen. Diese Prozedur ist gleich mehrmals am Tag durchzuführen - zwei bis drei Mal dürfte für den Anfang genügen, da der Stressfaktor dabei ziemlich hoch sein kann.

Alleine trainieren

Sollte man alleine vor diesem Problem stehen, bleibt die Prozedur dieselbe, allerdings wird sie zeitintensiver, da der Vorteil der beruhigenden Person nicht vorhanden ist und somit die Wartezeit bedeutend kürzer angesetzt werden muss. Dadurch ist auf den Eintritt des Erfolgs bedeutend länger zu warten.

Kontinuierlich, auf den Hund und dessen Erfolg angepasst, sollte man die Intervalle und Zeitabstände erhöhen. Bald ist sich der Hund im Klaren darüber, dass das Herrchen oder Frauchen stets wiederkehrt.

Hunde allein in der Wohnung - so gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner daran

Nahaufnahme Hundepfote
pfote © artivista | werbeatelier - www.fotolia.de

Hunde sind in Deutschland nach wie vor die beliebtesten Haustiere. Die Vierbeiner in allen Größen und Farben werden schnell zum Familienmitglied und bereichern den Alltag. Allerdings sind viele Frauchen und Herrchen nicht den gesamten Tag zuhause und dann heißt es für den Hund, in der Wohnung zu warten. Wer kein eigenes Grundstück hat, dem bleibt in der Regel auch gar nichts anderes übrig. Was für die Vierbeiner sehr anstrengend sein kann, hat auch für Menschen so einige negative Konsequenzen.

Viele Hunde neigen nämlich aus Frust und aus Langeweile dazu, die Stunden allein daheim zum Toben zu benutzen. Das kann Möbel, Wände und Gegenstände in Mitleidenschaft ziehen. Auch das klassische Kauen auf den Schuhen gehört für einsame Hunde schnell zum Alltag.

Tierexperten sehen kein Problem, Hunde allein in der Wohnung zu lassen, allerdings müssen die Besitzer hier erzieherisch tätig werden. Ganz zentral ist es, dass der Hund bereits früh daran gewöhnt wird, dass sein „Rudel“ für mehrere Stunden am Tag nicht da ist. Kennt er diesen Zustand bereits als Welpe, wird ihm das als Erwachsener nicht mehr so schwer fallen. Außerdem entsteht so schneller die Gewissheit, dass die Besitzer immer wieder zurückkehren.

Außerdem sollte der Hund nicht immer ausgeschimpft werden, wenn er an etwas nagt. Das ist ein natürliches Verhalten und dient der Reinigung der Zähne. Wichtig ist, dass der Hund von Anfang an lernt, was angenagt werden darf und was tabu ist. So steigen auch die Chancen, dass er in der Abwesenheit nicht an Gegenstände geht, die er als verboten erlernt hat.

In eigener Gesundheitssache: darf der Hund im Bett des Haltes schlafen?

So schnell wie der Vierbeiner in das eigene Leben tritt, so schnell setzt er sich im Herzen des Menschen fest und darf auf einmal nahezu Grenzenloses. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich im Vorfeld oder einfach jetzt für einen Augenblick der Gefahren der unkontrollierten Nähe zwischen Mensch und Haustier bewusst werden.

Auch wenn das Risiko gering ist, können Hunde verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen. Dazu gehört zum Beispiel die Zoonose. In einem anderen Fall erkrankte ein Mann an Meningitis, nachdem sein Hund, nachts im Bett liegend, an dessen Beinwunde leckte.

Einige dieser Erkrankungen sind sehr selten. Es gibt deutlich mehr Situationen, aus denen keine Krankheiten resultieren. Die Wahrscheinlichkeit sich von seinem Partner mit einer übertragbaren Krankheit anstecken zu lassen, ist größer als die Wahrscheinlichkeit durch sein Haustier zu erkranken.

Das geringste Risiko einer Übertragung ist dann gegeben, wenn das Tier gesund ist. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sollten daher selbstverständlich sein.

Ob der Haustierhalter seinen Hund bei sich im Bett schlafen lässt, ist ihm wohl selbst überlassen. Er sollte jedoch darauf achten, dass mögliche Wunden nicht mit dem Tier bzw. seinem Speichel in Berührung kommen. Bei einer Erkrankung sollte der Vierbeiner dann das Bett verlassen, wenn seine Gegenwart die Krankheit verschlimmern könnte.

Hunde-Erziehung mal einfach

Ein Überblick verschiedener Hilfsmittel zur Hundeerziehung

Schwarzer Hund mit Stock im Maul auf grüner Wiese
Hundesenior mit Stöckchen © Carola Schubbel - www.fotolia.de

Obwohl der Hund der beste Freund des Menschen ist, reden beide häufig aneinander vorbei. Damit das ein Ende hat, gibt es mittlerweile eine große Zahl an Hilfsmitteln, den Vierbeiner richtig zu erziehen.

"Clicker" und "Halti-Harness-Geschirr"

Mit 4 Euro ist der "Clicker" die günstigste Hilfe. Ein Klickgeräusch verrät dem Hund, dass er etwas richtig gemacht hat und baut somit eine gute Beziehung zwischen Mensch und Tier auf. Ein "Halti-Harness-Geschirr" ist für zerrende Hunde besonders geeignet. Mit ihm ist es möglich, Hunde richtig und ohne Ziehen an der Leine zu führen.

"Kong" und "Spraycommander"

Der "Kong" ist ein mit Futter befüllbares Spielzeug, das den Vierbeiner in brenzlichen Situationen ablenken und den Ernährungs- und Beutetrieb stärken soll. Das mit bis zu 250 Euro teuerste Hilfsmittel ist ein "Spraycommander". Er erzieht den Hund, indem er ihn im richtigen Verhalten durch einen netten Piepton bestärkt und ein Leckerli freigibt. Ist das Verhalten des tierischen Freundes nicht angemessen, ertönt ein schrill pfeiffender, sehr unangenehmer Ton.

Mit diesen Hilfsmiteln sollte die Hundererziehung zukünftig ein entspanntes Vergnügen für Zwei- und Vierbeiner werden.

Dogdancing - der neue Trend auf der Hundemesse

Auch wenn die Hundemesse "Doglive" erst am kommenden Wochenende in Münster veranstaltet wird, ist schon jetzt klar, welcher neue Trend sich durchsetzen wird: Das sogenannte Dogdancing, also das Tanzen mit dem Vierbeiner scheint schwer im Kommen zu sein.

Ursprünglich aus den USA hat die Hundesportart, die ganz auf Rhythmus und Taktgefühl von Vier- und Zweibeiner setzt, auch in Deutschland bereits viele Anhänger gefunden.

Zur Musik werden Kunststücke, wie der Beinslalom oder waghalsige Drehungen auf den Hinterbeinen vorgeführt. Der Musikstil ist dabei allerdings nicht entscheidend, sondern vielmehr, dass Mensch und Hund gemeinsam Spaß haben und Sport treiben - ob nun zu Klassik oder Rock.

Weitere Programmpunkte auf der Hundemesse werden eine Hundegala, eine Hunde-Modenschau und der Parcours-Wettbewerb sein. Zudem werden rund 150 Aussteller die neuesten Mode- und Fortbewegungstrends für die Vierbeiner präsentieren.

Amerikanischer Fernsehsender entwickelt erstes Hundefernsehen

Rund 46 Millionen Hunde leben derzeit in amerikanischen Haushalten. In vielen Fällen sind die Besitzer berufstätig und der Hund den ganzen Tag allein zu Haus. Damit sich der Vierbeiner nicht langweilt und Unsinn macht, lassen viele den Fernseher oder das Radio an. Studien jedoch haben gezeigt, dass Hunde zumindest beim Fernsehen in der Regel lediglich ein Flimmern wahrnehmen.

Die Idee des Hundefernsehens hat das US-Medienunternehmen PTV Media nun ausgebaut und "DogTV", einen Fernsehsender speziell für Hunde, ins Leben gerufen. Das Programm teilt sich in verschiedene Segmente, in denen beispielsweise Alltagssituationen mit Hunden gezeigt werden und auch alltägliche Geräusche wie Türklingeln, Verkehrslärm oder Kindergeschrei vorkommen. Auch ein Entspannungssegment, in dem dem Vierbeiner schlafende Artgenossen, Naturszenen und sanfte Musik vorgespielt werden, bietet der Kabelsender. Das Programm wurde extra auf die Vierbeiner zugeschnitten. So wurde beispielsweise ausschließlich aus der Hundeperspektive gefilmt. Die Farben der Bilder wurden gedimmt und die hochfrequenten Töne der Musik herausgefiltert. Zudem gibt es keine Werbefilme.

Bislang können rund eine Million Haushalte in San Diego DogTV empfangen. Da der Sender bislang aber sehr gut läuft, überlegt das Unternehmen das Programm landesweit auszustrahlen. Einige Haustierbesitzer berichten bereits, dass ihre Hunde durch DogTV viel entspannter und ruhiger sind, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen. Auch Katzenhalter haben bei ihrer Samtpfote Interesse am Hundeprogramm bemerkt, wie Gilad Neumann, der Vorstandsvorsitzende von PTV Media, berichtet. Vielleicht wird es ja dann bald auch CatTV geben.

Mit dem Hund auf die Yoga-Matte: Wellness für Haustiere liegt im Trend

Ein neuer Trend aus Fernost hat die amerikanischen Tierliebhaber erobert und schickt sich nun an Europa zu begeistern: Dog Yoga, kurz Doga. Aber keine Sorge: Es wurde noch kein Hund in den Lotussitz gezwungen. Dahinter verbergen sich Yoga-Übungen, die speziell auf Hunde und ihre Besitzer ausgerichtet sind und die Bindung zwischen ihnen stärken soll.

Doga ist jedoch nur einer von vielen Trends, mit denen Haustierbesitzer gelockt werden: Selbstverständlich werden heute auch Massagen für Katz und Hund angeboten, während der Kanarienvogel dank Lichttherapie besser singt und der Fisch im Wasser zu sphärischen Klängen seine Kreise noch viel entspannter ziehen kann.

Hinter diesen Trend steht nach Meinung von Psychologen eine neue Generation von Haustierbesitzer, denen es vor allem um das Prestige geht: Wo früher das Goldhalsband und das Kaschmirjäckchen für Fifi Eindruck schinden sollte, werden die Tiere heute mit Wellness und Esoterik verwöhnt. Ob sie stattdessen nicht einfach mal ausgiebig mit Frauen spazieren gehen und im Park herumtoben wollen, hat diese Tiere wohl noch niemand gefragt.

Mit der automatischen Ballwurfmaschine "iFetch" können sich Hunde nun selbst bespaßen

Manche Hunde können einfach nicht genug davon kriegen, einem geworfenen Ball hinterherzulaufen und ihn dem Herrchen oder Frauchen zurückzubringen, damit der Ball möglichst schnell wieder geworfen wird. Das kann so manchen Hundebesitzer verständlicherweise zur Weißglut treiben.

Doch mit dem ewigen Ballwerfen ist nun Schluss, denn ab sofort funktioniert auch das voll automatisch. Mit der Ballwurfmaschine "iFetch" können Hundehalter ihre Balljunkies den ganzen Tag lang beschäftigen, ohne dafür selbst auch nur einen Finger rühren zu müssen.

Die Maschine muss lediglich eingeschaltet werden und schon fliegt der erste Ball. Wie weit, dass kann der Besitzer selbst auswählen. Nach jedem Wurf schaltet sich die Maschine selbst ab, um Energie zu sparen. Bringt der Hund den Ball zurück und legt ihn in den Trichter, schaltet sich "iFetch" wieder an und schießt den Ball erneut.

Betrieben wird die Maschine entweder mit Batterien oder mit einem Netzteil. Kostenpunkt für die automatische Ballwurfmaschine: rund 75 Euro.

Wenn Wauzi vor dem TV sitzt

Der Trend aus den USA zur Unterhaltung des Vierbeiners erobert auch das Deutsche Fernsehen

Hundewelpe und Katzenbaby zusammen auf der Couch
puppy and kitten © Hagit Berkovich - www.fotolia.de

Manch ein Besitzer hat sich schon verwundert die Augen gerieben, als der treue Vierbeiner plötzlich ganz angeregt mit ferngesehen hat. Tatsächlich gibt es Hunde, bei denen das Interesse fürs bewegte Bild (und den zugehörigen Ton!) mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Primär nehmen sie die Welt natürlich immer noch über den Geruchssinn wahr.

Unterhaltung für den Vierbeiner

Trotzdem ist der erste Fernsehsender nur für Hunde ein echter Renner: "DogTV" wurde 2012 in den USA gegründet und kann inzwischen auch in unseren Breitengeraden zum Beispiel über das Telekomprogramm "Entertain" empfangen werden. Damit sollen Vierbeiner unterhalten werden, während Herrchen und Frauchen keine Zeit haben - sogar das Alleinbleiben in der Wohnung verspricht dank "DogTV" einfacher zu werden.

Artgenossen beobachten

Zu sehen gibt's für Bello und Wauzi Bilder, mit denen Hunde was anfangen können: Leichte Bewegungen, zum Beispiel tollende Artgenossen, untermalt von beruhigender Musik.

USA: Erstes Handy für Vierbeiner entwickelt

Der Konzern On4 Communications hat ein neues Handy auf den Markt gebracht, das speziell für Hunde angefertigt wurde. Das Unternehmen wirbt dafür mit dem Slogan "Connecting every member of your family. Even your pet".

Das Handy für den Hund können nur freigeschaltete Nummern erreichen. Die Anrufe werden automatisch angenommen. Darüber hinaus können Herrchen oder Frauchen ihren Vierbeiner immer per GPS lokalisieren. Eine weitere Funktion macht es möglich, dass die Besitzer über das Handy angerufen werden können.

Verrücktes Hundespielzeug in Japan erhältlich

Wer seinem Vierbeiner Spielzeug der etwas anderen Art besorgen möchte, der sollte sich in Japan umgucken. Dort gibt es seit neuestem den Trend zu albernen Spielsachen für den Hund, wie zum Beispiel einen Welpen aus Kunststoff, dem künstliche Sabber die Schnauze herunterläuft.

Beliebt sind auch der Hunde-IQ-Test sowie ein lächelnder Kauknochen, der dem Hund ein albernes Grinsen verleiht, sobald dieser ihn im Maul hat. Der IQ-Test wird für umgerechnet acht Euro verkauft und soll die Intelligenz des Vierbeiners herausfinden.

Hunde bevorzugen Herrchen statt Frauchen

Das Rollenverhalten eines Hundes ist dem eines Wolfes gleich

Hund: Schwarzer Labrador liegt auf Gras mit Herbstblättern
truffe d'automne © cynoclub - www.fotolia.de

Wenn Bello oder Hasso lieber zu Herrchen als zu Frauchen geht, so ist das kein ungewöhnliches Verhalten des Hundes. Österreichische Forscher von der Universität in Wien haben herausgefunden, dass die Vierbeiner gewöhnlich eher mit Männern als mit Frauen auf Tuchfühlung gehen.

Vom Geschlecht geprägtes Rollenverhalten

Doch Hundebesitzerinnen brauchen sich aufgrund dieser Ergebnisse nicht zu ärgern oder in zu große Trauer verfallen, denn nach Meinung der Wissenschaftler bedeute dies nicht, dass Fifi sie weniger lieb habe. Die Gelehrten gehen davon aus, dass die genetische Veranlagung des Hundes ihn eher die Nähe von Männern aufsuchen lasse.

Denn, so die Forscherin Manuela Wendl, der Hund stamme nun einmal vom Wolf ab. Bei diesen existiere ein stark vom Geschlecht geprägtes Rollenverhalten.

Hunde suchen eher Herrchen statt Frauchen auf

Ein Versuch zeigte, dass mit einer Tätigkeit abgelenkte Männer eher von ihren Hunden aufgesucht wurden als Besitzerinnen eines Haustieres. Auch hielten sich die Hunde länger in der Nähe ihres Herrchens auf.

Längeren Kontakt suchten die Vierbeiner auch mit Besitzern, die sich nervös, neurotisch oder unsicher benahmen. Experten erklären dies damit, dass der Hund sich dem Verhalten seines Besitzers oder seiner Besitzerin angleiche.

Faulenzende Hunde lernen schneller

Wer viel lernen muss, sollte sich regelmäßig eine Pause gönnen und ausruhen. Dies gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde. Dies fanden dänische Wissenschaftler von der Universität Kopenhagen heraus.

44 Beagles sollten lernen, auf Kommando zu sitzen oder in ein Körbchen zu springen. Einigen Hunden waren längere Ruhepausen vergönnt, andere mussten jeden Tag trainieren. Dabei entdeckten die Forscher, dass die Beagles, die auch mal faulenzen durften, ihre Befehle schneller lernten als die vermeintlichen Musterschüler, die an jedem Tag zum Unterricht mussten.

Der Grund dafür liegt vermutlich in der Arbeitsweise des Gehirns begründet. Die Nervenzellen, die beim Lernen aktiv sind, werden während einer Schlaf- und Ruhephase immer wieder aufs Neue angeregt. Herrchen oder Frauchen können ihrem Vierbeiner daher schneller etwas beibringen, wenn sie sie nicht mit täglichem Lernen überfordern.

Auf einen längeren Zeitraum gesehen führten beide Trainingsarten jedoch zu demselben Ergebnis. So konnten nach vier Wochen alle 44 Beagles die Kommandos befolgen.

Hunde sind genau so klug wie Kleinkinder

Wissenschaftler schließen aus Studien der vergangenen Jahre, dass die Intelligenz von Hunden sogar diejenige unserer nächsten Verwandten, der Affen, übertrifft. So sind die vierbeinigen Freunde des Menschen nicht nur in der Lage, auf Sprachsignale zu reagieren, sie können auch Gesten und sogar Augenbewegungen zutreffend interpretieren. Der Grad ihrer Intelligenz erreicht demnach den Stand eines bis zu zwei Jahre alten Kleinkindes. Nach Meinung von Wissenschaftlern des Leipziger Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie hat sich dieses erstaunlich entwickelte Kommunikationsverhalten der Hunde im Laufe ihrer Domestizierung durch den Menschen herausgebildet.

So reagiert der vom Wolf abstammende Vierbeiner etwa eher auf ein Objekt, wenn er vorher von einem Menschen durch einen Sprachbefehl darauf aufmerksam gemacht wurde. Ob das Hundegehirn einen Befehl aber in identischer Weise verarbeitet wie das eines Kindes, ist noch unbekannt.

Die Intelligenz des Hundes testen

Hunde sind schlaue Tiere - sie können besonders die Kommunikation des Menschen besser als jedes andere Tier deuten. Zu den schlauesten Hunderassen gehören unter anderem der Border Collie, der Pudel, der deutsche Schäferhund sowie der Golden Retriever.

Mit ein paar Spielchen kann man testen, wie intelligent der eigene Hund ist. So kann man ihm beispielsweise zwei Portionen mit Leckerlis vorlegen - eine mit zwei, eine mit fünf Stück. Ein schlauer Hund wird sich zunächst die größere Portion vornehmen. Zum Wortverständnis kann man ein beliebiges Wort, mit dem der Hund überhaupt nichts anfangen kann, in den Raum rufen. Ist er schlau, kommt er daraufhin nicht mit wedelndem Schwanz auf den Besitzer zugelaufen.

Zum Verständnis von Hinweisen setzt man sich vor zwei umgedrehte Becher. Unter dem einen befindet sich ein Leckerli. Mit einem Nicken deutet man nun auf diesen Becher, sodass das Tier sofort hingehen sollte um nachzuschauen, was es damit auf sich hat. Diese Übung kann man erschweren in dem man drei Becher nimmt und diese dann verschiebt. Ein intelligentes Tier wird auf den richtigen Becher tippen.

Auch die Mimik sollte ein schlauer Hund verstehen. Wenn man seinen Hund ein paar Sekunden ansieht und dann plötzlich lächelt, sollte dieser mit Schwanzwedeln reagieren. Hunde bemerken, wenn sich etwas in einem Raum verändert. So kann man ein Möbelstück verrücken und dann den Hund in das Zimmer lassen. Sicherlich wird er es bemerken und neugierig daran rumschnüffeln.

Nicht jeder Hund mag Camping

Junger Mann mit Labrador neben Zelt im Freien
Man with his dog © Taylor Hutchens - www.fotolia.de

Wer in den Urlaub fährt, möchte auf seinen Hund nur ungern verzichten. Doch ein Aufenthalt auf einem Campingplatz ist für den Vierbeiner mit sehr viel Stress verbunden. Ungewohnte Geräusche und Gerüche können den friedfertigsten Hund aggressiv machen. Auch Beißattacken aus Stress sind dabei nicht auszuschließen.

Bello, Fiffi & Co. benötigen einige Tage Eingewöhnungszeit. Bis dahin sollten sie ein ruhiges Plätzchen in einer eigenen Ecke erhalten, das durch Stellwände geschützt ist. Zudem sollten die Besitzer ihren Hund nicht aus den Augen lassen, wenn er sich aufgeregter und unruhiger als gewohnt verhält.

Auch eine Belohnung kann helfen. Wenn eine unbekannte Person am Stell- oder Zeltplatz vorbeikommt und der Hund weder bellt noch knurrt, sollte das Tier ein Leckerli erhalten.

Hunde als Experten für Liebesfragen – was können wir von den Vierbeinern lernen?

Schwarzer Hundekopf guckt nach links, Menschenhand stupst auf die Hundenase
wet nose © davidcrehner - www.fotolia.de

Der Hund gilt als der beste Freund eines Menschen. Er ist für einen da und kann im Alltag eine echte Stütze sein, wie zum Beispiel als Blindenhund. Laut einem amerikanischen Tierarzt hat ein Hund jedoch zudem noch eine ganz besondere Sache drauf – er ist ein prima Vorbild, wenn es um Beziehungen geht.

Wir können beispielsweise von ihm lernen, dass es in dieser stressigen und schnelllebigen Zeit wichtig ist, sich auch mal eine Auszeit zu nehmen, beispielsweise durch einen langen Spaziergang. Hierbei kann man abschalten und auf andere Gedanken kommen. Auch, sich aufeinander zu freuen, lehrt uns ein Hund. Wer abends nach der Arbeit nach Hause kommt, wird einen genauso erfreuten Vierbeiner vorfinden wie jemand, der nur eben einkaufen war.

Des Weiteren zeigt ein Hund, wie wichtig es ist und wie gut es tut, einem zuzuhören, ohne ihm ins Wort zu fallen. Auch ist er ein Tier, welches nicht nachtragend ist. Kleine Fehler verzeiht es schnell, um die Harmonie zu seinem Herrchen wieder aufzubauen. Seine Liebe zeigt der Hund durch viele kleine Gesten, und das jeden Tag.

Was wäre das Leben ohne ein gewisses Paket an Spaß? Niemand weiß diesen so zu schätzen wie ein Hund, denn wenn er im Park seine Runden drehen kann, ist er glücklich. Und schließlich weiß er auch, wie wichtig es ist, dem anderen Raum zu lassen. Nach ein paar zusammen verbrachten Stunden widmet sich jeder einer anderen Tätigkeit, denn Zeit alleine braucht jeder von uns ab und an mal.

Berlin: Politik diskutiert "Führerschein" für Hunde

Sogenannter "Hunde-Führerschein" könnte die nächste Konsequenz aus Angriffen auf Menschen sein

Rennen, Schäferhund rennt neben Besitzerin her
Dog Race © Martin Hahn - www.fotolia.de

Was der Führerschein für den Straßenverkehr, das ist der "Hunde-Führerschein" für die Hundehaltung. Gemeint ist hiermit der Nachweis, dass ein Hund ungefährlich ist - und das hat längst nicht nur mit der jeweiligen Rasse zu tun, wie Experten betonen.

Erst jüngst hat sich in Berlin wieder ein brutaler Hundeangriff auf ein Kind ereignet. Dabei kam es zu schweren Verletzungen, von denen einige sogar lebenslange Folgen für das betroffene Kind haben könnten. Im letzten Jahrzehnt waren insbesondere Kampfhunde immer wieder Anlass für Diskussionen. Viele Bundesländer, darunter auch Berlin, haben ihre Konsequenzen gezogen und sogenannte Rasselisten eingeführt. Hunde, die hier aufgeführt sind, müssen ganz bestimmte Auflagen erfüllen.

Hunde-Führerschein soll Überprüfung von Hund und Halter beinhalten

Dabei ist jedoch nur ein geringer Prozentsatz aller Angriffe durch Hunde überhaupt auf sogenannte Kampfhunde zurückzuführen. Politiker diskutieren deshalb erneut, ob ein sogenannter Hunde-Führerschein eingeführt werden sollte. Dabei werden sowohl die Verhaltensweisen des Tieres als auch der korrekte Umgang seitens des Hundebesitzers auf den Prüfstand gestellt.

Erste Schritte für diese Maßnahme sind bereits in die Wege geleitet worden: Aktuell arbeiten Experten an den Rahmenbedingungen für den Hunde-Führerschein.

Berlin will Hundeführerschein einführen

Nachdem in Berlin in den vergangenen Jahren vermehrt Beißattacken von Hunden bekannt wurden, will die deutsche Hauptstadt nun einen generellen Führerschein für alle Hundehalter einführen, der nachweisen soll, dass die Besitzer für die Haltung eines Hundes geeignet sind. Ein Entwurf zur Verschärfung des Hundegesetzes wurde bereits vorgelegt. In dem Schreiben heißt es alle Hundebesitzer, die in Berlin wohnhaft sind oder sich dort länger als drei Monate aufhalten, sollen in Zukunft bei jedem Spaziergang in der Öffentlichkeit einen Sachkundenachweis bei sich tragen, um diesen auf Nachfrage vorzeigen zu können.

Der Hundeführerschein soll sich in drei Klassen gliedern, die sich an der Größe und Rasse des Hundes orientieren. Der Sachkundenachweis gliedert sich in eine theoretische und eine praktische Prüfung, die vor oder bei der Anschaffung des Hundes abgelegt werden sollen. Wer bereits einen Hund besitzt, soll sechs bis zwölf Monate Zeit haben die Prüfungen nachzuholen. Zudem soll jeder, der mit dem Hund gassigeht einen solchen Führerschein besitzen.

Ein Führerschein pro Familie reiche demnach nicht aus, heißt es in dem Entwurf. Bevor der neue Gesetzesentwurf dem Parlament vorgelegt wird, soll dieser allerdings noch eingehend diskutiert werden, auch in der Öffentlichkeit.

Herrchen muss pauken: Niedersachsen führt Führerschein für alle Hunderassen ein

Deutschlands Hundebesitzer bekommen eine Aufgabe - zumindest, wenn sie in Niedersachsen leben. Denn dort wurde vor kurzem der Hundeführerschein eingeführt. Egal, ob man sich einen Zwergpinscher oder eine ausgewachsene Dogge zulegt, zuerst muss man nun die Formalitäten regeln.

Dazu zählen neben dem Schein seit 1. Juli auch eine obligatorischer Funkchip am Tier sowie eine Haftpflichtversicherung. Die Halterprüfung muss nur dann nicht abgelegt werden, wenn man nachweisen kann, dass man in den vergangenen zehn Jahren schon einmal für mindestens zwei Jahre einen Hund besessen und dementsprechend Erfahrung mit der Haltung hat.

35 Multiple-Choice-Fragen müssen beantwortet werden, 26 davon müssen richtig sein, um zu bestehen. Die fünf Bereiche, in denen dabei geprüft wird, befassen sich etwa mit der Frage, ob Krankheiten die Ursache für eine plötzliche Aggression des Hundes sein kann oder ob und warum es wichtig ist, dass sich ein Hund überall anfassen lässt.

In der Schweiz, Österreich und Frankreich gibt es seit längerem ähnliche Tests.

Führerschein für Hundehalter - Berlin will allgemeine Leinenpflicht für Hunde einführen

Nahaufnahme Schnauze eines Hundes, Höllenhund
hellhound © Photo Ambiance - www.fotolia.de

Hunde in der Stadt sind schon seit geraumer Zeit ein großes Streitthema in Deutschland. Dabei geht es nicht nur um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner auf Gehwegen und Wiesen, sondern auch um die Belästigung von Mitmenschen.

Die Hauptstadt Berlin hat die Debatte um dieses Thema nun erneut angeheizt und denkt über die Einführung einer allgemeinen Leinenpflicht nach. Dem neuen Gesetzesentwurf zufolge, der umfangreich im so genannten "Bello-Dialog" mit Fachleuten und Bürgern diskutiert wurde, sollen in Zukunft alle Hunde in Berlin an der Leine geführt werden. Eine Ausnahme besteht für Hundehalter, die einen Hundeführerschein gemacht haben.

Diesen Sachkundenachweis können Halter erwerben, die bereits seit mehreren Jahren Hunde halten und deren Hund in den vergangenen drei Jahren nicht negativ auffällig geworden ist. In einem Test müssen sie außerdem beweisen, dass ihr Hund auf Kommandos hört. Neben der allgemeinen Leinenpflicht plant Berlin auch die Liste der gefährlichen Hunde von bislang zehn Rassen auf vier Rassen zu verkürzen.

Ob und wann die neuen Hundegesetze in Kraft treten, ist allerdings noch nicht bekannt.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Hundesenior mit Stöckchen © Carola Schubbel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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