7. September 2009
Von Viola Reinhardt
In fast jeder Kommune werden die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch in den Tierheimen verspürt. Tag für Tag landen dort Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Co, weil ihre Besitzer das Geld für das Futter, den Tierarzt und die Hundesteuer nicht mehr aufbringen können. "Tier-Tafeln" helfen zwar schon etwas weiter im Tierhalter-Dilemma, aber noch gibt es sie nicht in jeder Stadt und so bleibt oft nur der schwere Gang ins Tierheim.
Haustiere sind besonders auch in Deutschland sehr beliebt und vermitteln neben einer stillen Anteilnahme vor allem auch Nähe und Zärtlichkeit, sowie das beruhigende Gefühl es ist immer jemand für mich da. Kinder, Singles oder Rentner sehen gerade in ihrem Haustier einen Freund und Helfer, denn angesichts der stärker werdenden Anonymität in den Groß- und Kleinstädten, fehlen oft nahe stehende Menschen zum Gedanken mitteilen oder zum Seele trösten. Auch in Sachen Bewegung, Liebe, Anteilnahme oder auch ein Sorgen sind Haustiere sehr gute Lehrmeister, die zudem auch noch in Schwung halten und soziale Defizite etwas ausgleichen können.
Nun jedoch sitzen immer mehr dieser zwei- und vierbeinigen Helfer hinter Gittern, verstehen die Welt ebenso nicht mehr wie ihre einstigen Besitzer, die sie aufgrund finanziell gebundener Hände abgeben mussten. Schon heute ist das bei rund jedem vierten abgegebenen Tier der Grund und die Tendenz steigt weiterhin nach oben. Zusätzlich kommt zu der Überfüllung der Tierheime auch immer wieder die Urlaubszeit hinzu, denn nicht alle Tierbesitzer haben Geldnot, um ihr Tier zu versorgen. In solchen "Urlaubsfällen" sind es dann eher die Bequemlichkeit und der Geiz, die diese Menschen dazu veranlasst ihr Tier abzugeben.
Für das einzelne Tier bedeutet das oft ein langer Weg der Ungewissheit und ein Leben hinter Gittern. Hier appellieren die Mitarbeiter der Tierheime und Tierschutzvereine an die Bevölkerung sich doch bitte entweder als ehrenamtlicher Helfer zu engagieren oder mit Spenden eine Unterstützung zu leisten. Diese können dem einzelnen Tierheim ebenso helfen als auch der alten Nachbarin von Nebenan, die mit ihrer Katze oder dem kleinen Hund einen Lebensinhalt hat und seelisch verkümmert, wenn sie diese weggeben muss, weil die Rente nicht ausreicht. Helfen wo Not am Mann ist, zeigt den wahren Charakter einer Gesellschaft und sich bei einem aufkommenden Wunsch nach einem Haustier die Frage nach der dauerhaften Finanzierung ehrlich zu beantworten, zeugt nochmals mehr von Verantwortungsgefühl und Charakterstärke.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
29.01.12 | |
![]() | HAUSTIERE |
![]() | HAUSTIERE |
![]() | HAUSTIERE |
28.01.12 | |
![]() | HAUSTIERE |
09.01.12 | |
![]() | HAUSTIERE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Haustiere Forum


Hier werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Haustiere beantwortet, z.B. Was macht mein Tier? Was frisst...