27. Januar 2005
Fernsehen regt Kinder mehr auf als die Schule. Das konnte Prof. Dr. Michael Myrtek vom Psychologischen Institut der Universität Freiburg bei einer Studie mit 200 Kindern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren an ihrer Herzschlagfolge nachweisen, wie die Apothekenzeitschrift „Gesundheit“ berichtet.
Myrtek stattete die Kinder 23 Stunden lang mit tragbaren Messgeräten aus und ließ sie tagsüber alle 15 Minuten auf einem kleinen Bildschirm Fragen zu ihrem Befinden und Verhalten beantworten. Beim Fernsehen stieg ihre Herzfrequenz häufiger an als etwa in der Schule. Bei Vielsehern – mehr als drei Stunden täglich – beobachtete der Psychologe schlechtere Schulleistungen, Kontaktarmut und zu wenig körperliche Bewegung. Für ihn ist eine Stunde Flimmerkiste pro Tag genug, und „Kein Fernseher im Kinderzimmer!“.
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